Beiträge von HaJoxyz

    Hallo Schwarzpulver,
    was du schreibst ist auch für unseren Verein grundsätzlich zutreffend. Bei uns sind es vielleicht gut 10-15% Mitglieder, die etwas ernsthafter den Schießsport ausüben.
    Es ist bedauerlich, dass die Kalkulation für das LLZ von Anbeginn zu optimistisch war. Dies galt für die Mitgliederentwicklung und für die benötigte Gesamtsumme. Aber das ist alles schon gesagt.

    Natürlich wäre es möglich gewesen von Anbeginn einen höheren Kostenbeitrag anzusetzen. Dann hätte es aber auch deutlich mehr Widerspruch gegen das Vorhaben gegeben und es wäre u.U. schon der Planungsphase gescheitert.
    Das Problem 2009 war damit ganz ähnlich wie die heutige Situation. Je größer der räumliche Abstand der Vereine zum LLZ ist, umso stärker sind auch die Fliehkräfte an den Rändern und umso intensiver ist die Suche nach Alternativen. All das ist verständlich.
    Dennoch, wer sich 2009/10 sich an der Abstimmung beteiligte und sich von gewählten Delegierten vertreten ließ, kann sich nicht so ohne weiteres aus der Verantwortung stehlen. Das ist unsportlich!
    Denn was ist die Alternative?

    Für die diejenigen, die sich der Gesamtheit verpflichtet fühlen und nicht nur das individuelle Interesse im Vordergrund sehen, wird es immer schwerer das Vorhaben zu realisieren. Wobei es jetzt nicht mehr nur darum geht ein Vorhaben zu verwirklichen, sondern vielmehr auch darum, einen hohen wirtschaftlichen und sportlichen Schaden zu vermeiden. Vom Image ganz zu schweigen.

    Meine Position ist damit unverändert.
    Das LLZ hielt ich seinerzeit nicht für unabweisbar und bewertete die Finanzierung als zu optimistisch. Allerdings unterließ ich es nachdrücklich dagegen zu opponieren und sehe mich deshalb verpflichtet für die Folgen einzutreten. Mit meiner Bewertung von 2009/10 bin ich nicht allein, sondern in guter Gesellschaft auch mit denjenigen, die heute im Forum – mit der Gnade später Erkenntnis – das große Wort führen.
    Wir können alle nur darauf hoffen, dass wir in Kürze verbindliche Zahlen bekommen und über eine belastbare neue Planung zu früherer Einigkeit zurückfinden.
    Gruß
    Joachim

    Stimmt, wer lesen kann ist klar im Vorteil!
    Ist neu in der SpO, wusste ich nicht.
    Auch die Länge des Korntunnels ist nun neu auf 80mm festgelegt, wie ich eben lesen konnte.
    Danke!

    Hallo Norddeutscher,
    Gilchen hat recht, Diopter und Korntunnel sind in Ordnung, daran ist kaum etwas zu verbessern.
    Woran man etwas machen kann und was sich relativ rasch auswirkt sind eine verstellbare Irisdiopterscheibe (eigentlich unverzichtbar) – am besten in Verbindung mit einem Farbfilter, ein verstellbares Ringkorn, für das Auflageschießen einen Auflagekeil, ggf. eine Gegenlichtblende und u.U. einen Polarisationsfilter separat im Korntunnel (auf die Gesamtlänge 60mm des Korntunnels achten, SpO) oder ebenfalls integriert in die Irisdiopterscheibe mit Farbfiltern.
    Ich weiß nicht wie alt du bist, dein Profil gibt es nicht her, aber ein Adlerauge ab Altersklasse 0,3 oder 0,5, ab Sen B auch 0,75.
    Dann hättest du die Sichtbedingungen, die Kontrastfähigkeit deutlich verbessert und wärst in der Lage auf verschiedene Lichtverhältnisse angemessen zu reagieren.
    Am besten kauft man die Bauteile gebraucht.
    Gruß
    Joachim

    Hallo zusammen,

    ein Kollimator ist eigentlich ein optischer Baustein, eine Linse um Lichtstrahlen parallel zu leiten.

    Das Centra Duplex wird mit einem Lenshood (ähnlich einer Gegenlichtblende) am Diopter befestigt.
    Wenn man mit derselben Waffe 50 und 100m schießen will, und/oder wenn die Höhendifferenz Diopter : Ringkorn zu groß ist und die Differenz mit dem Duplex allein nicht ausgeglichen werden kann, dann kann ein Centra Collimator das Problem lösen.
    Dieser Collimator hat ein Kugelgelenk, der eingeschraubt in das Diopter den Lenshood aufnimmt und über das Kugelgelenk eine Ausrichtung zulässt.
    Ein Problem dabei ist, dass der Collimator so fest eingeschraubt werden muss, dass er „schussfest“ ist. Damit meine ich, sich bei Schüssen nicht verstellt.

    Bezirksmeisterschaften KK. Eigentlich hatte ich Großes vor.
    Als ich die Waffe entnehme stelle ich fest, das sich der Collimator offensichtlich verstellt hatte. Ich richtete das System durch etwas Druck auf den Lenshood neu aus und begann mit den Probeschüssen.
    Das Schussbild war indifferent.
    Die Ablagen waren oft gewaltig. 8 rechts, nächster Schuss, 9 tief, anschließend 8 hoch. Damit kann man nichts beginnen.
    Nach 25 Probeschüssen und diversen Nachjustierungen begann ich notgedrungen, auch wegen der Mannschaft, mit dem Wettkampf um nach nur 5-6 Schuss festzustellen, das liegt an der Waffe.
    Ich lieh mir eine Waffe bei der Aufsicht aus und setzte den Wettkampf fort.
    Natürlich war das Ergebnis schwach, aber es lag diesmal nicht nur am Schützen, sondern auch an der Waffe, dann ganz offensichtlich hatte der Collimator von Schuss zu Schuss nachgegeben und die Stellung verändert.

    Vielleicht hätte ich diesen Mangel durch eine sorgfältigere Prüfung am Tag vor dem Wettkampf verhindern können.
    Deshalb habe ich mein Erlebnis und meine Erfahrung hier geschildert.
    Gruß
    Joachim

    Hallo zusammen,
    seit ein paar Tagen suche ich in diesem Thema, aber es hat mich nicht so richtig weiter gebracht und deshalb stelle ich meine Frage in Zusammenhang.

    jede/r Schießsporttreibende kommt in eine Phase in der man an sich selbst zweifelt, weil die „Ergebnisse“ einfach nicht stimmen.
    Ich bin einer solchen Phase und das obwohl ich eigentlich alles Mögliche zur Besserung unternommen habe und technisch (Filter, Diopter, Ringkorne, Adleraugen, etc.) keine Wünsche offen geblieben sind.
    Bis zum vergangenen Frühjahr habe ich LG 295+ und KK 284+ jeweils Auflage regelmäßig geschossen. Bezirksmeisterschaften 2013 LG 296.
    Um dies möglichst zu steigern habe ich im Sommer „aufgerüstet“.
    Waffen, Diopter, Filter, Erhöhungen wie vorher, aber zusätzlich mit Duplex und Duplexirisblende um Zielfehler zu vermeiden.

    Leider ist das Gegenteil eingetreten.
    Ich schieße schwach - wobei Ausnahmen nur die Regel sind - und führe dies zum Teil auf fehlerhafte Nutzung des Duplex zurück, mit dem ich doch eigentlich Zielfehler beim „Zentrieren“ vermeiden wollte. Die Schüsse liegen zu einem Drittel rund um die zehn. 3-5 mal 10,7 und besser schützen nicht vor der nächsten 9,5, ohne dass ich mir eines Zielfehlers bewusst bin.
    Eben habe ich die Werte am LG abgenommen.
    Iris am Diopter 1,15, Duplexiris ca. 3,8, Ringkorn 4,3, Adlerauge 0,5.
    Schießbrille 0,5 Dioptrien. Abstand Brille Iris-Diopter ca. 4 cm, Abstand Brillenglas : Auge ca. 2cm.
    Was mache ich falsch?
    Wer lässt mich an seinen Erfahrungen teil haben?
    Gruß
    Joachim

    Hallo Nils,
    Norddeutscher hat eine ganz ähnliche Frage gestellt, von daher ist die Antwort gleich.
    Was ist dein Ziel?
    Zusätzliche Frage, verwechselst du die verstellbare Iris mit der Irisblende?
    Gruß
    Joachim

    Hallo Norddeutscher,
    Vorschläge machen ja nur dann einen Sinn, wenn klar ist welches Ziel du verfolgst.
    Frage: Was soll erreicht werden und für welche Disziplin.
    Gruß
    Joachim

    Hallo Reinhold,
    grundsätzlich ist dies zutreffend.
    Ablagen beim Schießen werden als Winkelmaß gemessen und verändern sich nahezu linear. Zusätzliche Veränderungen durch sich ändernde Druck- und Reibungsverhältnisse können vernachlässigt werden.
    Beträgt der Abstand zwischen den beiden seitlich äußersten Schüssen (Breitenstreuung) 15mm, so wird dieser Abstand sich auf 30mm bei 100m Zielentfernung erweitern.
    Dies setzt aber voraus, dass Umwelteinflüsse wie z.B. Seitenwind ausgeschlossen werden können. Bei geschlossenen Ständen ist dies der Fall.
    Bei offenen Ständen und ungünstigen Windverhältnissen, ist mit größerer Abweichung durch Windeinfluss zu rechnen.
    Deshalb kann es von Vorteil sein, ist wohl es wohl auch, eine Munition mit höherer VO zu wählen, weil dadurch der Seitenwindanteil minimiert wird.

    Die Höhenstreuung bewerte ich problematischer. Zwar gilt auch hier das eben ausgeführte, aber nur näherungsweise, denn durch die stärker gekrümmte Flugbahn der Geschosse auf 100m gegenüber der Flugbahn auf 50m, nimmt die Höhenstreuung im Vergleich zur Breitenstreuung zu. Die Zunahme ist aber nicht extrem und natürlich auch abhängig von den Geschwindigkeitsdifferenzen von Schuss zu Schuss.
    Diesem Umstand begegne ich dadurch, dass ich das Justiermaß für die Einstellung am Diopter, um ca. 5-8mm aus der Mitte heraus nach oben verlege.

    Die Geschwindigkeitsunterschiede der verschiedenen KK-Munitionssorten sind nicht erheblich – ohne nachgeprüft zu haben –, in der Bandbreite bei bis zu ca. 30m/sec.

    Weil ein Munitionstest immer mit erheblichem Aufwand verbunden und der zusätzliche Gewinn an Präzision nur gering ist, verzichte ich selbst darauf. Ich verwende allerdings momentan, sehr zum Leidwesen meiner Standnachbarn, eine eher rasante und damit auch geräuschstärkere Munition.
    Um die Frage nicht nur wie Radio Eriwan zu beantworten, eine Munition mit überzeugenden Leistungsdaten auf 50m wird den Schützen, die Schützenschwester auch auf 100m nicht enttäuschen.
    Gruß
    Joachim

    Hallo Reinhold,
    das Thema Gehörschutz zu behandeln, vor allem wie man sich vor Belastungen am besten schützen kann, ist nicht nur sinnvoll sondern auch verantwortungsbewusst!
    An der Sinnhaftigkeit eines wirkungsvollen Gehörschutzes zu zweifeln oder Belastungen durch belegbare Messergebnisse anzuzweifeln ist nicht zielführend. Dem galt meine Bemerkung.
    Weder bin ich Hauptfeldwebel noch Richter und doch lassen sich beide mit dem Schießsport verbinden.
    Den Hauptfeldwebel und den Sportleiter verbindet die Verantwortung für einen Teilbereich des Tuns, die auch die Fürsorge für die Teilnehmer einschließt. Ein Aspekt ist dabei, verantwortungsvoll Vorsorge gegen gesundheitliche Beeinträchtigungen zu treffen.
    Das ist nach der Diskussion nun sicher auch unstreitig.
    Wer aus Unkenntnis einen Schaden, z.B. eine gesundheitliche Beeinträchtigung verantwortlich herbeiführt oder zulässt, handelt fahrlässig, wenn er es den Umständen nach hätte wissen müssen.
    Wer eine Vorsorge wider besseres Wissen unterlässt, handelt grob fahrlässig.
    Dies im Einzelfall angemessen zu bewerten, ist Aufgabe eines Richters.
    Die Verantwortung eines Sportleiters, insbesondere eines Jugendsportleiters ist außerordentlich hoch anzusetzen, er wirkt beispielgebend und prägend.
    So hat mich die anfänglich erkennbar fehlende Einsicht für wirkungsvollen Gehörschutz, zu meiner Bemerkung veranlasst, die ich durchaus auch hätte ausführlicher, wie nun geschehen, verfassen können.
    Gruß
    Joachim

    Auf den Schießständen wird entsprechend der Schießstandordnung durch Beschilderung auf Gehörschutz hingewiesen und das Tragen empfohlen.
    Das dieses Thema im Forum ernsthaft in dieser Form erörtert wird, ist kaum zu glauben.

    LG: Walther 300XT, AluSchaft,
    AuflageKK: Anschütz 1907 für 50 und 100 Auflage, SchaftAnschütz 1907 mit Alukappe 4759
    KK: Anschütz Mod 54 für 50 und 100 Auflage/ZF Simalux, SchaftAnschütz 1907 mit Alukappe 475
    KK-Paarz- Baujahr 1926 – Original Korn und Kimme – für TraditionsschießenSteyer
    LP 2, Freihand und Auflage

    Hallo Miracle,
    ich habe den Eindruck, dass meine Zuarbeit nicht vergebens war --- aber es ist deine Leistung!
    Ichmöchte mich an den Wettbewerben

    • LG Auflage
    • KK-Auflage 50 m
    • KK-Auflage 50m ZF (wenn es nachgefragt wird) und
    • LuPi Auflage

    beteiligen.

    Hallo dododogge,
    danke für die Informationen!
    Frage: Wann bringst du den Lauf auf "Betriebstemperatur", unmittelbar nach dem Reinigen oder in der Probeschusszeit?
    Und nun noch - bitte weil es mich interessiert aber wohl nicht hierher gehört - wie reinigst du das LG?
    Die Kritik nehme ich auf und will mich künftig mehr zügeln. Ich wollte mit meinem Beitrag aber lediglich darauf hinweisen, dass es bei anderen Waffen durch Ablagerungen zu veränderten Schussbildern kommt und so ist dein Beitrag mit der Bestätigung auch für LG, mir besonders wertvoll.
    Gruß
    Joachim

    Hallo Adlerauge,
    deinen Beitrag begrüße ich u.a. deshalb, weil du damit sehr sachlich deine Position begründetst.
    Sich an der Sache zu orientieren und mögliche Lösungen aufzuzeigen hilft allen, nicht nur bei diesem Problem.
    Gruß
    Joachim

    Hallo Adlerauge 05,
    es ist doch überhaupt keine ernsthafte Frage, dass Beschlüsse auch widerrufen oder abgeändert werden können.
    Auf veränderte Rahmenbedingungen angemessen zu reagieren ist selbstverständlich und auf diesem Weg ist der NWDSB mit den abgeänderten Finanzplanungen.
    Grundlage für abändernde Entscheidungen ist aber immer die aktuelle Situation und nicht der Kenntnis- und Entscheidungsstand von vor fünf Jahren.
    Das sich Kosten erhöhen können ist bedauerlich, aber leider oftmals durch spätere Entwicklungen, wie z.B. höhere nicht vorhersehbare Anforderungen auch unvermeidlich.
    Ich weiß von niemandem der heute das Forum mit befeuert, dass er sich vor gut fünf Jahren mit qualifiziertem Wissen um die heutige Problematik eingebracht hätte.
    Ich habe seinerzeit die Finanzplanung als zu optimistisch angesehen und dies auch eingebracht, aber nur hinsichtlich die Mitgliederentwicklung und habe insgeheim durchaus in Erwägung gezogen, dass eine spätere moderate Erhöhung des Beitrages für das LLZ (ob nun um 30 oder 50ct.) kein wirklicher Schaden sei. So habe ich es auch den Vereinsmitgliedern gesagt, wobei ich mir auch ein gemeinsames größeres LLZ in einem niedersächsischen Verbund gut hätte vorstellen können.
    Der Bau des LLZ war aber gemeinsamer Entschluss der Landesdelegiertentagung.
    An dem Sinn eines LLZ zur Förderung des Schießsportes hat sich nichts geändert.
    Die finanziellen Probleme sind lösbar und nicht wirklich schwerwiegend.
    Worauf es jetzt ankommt ist, dass die anstehenden Aufgaben durch Geschlossenheit angepackt und bewältigt werden.
    Kein Verständnis habe ich dafür, dass die im Forum genannten „Fehlleistungen“ der Führung des NWDSB auf den Mitgliederversammlungen der verschiedenen Ebenen ohne jeden Niederschlag sind.
    So ist zu fragen, wem oder zu was nutzt es?
    Nach meinem Eindruck verkommt manches zu diesem Thema zu einer ganz individuellen Nabelschau.
    Gruß
    Joachim