Wenn du es ok findest in den eigenen vier Wänden zu hocken und das Sitzploster deines Sofas platt zu sitzen, kannst du dies gerne tun. Interessiert mich nicht die Bohne, aber BITTE verschone uns mit deinen Weisheiten und mit der Kritik an dem Lebensstil anderer!
Mach dir keine Sorgen um mein Sofa, das sieht mich genausowenig wie sonst. Aber ich kann mich derzeit auch gut in Ruhe Dingen widmen, zu denen ich zu anderen Schießsportaktiven Zeiten nicht gekommen bin, sei es spazieren gehen oder an Dingen werkeln, die schon immer mal zu waren, aber immer liegen geblieben sind. Dazu ein wenig aufräumen, alles kein Problem, ohne das ich deshalb in eine psychische Krise gerate.
Glaubst du wirklich, dass nach einpaar Wochen Kontaktbeschränkungen Corona besiegt ist??? Nein ist es nicht. Corona ist da, genauso wie die Grippe, trotz Impfung! Kontaktbeschränkungen bringen nichts. Der Körper muss lernen sich zu schützen. Der Kampf Leben vs. Virus ist Millionen von Jahre alt. Irgendwann stellt sich ein biologisches Gleichgewicht ein ( das ist ein Naturgesetz).
Nein, ich glaube nicht, dass durch den oder irgendeinen Lockdown das Virus "zu besiegen" ist, aber genausowenig will ich deinen Prozess des "der Körper muss lernen, sich zu schützen" durchmachen, denn im Gegensatz zur Grippe schätze ich das Sars-Cov-2 Virus deutlich letaler ein als das Grippe-Virus. Das volle Ausmaß haben wir ja bisher gar nicht feststellen können, weil permanent mit irgendwelchen mehr oder minder strengen Maßnahmen gegengesteuert wurde, um die Auswirkungen einzudämmen, ganz im Gegensatz zur Grippe, wo allenfalls mit Impfungen dagegen gearbeitet wird.
Und ich weiß genau, dass ich die Mengen an Toten, die deine Herangehensweise mit sich bringen würde, nicht erleben möchte. Bergamo und New York aus dem Frühjahr lassen grüßen und das wäre nur der Anfang von dem, was uns erwarten würde. Es gibt Dinge, die sollte man nicht ausprobieren, wenn man Alternativen hat, und im vorliegenden Fall sehe ich die Alternativen und stelle sie den möglichen Folgen gegenüber, die uns aus meiner Sicht erwarten, wenn man den Dingen freien Lauf lässt.
Und auch wenn du dich nun wieder bevormundet fühlst, wer so argumentiert, hat das Ganze aus meiner Sicht nicht durchdacht.
Aber wo ich von überzeugt bin, und da lassen andere Länder, insbesondere asiatische, wo das Maske tragen vielfach zum Alltag gehört, grüßen, ist dass wir mit einigen wenigen, aber dafür konsequent angewendeten Maßnahmen die Zeit bis zu einer ausreichenden Impfung sowie der weiteren Entwicklung von ordentlichen Behandlungstherapien überbrücken können. Und eine, und aus meiner Sicht die Wesentliche, ist die Maske. Selbst wenn die Alltagsmaske nicht vollständig schützt, dürfte ihr Schutz für eine sehr deutliche Senkung der punktuellen Luftbelastungen und Minderung der Tröpfcheninfektion sorgen und somit die Ansteckungsgefahr deutlich senken.
Für mich ist das eine ganz einfache Rechnung. Solange ich malochen und einen nicht ganz kleinen Teil meines Geldes (und Lebenszeit) monatlich an Berlin überweisen darf (wo es dann da mit der Schneeschaufel aus dem Fenster geworfen wird), werde ich nach Möglichkeiten zum Sport außerhalb der vier Wände suchen (natürlich im Rahmen der Verordnung). Offenbar unterscheidet das Virus aber zwischen beruflichen (nicht so schlimm) und privaten Kontakten (ganz pöse)...
Nein, das Virus unterscheidet nicht zwischen beruflichen und privaten Kontakten. Siehe nächste Bemerkung
Egoismus ist ein gutes stichwort. Solange ich in der überfüllten strassenbahn zur arbeit fahren muss, danach mit 60 personen zusammen arbeite und danach wieder in der überfüllten strassenbahn nach hause muss, kann ich über die verordnungen nur lachen. Ich halte mich daran, ich sehe auch einen sinn darin. Nur egoistisch ist unsere regierung. Ich fühle mich langsam wie das sogenannte schlachtvieh. Ich setzte mich jeden tag unzähligen infektionsmöglichkeiten auf dem weg zur und in der arbeit aus. Aber irgendwer muss ja die wirtschaft am laufen halten, damit steuergelder fliessen, die unsere regierung verschenkt. Dann kommen hier welche und regen sich hier auf, weil man zu zweit oder dritt einem hobby nachgehen will und mahnen zur zurückhaltung, kontaktreduzierung und werfen einem egoistisches verhalten vor. Nicht jeder hat aktuell die möglichkeit zu hause zu bleiben. Auch ich würde lieber zu hause bleiben und mich keinem risiko aussetzten.
Ich kann dich vollkommen verstehen. Sinn ist darin nur begrentzt zu sehen. Aber dazu seien dir 2 Dinge gesagt:
1) Du hast schon selbst erkannt, dass man die produzierende Wirtschaft "um jeden Preis" aufrecht erhalten will. Man (die Politik) ist der Meinung, dass sich die dortigen Kontakte weitestgehend unter Kontrolle halten lassen, solange keine "Unbeteiligten" (also z.B. Gäste in der Gastronomie oder Kunden in Geschäften) ins Spiel kommen. Den Sinn hast du schon ganz gut erkannt. Hinzu kommt, dass man so gewaltige Ausgleichzahlungen, wie sie dann vonnöten wären, gar nicht aufbringen kann.
2) Auch die Schulen will man so lange als möglich offen halten, da man aus der ersten Phase noch das Wehklagen der Eltern, die nicht vernünftig arbeiten können oder das Kind nicht beaufsichtigt bekommen, in den Ohren hat. Dazu das Wehklagen der Kinderärzte und Kinderpsychologen, die die Gefahr für die gefühlt 80% Kinder in prekären Lebensverhältnissen anpangerten. Das möchte man halt so lange wie möglich vermeiden, deshalb auch aus meiner Sicht das zögerliche Verhalten für den 2. Lockdown, den ich nur mit den mir zur Verfügung stehenden Informationen schon Mitte November habe kommen sehen, als die Zahlen beim Mini-Lockdown zwar stagnierten, aber nach 14 Tagen (wo sich spätestens die Auswirkungen des Teil-Lockdowns zigten) immer noch nicht weiter absanken. Aber man wollte sich gerne noch bis zu den Weihnachtsferien retten. Auch die "Ansage" der Erleichterungen war da aus meiner Sicht als "durchschnaufen" gedacht gewesen. Das es danach nochmal härter werden müsste, war da aus meiner Sicht den wichtigen Leuten schon klar.
Problem ist nur, dass man zum Transport all dieser Menschen entsprechende Transportmittel benötigt. Die normalen Verkehrsmittel sind in aller Regel nicht beliebig erweiterbar. U-Bahnen, S-Bahnen und Züge verkehren auf Schienen, die nur bestimmte Kapazitäten haben und schon bei normalen Taktverdichtungen an ihre Grenzen stoßen, vom benötigten Personal mal ganz abgesehen. Einzig bei den Bussen hätte man aus meiner Sicht zumindest teilweise auf die Reisebusbranche zurückgreifen können, die ja zumindest jetzt auch wieder am Boden liegt, da Reisen gestrichen sind und somit die Reisebusse im Depot stehen.
Warum man das nicht getan hat, ist mir nicht bekannt, möglicherweise aber sah man "Abrechnungsprobleme" mit den zumeist in öffentlicher kommunaler Hand befindlichen Verkehrsunternehmen. Ich sage zwar, dass man ja nun auch der Reisebusbranche Ausgleichszahlungen geben muss und insofern eh Geld fließt, aber in unserem förderalen Staat achtet jede Ebene sehr genau darauf, dss möglichst die anderen Ebenen bezahlen sollen.
Aber wie gesagt, genau Gründe habe ich dazu bisher nicht gehört.
Aber das sehe ich als das Problem der "Entzerrung" des Verkehrs auf ein dem Virus angemessenes Maß an. Hier gäbe es sicher auch Nachsteuerungsmöglichkeiten, was man ja mit dem in einigen Ländern schon vor dem großen Lockdown angekündigten Wechselunterricht auch schon ins Auge gefasst hatte.
Un um das auch einmal zu sagen: Bei allem (zum Teil gerechtfertigtem) Geschimpfe auf große Teile der Politiker, ich möchte in diesen Zeiten nicht mit Ihnen tauschen, egal auf welcher Ebene. Ich finde, in der ersten Phase haben siesehr gute Arbeit geleistet und auch jetzt sieht man bei vielen das Bemühen, das bestmögliche zu entscheiden. Leider merkt man bei dem einen oder anderen, dass auch noch andere Gründe für das individuelle Verhalten da sind, aber trotzdem haben die meisten meinen Respekt. Gleichwohl sehe ich auch noch Verbesserungspotential.