Beiträge von HaJoxyz

    Hallo fegewagen,
    Munitionsteste sehe ich kritisch, das habe ich schon oft geschrieben und bin nun auch endlich in der Pflicht dazu konkret zu werden.
    Das will ich nicht jetzt, aber in Kürze tun.
    Bei einem Munitionstest geht es eben nicht nur darum ein paar € einzusetzen, sondern vielmehr um die Frage, was habe ich zum Abschluss erreicht und gäbe es Möglichkeiten ein vergleichbares oder sogar besseres Ergebnis auf anderem Wege und bei einfacherer Organisation zu erreichen.
    Was die Veränderung des Laufes angeht bin ich davon überzeugt, dass er sich im Verlauf der Nutzung verändert.
    Ob sich damit auch die Qualität der Schussgruppen bei LG und KK verändern vermag ich nicht zu sagen. Bei sehr großkalibrigen Waffen ist dies der Fall und ich gehe grundsätzlich davon aus, dass dies – in begrenztem Maß – auch bei kleinen Kalibern der Fall ist.
    Dies lässt sich mit einem Versuch bei KK sehr gut und einfach für jeden nachvollziehen.
    Versuchsablauf hierzu:
    Nach einem Trainingsschießen sollte eine Schussgruppe Auflage, am besten im Sitzen auf dem Sandsack geschossen werden. Dann wird die Waffe gründlich gereinigt und nach dem Trockenziehen wird eine neue Schussgruppe ich gleicher Weise geschossen.
    Diese Schüsse werden – zumindest die ersten beiden eine deutlich Ablage von Zielmitte aufweisen. Mindestens bei 8/7 hoch rechts für den ersten und im Bereich neun hoch für den zweiten Schuss. Wobei die Ablage – so ist meine Erfahrung – auch von der gewählten Munition abhängig ist, welches Fabrikat verschossen wird. (RWS und vergleichbare Lizenzprodukte als Eigenmarke, bringen bei meinen Waffen eine höhere Abweichung als Lapua Erzeugnisse.)
    Die Ablagerungen im Lauf bei Luftdruckwaffen haben einen ähnlichen Effekt. Inwieweit sich dies in der Nutzung auswirkt vermag ich nicht abzuschätzen. Es ist aber wohl zu vernachlässigen.
    Eine V0-Messung ist unerlässlich! Abweichungen bei der Anfangsgeschwindigkeit führen immer zu einer Ablage und dies nicht nur in der Höhe.
    Deshalb sollte ein Prüfgerät zum Bestand des Vereins gehören.
    Mich interessiert nicht nur das geschossene Loch und die Streuung, sondern der Aufbau einer Schussgruppe Schuss für Schuss.
    Das Optimum hierfür sind elektronische Anlagen oder als Alternative eine Verringerung der Schusszahl und die Auswertung Schuss für Schuss, z.B. mit dem Fernglas. Deshalb befürworte ich auch die Begrenzung auf 5 Schuss je Schussgruppe, aber auch deshalb, weil ich nach dieser Anzahl spätestens die festgestellte Ablage am Diopter mittels Verstellen korrigiere.
    Die 10er – Gruppe ist ein Standard wie er fast immer angewandt wird. Schussgruppenanalysen, die sich eher an den Erfordernissen der Praxis orientieren halte ich aber für sinnvoller.
    Aber dazu nehme ich noch einmal separat Stellung.
    Gruß Joachim

    Die Diskussion zu diesem „Thema“ wird sicher nicht so bald enden oder sich beenden lassen, dabei halte ich sie einerseits für nicht sinnvoll formuliert um zielorientiert zu sein – weil viel zu breit angelegt -– und nachteilig für die Interessen der Schützen im NWDSB, für die man doch vorgeblich nur Gutes erreichen will.
    Es ist ja keineswegs so, dass nicht interessante Aspekte erörtert würden, aber wohl kaum jemand wird wichtige Inhalte in diesem Endlosthema suchen.
    Ich meine damit, dass wertvolle Anregungen oder Überlegungen auf irgendeiner „Seite“ dieses undifferenzierten Themas dem Vergessen anheim fallen, die in einem eigenen Thema – welches eben nicht NWDSB als Überschrift trägt – durchaus für alle erhalten und auswertbar geblieben wären. Satzungsfragen, Organisation, Mitgliederbeteiligung, Entscheidungsfindung, Bauplanungen etc.
    Mit leicht veränderter Fragestellung der Themenüberschrift, ließe sich auch das „Staatswesen der Bundesrepublik Deutschland“ in ganzer Bandbreite und einem Thema untersuchen.
    Schädlich ist diese Diskussion nach meinem Dafürhalten deshalb, weil oftmals herabsetzend geschrieben wird und weil für jeden Außenstehenden beim Lesen deutlich wird, dass der Schießsport und das traditionelle Schützenbrauchtum eigentlich keine äußeren Feinde gebraucht, denn die erledigen sich durchaus auch allein oder schwächen sich zumindest.
    Ob man es anerkennen mag oder nicht, die Organisation aller Schützenvereine gleich welcher Sportrichtung ist demokratisch ausgerichtet und Mehrheitsentscheidungen sind die Grundlage aller Handlungen.
    Wer in einem Abstimmungsprozess unterliegt muss dafür sorgen, dass er über eine neue Mehrheit zu einem besseren Ergebnis kommt. Bis dies aber geschieht sehe ich alle an der Entschlussfassung beteiligten Mitglieder/Vereine, die sich an der Abstimmung beteiligt haben in der Pflicht, sich auch an der Durchführung und Umsetzung des gemeinsam im Entscheidungsgremium gefassten Entschlusses zu beteiligen.
    Wer heute, z.B. den NWDSB wegen der Schwierigkeiten um das Leistungszentrum verlässt, aber seinerzeit mit über den Bau abgestimmt hat, handelt unsolidarisch!
    Denn man hätte sich vor der Abstimmung erklären müssen und die Abwanderungsüberlegung z.B. auch allen Delegierten zu Kenntnis bringen müssen, weil es die die wirtschaftliche Basis die der Abstimmung zugrunde lag verändert hätte und damit ggf. auch die Abstimmungsentscheidung!
    Organisationen, zumindest die Verantwortlichen in den Führungsgremien die den NWDSB wegen der Probleme um das Leistungszentrum verlassen wissen genau, dass sie dadurch die angespannte Situation nur verschärfen und sich aus der 2009 eingegangenen Verantwortung heraus stehlen.

    Wäre es gelungen, im Rahmen der finanziellen und zeitlichen Planung das Vorhaben abzuschließen, dann würden sich manche auf die Schulter klopfen die heute im Forum herum mäkeln.
    Von daher ist es scheinheilig, das Abwandern von Vereinen aus dem NWDSB zu bedauern und andererseits den Konflikt ständig aufs Neue zu befeuern.

    Hallo RaptorRider,
    du hast eine ernst gemeinte Frage gestellt und Anspruch auf eine ernst gemeinte und für deine Situation passende Antwort.
    Tomislav sei Dank, denn er hat sich mit deinem Profil befasst und ich habe es ihm nach getan.
    Ich gehe nun davon aus, dass sich deine Erfahrungen im sportlichen Schießen aufgrund deines Lebensalters nur auf wenige Jahre beschränken und du vermutlich nicht über ein eigenes Gewehr verfügst. Und ich gehe davon aus, dass deine finanziellen Mittel sehr überschaubar sind und du den Sport unter Anleitung eines Sportleiters ausübst.
    Sollten meine Annahmen falsch sein und du über eine eigene Sportwaffe verfügst, dann sind die Hinweise zu Munitionstesten grundsätzlich richtig. (Was nichts daran ändert, dass ich die Teste nach Art und Ablauf sehr kritisch sehe.)

    Treffen meine Annahmen zu, dann empfehle ich dir folgendes Vorgehen:

    • Schlage deinem Sportleiter, deiner Sportleiterin vor, mit allen Luftdruckwaffen des Vereins einen Munitionstest/Leitungstest im eigenen Bereich mit der verwendeten Munition durchzuführen. (Ein Verfahren ist im Forum beschrieben.) Dabei werdet ihr dann feststellen, dass die Streubilder viel geringer sind, als zunächst angenommen. Vor allem werdet ihr feststellen, dass die Waffen sehr unterschiedliche Treffbilder liefern. Du würdest Deine Waffe dabei schnell herausfinden. Allerdings alle anderen auch. Diese Maßnahme dient zugleich dem sportlichen Schießen, weil das Verständnis für die technisch physikalischen Zusammenhänge gestärkt wird.
    • Die verwendete Munition kann aber auch noch zusätzlich „qualifiziert“ werden. Damit meine ich das „Ausrollen“ der einzelnen Geschosse. Man lässt die Diabolos über eine schräge Glasfläche ablaufen und kann durch die Ablaufkurve feststellen – je gleichmäßiger, desto besser – welche Geschosse die geringsten Fertigungstoleranzen (Form und Gewicht) aufweisen und demzufolge auch bessere Treffaussichten haben. (Auch dies Verfahren ist im Forum beschrieben) Die besonders guten Geschosse würde ich für Wettkämpfe einsetzen. Den verbleibenden Rest für ernsthaftes Training.
    • Was auch möglich ist, ist der Kauf einer qualifizierteren Munition. Ich möchte keine grundsätzliche Empfehlung abgeben, aber es ist in jedem Fall zutreffend, dass eine finanziell anspruchsvolle Munition geringere Fertigungstoleranzen von Geschoss zu Geschoss aufweist und allein deshalb grundsätzlich auch ein geringeres Streuungsmaß hat. Da du für diese Munition eigenes Geld einsetzen würdest empfehle ich dir, diese Munition nur bei besonderen Schießvorhaben einzusetzen, bei Schießvorhaben die einen Wettkampfcharakter haben, ob du nun gegen dich selbst und deine Leistungsvorstellung schießt oder im Wettbewerb mit anderen.

    Abschließend ist auch noch fest zu stellen, dass ein Munitionstest mit finanziellem und organisatorischen Aufwand sich wirklich nur dann lohnt, wenn du eine Konstanz im Schießen, quasi ein Handicap erreicht hast, dass bei einem um – Annahme – 0,8mm verringerten Streuungsmaß zwangsläufig zu einem Gewinn von mehreren Ringen führt.
    Ich finde es gut, dass du gefragt hast und ich hoffe, dass du brauchbare Antworten erhalten hast und ich wünsche mir, dass du bei Bedarf erneut fragst.
    Joachim

    Hallo Miracle,
    alle Anerkennung für Dein Engagement!
    Ich wünsche Dir gute Zuarbeit und Stehvermögen.
    Insgesamt hoffe ich auf gute Beteiligung und irgendwann einmal, der Übersichtlichkeit und besseren Darstellung wegen, auf eine angemessene organisatorische Brücksichtigung im Forum.
    Da ich mich vor einiger Zeit ebenfalls an der Aufgabe versuchen wollte und auch Vorarbeit geleistet habe, stelle ich Dir meine Überlegungen per Mail zur Verfügung.
    Auch bin ich weiterhin bereit Dich zu unterstützen.
    Gruß
    Joachim

    Hallo Scherge,
    erst einmal danke für die Antwort.
    Mich hat interessiert weshalb 10 Schuss, es mag ja technische Gründe geben und es hat sicher auch etwas für sich, wenn man übergreifend grundsätzlich 10 Schuss schießt, denn damit werden alle Ergebnisse vergleichbar.
    Nur ziehe ich eben in Zweifel, dass die Zahl zehn in diesem Fall eine praxistaugliche Anzahl ist und ich bin zudem sicher, dass die Abläufe bei Testen oftmals nicht den Kriterien für tatsächlich vergleichbare Ergebnisse liefern. Das begründe ich bei Bedarf gern.
    Ich bin auch gern bereit dafür einen Vorschlag zur Durchführung zu unterbreiten und durchzuführen. Eigentlich hatte ich dies ohnehin schon tun wollen.
    Noch einmal, mein Interesse war es zu erfahren, gibt es eine technisch begründete Antwort für die Anzahl der eingesetzten Schüsse.
    Wenn nicht, dann muss es zulässig sein darüber nachzudenken.
    Ich möchte dies mit einem Beispiel belegen.
    Im Rahmen einer früheren Aufgabe haben wir Anschießverfahren für großkalibrige Waffensysteme untersucht. Je Einzelvorgang, je Waffensystem (eine sehr beträchtliche Anzahl) und je Munitionssorte war Munition im Wert von etlichen, wirklich etlichen tausend – DM ! – einzusetzen.
    Dies nicht nur einmal, sondern von zu Fall auch wiederholt.
    Das Infragestellen des Ablaufes und die Frage nach dem Sinn des Verfahrens, führten nach langjähriger Nutzung des Systems dazu, dass das Verfahren geändert und die Kosten je Einzelvorgang damit mindestens halbiert wurden.
    Der qualitative Unterschied, wenn es dann überhaupt einer war, betrug sehr wenige cm bei rund 1.000m Entfernung und bei hunderten untersuchter Vorgänge.
    Wir erleben es doch viel zu häufig, dass etwas getan wird „weil es schon immer so war“ oder weil es irgendwo steht.
    Ich will es gar nicht abweisen, denn viele eingeübte Verfahren, wohl die meisten, sind optimal auf die Bedürfnisse angepasst. Wenn es aber unterbleibt einen begründeten Zweifel zu äußern und ihm nachzugehen, dann gibt es auch keine Entwicklung zum Besseren.
    Aber das ist mein Ziel.
    Wenn es denn möglich ist.
    Deshalb wollte ich nicht provozieren, sondern mein Wissen durch Fragen erweitern. Ganz im Sinne der Liedzeile aus der Sendung mit der Maus, "wer nicht fragt bleibt dumm".
    herzliche Grüße
    Joachim

    Hallo zusammen,
    die Diskussion verfolge ich seit Beginn.
    Das Thema ist wichtig und die Beiträge sind gut.
    Zu Munitionstesten habe ich dennoch eine eigene Auffassung, aber die ist für den Moment nebensächlich.
    Aber ich habe eine Frage an Felix, Uli und Wegi. Alle drei bestätigen für einen „Munitionstest“, 10 Schuss je Schussgruppe.
    Meine Frage, warum 10 Schuss? Warum nicht 5, 7 oder 11?
    Welcher tiefere Sinn steckt dahinter?
    Gruß
    Joachim

    Ich find es schlimm was alles gemutmaßt und quasi als Erkenntnis in den Raum gestellt wird.
    Sollten Mitgliederzahlen fehlerhaft sein, dann müsste zunächst geklärt werden ob überhaupt eine Straftat vorliegt, nur ein Versehen oder nur ein Satzungsverstoß der eben nach der Satzung zu ahnden wäre.
    Um Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf den Weg zu bringen bedarf es lediglich zweier Streithähne.
    Wenn Karl Karton dem Peter Persil eine Straftat unterstellt und darüber eine Anzeige fertigt, dann wird dem nachgegangen und ermittelt. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass alles nur von bösem Willen gesteuert wurde.
    Diese ganze unselige Diskussion um Mutmaßungen und Gerüchte schadet dem Schützenwesen und sollte auf diesem Niveau nicht fortgesetzt werden.
    Es sei denn, irgendjemand könnte im Sinne von „Butter bei die Fische“ seinen Beitrag mit lupenreinen Fakten unterlegen.

    Auch ich möchte keinen Streit vom Zaun brechen und enthalte mich deshalb detaillierterer Bewertungen, aber schon seit dem ersten Tag des neuen Themas habe ich mich gefragt, was damit erreicht werden sollte und fühlte mich an Hape Kerkeling erinnert.
    Das mag auch damit zusammenhängen, dass ich mir unter Compliance zunächst kaum etwas vorstellen konnte. Das habe ich nun nachgeholt – womit zumindest für meine Allgemeinbildung etwas erreicht wurde - und kann dann auch gleich widersprechen und ergänzen, denn auf strikte Einhaltung der Normen wird nicht nur in erfolgreichen Unternehmen geachtet, sondern auch in mafiagleichen Strukturen. Dort wird ein Verstoß vermutlich verzugslos und sehr konsequent und einfallsreich sanktioniert.
    Es gibt kaum einen gesellschaftlichen Bereich, der so durchsichtig ist wie die Führung eines Vereins nach dem Vereinsrecht. Die Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitglieder sind umfassend, es gibt ausreichend Kontrollmöglichkeiten und die Vorstände sind rechenschaftspflichtig. Ergebnisse müssen dokumentiert, genehmigt und zeitlich befristet 10 Jahre für Nachprüfungen verwahrt werden.
    Prüf- und Kontrollmöglichkeiten sind ausreichend gegeben. Woran es oft mangelt, ist die Bereitschaft die Möglichkeiten auch zu nutzen.
    Es ist auch bequemer hinterher zu mäkeln.
    Die Frage zu stellen, ob denn am Beispiel des LLZ des NWDSB ein zusätzliches Prüf- und Kontrollverfahren zu einem anderen Ergebnis geführt hätte setzt voraus, dass gegen das Regelwerk des NWDSB verstoßen wurde. Das sehe ich aber nicht. Die aktuelle Misere ist das Ergebnis von Fehleinschätzungen, denen ihrerseits fehlerhafte fachliche Beratungen und darauf fußende Berechnungen zu Grunde liegen. Zu keiner Zeit – und das ist mir wichtig – ist irgendjemandem in der Führung des NWDSB der Vorwurf zu machen, wider besseres Wissen gehandelt zu haben. Das wäre/ist ehrabschneidend und nicht akzeptabel!
    Womit ich auch am Ende bin und Hape Kerkeling wieder aufgreife, alles „Hurz“.

    Nach dem was ich selbst erlebt und erfahren habe, bringt das Ausrollen durchaus etwas und das geht über ein gutes Gefühl, in der Vorbereitung alles optimal getan zu haben hinaus.
    Am 12.11. und 13.11. habe unter dem Thema „Munitionstest sinnvoller Test …..“ ein paar Bilder und Maße eingebracht.
    Gerollte und ungerollte Munition, deren Reste und manipulierte Munition. Demnach „bringt“ das Ausrollen etwas, selbst bei der Munition, die recht gute Qualität aufweist.
    Selbst bei manipulierter Munition sind die Abweichungen viel geringer als ich erwartet hätte.
    Viel schwerwiegender ist ein technischer Umstand.
    Ich habe ein Walther LG und eine Steyr LP jeweils mit Zuführungsmulde. Dabei passiert es immer wieder einmal, dass der Diabolo nicht sauber eingelegt ist und dann leicht verkantet eingeführt wird. Die Abweichungen sind dann erheblich und – wenn erst einmal geladen – auch im Wettkampf nicht mehr zu korrigieren. Deshalb lade ich jedes Diabolo komplett eingeführt, ehe ich den Ladehebel schließe.
    Beim Testschießen halte ich nichts von 10er Serien. Man kann damit zwar die absolute Streuung ermitteln, aber man sieht nur sehr eingeschränkt wie sich das Schussbild aufgebaut hat, es ein denn, man schießt auf einem elektronischen Stand, was die optimale Lösung ist.
    5er-Serien lassen sich bezogen auf den Einzelschuss auswerten – meist – und sind bei mir Grundsätzlich die Verbesserungsanzahl Schüsse, um am Diopter nachzustellen.

    Mir war durchaus bewusst, dass die Installation und Organisation eines „Fernwettbewerbprogramms“ Arbeit und viel Zeit erfordern, und dennoch nicht nur eitel Freude bereiten würde.
    Die Er- und Bearbeitung der Grundlagen, die Abstimmung mit einem weitgehend unbekannten Personenkreis mit divergierenden Interessen, die spätere stete Datenpflege und natürlich die Verpflichtung meine Fähigkeiten nachhaltig weiter zu entwickeln um der angenommenen Aufgabe gerecht zu werden, waren schon erhebliche Vorgaben.
    Arbeit muss sich lohnen. Wenn nicht wirtschaftlich, dann ideell als Erfolg.
    Um erfolgreich zu sein, bedarf es passender Rahmenbedingungen.
    Nach meiner Bewertung sind diese in einem für mich unverzichtbaren Aspekt leider nicht gegeben.
    Die Absicht, einen Fernwettbewerb auf übergreifend akzeptierter und praktikabler Grundlage zu installieren, kann ich nicht umsetzen.
    Die Entwicklung bedaure ich.
    Ich stehe für die Aufgabe nicht mehr zur Verfügung.
    Wer Interesse an meinem Arbeitsergebnis der vergangenen Woche hat, dem stelle ich sie als mail zur Verfügung.
    Gruß
    HaJo

    Was die Grenzen angeht, mag es gelten, was die gesetzlichen Bestimmungen und die Sicherheit angeht, gelten in Deutschland deutsche Gesetze. Wer Schießsport nach russischen Vorgaben betreiben will, muss sich schon dorthin begeben.
    Das ist auch keine Frage des Tellerrandes, sondern eher eine Frage des Horizontes.

    Es ist eben auch leicht etwas zu kritisieren, aber viel schwerer einen belastbaren Gegenvorschlag zu machen. Wo bleibt der Vorschlag?

    Hätte ich gestern Abend gewusst, dass eine m.E. unverzichtbare Voraussetzung nicht erfüllt wird - die Möglichkeit hätte ja bestanden -, dann hätte ich mir die Zeit sparen können.
    Ich werde jetzt noch den Rest dessen was ich heute erarbeitet und über den ich heute nachgedacht oder daran gebastelt habe, ins Forum bringen, dann das Ganze überschlafen und mich vermutlich morgen aus diesem Thema zurückziehen.
    Ich bin auch zu alt geworden, um erlärungslos ein "wird`s definitiv nicht erneut geben" hinzunehmen.

    Leider antworte ich mir vielzu oft selbst, wenn man älter wird ist es wohl häufiger so.
    Ich habe einen ersten Rohentwurf für einen Nachfolgewettbewerb geschrieben und bringe ihn jetzt zur Diskussion um das Wochenende zu nutzen.
    Ich hoffe, es ist verständlich ausgedrückt.
    Wann immer möglich sehe ich nach, wo ich nachbessern, ergänzen oder streichen muss.
    Mein Ziel war es, eine möglichst kurze und dennoch nachvollziehbare Unterlage auf den Weg zu bringen.
    Bitte beteilgt Euch!
    Hier ist Teil 1

    Voraussetzungen für Fernwettkämpfe:
    Im Forum benötigen wir eine eigene Rubrik, die zwei Unterteilungen anbietet.
    Fernwettkämpfe entsprechend der Sportordnung und Freie Wettkämpfe, welche die gesetzlichen Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen für Sportschießen erfüllen, aber keine Wettbewerbe nach Sportordnung enthalten.
    Beide Unterteilungen sind notwendig, weil andernfalls die Übersichtlichkeit durch fehlende Struktur leidet.
    Die gelisteten Themen sind dann entweder die einzelnen Wettkämpfe oder eine Wettkampfgruppe, wie z.B. alle Auflagewettbewerbe.

    Ich weiß von Erzwo, dass auch Besucher an den Wettbewerben teilgenommen haben, bin aber der Auffassung, dass wir dies Angebot nur für Mitglieder machen sollten.Wer von unserer Organisation profitieren will, soll sich auch zu ihr bekennen und sich ggf. auch einbringen. Mitglieder können wir bei Bedarf auch erreichen, dies ist bei Besuchern nicht der Fall oder irre ich mich da?

    Es sollte so etwas wie ein Schiedsgericht geben. Wenn es denn wirklich einmal etwas zu schlichten gibt. Quasi ein Ehrenrat. Wer kommt dafür in Frage? Außer Administrator, Moderatoren und ähnlichen Verdächtigen, wobei gegen diese überhaupt nichts spricht.

    Eine sehr glückliche Entwicklung wäre es, wenn auch LiPu-Wettbewerbe eingerichtet werden. Zuarbeiten könnten hier die Sportleiter in den Vereinen, die für ihr Kinder die Ergebnisse eingeben. Wir könnten so sehr frühzeitig Kinder für das Forum interessieren.

    Möglich ist fast alles!

    Es muss nur immer jemand bereit sein, sich eines Wettbewerbes, oder einer Wettbewerbsgruppe anzunehmen.

    Hotwheel hatte mich angeschrieben und ich habe ihm geantwortet.
    Danke für den Beitrag!
    Da ich erst zu kurze Zeit im Forum bin und schon zwei unerledigte Baustellen aufgemacht habe, wollte ich nicht noch eine weitere aufmachen, weil sonst zu Recht der Eindruck entsteht, dass man an vielen Stellen herummokelt aber nichts zu Stande bringt.
    Also, deshalb bitte ich um Nachsicht und Geduld für die anderen Felder- Kontroll/Testschießverfahren -, weil ich mich in der nächsten Zeit vorrangig um die Wettkämpfe kümmern werde.
    Ich will gern eine Vorlage liefern. Ich will sehen, dass ich dies bis oder am Wochenende erledigt habe, denn es ist ja fast alles schon mindestens einmal gesagt worden.
    - Ich bin aber kein Sportleiter und
    - kenne mich nur unvollständig mit Datenverarbeitung aus und
    - und man kennt mich zu wenig.
    Dafür müssten also andere zur Verfügung stehen, vor allem Leute die gut vernetzt sind und dadurch auch personale Autorität besitzen.

    Ich verstehe etwas von Organisations- und Ablaufstrukturen, zwar eher allgemein, aber für unser Vorhaben sicher ausreichend.
    Wenn alles klappt, dann sind die organisatorischen Rahmenbedingungen im Laufe der kommenden Woche komplett, so dass dann auch erste Ergebnisse eingearbeitet werden können.
    Hotwheel, wenn Du mitmachen würdest würde ich mich freuen!
    Gruß
    HaJo

    Also, ich mache mich an die Arbeit.
    Vermutlich ist weniger Reglementierung insgesamt der bessere Ansatz.
    Wer jetzt Vorschläge und Anregungen hat, der sollte sie mir möglichst umgehend geben.
    Ich arbeite es dann ein oder stelle es zur Diskussion.
    Alles was sich an Anregungen oder Vorschlägen in diesem Forumsthema findet, habe ich registriert, werte es aus und bringe es ein.
    Gruß
    HaJo

    Das ist eine individuelle Frage und abhängig von Deinen Zielen und den Möglichkeiten.
    Damit habe ich wie Radio Eriwan - also fast unbrauchbar - geantwortet.
    Ich bin ehrgeizig, aber leider mäßig erfolgreich.
    Ich will dies verbessern und plane in etwa folgenden Ablauf:
    - Konzentrationsübungen im Sinne von mentalem Training täglich (es ist eine Konzentration auf Abläufe, sowohl am Stand wie auch in der Handhabung der Waffe). Das braucht nur wenige Minuten.
    - Trockentraining, Anschlags-und Auslöseübungen mindestens 3xje Woche, je nachdem, gut eine halbe Stunde, in höchster Konzentration und in voller Montur.
    - Schießtraining/Übungschießen mindestens einmal, grundsätzlich aber zwei Mal je Woche, und immer - es sei denn ich will etwas erproben - unter wettkampfähnlichen Bedingungen. Volle Konzentration, komplette Ausrüstung und ohne Selbstbeschiss bei Fehlschüssen.
    Über allem steht aber auch, dass Du Dir ein realistisches Ziel setzt.
    Zu hoch angesetzt, führt es zur Demotivation bei Nichterreichen, zu niedrig angesetzt, führt es zu Versagen in Wettkämpfen.
    Das soll reichen.
    Es ist eben eine individuelle Frage.
    Gruß
    HaJo

    Hallo Freunde,
    mühsam ist das Schreiben vom Tablett, zumindest für mich!
    Aus dem Urlaub bin ich seit dem Wochenende zurück und will mich dem gemeinsamen Vorhaben annehmen.
    Die Organisation muss auf mehrere Schultern verteilt werden. Angebote zu organisieren, zu unterstützen oder einfach mitzumachen, gibt es etliche.
    Ich will mich darum bemühen, einen Vorschlag für einen Start bei den Auflagewettbewerben zu organisieren. U.U. könnte der Vorschlag auch als Pause für andere Disziplinen gelten.
    Ich hoffe sehr darauf, dass wir eine gute, und ausreichend große Teilnehmerzahl gewinnen können. Werben für eine Teilnahme könnten wir jetzt schon!
    Welchen Namen sol das gemeinsame Kind haben?
    Gruß
    HaJo

    Das Ganze ist schlicht ärgerlich, vor allem deshalb, weil ein Großteil der heute beklagten Defizite und der daraus resultierenden Schwierigkeiten, zu einem frühen Zeitpunkt der Planung absehbar waren.
    So war die Mitgliederzahl zu optimistisch, die Summe der Zuschüsse zu hoch und der gesamte Bauwert, also der Wert aller zu schaffenden Maßnahmen, zu niedrig angesetzt.
    Werden zu niedrige Baukosten für Zuschüsse geltend gemacht, dann verringert sich als dessen Folge der Anspruch auf Zuschüsse der Höhe nach. Im Bereich des LSB sind dies grundsätzlich 20%. Wenn aber die Baukosten in der Planung zu gering eingeschätzt werden, z.B. nur mit 1 Mio an Stelle der dann später notwendigen 1,5 Mio, so dürfen nur die ursprünglichen Kosten zuschussbegründend berücksichtigt werden. Also max. 200.000€ anstelle von 300.000€.
    Nachbewilligungen sind (grundsätzlich) nicht möglich, weil am Anfang jeder Bewilligung das Projekt auf Sinnhaftigkeit geprüft wird. Also macht es Sinn für eine Zahl X an Sportlern die Summe Y aufzuwenden oder ist der Antrag ggf. von vornherein abzulehnen.
    Hinzu kommt, dass die Mitglieder des NWDSB zur zu einem Bruchteil Mitglied im LSB sind. Deshalb wurde der Zuschuss für das Leistungszentrum anteilig um die Zahl/Summe der Nichtmitglieder gekürzt.
    Es ist fahrlässig unterlassen worden, für ein LLZ frühzeitig Rücklagen zu bilden. Eine solche Idee fällt nicht vom Himmel und könnte deshalb über einen langen Zeitraum vorbereitet werden. Es hätte sich wohl kaum jemand einer Planung von langer Hand verweigert.
    In unserem Bezirk wurde in der ersten Abstimmung zum LLZ darüber abgestimmt, ob denn nun 1 € oder evt. auch mehr je Mitglied abgeführt werden. Man einigte sich auf einen 1€ und gab Prokura bis 1,50€ (der aber sicher nicht erreicht werden sollte). Dies zeigt, wie fern man von Anbeginn einer realistischen Finanzierung und Planung war.
    Ich kann es nicht sagen, aber ich gehe davon aus, dass bei zeitgerechter Planung und umfassender Beteiligung derer, die Erfahrungen mit solchen Projekten haben, mancher Planungsfehler allgemein und Fehler in der Finanzplanung vermieden worden wäre. Der Sachverstand ist über die Gesamtzahl aller Schützen mehrfach vorhanden!
    Am Beispiel Finanzen, wäre ein Zuschuss Förderbeitrag aus LEADER PLUS – EU-Fördermitteln – möglich gewesen. Dies ist grundsätzlich, war zumindest in dieser Zeit, immer dann möglich, wenn eine Maßnahme der Entwicklung des ländlichen/regionalen Raumes dient oder zugleich dient. Wobei bei Nutzungskonzepten kreativ gedacht werden muss.
    Es gibt sicher noch weitere Quellen, aber allen ist eines gemeinsam. Nur solche Maßnahmen können gefördert werden, die vor Baubeginn bewilligt wurden. Insofern hilft alle Diskussion in der Sache nicht weiter.
    Nach meiner Überzeugung ist es in den Schützenvereinen viel zu häufig so, dass sich die höher dekorierte Einsicht sich gegenüber über dem neuen aber sachverständigen Mitglied in einer Mitgliederversammlung oder vergleichbaren Gremien durchsetzt. Mit genau den Folgen, welche es den Schützenvereinen schwer macht, tatsächlich wieder Boden unter den Füßen zu spüren.
    Um es der Vollständigkeit halber zu erwähnen, auch ich komme aus einem traditionell geprägten Schützenverein, dem es innerhalb von drei Jahren gelungen ist, seine gesamten Anlagen nach Abriss neu zu bauen oder grundlegend zu sanieren. Der Verein ist schuldenfrei und hat in der Endabrechnung gut 5% weniger ausgeben müssen als geplant, obwohl zusätzliche Baumaßnahmen im Gesamtwert von ca. 10% auszuführen waren. Sorgfältige Planung, intensives Studium aller Quellen und maximale Förderquoten durch Anpassung des Vorhabens an die Gegebenheiten, machen dies möglich.
    Wenn dann noch alle Mitglieder oder der größte Teil sich intensiv beteiligen, dann kann dies tatsächlich jeder Verein leisten.
    Leider ist der NWDSB eben nicht geschlossen und die Führung von den Menschen vor Ort – nach meinem Eindruck - weit entfernt.
    Ach so, aus unserem Verein hat sich in den zurückliegenden 8 Jahren niemand an den Landesmeisterschaften beteiligt. Wie das in vielen traditionellen Vereinen ebenso ist.