Duell-Cracks vor: Frage zur Muskelspannung

  • macht es aus eurer Sicht Sinn das auch mal daheim mit der Lupi zu üben, oder verfälscht das

    Nein, ich denke die fehlende Übereinstimmung kannst Du in Deinem Stadium vernachlässigen.
    Manche trainieren mit Wasserflaschen oder anderen Hilfsmitteln die viel weiter vom eigentlichen Sportgerät entfernt sind.
    Insofern stimmt viel mehr von deiner Improvisation.
    Du hättest auch viel zu erforschen und auf zu bauen im gesamten Bewegungsablauf, nicht alles ist auch negativ. Du hast einen wesentlich längeren Lauf und Visierlinie, das ist beim Duell Bewegungsablauf deutlich schwieriger zu händeln.

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Gab's da nicht vor Jahrzehnten mal eine Sendung des Aktuellen Sportstudios, bei der OSP-Schützen blind volles Haus geschossen haben

    Das kann ich nicht bestätigen, aber mit dem Bogen gab es auch Samurai die unglaubliches angestellt haben.
    Es bestätigt was machbar ist, und es bestätigt das sich vieles im Kopf abspielt.
    Noch ein Nachtrag zu oben mit dem Trockentraining.
    Thema Flasche oder anderes totes Teil. Ich hab das früher eigentlich immer belächelt, mittlerweile sehe ich auch das etwas differenzierter.
    Wenn eine Waffe möglich ist, kommt da natürlich nix dran von der Effektivität.
    Wenn man aber weitab von einer Waffe ist, z.B im Urlaub etc. könnte man auch High End Training machen mit einer Flasche, es müsste nicht nur stupides Haltetraining praktiziert werden. Man kann die Flasche integrieren um Zeitabläufe zu trainieren, um Zeitabläufe mit Bewegungsablauf zu verbinden. Vorteilhaft hier einen Timer den man im Ohr hat und der endlos läuft.
    Wer sich solchen Aufgaben stellt, puscht auch seine Disziplin.

    No.limits

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  • Vorteilhaft hier einen Timer den man im Ohr hat und der endlos läuft.

    Da gibt es sogar bei Youtube Timer"videos" mit den unterschiedlichsten Abständen.

    "10 second interval timer" könnte da helfen - es fehlen halt nur die 3 Sekunden Schießzeit. Aber das macht eigentlich nichts fürs Trockentraining.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • zum Thema Muskelspannung.
    Ich hab mich gestern Abend rein dem Duell gewidmet. Waren am Ende 60 Schuss

    Die ersten 20-30 gehen noch ohne merkliche Probleme mit der Muskulatur. Gegen Ende hab ich dann aber schon gemerkt, dass mein Deltamuskel schlapp macht. Bei den letzten Serien gingen die ersten Schuss noch recht gut, der 4. und 5. waren da jedoch echt grenzwertig, da ich den Arm nicht mehr richtig gehoben benommen habe. Hier musste ich dann nochmal nachkorrigieren, da ich zu tief war und der Arm nicht wie "gewohnt" hoch bekomme.

    Klar im Wettkampf hab ich maximal 35 Schuss, ich bin da der Auffassung, dass wenn ich die gut durchbekommen möchte entsprechend Reserven da sein sollten

    Fragt sich nun spanne ich zu arg an oder fehlt mir, da einfach noch die Kondition und nach ein paar tausend Schuss schaut das anders aus. Ich hab jetzt grob geschätzt 8x Duell geschossen

  • "10 second interval timer" könnte da helfen - es fehlen halt nur die 3 Sekunden Schießzeit. Aber das macht eigentlich nichts fürs Trockentraining.

    Ja für ein Grundtraining würde es reichen, ich habe aus früheren Zeiten noch einen Timer den man an Gürtel clipsen kann mit Ohrhörer, der macht die 3/7 mit Piepton.
    Der kann auch 10 und 20sec für Standardpistole.
    Wer tiefer gehen möchte und für die Mädels wo es ja olympisch geschossen wird ein gutes Hilfsmittel

    (Bin gerade in meiner Datscha in Tirol, kann es deshalb nicht einblenden)

    Im laufe des Trockentrainings mit dem Timer speziell in der Phase 7sec kam mit der Zeit immer mehr der Wunsch pro sec noch einen weiteren Ton zu bekommen, eventuell sogar der sich verändert höher oder tiefer wird in der Tonlage.um die Eckpunkte und die Koordination der Einzelnen Vorgänge übereinander zu bekommen.
    Nach Abgabe des Schusses mit dem Sprung, sollte die Waffe salopp gesagt erstmal sortiert werden, dann wird die Waffe souverän kontrolliert zurück geführt zum Auslösepunkt. Dabei wird langsam ausgeatmet. Ab hier wird der Arm gesenkt mit Blick auf die Visierung es wird weiter langsam ausgeatmet bis zum unteren Totpunkt. (Etwa)
    Die Einteilung und Geschwindigkeit der Abwärtsbewegung ist hier entscheidend.

    Dazu würde der sich ein verändernder Piepton entscheidend helfen die Geschwindigkeit, die Atmung auf die Markanten Punkte zu timen.
    Man ist am unteren Totpunkt die Aufwärtsbewegung beginnt, etwa bei sec 4-5 dann kommt ein schnelles halbes angenehmes einatmen (zum Sauerstoffwechsel) darauf erfolgt ein genauso flüssiges Ausatmen. Man ist jetzt bei sec 6,7-6,9 die Scheibe kommt, souverän erwartet, die Beschleunigungsphase beginnt ……….

    Ich denke der eine oder andere versteht was ich meine, ist etwas krank aber hilft um gut zu werden………

    No.limits

    Ich lasse Euch hier in meine tiefsten Abgründe Einblicke nehmen 🙈 viel Spaß damit🎉

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  • ....


    Ich denke der eine oder andere versteht was ich meine, ist etwas krank aber hilft um gut zu werden………

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    Ich lasse Euch hier in meine tiefsten Abgründe Einblicke nehmen 🙈 viel Spaß damit🎉

    Oh ja :D.

    Ist aber spannend zum mitlesen mit welcher Akkrebie teilweise am letzten Mü gefeilt wird um das absolute Ziel zu erreichen 👍. Mega, Danke fürs teilhaben lassen.

    Zum Thema Timer bin ich mir nicht sicher, ob zu viel Gepiepse für die meisten sinnvoll ist. Im Grunde gibt es für die SpoPi zwei wesentliche Zeiten 3/7 und nur zwei Signale rot/grün bzw Scheibe da/Scheibe weg. Insofern kann es auch verwirrend sein, sich im Training mit zig Signalen zu bombardieren und dann im Wettkampf zum entweder gar keinen akustischen Trigger mehr zu haben (außer beim mechanischen Stand) oder eben nur noch mit rot und grün auskommen zu müssen.

    Wenn das aber nur die Krücke ist um seinen Ablauf mit der Atmung zu koordinieren, warum nicht. Mir persönlich wär's zu viel.

    Ich stelle auch immer wieder fest dass der Atemrhytmus wechselt. An manchen Tagen haut das überhaupt nicht hin und die Scheibe will einfach nicht kommen. Dann erwischt es mich böse beim "Zwischenschnaufer" =O

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Wenn das aber nur die Krücke ist um seinen Ablauf mit der Atmung zu koordinieren, warum nicht. Mir persönlich wär's zu viel.

    Du hast nicht unrecht, die Gefahr besteht, es sind halt erstmal so Gedankenspiele.
    Aber wenn solche oder ähnliche Entscheidungen oder Wünsche anstanden hab ich in der Regel durchgezogen und investiert.
    Eben um nicht eine Idee tot zu argumentieren sondern die live Erfahrung zu machen und eine Entscheidung fundiert treffen zu können.
    Letztlich kann ich es nicht ohne real Test beurteilen obe es der große Wurf wäre oder ein Chaos der Verwirrung ausbricht durch zuviel gepiepe.
    Ich hab schon auch einiges für die Tonne gemacht, bleibt nicht aus.
    Diese ganzen Arbeiten und Überlegungen dienen eigentlich nur dazu um eine Struktur zu schaffen die immer einen gleichen Ablauf gewährleistet, nicht zuletzt um die letzten 2-3 Zehntel der 7 sec ohne Überraschungsmoment zu verarbeiten.
    Möglich das es auch total überspannt ist!? ich persönlich war an dem Punkt wo ich mir diese Frage stellte, ob es Sinn macht.
    Ich bin oft solche Wege gegangen, eines bringt es auf jeden Fall, jede Menge Erfahrung.

    No.limits

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  • ... den tieferen Startpunkt praktiziere ich seit Jahren.
    Eben weil es dazu nicht so viel Muskelspannung braucht ....

    Mit dem zu tiefen Startpunkt habe ich mir mal im Wettkampf eine Verwarnung eingefangen. War bei einer DM des BDS. War sehr freundlich formuliert, aber sie war deutlich. Im Wettkampf diskutiere ich nicht, sondern akzeptiere eine Entscheidung.

    Klaas

  • Da hätte ich sehr sehr gerne eine Quelle zu der kompletten Aussage. Nach meinem Wissen ist das leider komplett falsch.

    Versuche dich an einer komplett neuen Sportart, bspw Schwimmen oder Laufen und vergleiche wie sehr du am Anfang und nach 6 Monaten Training aus der Puste kommst. Dein Körper lernt dabei automatisch nur jene Muskeln bzw Fasern zu rekrutieren, die für die Bewegung nötig sind. Er ökonomisiert sich.

    Des Weitern wird das Anspannen eines Muskels in der Biologie wird als Muskelkontraktion bezeichnet. Dabei ziehen sich Muskelzellen zusammen, indem sich Proteinfilamente (Aktin und Myosin) ineinander verschieben und so die Muskelfasern verkürzen. Der Muskeltonus bezeichnet lediglich den Grundspannungszustand.

  • Mit dem zu tiefen Startpunkt habe ich mir mal im Wettkampf eine Verwarnung eingefangen. War bei einer DM des BDS. War sehr freundlich formuliert, aber sie war deutlich. Im Wettkampf diskutiere ich nicht, sondern akzeptiere eine Entscheidung.

    Klaas

    Dann unterscheidet sich hier wohl das Regelwerk BDS<->DSB.
    Der DSB legt nur die obere Grenze fest.

  • Nach Abgabe des Schusses mit dem Sprung, sollte die Waffe salopp gesagt erstmal sortiert werden, dann wird die Waffe souverän kontrolliert zurück geführt zum Auslösepunkt. Dabei wird langsam ausgeatmet. Ab hier wird der Arm gesenkt mit Blick auf die Visierung es wird weiter langsam ausgeatmet bis zum unteren Totpunkt. (Etwa)
    Die Einteilung und Geschwindigkeit der Abwärtsbewegung ist hier entscheidend.

    Dazu würde der sich ein verändernder Piepton entscheidend helfen die Geschwindigkeit, die Atmung auf die Markanten Punkte zu timen.
    Man ist am unteren Totpunkt die Aufwärtsbewegung beginnt, etwa bei sec 4-5 dann kommt ein schnelles halbes angenehmes einatmen (zum Sauerstoffwechsel) darauf erfolgt ein genauso flüssiges Ausatmen. Man ist jetzt bei sec 6,7-6,9 die Scheibe kommt, souverän erwartet, die Beschleunigungsphase beginnt ……….

    Jetzt wird's interessant.
    Ich lese das jetzt so, dass Du nach dem Ankommen am unteren Totpunkt, der deutlich tiefer liegt als 45°, schon wieder eine ganz langsame Aufwärtsbewegung startest.
    In der Phase erfolgt eine Zwischenatmung.
    Bei 7 Sekunden, wenn die Scheibe kommt, musst Du aber noch unter bzw. maximal bei 45° sein und so langsam, dass es nicht gleich auffällt, dass Du schon in Bewegung bist.
    Und dann kommt die Beschleunigung.
    Du schreibst, dass Du in der Abwärtsbewegung den Blick auf der Visierung hast. Wie weit? Bis ganz nach unten?
    Wann schaust Du dann wieder nach vorne Richtung Scheibe bzw. Ampel?
    Und jetzt würde mich noch interessieren, wie Du das Ganze mit dem Abziehen synchronisierst.
    Wann lässt Du nach dem Schuss den Abzug los, wann nimmst Du wieder Druckpunkt, wann verstärkst Du wie den Druck bis zur Schussauslösung?

    Danke übrigens, dass wir an Deinen Abgründen teilhaben dürfen.

  • Hallo Nullinger,

    Also wir beginnen nach dem Schuss, die Waffe steht im nirgendwo die Visierung auch, Jetzt wird sortiert ( ausatmen) und zurückführen zur Falllinie. Die Visierung wird nur noch ein kurzes Stück mit begleitet weil der Winkel sich verändert man müsste das Handgelenk kippen, das darf nicht sein. Bei etwa 4,5-5 sec kommt der untere Totpunkt, die Ausatmung ist beendet. Die Aufwärtsbewegung beginnt 2-2,5 sec. Die Aufwärtsbewegung verläuft flüssig wird langsamer das es in den letzten paar zehntel der Zeit wie ein Halt ausschaut aber keiner ist.
    In diese Aufwärtsbewegung wird kurzer Atemzug Ein/Aus eingebaut zum Sauerstoffwechsel mit einem angenehmen Lungenvolumen, man bläst sich nicht auf wie ein Frosch, zu wenig soll es auch nicht sein. Dieser Vorgang ist geschlossen 2/3 Zentel bevor die Scheibe kommt. Mit heben des Arm dann wir wieder eingeatmet und die Aufwärtsbewegung so unterstützt. Wieviel und wie lange eingeatmet wird ergibt sich aus dem Schießstiel wie es passt und angenehm ist.
    So hier machen wir einen Schwenk zu den anderen Disziplinen sofern welche praktiziert werden.
    FP, LP, SP Präzision, GK Beidhand verläuft bei mir absolut identisch, nach dem Abkommen wird sortiert ( Atmung) zurückführen selbe Geschwindigkeit beim absenken. Am vermeintlichen unteren Totpunkt scheiden sich jetzt die Bewegungen, SP und Gk werden eventuell abgestützt, LP und Freie gehen jetzt auch aus dem Rhythmus und werden geladen etc.
    Diese absolut identischen Abläufe bei allen Disziplinen unterstützen sich halt so gegenseitig. Man muss ja nicht bei sämtlichen Disziplinen differente Abläufe haben, zu was? Das ist kontraproduktiv.
    Das ganze Trainings und Wettkamp aufkommen geht so alles in einen Topf.
    Warum hat man bei eigentlich identischen Abläufen unterschiedliche Prozedere?
    Die Startbewegung unten erfolgt aus einer Höhe die jeder einzelne lokalisieren sollte, es gibt hier keinen festen Wert.
    Es ist aber nicht nur die Höhe entscheidend sondern auch der Kraftaufwand bzw. die Geschwindigkeit beim anheben.
    Jeder Mensch hat eine andere Schlagkraft, Sprungkraft, Auffassungsgabe, verarbeitungszeiträume etc. daraus ergibt sich logischer Weise auf ein persönlicher Mix des zusammen wirkens dieser Komponenten.
    Natürlich ist es gewünscht so schnell als möglich unten weg zu kommen, es gibt aber einen break Point wo es einen zu sehr verschüttelt salopp ausgedrückt.
    Ziel ist unten schnell weg zu kommen um oben die Endphase so souverän wie möglich zu gestalten und soviel Zeit wie möglich dafür zu haben.
    Wenn es mich unten verschüttelt und verspannt muss ich das oben koordinieren, das ist nicht gewünscht.
    Das praktische Beispiel, zuschauen in der Kreisklasse Sportpistole beim Duell.
    Nicht wenige schiessen komplett ohne Konzept. Die Schrecksekunde beginnt wenn die Scheibe kommt der Arm wird hoch gerissen, über das Ziel, dann wird er runter gerissen unter das Ziel, irgendwann kommt das Ziel vorbei der Schuss wird raus gewürgt und sitzt dann in Regel links tief.
    Zurück zu unserem Ablauf, wo schau ich hin?
    Nicht zur Scheibe, auch nicht an Scheibenfuss, geht bei Ampeln ohnehin nicht mehr.

    Wir haben das Problem beim sehen mit der Tiefenschärfe, wenn wir ein Objekt in 25m Entfernung anschauen ist das ein anderer Fokus wie bei einem Objekt mit Abstand von einem Meter oder 20 cm. Das Auge muss sich darauf einstellen und braucht Zeit dazu, Zeit die wir nicht haben!
    Ich hab dann für mich entdeckt das ich genau in der Linie der Aufwärtsbewegung draußen mein Auge dort abstelle, so gefühlt etwa bei 30Grad Arm Neigung und warte bis der Arm kommt, der Punkt überschneidet sich mit der Armlänge und ist daher schon fast scharf bei Aufnahme der Visierung. Es gibt keinen bis kaum Zeitverlust. Dieser Punkt wird in der Vorbereitungszeit lokalisiert beim warm machen.
    Ich bräuchte hier eigentlich einige Fotos, die ich aktuell aber nicht habe, sorry.
    So was haben wir noch, erfassen Druckpunkt, ich nehme den Druckpunkt unten beim Start. Über die Schiesstechniken mit Druckpunkt lassen sich Bücher füllen.
    Man kann Duell mit zwei kontrollierten Arten schiessen, einmal oben anhalten und wegdrücken, oder in der Endbewegung langsamer werden und Druck verstärken bis der Schuss kommt. Es sind sehr differente Techniken, Die Kreisligaschützen haben dann noch Techniken dazwischen😇.
    Beide Techniken sind wenn man sie beherrschen möchte sehr Trainings intensiv.
    Ich schieße den fliegenden Schuss, will heißen die Bewegung wird langsamer ab der 8 unten, so wie sie langsamer wird wird der Auslösedruck am Züngel verstärkt. Ist man zu forsch sollte es immer noch ne 9 tief sein, ist man zu zaghaft ist es ne 9 hoch. Aber in der Regel keine 5-6-7 im Nirwana durch reissen.
    Sportpistole habe ich so in etwa mit 750-800Gramm geschossen. Weil das Gewicht in der Mitte des Züngel zu liegen hat, mein Finger lag aber ganz vorne, die Differenz kann erheblich sein.
    Das ist aber ein separates Thema.
    Ich hoffe ich hab alles, sonst solltet ihr fragen……..

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  • So im nach hinein hätte ich noch gefühlt tausend Fußnoten. Es ist ja fast dürftiger als ein Telegrammstiel.

    Einen möchte ich aber noch nach reichen, um die Logik dahinter zu erklären.
    Das aufräumen und konzertierte souveräne zurück führen oben schon in allen Disziplinen ist dem Umstand geschuldet, weil nennen wir in den oberen Totpunkt, einige Disziplinen wie die 10 / 20 sec bei der Standardpistole und die 20 sec bei der Gebrauchspistole ein nächster Ausgangspunkt ist.
    Was heißt ich trainiere dieses Teilstück in allen anderen Disziplinen mit.

    No.limits

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  • SGU

    Da haben wir aneinander ein wenig vorbeigeschrieben....

    Natürlich ökonomisiert sich ein Bewegungsablauf - was klassisch neben Intra- und Intermuskulärer Koordinationsverbesserung auch noch weitere Prozesse einschließt. Wenn du durch die Ökonomisierung weniger Muskeln benötigst - dann hast du auch einen geringeren Energieverbrauch. Bei großen eingesetzten Muskeln, die eine hohe Effizienzsteigerung erfahren (nehmen wir zum Beispiel Klimmzüge, Kniebeugen etc.) wo große Muskelgruppen große Bewegungen ausführen, da hat ein Trainingsanfänger auch enorme Möglichkeiten der Effizienzsteigerung.

    Bei einer kleinen Bewegung, die dann aufgrund der geringen Kraftaufwendung submaximalen Anstrengung auch nicht sehr viel Effizienzeinsparung ermöglicht - kann durch Krafttraining und einen dadurch größeren zu versorgenden Muskel gar ein höherer Kraftaufwand entstehen.


    Bezüglich der Muskelkontraktion bestand meine Kritik, Replik auf deine Aussage: "Anspannung heißt, dass sich der Muskel (hier Agonist ) verkürzt und sich gleichzeitig der Gegenspieler (Antagonist) entspannt oder gedehnt wird." - und das ist falsch. Ich kann sehr wohl einen Muskel anspannen ohne dass sich ein Muskel verkürzt #isometrische Anspannung. Was aber immer vorliegt, wenn sich der Agonist verkürzt und der Antagonist verlängert / entspannt ist eine Bewegung.

    Und diesen Fehler hast du hier wieder drinn:

    "Des Weitern wird das Anspannen eines Muskels in der Biologie wird als Muskelkontraktion bezeichnet. Dabei ziehen sich Muskelzellen zusammen, indem sich Proteinfilamente (Aktin und Myosin) ineinander verschieben und so die Muskelfasern verkürzen. Der Muskeltonus bezeichnet lediglich den Grundspannungszustand."

    Per Definition wird als Muskelkontraktion verstanden wenn eine aktive Muskelverkürzung vorliegt (deine Erklärung) aber auch Muskelkontraktionen die keine Verkürzung eines Muskels zur Folge haben werden dem zugerechnet #isometrische Muskelkontraktion.

    Auch den Muskeltonus gibst du wiederholt falsch wieder.

    Per Definition ist der Muskeltonus der Spannungszustand des Muskels. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist auf keine bestimmte Haltung etc. bezogen.

    Es gibt also den von dir erwähnten Ruhetonus oder Grundspannungstonus. Ein neuronal gut gesteuerter Muskeltonus in der Bewegung sorgt aber z.B. auch für eine flüssige Bewegung. Es gibt also "vereinfacht formuliert verschiedene Arten" des Muskeltonus.

  • Dann unterscheidet sich hier wohl das Regelwerk BDS<->DSB.

    Nicht wirklich, aber die Grundansichten der Schießleiter.

    Gelernt habe ich vor Jahren noch die 45°-Regel, d.h., ich durfte im BDS-Match die Waffe 45° in jeglicher Richtung vom Ziel wegschwenken. Genau das hat wahrscheinlich der anmeckernde Schießleiter gemeint. Aktuell steht im Sporthandbuch unter K1.18 60°, man kann also inzwischen etwas tiefer anhalten. Aber das Absenken von 45° steht im Sporthandbuch:

    Zitat

    K 2.11 Bereitstellung Beim Intervall- und Zeitserie-Schießen des 25 m-Schießens, vor jeder Wertungsserie des Fertigkeitsschießens und des Parcoursschießens beim Mehrdistanzschießen, beim 25 m-Fallscheiben-Schießen sowie beim 25 m-Speed-Schießen ist nach dem Kommando „Achtung“ der die Waffe haltende Arm soweit abzusenken, dass er gemessen zur Senkrechten einen Winkel von 45 Grad bildet.

    Praktisch durchgesetzt wird häufig nach meiner Erfahrung aber nur "deutliches Absenken" ohne Gradangabe.

    Beim letzten Match wurde ich dauernd angemeckert, dass ich gefälligst meinen Finger deutlich aus dem Abzugsbügel zu nehmen habe, sobald ich die die Waffe schwenke (rauf und runter). Ist Schwachsinn, steht nirgends (außer bei Cooper) und hat mir mein Ergebnis komplett versaut.

    Merke: Die tatsächliche Qualifikation der Aufsichten ist verbandsübergreifend durchwachsen.

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  • no.limits Wie meinst Du das mit dem Abzugsgewicht? 750-800 Gramm? < 1000g ist doch gar nicht zulässig und bei welcher SpoPi lässt sich das überhaupt so niedrig einstellen?

    Oder Du meinst das reine Restgewicht am Druckpunkt ohne den Vorzug, dann ziehe ich die Frage natürlich zurück :)

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Oder Du meinst das reine Restgewicht am Druckpunkt ohne den Vorzug, dann ziehe ich die Frage natürlich zurück :)

    Nein, die Frage ist wohl berechtigt.
    Ein Züngel hat eine bestimmte Länge, Breite, Form und Beschaffenheit. Laut Sportordnung wird das vorgeschriebene Auslösegewicht in der Mitte der Länge vom Züngel gemessen.
    Wer dort auch den Finger auflegt ist selbst schuld wenn er auch mit dem dort herrschenden Gewicht arbeiten muss.
    Von Vorteil ist hier ein gerades Züngel so lang wie möglich sowohl nach hinten als auch nach vorne.
    Bei der Sportpistole habe ich in der Regel beide Seiten verändert.
    Gehen wir von einer serienmäßigen Rille mittig des Serienzüngel aus. Wenn man jetzt das Züngel nach hinten 2mm verlängert, kann man die Rille der Messmarkierung 1mm nach hinten verlegen.
    Das verändert die Kräfteverhältnisse.
    Wenn wenn man jetzt auch noch den Finger ganz vorne am Züngel auflegt hat man schon 100-200 Gramm weniger zu ziehen, wenn man jetzt das Züngel um sagen wir um 4mm auch noch nach vorne verlängert, gewinnt man nochmal erheblich an Differenz.
    Es ist das Prinzip des Lastarmes.
    Verlängere ich ein Züngel um 2mm gewinne ich den Lastgewinn von einem mm.
    Ein wenig spielt da schon auch die Bauart eines Abzugs mit.
    Bei einem Colt 1911 geht es nicht weil der zum Auslösen geschoben wird und nicht aufgehängt ist oben an einer Achse.
    Ebenso bei einer alten GSP.
    Ich hab aus dem Grund immer Waffen geschossen die nur allerhöchsten Ansprüchen gerecht wurden.
    Der Abzug war in vielerlei Hinsicht ein Zentrales Kriterium bei der Waffenwahl.
    So kommt es zustande wenn der vorgeschriebene Messpunkt und der tatsächliche Auflagepunkt des Fingers einen großen Abstand haben das man das tatsächliche Abzugsgewicht drastisch reduzieren kann.
    Noch Fragen dazu ?

    No.limits (der Name ist Programm)

    Es gibt übrigens grausige Konstruktionen von den Herstellern.
    Auch die machen sich da wenig bis keine Gedanken.
    Ich habe aktuell von meinen Konstruktionen kein Foto dabei, aber dafür ein grausames negativ Beispiel

  • ........
    Noch Fragen dazu ?

    No.limits (der Name ist Programm)

    .......

    Keine Fragen mehr Euer Ehren ;). Ein bischen exzessiv bist Du aber schon :evil:.

    Beim Abzug bin ich aber durchaus mal an einem Punkt, wo ich sage dass man mit 1000g auch glücklich sein kann und dass das - mal ganz salopp - "das Kraut auch nicht mehr fett macht".

    Beim Finger am Züngel kann man sich aber auch soweit totoptimieren und sämtliche mögliche Hebelvarianten ausreizen, dass man sich anatomisch das Grab gräbt, weil der Finger u.U. an Stellen angreifen muss wo ein gerades und verrissfreies abziehen kaum mehr möglich ist. Bis man sich hier noch einen Ring holt, hat man sicherlich vorher noch genügend andere Baustellen abzuschließen.

    Bei Dir hat es wohl den entsprechenden Erfolg gebracht, aber ich denke daran werden sich die wenigsten versuchen, da einerseits der Markt je nach Modell kaum Auswahl bietet und man schon eher aus der metallverarbeitenden Branche kommen sollte, wenn man sich hier selbst die Teile baut :).

    Aber ich staune immer wieder, was sich Schützen so alles einfallen lassen.
    PS: Bild habe ich leider auch nicht, aber ich habe schon ein Abzugszügel gesehen, das aus einer M8-Schraube gebastelt war. Am Gripp fehlt es am Gewinde da sicherlich nicht :D

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  • dass man sich anatomisch das Grab gräbt, weil der Finger u.U. an Stellen angreifen muss wo ein gerades und verrissfreies abziehen kaum mehr möglich ist.

    Hi uodalrich,

    Freut mich tatsächlich das Du das so nachvollziehen konntest.
    Das Du auch auf das Problem mit dem Fingerwinkel gestossen bist.
    Zeugt dann doch von einem gewissen können!
    Nein, trotzdem ist der Schluss so nicht richtig, nur zu kurz gedacht. Dieses verlängerte Züngel ging auch mit einer sehr flachen Griffneigung einher. Ich habe die flache Griffneigung bevorzugt weil das Handgelenk am Anschlag ist und bei souveräner Handhabung das pendeln aus dem Handgelenk unterdrückt.
    Es war alles in sich schlüssig und es hat funktioniert.
    Ich betone auch ausdrücklich immer wieder das es eine Sache des einzelnen und dessen Schießstiel ist.
    Je weiter man nach oben kommt je kleiner werden auch die Schritte.
    Der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag ist entsprechend.
    2-300 Gramm weniger Abzugsgewicht bedeutet im Entscheidenden Moment weniger Kraftaufwand und reduziert im Zweifel die Ausreißer.
    Die Ergebnisunterschiede von 240/270/280/295 haben ihre Ursache !
    Ich habe nichts absolut gar nichts irgendwo liegen gelassen.
    Man kann oben nur bestehen mit Fleiß und Kreativität usw. Es zeigt aber dem einen oder anderen auf, warum es so ist wie es ist, ohne weitere Bewertung.
    Die wenigsten haben je so einen Einblick bekommen, Du kannst das jetzt versuchen zu schmälern mit einer Aussage ,,ich brauche das nicht,, (Andere dann auch nicht) Du könntest aber auch sagen, interessant das erklärt einiges.
    Es ist übrigens das Gegenteil von positiven Denken. Wenn wir schon dabei sind.
    Und nein es soll kein persönlicher Angriff sein, ich habe es nur aufgedröselt.

    No.limits

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