Beiträge von Califax

    Damit ist der Drops gelutscht und alles sonnenklar!

    Zitat
    Solange der Schütze am Stand steht und direkten Zugriff auf sein Sportgerät hat, muss die Sicherheitseinrichtung nicht eingeführt werden. Erst wenn er seinen Schützenstand verlässt, ist dies unbedingt erforderlich. Das Zurücktreten vom Schützenstand um sich z.B. auf einen bereitgestellten Stuhl zu setzen, gilt als Verlassen des Schützenstandes. Dann ist die Sicherheitseinrichtung einzuführen. Wichtig: Wenn die Standaufsicht auf die Sicherheit hinweist, z.B. wenn Aufsichten an die Scheibenlinie gehen um bei elektronischen Scheiben die Hintergrundscheibe zu wechseln und die Schützen am Schützenstand stehen bleiben. Dann signalisiert die Sicherheitsschnur die sichere Ablage des Sportgerätes.

    das eigene oft realitätsferne Weltbild passt.

    Wie wahr.

    Wer Schießsport in egal welcher Form ausübt, muss damit leben, dass Schießen ursprünglich kein Selbstzweck war, sondern eine Tätigkeit, die Jagd und auch den Krieg in ihren Wurzeln beinhaltet. Also das Töten von Lebewesen. Leugnung nützt nichts. Rate mal, warum unser SPORT - der sich selbstverständlich vom tödlichen Gebrauch von Waffen so gut wie möglich abgrenzt, nämlich u.a. durch sportliche Regeln und das Durchführen von Wettkämpfen - so vielen Menschen, insbesondere Politikern, ein Dorn im Auge ist!

    Es ist mir zu nah am - nennen wir es der Einfachheit halber "Kampfschiessen"- dran woraus es ja ursprünglich entstanden ist.

    Zum ersten: Es IST ein Sport. Denn es gibt feste Regeln, einen vorher bekannten Ablauf (jeder Parcour wird vorher gebrieft, so dass der Schütze VORHER eine für ihn vorteilhafte Strategie entwickeln kann. Das gibt es nicht im kampfmäßigen Schießen, wo auf Unvorhergesehenes reagiert werden muss. Weiterhin kann man seine Leistung untereinander ganz genau messen, es wird als Wettbewerb geschossen.

    Dass es ursprünglich aus dem Verteidigungsschießen kommt, ist dem Sportcharakter absolut nicht abträglich. ALLE Sportarten - Bogenschießen, Fechten, Laufen, Springen, Diskus, Schach ... - ja selbst E-Sports basieren auf der ritualisierten Einübung kampfmäßig nützlichen Könnens.

    Beim Boxen kommt sogar noch die permanente Körperverletzung des Gegners hinzu, aber wohl niemand wird Boxen den Sportcharakter abstreiten.

    Also kann diese - in DSB-Kreisen nicht selten zu hörende Meinung "das ist ja gar kein Sport" nur auf ideologischer Basis entstanden sein. Da sollte man doch mal selbst schauen, wen man für sich denken lässt.

    Zur Sportausübung selber: Es ist wahnsinnig aufwendig, wenn man vorne mitmischen will. Ich habe dafür leider zu wenig Zeit, auch sind entsprechende Stände ziemlich rar in meiner Umgebung. Aber es mach saumäßig Spaß. Ich habe alle 3 SuRTs - bin aber eben nicht mehr aktiv. Mit Trockentraining kann man sehr, sehr viel reißen, aber um den scharfen Schuss kommt man genauso wie bei "Rapid Fire" (OSP soll man ja nicht mehr sagen) nicht drumrum. Aber so oder so - neben der Erwerbsarbeit, dem Trainieren von Kindern und Jugendlichen und noch Vorstandsarbeit fällt das einfach bei mir hinten runter,

    Inzwischen gibt es eine auf so ziemlich jedem Stand zu schießende abgerüstete Variante, sozusagen "IPSC für Arme": Speed-Steel. Man braucht nicht mal wirklich Stahlziele dafür ... - und das Rennen fällt auch weg. Gut für ältere Herren mit Vorweite wie mich. Macht auch übelst Spaß! Und ist ebenfalls ein wahrer Munitionsfresser. Klein- wie Großkaliber. Lang- und Kurzwaffen. Selbstlader und Repetierer. Mechanische und optische Visierung.

    Btw: IPSC gibt es auch für Kleinkaliber und sogar für Softair"waffen". Für Sparfüchse.

    wo die Mädchen noch wilder als die Kühe sind.

    Das wäre ich als Mädchen auch, wenn ich wie eine Kuh behandelt würde ...

    Aber ok, jeder Verein soll selber entscheiden dürfen, welche Kriterien er bei seinen Mitglieder anlegt.
    Dort eben nur "mit Glied". Man muss nicht jeden Zeitgeist mitmachen.

    Ich habe für jedes meiner Teils einen Faden, den ich rein mache, wenn ich den Stand verlasse. Auch zuhause im Training. Das ergibt eine Gewöhnung.


    Was spricht denn tatsächlich dagegen, eine Sicherheitsschnur einzuziehen? Das Geld kann es nicht sein, eine Wäscheleine mit Nylonfaden mit 10 oder 15 Meter bekomme ich für Euro 3,00.

    DAS BEIDES war nicht die Frage! Die Sicherheitsschnur beim Verlassen des Standes und auch bei Kommando "Sicherheit" (wenn jemand vorne "rumturnt") ist vollkommen klar und auch nicht diskutabel.

    Es geht mir darum, dass ein KaRi auf einer KM verlangte, bei JEDEM noch so kurzen aus-der-Hand-legen den Faden einzuziehen. Auch ohne hinsetzen oder weggehen. Und ich möchte meine jugendlichen Schützen so konditionieren, dass sie auf LM und DM keinen Rüffel abfassen, weil sie angeblich die Sicherheit verletzt haben.

    Ich hatte von DM-KaRis in München letztes Jahr die Auskunft bekommen "bei Verlassen des Standes". So habe ich das mit meinen Sportlern eingeübt. Jetzt vom nächsten KaRi was Anderes mit Verweis auf SpO. DAS IST EINFACH SCHLECHT. Um in den Flow zu gelangen, muß man einen Ablauf einüben und durchziehen. Wird der dauernd geändert, schadet das der Leistung. Und das kann ich als verantwortlicher Trainer nicht akzeptieren.

    Also nochmals: Es geht um 40x rein und raus! Nicht um Unterbrechungen und Stand verlassen!

    Schnur ohne viel Aufwand einlegen.

    Eine (leider nicht "die") Frage ist, welchen Sicherheitsgewinn es gibt, eine Schnur bei einer offen liegenden Waffe, deren böses Ende Richtung Kugelfang zeigt, einzuziehen ODER den kleinen Finger an selbiger zu haben, wenn der Schütze seinen Stand nicht verlässt. Ohne Frage, Regeln sind einzuhalten. aber man sollte sie auch hinterfragen. Denn Waffen gehen i.d.R. nicht von alleine los, sondern immer nur dann, wenn jemand am Abzug manipuliert. Aber das ist ja lt. der Regeln "safe" (Finger an der Waffe...).

    Und hinsichtlich der Genauigkeit ist das Lyman Teil in Ordnung?

    Wenn es korrekt benutzt wird, schon. Das ist jedoch leider nicht immer gewährleistet.

    Ich selbst nutze die Lymann Abzugswage zum Einstellen. Ich sehe, in welcher Richtung sich das Abzugsgewicht bewegt. Und ob es halbwegs hinhaut.
    Ganz großer Vorteil: Ich kann Vorzugsgewicht und Druckpunktgewicht separat ermitteln!

    DANN überprüfe ich das ermittelte Ergebnis mit einem ganz normalen Prüfgewicht. Denn so das machen die KaRis auch. Nur das zählt am Ende nach dem Wettkampf. Nicht, was ich vorab mit dem Lymann ermittelt habe.

    Soweit alles klar und eindeutig. Wer den Stand verläßt (Pipi oder Ende Wettkampf) und die Schnur nicht einzieht, hat einen DQ.

    Aber was ist "zwischendurch"? Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln?

    --> Ich brauche das MatchSICHER!

    Ansonsten bekommen meine jugendlichen Schützen eben eingetrichtert, die Schur 40x pro Wettkampf durch den Lauf zu ziehen.

    Schwachsinnig, aber aber eben ... ach ...

    Hatte mit einem KR die Diskussion, wann bei LP (DSB Kz 2.10 u.ä.) die Sicherheitsschnur eingelegt werden muss.

    Unstrittig, wenn der Schütze (m/w/d) seinen Stand verlässt.

    Aber auch, wenn er die Waffe nur offen (kurz) ablegt? Oder muss er die ganz Zeit die Hand an der Waffe haben?

    Die aktuelle Regelung in der SpO ist meiner Meinung nach so oder so auszulegen.
    Gibt es evtl. ein rel. aktuelles Schriftstück der TK zu diesem Thema, das ich übersehen habe?

    (Alles unabhängig davon dass ich persönlich eine Knallcharge kenne, die ein Dia reintat, dann sich hinsetzte und nach dem wieder Aufstehen noch ein zweites Dia lud. Dann bekommt man nämlich auf einen Ritt zwei saubere Treffer im Bereich 3 bis 5 tief.)

    Kann man in euren Vereinen eigentlich sofort und auf der stelle Mitglied werden? Was sagen da die Statuten aus?

    Der Vorstand (bzw. die Vorstandschaft) nimmt mit einfacher Mehrheit auf, die Jahresversammlung bestätigt (oder auch nicht).

    Ersteres geht dank WhatsApp z.T. innerhalb eines Tages, insbesondere bei Jugendlichen.