Beiträge von Califax

    Die Codierung bedeutet einen riesigen (meiner Meinung nach) unnötigen finanziellen Aufwand im Bereich der Nachwuchsschützen.

    So sehr ich das auch!

    "In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass der DSB nicht mehr auf die Kodierung der Ziele ab 2028 Wert legt. Es sollen alle Ziele, die in den Vereinen sind, auch für die Zukunft genutzt/erworben werden können."

    Ganz klar: keine Codierung ab 2028 erforderlich.

    Danke! Die Info hatte ich noch nicht!

    Aber der gesamte Codier-Quatsch - der ja jetzt de facto schon auf Ständen existiert - macht das Teilnehmen und auch das Austragen von Wettkämpfen nicht einfacher:

    Bei denen mit DISAG müssen bei den Austragungsstätten die Myton Stände haben zusätzlich RED Dot Ziele aufgebaut werden.

    Kann man nicht bei codierten Zielen die Codierung deaktivieren?

    Aus gegebenem Anlass - wir haben uns eine Anschütz Laser Biathlon-Anlage geleistet.
    Nicht für Biathlon, sondern als Highlight bei der Öffentlichkeitsarbeit - und weils einfach Spaß macht.
    (und man billig Fallscheibe / Speed trainieren kann)

    Heute mal probeweise aufgebaut und mit unseren vorhandenen DISAG Reddot-anlagen auf Kompatibilität getestet:

    Anschütz Gewehr + Anschütz Ziel = Treffer (keine Überraschung)

    Anschütz Gewehr - DISAG Ziel - passt, Treffer

    DISAG Pistole - Anschütz Zeil - nichts passiert.

    WARUM?

    Das Anschütz-Ziel ist "UIPM-codiert" - wie auch das Röhm/Walter/Meyton-System LTS/LTS2.
    Ab 2028, so habe ich vorhin gelesen, läßt der DSB nur noch UIPM-codierte Ziele (und Waffen) zu, damit nicht der Trainer mit dem Laserpointer "nachhelfen" kann.

    d.h., in 4 Jahren müssen wir unsere vor Kurzem teuer gekauften Laserpistolen, die ja nicht entsprechend codiert sind, mit DSB-konformen Lasermodulen (Stückpreis aktuell ca. 350-425 €) nachrüsten.

    Ja, so geht erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit - Danke, DSB!

    Wir haben mit der SpO doch eh schon genug Verwirrung stiftendes Zeug.

    Ach, die SpO ist ja ganz einfach - aber "Der Kampfrichter weiß das doch" macht die Sache recht unübersichtlich.

    Aber der DSB ist da nicht alleine.. Letztens habe ich auch gelernt, dass es im BDS genau so verrückt ist - der "Kommentar zur Sportordnung" würde das vom BfA abgesegnete Sporthandbuch in Grenzfällen toppen.

    Ich werde kein böses Wort mehr über die TK sagen .

    Beim Schießen an seine körperliche Grenze zu gehen bedeutet ja nicht zwangsläufig daß man völlig ausser Puste ist und "auf dem letzten Loch pfeifft".

    Und letzte Woche musste ein olympiareifer Schütze noch Vollzeitsportler sein

    Vor einigen Jahren hat man mal "für die Wissenschaft" einen Schweizer Gewehrschützen in seiner vollen Montur verkabelt und seine sportliche Leistung (Energieverbrauch, Schweiß, Puls, was weiss ich denn ...) gemessen und hat festgestellt, dass er nach seiner Serie durchaus soviel körperlich geleistet hat, wie ein normaler Leichtathlet.

    Ich finde das jetzt nicht mehr, aber du kannst mir glauben.

    Apropos, warum schreibt man da in der Tabelle unter 1.40 mal 'KK - 3 Pos' und dann wieder 'KK - 3 x 20'?

    Mit 1.40 ist es doch eindeutig.

    Ist - man verzeihe mir, wenn ich als Pistolentrainer mich mit KK-Gewehr nicht so gut auskenne - 3 Stellungen á 20 Schuss.

    Auch SpoPi 2.40 wird (jetzt nicht bei der DM, sondern allgemein) mal als "Pistole 25m", mal als "Sportpistole 30+30" bezeichnet.
    Weil es eben zwei Teile á 30 Schuss gibt.

    Welcher Hobbysportler kann so kurzfristig nur grob bekannte und die Teilnahme betreffend im Grenzbereich unbekannte Informationen mit Hotelbuchung, beruflicher und privater Organisation stemmen?

    Wir müssen nun ganz schnell Übernachtungen und Transport von nun 12 Kindern und Jugendlichen zu unterschiedlichsten Starttagen in 4 Disziplinen (LP, Standard, Mehrkampf und Spopi) und das noch getrennt "Olympiawoche" (Junioren) und andere Woche (Schüler, Jugend) managen. Dazu Trainer und ggf. elterliches Fahrpersonal.

    Auch verändern sich die Limitzahlen von Jahr zu Jahr nicht so viel so daß man sich am Vorjahreslimit orientieren kann.

    Wenn du dich da nur nicht irrst. Zumindest im Jugend/Juniorenbereich sind dieses Jahr extreme Sprünge zu erwarten - oder die Teilnehmerzahlen je Disziplin / Wertungsklasse müßten sich stark ändern. (Einer unserer Trainerkollegen hat nämlich die bisher veröffentlichten LM-Ergebnisse diesbezüglich ausgewertet).

    Das LRA hat ja anscheinend versucht, Brücken zu bauen. Wenn kein einziger der Truppe eine WBK hat, dann ists halt Essig mit scharfen Waffen. Ob Einzellader oder Repetierer interessiert doch schon seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr.

    "Tradition ist nicht das Anbeten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme" (Thomas Morus zugeschrieben)

    Munition aus einem Los - DAS LOS - ausgewählt

    So ist es. Sie ist mit Waffe nach Schönebeck gefahren und hat dort das beste Los mitgenommen, was in ausreichender Zahl am Lager war.

    Sämtliche getestet Munition hielt deutlich die 10. Darum bin ich der unmaßgeblichen Meinung, die niemand teilen muss, dass für Pistole es sicher auch mit der Munition "passen" muss, aber eben weit weiniger als bei den Gewehrschützen (bei denen ja meist Zehntelwertung gilt). Im Bereich derer, die ständig über 90% schaffen, mag es Unterschiede geben. Bei 95% definitiv.

    Alles darunter schafft mehr Ringe - und vor allem ständig abrufbar - mit mehr effektivem Training und nicht mit besserer Munition als sowieso guter. Ich habe erst letztens meine Eleys an eine Schützenkollegin verkauft.

    Da sind ALLE .22er-Kurzwaffen, die ich kenne, wirklich alle, WESENTLICH anderer Meinung. Und zwar ganz wesentlich. Von Pardini bis Röhm.

    Unsere Pardinis und Walther SSP füttere ich mit SK gelb bzw. grün. Sind verschiedene Lose, aber ich habe zumindest im Leistungsbereich meiner Schützen da noch keine Probleme - auch nicht mit der Streuung - gehabt.

    TAC-22, blaue CCI oder ähnliche würde ich nicht in Matchpistolen delaborieren.

    Diese Stichprobe scheint die Aussage daß die Frauen besser wären nicht zu bestätigen.

    Da habe ich dich wohl missverstanden - ich zeigte hier, dass es bei diesem zufällig ausgewählten Kreis ca. 3x mehr Männer als Frauen gestartet sind, also sie Konkurrenz der Männer insgesamt untereinander höher zu sein scheint.

    Um die Frage zu beantworten, "ob Frauen besser als Männer schießen" müßte man vorher definieren, was man damit meint: In der Spitze, im Durchschnitt, im Median - und das wäre sicher genug Stoff für eine Dissertation.