direkt zu b) wenn Du schon Württemberg als Modell vorstellst, solltest Du Dich zuerst mit der Materie beschäftigen, den das LLZ Pforzheim wurde nicht neu gebaut sondern als quasi Parallele zum LLZ Bad Kreuznach auf der Basis der SG Pforzheim aufgebaut. 1973.
Im Jahre 1999 wurde der LLZ-Verein für Sportschießen Baden-Württemberg e.V. aus rechtlichen Gründen ins Leben gerufen.
Auch hier existiert ein sog. „Strukturplan 2013 – 2016“ in dem die 3 baden-württembergischen Schützenverbände ihre Konzeption der Grundsätze zur Leistungsförderung, Talentschulung und Kaderauswahl von 1992 sowie aus den 4 jährigen Strukturplänen seit 1997 aktualisieren und fortschreiben.
Der Trägerverein LLZ hat jedoch einen erheblichen Vorteil und gegenüber, da alle 3 Sportschützenlandesverbände insgesamt innerhalb der Landesgrenzen es Bundeslandes liegen.
PS Dieser Link führt zum LLZ Baden Württemberg: http://www.llzbw.de/?page_id=37
Aus meiner Sicht ist NICHT die Tatsache, dass sich alle 3 Verbände in einem Bundesland befinden der wesentliche Vorteil, sondern dass die 3 Verbände über den LLZ-Verein quasi selbst Träger des LLZ sind. Sie entscheiden also selbst, was wie im LLZ gemacht wird.
Bei der Trägerschaft in BK sieht das anders aus, da dort laut Satzung schon jetzt eine Vielzahl von Vereinen Mitglied sind, ebenso die Verteilung im Beirat. Hier reden also deutlich mehr Leute mit und bekanntermaßen macht so was das Leben nicht einfacher.
Insofern ist wohl auch der Beirat der Trägerschaft nicht mit dem alten Kuratorium zu vergleichen, wie schon öfters behauptet wurde (im Beitrag von @Kilolima ja auch nochmals). Denn meines Wissens waren im Kuratorium des LLZ neben dem LSB noch die SG Bad Kreuznach als Träger, die beiden Landesverbände sowie die 3 Fachverbände vertreten. Letztere waren aber ja quasi in Personalunion mit den LV. Insofern dürften sich an dieser Stelle für die LV deutlich weniger Reibereien ergeben haben. Das dabei die "Aufsichtspflicht des Kuratoriums" wohl mit der Zeit etwas zu kurz gekommen ist, sehe ich nicht in dieser Gruppen-Konstellation sondern eher in den handelnden Persönlichkeiten bei den jeweiligen Partnern begründet.
Mir jedoch genau so wichtig sind die Aussage mehrerer nationaler und internationaler Spitzensportler und deren Trainer, wobei allein deren Nutzung der Anlage für sich spricht.
Offensichtlich haben Olympiateilnehmer recht bescheidenen Ansprüche, da diese gerne auch bereit sind zu Improvisieren bis die Ausbaustufe 1 fertiggestellt wäre. Bausumme 240.000,-€
Ich war in früheren Jahren oft genug als Schütze in BK und ich kann dir versichern, hier wurde schon zu Zeiten, als noch ein aktiverer Schießbetrieb als heute stattfand, genug improvisiert (auch von den Schützen und von diesen ertragen). Neben den Ständen, die tatsächlich meist in einem rechtlich ordnungsgemäßen Zustand waren, war aber sowohl die Essens- und Parkplatzsituation als auch die hygienischen Zustände mehr als einmal mehr als unzureichend. Wenn ich an einem LLZ hochrangige Wettkämpfe durchführen will, muss ich auch in diesen Punkten die Anforderungen erfüllen können. Ob dieses zukünftig besser laufen wird, wird die Zeit sicherlich zeigen, so es denn eine weitere Chance gibt. Aber so zu tun, als ob das Ganze alles kein Problem sei, ist aus meiner Sicht blauäugig. Spätestens, wenn es in den Sommermonaten über 3 Monate LVM's sowohl des RSB als auch des PSSB dort geben würde, würde sich zeigen, ob neben den derzeitig handelnden Protagonisten denn auch noch ein paar Hände voll Hilfspersonal zur Verfügung stünde, um gewisse Nebenarbeiten zu erledigen. Ich habe da aus eigener Erfahrung so meine Zweifel.
Dieses ist jedoch nicht das Problem deren Entscheidung durch die Verbände PSSB und RSB gelöst werden muß, da die Verbände nicht zur Beteiligung an den Kosten der Übernahme und des Ausbaus aufgefordert wurden.
Jahrzehnte lang haben die Landesverbände alle Fragen im Zusammenhang mit dem LLZ den Fachverbänden überlassen, die die Steuerung des LLZ im Kuratorium LLZ in den Händen hatten. Damals bis 2010 jedoch ausschließlich für den Bereich der Lehrgangskosten, die unabhängig von der D-Kaderbesetzung prozentual aufgeteilt war. Fachverband Rheinland (FVSRL) & Fachverband Pfalz (FVSP) je 42,5% Rheinhessen FVSRH) 15%. Die Trainerkosten, Unterhaltszuschuß und Leistungsportzuschuss kamen über den LSB zusätzlich dazu.
Damals waren jedoch die Fachverbandsvorsitzenden Pfalz und RSB die Präsidenten der Landesverbände in Personalunion. Somit standen Ihnen die Sportfördermittel des Landes an die Fachverbände uneingeschränkt zur Verfügung.
Irgendwo weiter oben war doch zu lesen, dass der RSB zwar versucht haben soll, die RLP-Fördermittel zu übernehmen, dieses jedoch gescheitert ist,, da diese ausschließlich für RLP-Sportler verwendet werden dürfen. Wenn dem so ist, kommen sie doch den Sportlern aus RLP zugute. Was willst du also ? Ob das über die Vereinsschiene oder die Verbandsschiene erfolgt, mag für die jeweilige Seite interessant sein, für den (Leistungs)Sportler eher nicht. Er braucht Unterstützung, und zwar von allen möglichen Seiten. Da es auch in RLP sehr unterschiedliche Fördertöpfe gibt, wie ich vermute (zumindest in NRW ist das so), dürfte eine Verallgemeinerung des Begriffs "Fördergelder" sowieso auch eher in die Irre führen.
2010 wurde jedoch diese Epoche durch das Veto des Sportbundes beendet. Zeitgleich wurde vom Präsidenten RSB und Vorsitzenden des FVSRL die Unterstützung für das LLZ und die E-Kader-Förderung eingestellt. Dieses führte zur Trennung vom damaligen Bezirk 14 vom RSB.
Ich kenne zwar die Gründe für die Einstellung der Förderung des LLZ und die E-Kader durch den FVSRL nicht (denn der hatte ja wohl die Gelder und nicht der RSB), so sie denn erfolgt ist, aber ich erinnere mich noch sehr genau an die Diskussionen, die zur Abspaltung einiger Vereine im Süden geführt haben. und da waren eingestellte Fördergelder nach meiner Erinnerung nicht bei. Vielmehr war die gescheiterte Strukturreform 2007/2008 und damit die nicht erfolgte Verschlankung des Meisterschaftssystems eine wesentliche Begründung für die Unzufriedenheit. Der an dieser Stelle entstandene Unmut hat sich dann ja hochgeschaukelt bis zur Gründung des neuen " LV SSV Rheinland-Pfalz", der im Endstadium gerne ALLE RLP-Schützen bei sich vereinen wollte. Dieses ist ihm durch die Verweigerung des DSB und der beiden LV RSB und PSSB, die ja in dem Gerichtsverfahren mündete, nicht geglückt.
Einige der damals maßgeblichen Akteure sind ja bei der Trägerschaft nun wohl auch wieder aktiv und darin liegt vielleicht auch das Verhalten der beiden LV's PSSB und RSB begründet, die ob dieser Vorgeschichte der ganzen Angelegenheit nicht so ganz trauen.
Nach der Beschlussfassung der Satzung und Neubesetzung des Vorstandes des FVSR hatte das Präsidium keinen Zugriff mehr auf die Sportfördermittel des FVSRL
Ich glaube, dass du hier nicht ganz mit offenen Karten spielst. Nach den obigen Ausführungen hier im Thread waren die Mittel für RLP schon IMMER für RLP-Sportler geblockt. Und aus meiner Zeit als Bezirksjugendleiter weiß ich auch, dass diese sehr intensiv für RLP verausgabt wurden, da das Gebiet Süd eine sehr gute Jugendarbeit geleistet hat (wenn man sich die Namen Sonnet und Kani ins Gedächtnis ruft, so werden sie einigen älteren sehr wohl noch was sagen). Die Gebietsjugendleiterin war für ihre "Haare auf den Zähnen" (weil sie sich so für "ihre" Jugend einsetzte), überregional bekannt. Insofern sind DIESE Mittel sehr wohl zweckentsprechend und ausschließlich für RLP verwendet worden.
Das an anderer Stelle Gelder wohl nicht im Sinne des Sports verausgabt wurden, scheint wohl so gewesen zu sein, aber das muss dann ja wohl im Südteil, sprich RLP, abgelaufen sein und nicht im ganzen RSB, da die Gelder ja nur in RLP verausgabt werden durften und ansonsten die Kassenprüfung das hätte bemängeln müssen.
Übrigens saßen da nach meinen Kenntnissen (wenn man sich die heutigen "Akteure" von Trägerschaft und FVSRL mal anschaut) seinerzeit auch einige Personen in Leitungsfunktionen, die heute alles anders sehen, damals aber wohl auch nichts dagegen gesagt haben. So ändern sich die Zeiten. 
Warum kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige hier ein "Schwarzer Peter" Spiel spielen, ohne ihre Karten auf den Tisch legen zu wollen ?