Beiträge von Califax

    Es ist mir eigentlich egal, ob ich auf Papier oder Elektronik schieße. Hat beides seine speziellen Vor- und Nachteile.

    Aber richtig SPASS macht das Schießen auf reaktive Ziele - und das ist eben kein Papier. Das sind z.B. "Tontauben" (Wurfscheiben), die zerplatzen. Das können auch Stahlplatten sein, die umfallen. Oder Tonröhrchen wie auf dem Rummel.

    Hatte heute wieder Training mit sechs meiner Lichtpistolenschützen. Nach der ersten 20-Schuß "ganz-sauber-nach-Technik-schießen-Runde" habe ich zwei reaktive Laserziele (frisch geliefert von Ali Express) auf die Schießbahn gestellt. Das eine steht einfach rum und wenn man es trifft, fällt die Scheibe kurz nach hinten, während der Lautsprecher einen Treffer auf Stahl simuliert. Das zweite Ziel fuhr auf einer Schiene hin und her und fiel ebenfalls lautstark um, wenn man es ziemlich genau in der Mitte traf.

    Die Kinder waren derart begeistert, mit ihren Lichtpistolen darauf zu schießen - sie wollten gar nicht wieder aufhören.
    Es hatte etwas von einem Westernfilm: Sie kauerten sich hinter die Schützenline und versuchten gemeinsam, die Ziele möglichst schnell zum Kippen zu bekommen. Ich musste ihnen nach etwa 5 Minuten fast mit Gewalt das Spielzeug wieder wegnehmen - und versprechen, beim nächsten Training ...

    Ja, ich weiß, das ist nicht wirklich förderlich, die Kinder zum ERNSTHAFTEN Schießsport zu erziehen :) - Aber sie hatten einen riesen Spaß.

    Das Putzige ist, in der nächsten Serie haben fast alle bessere Ergebnisse geschossen als vorher.

    Warum dann nicht Lichtschießen anstelle von Diabolos? Die Sportgeräte und Messung hat sich über die Zeit geändert, aber das Grundprinzip ist gleich geblieben: Mit einer Kugel ins Ziel treffen.

    Das Analogbeispiel, was mir spontan einfiel, werde ich hier nicht nennen, da auch Minderjährige mitlesen könnten.

    Nein, es ist NICHT das Selbe, nicht mal das Gleiche, ob ich ein Projektil durch den Raum jage oder nur einen ungefährlichen Lichtstrahl.
    Laserpistolen, die ein Loch in die Scheibe brennen, würde da schon wesentlich interessanter sein.

    Lasersimulatoren sind tolle Hilfsmittel, um ungefährlich und extrem preiswert das Schießen zu erlernen oder auch zu verbessern - so wie es Simulatoren für Fahr- und Fliegerschulen gibt. Absolut cool - aber eben mit echtem Fahren / Fliegen nur ansatzweise zu vergleichen.

    Es hat beides seine Berechtigung. Elektronik ist super für Diabolos und KK, bei GK wird es nach meiner Erfahrung dann richtig teuer.

    Wir haben Elektronik UND Scheibenzuganlagen auf dem Druckluftstand, sind also dementsprechend variabel (immer um 1/2 Platz versetzt).
    So haben wir die schnelle Auswertung - und die Kiddies nehmen sich ihre Ausdrucke mit, die vermissen keine Scheiben.
    Andererseits können wir mit den Zuganlagen auf Spaßscheiben oder Trainingsscheiben problemlos schießen - oder auf Diabolodosen.

    Im KK/GK-Stand haben wir nur Zuganlagen, aber dafür mehrdistanzfähig (verkürzte Schießentfernung einstellbar) und Fallscheiben. Würde Elektronik nicht lange überleben.

    Reaktive Ziele sind sowieso viel attraktiver als Scheiben. Und es gibt auch hier ernsthafte Wettkämpfe (aber noch nicht im DSB).

    Hallo Califax, entspricht der in der folgenden Abbildung von der Homepage des DSB gezeigte Anschlag der jungen LP-Schützen den von Dir formulierten Anforderungen?

    So in etwa, ja - das von Dir Gezeigte ist ja auch ein regelkonformer Wettbewerb gewesen. Die LiPi-Schützen stehen (soweit ihr Trainingslevel ist) richtig. Sich 100% "offen" hinstellen bringt zwar offenbar Vorteile beim Aufgelegtschießen (darum wird das ja auch in der Regel von den Senioren so betrieben), aber wir wollen je die Kinder zum regelkonformen Luftpistolenschießen Freihand erziehen.

    Hier ein Ausschnitt einer Gewehrschützin - steht in Freizeitklamotten (vorgeschrieben!!!!) richtig steil:

    Dagegen aus dem von mir erwähnten Video vollkommen regelwidrig - und dazu noch meiner Meinung nach didaktisch falsch:

    Die "Feuerlinie" ist die Linie, die der Schütze nicht übertreten darf. Sie verläuft in der Regel parallel zum Kugelfang.

    Den Bauch an der Feuerlinie hat man beim zweihändugen Schießen und beim Aufgelegt Schießen für Srnioren.

    "Sportlich" einhändig ist steil, siwohl mit Pistole als (natürlich beidhändig) mit dem Gewehr.