Ja, danke, mit 67 Jahren bin ich offenbar noch jung und erst seit 50 Jahren im Schützenverein.
Das mit den 75 Minuten ist mir durchaus bewußt, aber das bezog sich auf Freihand, hat also überhaupt nichts mit der heutigen Regelung für Auflageschießen zu tun! Zumal es "damals" weder elektronische Anlagen, noch Gewehre mit Druckluftkartuschen gab, selbst die Seilzuganlagen zum Kurbeln, waren noch sehr verbreitet.
Daß das alles mehr Zeit erforderte ist wohl jedem verständlich.
Meine ursprüngliche Frage bezog sich außerdem auf die 15 Minuten Probe und anschließend 30 Schuß Wertung beim Auflageschießen, die so eben NICHT in der Sportordnung steht! Die Frage inkl. einer Begründung, warum man das so macht, und wo das steht, wurde für mich mittlerweile ausreichend erklärt.
Früher waren ALLE Schießzeiten für die Wettbewerbe mit einer Gesamtschießzeit für Probe- und Wertungsschüsse zusammen angegeben. 2012 wurde es dahingehend geändert, dass in der SpO für die Freihanddisziplinen nur noch die Schießzeiten für die Wettkampfschüsse angegeben wurden und das getrennt nach elektronischen und nicht-elektronischen Anlagen. Die getrennte 15-minütige Probezeit stand in der jeweiligen Tabellen unten drunter. Bei beiden Varianten tauch(t)en übrigens die sogenannten "Standbelegungszeiten" überhaupt nicht auf (was immer mal wieder zu Irritationen und Verwechselungen führt).
Die Umstellung der Systematik erfolgte jedoch nicht bei den Aufgelegt-Disziplinen. Hier hat man die alte Systematik von der Angabe der gesamten Probe- und Wettkampfschießzeit zusammen beibehalten. Ein Grund für diese Unterscheidlichkeit wurde mir trotz mehrfacher Nachfrage sowohl von Herrn Furnier als auch von meinem LSpL nicht genannt.
In der Liga bestehen aufgrund des Formates andere Voraussetzungen, weshalb hier einige Regelungen anders sind. So wird ja hier, anders als bei den Meisterschaften im Bereich der Langwaffen Druckluft, auch noch auf ganze Ringwertung geschossen, obwohl in der Meisterschaft auf Zehntelwertung geschossen wird. Man möchte bei dem direkten Vergleich so viel wie möglich Parallelität, um die Spannung und den Druck zu erhöhen. Daher auch die getrennte Probe- und Wettkampfzeit im Aufgelegt-Bereich.