Hallo no.limits,
auf diese, deine Antwort muss ich jetzt mal direkt eingehen.
Zuerstmal, ich bin da eigentlich voll und ganz bei Dir! Aber Du machst irgendwo Fronten auf, wo eigentlich keine sind.
Wo Du falsch liegst ist der Schluss den Du ziehst, das man mehr oder weniger mit allem was trifft.
Die Herrschaften aus der Weltspitze suchen sich schon die Waffen raus mit denen Sie sich, sagen wir mal, am meisten versprechen. Jeder von denen hat alles ausgiebig für sich getestet, und greift auf das zurück wo die positive Summe am höchsten ist.
Ich habe doch gar nichts gegenteiliges behauptet.
Natürlich haben diese Spitzenschützen die Waffe die sie eben benutzen; gerade weil genau diese eine Waffe mit genau diesen getesteten Veränderungen/Tuning für diesen einen Schützen das Werkzeug für das bestmögliche Ergebnis ist. Da sind wir uns doch einig.
Und genau aus dem Grunde kommt z.B. ein Oleg Omelchuck, oder Damir Mikec mit einer "ollen" Walther 300xt in so ein Finale. Oder ein Yang Wei mit einer Steyr LP1.
Richtig ist auch das die teils ältere Waffen haben, speziell bei diesen Modellen die du aufgeführt hast spielt das kaum eine Rolle, Die 162E Morini gibt es seid Anfang der 90iger fast unverändert, Die Lp10 kam etwas später, ist auch schon sehr alt mit wenigen Modifizierungen.
Das ist auch vollkommen richtig.
Aber das nun mal derzeit immernoch die Masse der benutzten Pistolen in den Weltcup-Finals Morini CM162Ei und Steyr LP10 & EVO sind, ist eben Fakt. Und das war die Frage. Warum das so ist, dazu möchte und habe ich auch nicht spekuliert. Ich kann nur vergangene Wettkämpfe ansehen und dann eine Statistik machen wer was schießt.
Wenn man das so betrachtet wie Du es getan hast kann man das so sehen, allerdings gibt es jetzt eine P8X und das ist auch eine Wahrheit, ist die so jung
das sie noch gar nicht groß vertreten sein kann. Weil nach erscheinen dieses Modells kaum einer der Topschützen mit Blick auf die Kurze Zeit bis zur EM/WM seine Waffe gewechselt hätte.
Die Steyr war in den letzten Jahren kaum zu toppen, von FWB ohnehin nicht, allerdings haben die mit der P8X den Rückstand mindestens weggemacht, und vermutlich noch etwas mehr.
Mir ist aufgefallen das viele von den Schützen die in den letzten Monaten die EVO und die P8X getestet haben, sich entgegen dem alten Trend nun für FWB entschieden haben. Und das in den unterschiedlichsten Leistungsklassen.
Stimmt auch, eben darum habe ich zur P8X auch nichts im Bezug auf die Spitze gesagt. Das mag eine sehr gute Waffe sein. Ich hatte sie bisher nur einmal in der Hand und habe auch nur ein paar Trockenschüsse gemacht. Und deswegen werde ich mir auch kein Urteil erlauben (das ja eh nur subjektiv sein kann). Wie Du schon sagst, das ist eine recht junge Konstruktion und die Zeit wird zeigen ob sie erfolgreich ist.
Wo Du falsch liegst ist der Schluss den Du ziehst, das man mehr oder weniger mit allem was trifft.
Meine Aussage war, dass auch ältere Modelle für Topergebnisse gut sind. Da hätte ich präziser sein können.
Mit älter meinte ich 15-20 Jahre, dass war um das Jahr 2000 +- 3 Jahre. Also gefühlt Vorgestern...
Da gab es z.B. die CM162Ei schon länger, die LP10 kam als Verbesserung der LP1, Walther kam etwas später mit der LP400 und FWB mit der P44.
Und ich denke mit diesen Pistolen kann man schon noch ordentliche Ergebnisse schießen.
Der Punkt den ich mit meinem Beitrag machen wollte, war der, dass man nicht zu sehr auf die Spitzenschützen gucken sollte um eine Waffe für sich selbst zu finden.
meine Empfehlung ist, erstmal mit einer Leihwaffe zu schießen.
Und wie snarrow geschrieben hat, probiere so viele verschiedene Modelle wie möglich (Alt und Neu) um selbst einen Eindruck zu bekommen.
Grundsätzlich sind eigentlich alle neuen und auch älteren Modelle technisch in der Lage volle Ringzahl zu schießen. Es ist hauptsächlich die Ergonomik wichtig.
Das war nämlich mein erster Absatz. Und mann sollte das eben tun um genau die eigenen Erfahrungen zu sammeln die man eben braucht, um erster Hand zu erfahren warum aktuelle Modelle gut/besser als ältere sind, oder eben in gewissen Dingen vielleicht auch nicht.
Und ja, ich verstehe dass die direkte Empfehlung zur Pardini durchaus kontrovers ist.
Und da kommt Karl ins Spiel, der hat das auf den Punkt gebracht, eine Pardini LP zu empfehlen ist wie Auswürfeln oder Quartett spielen.
Was soll das für ein Qualitätskriterium sein, die selbe Visierung und Ergonomik, da spielen viele andere Dinge eine wesentlichere Rolle.
Sonst würde diese Waffe eine breitere Basis in der Spitze einnehmen.
Aber weshalb testen wir denn neue Waffen vorher?
Um zu sehen ob uns die Ergonomie passt, ob das "Gefühl" da ist. Vorallem ein Anfänger geht danach. Kann nur danach gehen, denn die Erfahrung fehlt.
Der Goldstandard wäre wohl ein erfahrener Trainer, der während ausgedehnter Trainingseinheiten mit der jeweils zum testen geliehenen Waffe, den kaufwilligen (Anfänger)Schützen beurteilt und berät. Aber das wird nunmal, leider, bei den meisten ein Wunschtraum bleiben.
Anmerken sollte ich noch, dass ich in die Ergonomie auch Balance, Abzugsgefühl (das ja sowieso noch individuell eingestellt werden kann), durchaus in gewissem Maße das Schussverhalten, generell das Visierbild und Griffwinkel (gehört eigentlich mit zur Balance) einbeziehe. Auch das hätte ich ausführlicher schreiben können.
Ich persönlich versuche bei meinen Pistolen ein möglichst gleiches Gefühl von (natürlich) Griff, Abzugszüngel, Visierbild und Balance hinzubekommen. Und ich meine, mal eine Aussage von Dir in einem anderen Threat gelesen zu haben, dass Du es ebenso handhabst.
Da
@ryma nunmal schon eine Pardini SP hat, war mein Rat aus dieser Perspektive zu sehen. Denn das Schussverhalten und der Abzug einer Pardini K12 sind, meiner Meinung nach, erstklassig. Der Preis (zumindest in Deutschland) leider auch
. Das wirklich einzige große Manko bei allen Pardini-Pistolen ist der nicht verstellbare Griffwinkel. Da aber ambitionierte Schützen den Griff anpassen oder eh einen Maßgriff anfertigen lassen, könnte man diesem Nachteil dann Rechnung tragen. Der Anfänger, welcher den Standardgriff schießt, hat wahrscheinlich eher andere Baustellen als 2-3 Grad Griffwinkel.
Sonst würde diese Waffe eine breitere Basis in der Spitze einnehmen.
Da finde ich, drehen wir uns jetzt ein bißchen im Kreis.
Und ist nicht Christian Reitz mit einer Pardini LP deutscher Meister geworden.
Sorry, der kleine Seitenhieb musste sein... nicht böse gemeint.
Ich selbst schieße übrigens mit einer LP10 (und bin nicht bei Herrn Schlegelmilch im Marketing
).
Es sollte jeder das schießen was er für sich als das optimalste herausfindet. Und es sollten die Erfahrenen den Beginnern mit Rat und Tat zur Seite stehen, so wie Du! Das meine ich ehrlich.
Beste Grüße