Hallo Nullinger,
Also wir beginnen nach dem Schuss, die Waffe steht im nirgendwo die Visierung auch, Jetzt wird sortiert ( ausatmen) und zurückführen zur Falllinie. Die Visierung wird nur noch ein kurzes Stück mit begleitet weil der Winkel sich verändert man müsste das Handgelenk kippen, das darf nicht sein. Bei etwa 4,5-5 sec kommt der untere Totpunkt, die Ausatmung ist beendet. Die Aufwärtsbewegung beginnt 2-2,5 sec. Die Aufwärtsbewegung verläuft flüssig wird langsamer das es in den letzten paar zehntel der Zeit wie ein Halt ausschaut aber keiner ist.
In diese Aufwärtsbewegung wird kurzer Atemzug Ein/Aus eingebaut zum Sauerstoffwechsel mit einem angenehmen Lungenvolumen, man bläst sich nicht auf wie ein Frosch, zu wenig soll es auch nicht sein. Dieser Vorgang ist geschlossen 2/3 Zentel bevor die Scheibe kommt. Mit heben des Arm dann wir wieder eingeatmet und die Aufwärtsbewegung so unterstützt. Wieviel und wie lange eingeatmet wird ergibt sich aus dem Schießstiel wie es passt und angenehm ist.
So hier machen wir einen Schwenk zu den anderen Disziplinen sofern welche praktiziert werden.
FP, LP, SP Präzision, GK Beidhand verläuft bei mir absolut identisch, nach dem Abkommen wird sortiert ( Atmung) zurückführen selbe Geschwindigkeit beim absenken. Am vermeintlichen unteren Totpunkt scheiden sich jetzt die Bewegungen, SP und Gk werden eventuell abgestützt, LP und Freie gehen jetzt auch aus dem Rhythmus und werden geladen etc.
Diese absolut identischen Abläufe bei allen Disziplinen unterstützen sich halt so gegenseitig. Man muss ja nicht bei sämtlichen Disziplinen differente Abläufe haben, zu was? Das ist kontraproduktiv.
Das ganze Trainings und Wettkamp aufkommen geht so alles in einen Topf.
Warum hat man bei eigentlich identischen Abläufen unterschiedliche Prozedere?
Die Startbewegung unten erfolgt aus einer Höhe die jeder einzelne lokalisieren sollte, es gibt hier keinen festen Wert.
Es ist aber nicht nur die Höhe entscheidend sondern auch der Kraftaufwand bzw. die Geschwindigkeit beim anheben.
Jeder Mensch hat eine andere Schlagkraft, Sprungkraft, Auffassungsgabe, verarbeitungszeiträume etc. daraus ergibt sich logischer Weise auf ein persönlicher Mix des zusammen wirkens dieser Komponenten.
Natürlich ist es gewünscht so schnell als möglich unten weg zu kommen, es gibt aber einen break Point wo es einen zu sehr verschüttelt salopp ausgedrückt.
Ziel ist unten schnell weg zu kommen um oben die Endphase so souverän wie möglich zu gestalten und soviel Zeit wie möglich dafür zu haben.
Wenn es mich unten verschüttelt und verspannt muss ich das oben koordinieren, das ist nicht gewünscht.
Das praktische Beispiel, zuschauen in der Kreisklasse Sportpistole beim Duell.
Nicht wenige schiessen komplett ohne Konzept. Die Schrecksekunde beginnt wenn die Scheibe kommt der Arm wird hoch gerissen, über das Ziel, dann wird er runter gerissen unter das Ziel, irgendwann kommt das Ziel vorbei der Schuss wird raus gewürgt und sitzt dann in Regel links tief.
Zurück zu unserem Ablauf, wo schau ich hin?
Nicht zur Scheibe, auch nicht an Scheibenfuss, geht bei Ampeln ohnehin nicht mehr.
Wir haben das Problem beim sehen mit der Tiefenschärfe, wenn wir ein Objekt in 25m Entfernung anschauen ist das ein anderer Fokus wie bei einem Objekt mit Abstand von einem Meter oder 20 cm. Das Auge muss sich darauf einstellen und braucht Zeit dazu, Zeit die wir nicht haben!
Ich hab dann für mich entdeckt das ich genau in der Linie der Aufwärtsbewegung draußen mein Auge dort abstelle, so gefühlt etwa bei 30Grad Arm Neigung und warte bis der Arm kommt, der Punkt überschneidet sich mit der Armlänge und ist daher schon fast scharf bei Aufnahme der Visierung. Es gibt keinen bis kaum Zeitverlust. Dieser Punkt wird in der Vorbereitungszeit lokalisiert beim warm machen.
Ich bräuchte hier eigentlich einige Fotos, die ich aktuell aber nicht habe, sorry.
So was haben wir noch, erfassen Druckpunkt, ich nehme den Druckpunkt unten beim Start. Über die Schiesstechniken mit Druckpunkt lassen sich Bücher füllen.
Man kann Duell mit zwei kontrollierten Arten schiessen, einmal oben anhalten und wegdrücken, oder in der Endbewegung langsamer werden und Druck verstärken bis der Schuss kommt. Es sind sehr differente Techniken, Die Kreisligaschützen haben dann noch Techniken dazwischen😇.
Beide Techniken sind wenn man sie beherrschen möchte sehr Trainings intensiv.
Ich schieße den fliegenden Schuss, will heißen die Bewegung wird langsamer ab der 8 unten, so wie sie langsamer wird wird der Auslösedruck am Züngel verstärkt. Ist man zu forsch sollte es immer noch ne 9 tief sein, ist man zu zaghaft ist es ne 9 hoch. Aber in der Regel keine 5-6-7 im Nirwana durch reissen.
Sportpistole habe ich so in etwa mit 750-800Gramm geschossen. Weil das Gewicht in der Mitte des Züngel zu liegen hat, mein Finger lag aber ganz vorne, die Differenz kann erheblich sein.
Das ist aber ein separates Thema.
Ich hoffe ich hab alles, sonst solltet ihr fragen……..
No.limits