Beiträge von Strindberg

    Wie auch immer geartetes, intensiveres marketing vielleicht?

    Oder die Schützen/Schützinnen bzw. deren Trainer/innen wagen nur selten Experimente?

    Möglicherweise exzellenter Service vor Ort bei den Wettkämpfen bzw. die Aussicht der Sportler bei einem Defekt irgendwoher in relativ kurzer Zeit noch eine gewohnte Ersatzwaffe bekommen zu können und nicht mit einem Einzelstück hilflos dazustehen?

    Die MG2 gibt es bei Alljagd mit "Hybridabzug" und offenbar mit einer Druckluft-Trainingseinrichtung.

    Siehe https://www.alljagd.de/Sportwaffen/Ku…odell-MG-2.html

    - Optimierter Ventilsitz mit kurzem Strömungsweg, dadurch schnellere Schussentwicklungszeit
    - Weniger Luftverbrauch = mehr Schuss
    - Wahlweise einstellbarer Hybridabzug: elektronisch oder mechanisch
    - Der elektronische Abzug schaltet bei zu schwacher Batterie automatisch und nicht fühlbar auf mechanischen Abzug
    - Eingebauter Kompensator
    - Lieferung im Hartschalenkoffer inkl. Werkzeug, Ersatzkartusche und Fülladapter 8o

    Bei soviel geballtem Fachwissen weiss man wo man kaufen sollte ;)

    was gibt es über die Erma zu sagen?

    folgendes:

    Sie ist ein klein wenig munitionsfühlig (am besten arbeitet CCI, wohl weil ordentlich Zündmasse vorhanden ist) und insbesondere was die Zuverlässigkeit angeht eine Diva.

    Wenn das Abzugsgestänge schön sauber und leicht geölt ist und auch die Abzugklinke passend eingestellt ist und auch der Haltebolzen der Abzugklinke nicht zuviel Spiel läßt, ist sie sehr angenehm und zuverlässig zu schießen.

    Wenn die Einstellungen nicht passen oder die Verschmutzung nach einigen hundert Schuß zugenommen hat, bekommt man vom manchmal nach dem Schuß ungespannten Hahn oder dem bei gespanntem Hahn nicht abziehbaren Abzug sozusagen graue Haare und möchte das Ding gegen die Wand werfen - wenn sie nicht so gut aussehen würde ;)

    die Erma, ist eine aufgehübschte FN150

    Wenn es denn wenigstens so wäre. Die FN150 arbeitet wenigstens problemlos was man von der Erma leider nicht so sagen kann.

    Ich sage da nur ; " Ich habe 73 geschossen! Ist doch gut. Nein 73 ohne Zahl davor, ich musste ohne Visierung schießen, die ist in der Probe abgefallen!"

    Ein Traum - das ist mir mit der AW93 auch zweimal passiert. Und die Kimmenbreite hat sich bei der AW93 auch langsam zugezogen. Mittelfester (blauer) Schraubensicherungslack hat diese Probleme dauerhaft behoben;)

    Hier ein paar Bilder der Erma ESP 85A mit Nill-Griff im Kaliber .22lfB - für diese Waffe gab es auch ein Wechselsystem im Kaliber .32 S&W Long WC (wadcutter).

    Nur noch gebraucht zu haben, Ersatzteile sind nur schwer zu bekommen (Dieter Ehrenreich hat wahrscheinlich noch Teile von "geschlachteten" Waffen - http://www.asamnet.de/%7Eehrenred/ersatzt/esp85.htm) und wo begnadete Büchsenmacher bzw. Servicetechniker zu finden sind, die noch Schulungen an dieser Waffe genossen haben und eventuell erforderliche, feinste Justagen vornehmen können, weiss ich nicht.

    Die Bilder dürfen im Forum frei verwendet werden.

    Umso weniger verstehe ich die skeptische Haltung teilweise der selben Schützen, wenn ich seit Monaten darauf hinweise, bevorzugt Waffen zu wählen die vieles ausgleichen, variabel sind kaum Handycaps haben!

    Kann mir das einer erklären

    Grundsätzlich hast Du einfach recht.

    Unpraktisch sind halt die oft verständlicherweise relativ hohen Neupreise der hochwertigen Waffen und für mich geht der Blick daher grundsätzlich ersteinmal auf den Gebrauchtmarkt.

    Diese günstigeren, älteren Gebrauchtwaffen sind für untrainierte Schützen wahrscheinlich wirklich nicht das, womit man Olympiasieger wird, aber wer weiss, dass er/sie das auch garnicht werden will, und schon alleine wegen geringerer Trainingsfrequenz auch nicht werden kann, dem/der reicht bei knappem Geldbeutel meist auch eine ältere, günstige Waffe früherer Weltmeister und Olympioniken.

    Die von Dir empfohlene Matchguns MG2 und MG2E ist/sind in jedem Fall, auch wegen der teilweise utopischen Gebrauchtpreise z.B. einer AW93, die derzeit gebraucht (!) fast genausoviel kostet wie eine MG2, in jedem Fall in die engere Auswahl zu ziehen.

    Wenn man dann bedenkt, dass der Standardgriff der AW93 wahrscheinlich meist nicht annähernd so gut passt wie ein Morini Standardgriff, wie er an der MG2 verbaut ist, dann ist die Gebrauchtwaffe mit einem noch zu erwerbenden Griff im Endeffekt teurer als die Neuwaffe von Matchguns!

    Zum Verdruss der echten Meisterschützen wird eine z.B. GSP von 1986 oder Hämmerli von 1996 für "Möchtegernschützen" wie mich, wenn sie einem liegt, immernoch eine Alternative sein...

    Ich würde das dann eher in eine Ergänzung schreiben nach dem Motto ; Die Ssp wird durch xy massiv abgewertet weil xy. Dies (äußert sich) etc. durch xy. Deswegen ist sie nicht für xy zu Empfehlen.

    dann bewerte doch zusätzlich noch den Einsatzbereich. Für OSP kann man die Supersprungpistole (der Begriff geht mir nicht mehr aus dem Kopf:)) eher nicht nehmen, aber für Spopi ist es doch wurscht. Oder? also 0 Punkte OSP und 2 oder 1 Punkt für Spopi...

    Beides sehr gut. Ein Kommentarfeld könnte z.B. diverse Arten von Ausreißeren und Pluspunkten näher beschreiben, ich würde aber insbesondere am Schluss eine Zusammenfassung bevorzugen. Mir wäre das sogar wichtiger als dass alle einzelnen Punkte zusammengezählt werden, sie ein numerisches Gesamtergebnis und damit womöglich sogar eine Rangfolge präsentieren, die für bestimmte Interessen oder Anwendungsfälle vorhandene, erhebliche Vorzüge oder Nachteile überschatten.

    das Abzugszüngel konnte ich gerade so mit der Fingerkuppe berühren (werde ich beim nächsten mal ändern). Also keine guten Voraussetzungen.

    Soweit ich mich an die Züngel-Verstellung der GSP erinnere, ist das nur eingeschränkt, also in etwa min.-max. 1cm möglich.

    Falls das Züngel in der hintersten Position nicht passt, und es das Züngel für lange Finger ist, gäbe es auch ein grundsätzlich weiter hinten sitzendes Züngel für kurze Finger.

    Ideal denke ich, ist, wenn man einfach für jeden Schützen ein passendes Abzugselement hätte, das man bei Bedarf schnell komplett tauschen kann (ich finde ein Vorzug der GSP zur Verwendung als Vereinswaffe).

    Vielleicht sollte man noch eine Unterrubrik einführen. Beispielsweise einen Thread für Spopi >1000€ / Spopi <1000€ oder KK-Pistole DSB / KK-Pistole BDS etc..

    Unterrubriken müssten gar nicht sein. An jeder vorgestellten Waffe könnte einfach noch mit Jahr der Neupreis mit angegeben werden, welche Versionen existieren und wie sich diese unterscheiden, wo sich die Waffe besonderer Beliebtheit erfreut (Disziplin, Verband etc.) bzw. warum sie da oder dort vorrangig/oft verwendet wird. Also z.B. Präzision, Zuverlässigkeit, Ausbaufähigkeit, Wechselsysteme, Visierung, überhaupt zugelassen (Magazinschacht vor der Abzugseinheit geht beim BdMP meines Wissens nicht in jeder Disziplin), Magazinkapazität und -wechsel, Gewicht usw.

    Ersatzteilversorgung, -preise und Kundendienst, dessen Verfügbarkeit/Arbeitsgeschwindigkeit können durchaus schwanken, sind aber auch interessante Gesichtspunkte. Schützen aus den USA sind soweit ich das in Erinnerung habe nicht so angetan von Matchguns, weil der Kundendienst wohl über Gehmann in Deutschlabd läuft obwohl der Hersteller in Italien beheimatet ist. Was für uns in Deutschland von Vorteil sein kann führt bei Kunden aus dem Ausland dann zu monatelangen Verzögerungen.

    Hier noch der Forenbeitrag aus den USA den ich meinte http://www.targettalk.org/viewtopic.php?f=4&t=36723

    Gerade festgestellt, dass der Link leider nicht funktioniert. Wo wäre das denn in Dieburg und wen kann/soll ich kontaktieren?

    Ich hatte mich beim link verschrieben - wurde korrigiert -- danke an die Admins

    Es handelt sich einfach um die Liste der DSB-Vereine im Kreis Darmstadt-Dieburg. Vielleicht findet sich mit Fleiß ein Schützenbruder/-schwester der/die Dich interessantes jenseits der GSP ausprobieren lässt.

    sehr angetan war ich von der Liste was kann welche

    das könnte auch ein Ansatz für weitere Vergleiche mit anderen Modellen sein

    leider eindeutig zu weit.

    Hi, in einem anderen Forum wurde angeboten, dass Du die AW93 in Schwetzingen testen könntest.

    Wenn das auch zu weit ist wäre ja eventuell einer der Schützen in einem nahegelegenen Schützenverein http://www.schuetzenkreis-dieburg.de/links.htm bereit Dich mal mit AW93 oder was anderem, das Du noch nicht kennst, schießen zu lassen. Vielleicht gibt es auch was modernes als Vereinswaffe. Da Du Sachkunde usw. hast, dürften die Kontakte etwas entspannter sein als wenn Du unerfahren wärst, was leider manchmal die Ansprechpartner etwas zu reserviert werden lässt.

    Viel Erfolg!

    sollte man das Beste nehmen, das einem paßt

    Uwe Potteck hat dieses Jahr bei der Deutschen Meisterschaft in der Seniorenklasse mit einer AW93 den ersten Platz mit 568 Ringen belegt.

    Diese Ringzahl reicht in der Damen- bzw. Herrenklasse um unter die ersten 10 bzw. 20 zu kommen, und wenn man mehr Ringe erreicht kommt man wohl langsam in den Bereich der Sportförderung, wo man gleich noch einen Spezi dazugestellt bekommt, der die Waffe, und dann wird's vielleicht noch zusätzlich eine Pardini SP, auf einen einstellt.

    Dann muss und wird man sich keine Gedanken mehr um "veraltete", gebrauchte oder was auch immer Waffen machen müssen, aber bis dahin kann und darf es die Waffe sein, die einem auf unterschiedlichsten Ebenen am besten passt (funktionell, finanziell, haptisch und ästhetisch).

    Viele verschiedene olympische, weltmeisterliche oder nationale Siege bei Sport- und Standardpistole wurden ebenfalls mit Ringzahlen jenseits der 580 früher mit den Spitzenwaffen ihrer Zeit, Hämmerli 208, FN 150, Feinwerkbau AW93, Walther GSP, Smith&Wesson 41 etc. errungen.

    Das lässt für mich die Vermutung zu, dass das Ergebnis wohl eher vom Sportler und dessen Trainingsniveau und offensichtlich nicht so sehr von der Waffe abhängt.

    Also mein unprofessioneller aber herzlicher tip: kaufe was Dir (!) gefällt :)

    Und was auch noch interessant bei der Wahl der Waffe ist: Trockentraining möglich?

    Für die anfangs genannte GSP existiert zwar ein "fünfschüssiger" Trockentrainingsabzug, der wahrscheinlich in den 70ern für's OSP-Training entworfen wurde und ein entsprechend niedriges Abzugsgewicht hat, aber selbst mit Gebastel nähert sich die Abzugscharakteristik nicht im entferntesten dem, was man vom normalen Abzug kennt. Verschwendung.

    Die AW93 bietet zwar mit dem normalen Abzug die sinnvolle Möglichkeit zum Trockentraining, man muss aber jedesmal von Hand durchrepetieren. Das macht also nur für die Disziplin Spopi Sinn.

    Komfortabler wird es mit elektronischen Abzügen.

    bei den elektronischen Modellen, überhaupt kein Problem, bei der alten Morini 102E und bei der aktuellen Match Gun MG2E, Trockentraining ist da möglich ohne den Schlagbolzen überhaupt arbeiten zu lassen.

    [...]

    Bei der Match Gun mech. ist ein ,,Riegel,, zum umlegen damit wird der ausgelöste Hammer abgefangen.

    Pardini ist erklärt, umfangreich.

    Sako, Hämmerli 208/2015, Unique DES Modelle, FAS Domino, SP20, Walther GSP, haben alle keine Einrichtung zum Trockentraining, muss man mit dem Stöpsel arbeiten.

    Eine waffenseitig implementierte, mechanische Trockentrainingsfunktion bietet auch noch die FN150, die meist sehr günstig zu bekommen ist. Die Ersatzteillage ist auch ok, wohl auch weil regelmäßig alte Waffen geschlachtet werden, aber die Abzugsstange sollte man etwas stabilisieren (geht einfach, indem man selbst zurechtgeschnittene, passende Stahlplättchen unter den Griff klebt). Nicht jedes Modell dieser Reihe bietet ein justierbares Abzugsgewicht, aber der Unterschied sind halt 200 zu möglicherweise 1200 Euro.

    Ok, ok, ich höre schon auf mit alten Eisen ;)

    Listen zu Sportpistolentests gibt es da (noch) nicht.

    Außerdem sind die Tests nur gegen Bezahlung abrufbar, und das ist dann neben dem Wunsch, ohne sich alles zusammenklauben zu müssen, vielleicht auch längerfristige Benutzererfahrungen studieren zu können, doch was anderes als ich gut fände.

    Noch'n Tip: Von mir gern geschmökerte Bastelinfos auch zur AW93 findet man dort

    http://toz35.blogspot.de/search/label/aw93

    Kaum einer klärt die Basics ab. Körperliche, Sportliche, finanzielle...... etc. Aber was viel wichtiger ist, wo kommt die vorgefertigte Entscheidung her, ist diese schon fundiert, oder ist der Kracher den er sich vorab ausgewählt hat das modernste das in seinem Verein und Umfeld zu besichtigen ist. Weis er eigentlich wo die Handycaps liegen bei dem Schießeisen, ist Ihm klar was das für Ihn bedeutet, wo Ihn die Handycaps persönlich einholen

    Das Interesse kommt so wie ich es verstanden habe daher, dass die AW 93 in diesem und anderen Foren, Tests und was weiss ich wo sehr gelobt wird. Sich nun auch die AW 93 anzusehen, kann ich daher sehr gut verstehen. Was in anderen Foren eher zu kurz kommt ist eine weitreichendere Betrachtung, die über die Materialien und Verarbeitung der Waffen hinausgeht. Darüber hinausgeghend die basics zu behandeln ist richtig und wichtig.

    Abgesehen von einer schützenspezifischen Diskussion zu den erwähnten basics, könnte man aber vielleicht mal den Vorschlag von snarrow erneut aufgreifen und zu einer knackigen Waffenliste kommen.


    Im "CO2-Forum" gibt es z.B. eine Rubrik "Test":

    https://www.co2air.de/forum/107-test…n-co2air-usern/

    Die Testberichte dort sind sinnvollerweise NICHT kommentierbar (also keine Diskussionsmöglichkeit), zumeist sehr informativ, gut bebildert und sachlich. Aus meiner Sicht ein gelungener Ansatz.

    Wäre eine solche Rubrik nicht auch für das Meisterschützen-Forum sinnvoll?

    Dann hat man eine Grundlage und kann gewissermaßen darauf aufbauend diskutieren - wenn man will.

    Ursprungsidee hier die Frage nach der AW 93 zu stellen war aber wohl, sie einfach mal in die Hand zu nehmen.

    Da würde ich auch gerne mit einem Probeschießen helfen, bin aber zu weit weg von Darmstadt.

    Die Frankonia Filiale in Darmstadt sollte es aber ermöglichen können, die Waffe mal zumindest wenn schon schießen dort nicht möglich ist, sie zumindest mal als Neuwaffe in die Hand zu nehmen und z.B. festzustellen, dass das Zerlegen der Waffe für eine einfache Waffenreinigung kein Werkzeug erfordert.

    Frankonia Darmstadt hatte früher auch ein recht vielfältiges Angebot an Gebrauchtwaffen zu teilweise sehr günstigen Preisen.

    Oder wie wär's mit dem Leihwaffenangebot von Feinwerkbau?

    https://www.feinwerkbau.de/Leihwaffen

    Fragen kostet nichts. 75 Euro/Woche + Versandkosten ist ordentlich, aber könnte ja beim eigenen Urteil helfen.

    Oder die Servicemitarbeiter von Feinwerkbau erfragen und besuchen. Eventuell plaudert der eine oder die andere aus dem Nähkästchen.

    Vielleicht gibt es doch einen Händler in der Nähe, der die Waffe verleiht oder zumindest zuläßt, dass man sie anfasst.

    https://www.feinwerkbau.de/de/Sportwaffen…el/PLZ-Gebiet-6

    Ach verflixt, dass unsägliche Thema der Wahl der Waffe ist schon echt schlecht organisiert - die Verbände könnten dazu Wissen sammeln und weitergeben. Entweder ist man wie ich möglicherweise zu ungläubig dort anzufragen oder die sind auf diese oft in den Vereinen gestellten Fragen tatsächlich so schlecht vorbereitet wie ich vermute. Sie lassen einen im Verband ja auch bei der Frage abblitzen, ob man für eine weitere KK-Pistole ein Bedürfnis bescheinigt bekäme. Dann wird ziemlich forsch und herablassend gefragt, wo man denn seine Waffensachkunde gemacht hätte - man könnte doch mit einer Pistole die Disziplinen Standardpistole, Sportpistole und OSP schießen. Weitere Waffen gäbe es nur für Bundeskader.

    Na toll, gehen tut das irgendwie (!) schon, optimal ist aber anders :(

    Nichtsdestotrotz könnte man den Landesverband fragen, ob die einem einen Tip für Waffentests geben können. Deren Kader stellen sich auch noch oft genug mit der hier besprochenen AW93 auf die DM oder zumindest auf die LM.

    No.limits, Dein Ansatz ist richtig und es ist sinnvoll neue Erkenntnisse basierend auf bewährtem sowie auch modernem Wissen zu vermitteln.

    Es ist aber nach meinem Dafürhalten auch zulässig wie im vorliegenden thread auf z.B. unmoderne Waffen hinzuweisen und herauszustellen, dass trotz modernerer Waffenkonstruktionen auch alte Eisen ihre Berechtigung haben - selbstverständlich ist eine Hämmerli 208 nicht der Weisheit letzter Schluß und die angespannte Lage bei der Ersatzteilversorgung ist eines der guten Argument gegen dieses Modell, aber mir ging es wie Du ja gelesen hast darum, aufzuzeigen, das man mit alten Konstruktiojnen nicht zwangsweise nur ins Hintertreffen gerät.

    Die AW93 hat die Probleme der unmöglichen Ersatzteilversorgung nicht und wird sie auf längere Sicht auch nicht bekommen - das liegt nicht zuletzt am Verbreitungsgrad dieser Waffe, was ja auch einer Hämmerli 208 bislang, obwohl der Hersteller faktisch nicht mehr existiert, trotztdem das Überleben sichert.

    Mein vorrangiges Argument pro alte und ältere Eisen ist insbesondere der Gebrauchtmarkt, der einem den Waffenerwerb erheblich günstiger ermöglicht. Spitzenschützen und solche die es werden wollen muss das ja kein Hinderungsgrund sein, an diesem Forum zu partizipieren, was ich für sinnvoll erachte. Dadurch erhält man als Leser einfach mehrere Blickwinkel auf die Thematiken rund um den Schießsport und kann abwägen, was für einen selbst die ausschlagebenden Punkte z.B. beim Waffenerwerb sind. Und Deine Expertise ist meiner Meinung nach dabei nahezu unerläßlich, da sie sehr fundiert ist.

    Zur AW93 muss deutliche Kritik vorgebracht werden. Für manche Leute stehen aber halt wie gesagt andere Argumente im Vordergrund als allerhöchste Ringzahlen. Es kann berechtigterweise auch schlicht den Grund geben, Vorfreude auf das Öffnen des Waffenschrankes zu befriedigen und mit einem, das eigene ästhetische Empfinden umschmeichelnden Gerät, annehmbare Ergebnisse zu erreichen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt ein solcher Mensch Sportschütze, wenn auch vielleicht einer, der neue Erkenntnisse ignoriert. Aber andersherum ignoriert manch anderer ja auch den Ansatz seiner Mitmenschen, nicht der weltbeste Schütze werden zu wollen und unter den erreichbaren Möglichkeiten zu bleiben.

    So, genug Prosa ;), ich bin halt ein fan von günstigen und guten Gebrauchtwaffen.

    Wenn man die AW93 günstig schießen kann, sag ich, nur zu, wenn sie gefällt, einem liegt und man keine olympischen Ambitionen hat. Über ich sage mal 700 - 800 Euro in eine gebrauchte AW93 würde ich aber nicht investieren.

    Neu würde ich mir das Teil nicht kaufen. Da wäre ich heißer auf so ein Modell wie die von no.limits verwendete Matchguns MG2E, die neu bedeutend billiger ist als eine neue GSP, AW93, SP22 und wie sie alle heißen. Das überzählige Geld was man zurückbehält, würde ich dann z.B. eher in einen angepaßten Griff und/oder Unmengen an Munition, Schießstandbesuche, KK-Selbstladebüchsen, Ordonnanzgewehre etc. stecken. Gurus des Schießsports wäre so ein Verzetteln selbstverständlich ein Graus 8)

    Dass ich die Ersatzteillage für eine MG2 in der Zukunft wegen des heute geringen Verbreitungsgrades nicht so rosig sehe, habe ich früher bereits ausgeführt, aber derzeit, und mir der günstigen geografischen Nähe zum Vertrieb der Firma Gehmann und dessen Werkstatt, sollten mittelfristig keine Engpässe zu erwarten sein und außerdem ist eine neue MG2 ja auch ersteinmal nichts was unvermeidlich kaputtgeht.

    es war nur Müll, da war überhaupt nix fundiert.......

    Ob Otto Schusters Aussagen im Allgemeinen zutreffend sind oder nicht, etwas freundlicher und nichtsdestoweniger kritisch lässt es sich auch anders formulieren, gell :)

    Ansonsten ist no.limits ' Aussage zu den Seriengriffen korrekt, näherungsweise perfekt bzw. perfekt ist ein Griff nur, wenn er angepasst wurde und man auch sagen kann wo noch was fehlt. Und auf dem Weg dorthin spricht aus meiner Sicht ersteinmal nichts gegen einen guten Griff von z.B. Rink oder Morini. Auch Seriengriffe können gefallen und taug haben, das Ding von Feinwerkbau ist aber gefühlt eher sowas wie ein angepasster Griff, der nur den wenigsten Leuten auf Dauer angenehm ist. Wenn er Otto Schuster passt, ist das klasse, ich finde den Griff für mich gruselig.

    Ohne eigene Erfahrung würde ich mir jedenfalls keinen Maßgriff anfertigen lassen. Das Ding sollte dann wenn schon optimal passen und nicht den Verdacht vermitteln, dass man es vielleicht besser gelassen hätte...

    Besorge dir einen Griff von der Stange (z.B. von Herrn Rink) und passe ihn dir selber an. Lass es dir von no.limit oder einen Kursteilnehmer zeigen, wie das ganze umgesetzt wird. Denn ein Herr Rink kann auch nur das umsetzen, was man ihm sagt. Gibt man ein falsches Feedback, gibt es auch keinen optimalen Griff. Klar sieht Herr Rink als Außenstehender manchen Fehler, aber im Endeffekt bist du die einzige Person, die wirklich weiß, wie der Griff perfekt in der Hand sitzt.

    So siehts wohl aus. Also erstmal Erfahrung sammeln, damit man weiß, was man dem Meister sagen muss.

    Und die AW93 soll bei Standardpistole nicht so optimal sein, weil sie mehr springt als die neueren Pistolen wie z.B. eine Matchguns MG2.

    Aber dazu könnte ich sagen, dass eine Hämmerli 208 nicht weniger springt und der aktuelle Weltrekord mit der Standardpistole, den Erich Buljung 1984 aufgestellt hat, mit einer solch "hüpfenden" 208 geschossen wurde - also echte Probleme vielfältig und erfolgreich mit von der Konstruktion her älteren Waffen zu schießen, sehe ich nicht wirklich. Wenn der Griff nicht passt ist das schon blöder.