Beiträge von Califax

    Der Verursacher bzw. seine Eltern sollten das eigentlich selber regeln ... Was ich tun kann, ist Hilfe geben. Subsidiarität.
    Wenn der Junge folgenlos mehrere Vereinswaffen unbrauchbar macht - z.T. Pech, z.T. durch Fahrlässigkeit, sicher ohne bösen Willen - dann muß es auch etwas weh tun. Außerdem ist er lt. seinem Vater haftpflichtversichert.

    Wenn ich aus Streß und Hektik auf einem Supermartkparklatz aus Versehen ein fremdes Auto beschädige, dann muß ich auch für den Schaden geradestehen.

    Stell dir das mit der Spindel nicht so einfach vor: Das richtige Schraubenmaß (wie schon oben gesagt, da hat offensichtlich FWB leichte Differenzen verbaut), einen Einschnitt für den Sprengring, das Rädchen hat definierte Einsenkungen für die gefederte Kugel - das fertigt niemand seriös (also zu echten Preisen) rein aus dem defekten Muster für unter 100 Eus. Alles was billiger ist, ist aus gutem Willen gesponsert.

    Abgesehen davon fehlen uns in gut 14 Tagen 2 LP65 für unseren Sporttag mit dem Gymnasium. D.h., die Zeit läuft uns weg. "Neue" LP65/80 werden wir als Verein nicht anschaffen, da sie in der Masse eh nur für solche und ähnliche Veranstaltungen gebraucht werden.

    Bin da in der komfortablen Lage, daß unser Vorstand Neuanmeldungen wegen begrenzter Kapazitäten (Stand und Personal) skeptisch gegenübersteht.
    Bei einer aktuellen Mitgliederzahl von knapp über 80. Aber das hat ja einen oder mehrere Gründe.

    Zum einen sind wir DSB-leistungsportlich nicht ganz erfolglos, wir fahren mit 2 vollen Pkw zur DM nach München, haben aktuell 4 D- und E-Landeskader, einen L-Landeskader, einen D/C und einen C-Bundeskader. Das ist ganz nett, aber nicht "kriegsentscheidend", was die Nachwuchsgewinnung (egal welchen Alters) betrifft. Aber es bringt dank offensiver Medienarbeit Aufmerksamkeit. Ebenfalls in der Bezahl-Presse war unser Mitglied, der 12 Goldmedaillen auf der letzten DM des BDS mitgebracht hat. Man nimmt uns darum als seriösen Sportverein wahr.

    Seit einigen Jahren pflegen wir mit dem örtlichen Gymnasium eine Kooperation: Zum sogenannten Sporttag (1x im Jahr) können die Schüler der 5. Klasse wählen, ob sie zu uns kommen oder lieber 4-Felder-Ball spielen wollen. Im November haben wir darum 42 Schüler im Haus zum "bespaßen". Allgemeine Ausnahmegenehmigung von der Alterserfordernis für diesen Tag ist bereits Tradition.

    Wir bieten unseren Mitgliedern und auch der interessierten Bevölkerung statisches und (teil)dynamisches Schießen von .177 bis .50 mit 7000 Joule an. Bei Bedarf auch mit entsprechender trainerischen Begleitung.

    Für die Jugend (incl. Schüler- und Juniorenklasse) haben wir wöchentlich 2x Kadertraining, 1x Training für Fortgeschrittene+Kader und 1x für Anfänger. Je 1,5 ... 2 Stunden. 2 Trainer, die voll im (anderen) Berufsleben stehen und noch einen Trainer in Ausbildung.

    Dieses Paket zieht mehr, als wir eigentlich verkraften können.

    Wie sieht denn das Teil aus?

    Es muß die ganze Spindel gewechselt werden, allerdings passen nicht alle LP-65-Spindeln in alle LP-65-Kimmen. Ich habe bei der letzten versucht, nur die Spindel zu tauschen, klemmte aber in der Kimme - offensichtlich Fertigungstoleranzen, wie man sie sonst nur östlich des Urals kennt.

    Das Rädchen ist von der Spindel (die die Kimme seitlich verstellt und hält) einfach abgebrochen.

    Aber du hast mich auf einen Gedanken gebracht - und es gibt die Kimme offensichtlich noch komplett beim Waffencenter Gotha!

    DANKE!!!

    Und vom Breitensport habe ich da so gar nix gelesen, es sei denn sie setzen jetzt Breitensport mit "Nachwuchsförderung" gleich.

    Ist vielleicht nicht ganz wissenschaftlich, aber "Breitensport" hat IMHO zwei Zweige: Einmal Sport für Kinder, Jugendliche und vor allem Erwachsene, die einfach Sport ohne großen Streß ausüben wollen. Als Hobby.

    Aber das ist - zweiter Zweig - der Einstieg in den Leistungssport. Der Leistungssportler, der schon im Kindergarten wußte, daß er Olympiasieger werden will und darum sein ganzes Leben darauf hin gearbeitet hat, der dürfte sehr selten sein. Vielmehr werden in den Vereinen Talente gefunden. Eigentlich zufällig - aber das ist reine Statistik (also die Mathemathisierung des Zufalls). Habe ich möglichst viele Nachwuchs-Breitensportler, so it die Chance, die wenigen großen Talente zu entdecken rein statistisch höher, als wenn ich mich nur auf eine kleine Anzahl - zufällig dazugekommener - Nachwuchssportler (Alter relativ egal) stützen kann. Darum sind z.B. China, USA, Rußland immer vorn - und wären das auch ohne Doping. In der DDR wurde das einfach nochintensiver betrieben - aufgrund der geringeren Bevölkerungszahl. Daß es da zu schlimmen Auswüchsen wie Staats- und Zwangsdoping kam, war ein negativer Nebeneffekt.

    Wenn also der leistungsorientierte Nachwuchs-Breitensportbereich ausgedünnt wird, wird es zwangsläufig - statischtisch gesehen - weniger erfolgreiche Spitzensprtler geben, weil man sie nie für den jeweiligen Sport begeistert hat.

    Wir brauchen also - meiner bescheidenen Meinung nach - nicht weniger, sondern mehr kleine Zentren, in denen intensiv der Nachwuchs gefördert - und die Talente ausgesiebt werden. Wer aber durchs Leistungssport-Sieb fällt, muß dann auch aufgefangen werden und im echten Breitensport sein Hobby finden. Wir machen das so, daß wir denen, die eben keine Luft- und Sportpistolen-Meisterschützen werden auch andere attraktive Schießdisziplinen in anderen Verbänden offerieren und sie auch darin trainieren. Alle Schützen sind wertvoll!

    Warum hat z.B. Thüringen ein Problem mit dem Kadernachwuchs? Weil alle Landeskader in Suhl - also ganz im Süden des Bundeslandes - trainieren müssen. Von Sömmerda z.B.. 1-2x wöchentlich nach Suhl düsen? Viel Spaß! Dazwischen sind übrigens mindestens 20 festinstallierte Blitzer, die mobilen nicht mitgerechnet, Genosse Rammelow braucht dringend Kohle. Wer also nicht im Thüringer Wald lebt oder auf die Sportschule Oberhof geht, kann nur schwer Thüringer Landes-Nachwuchkader sein. Ich halte das für den falschen Weg.

    Was haltet ihr von der neuen Marschrichtung des DOSB bezüglich der Verteilung der Fördergelder an die Mitgliedsverbände?

    Hier das, was im Raum steht: Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung

    Wenn ich das richtig verstehe, soll nur noch das gefördert werden, was in der Vergangenheit - kurz gefaßt - olympisches Metall gewonnen hat.
    Auch sehe ich die Gefahr der noch weiteren Ausdünnung der Breitensportförderung.

    Aber woher sollen die Olympiasieger kommen, wenn man nicht erst mal in der Breite nach Talenten sucht?

    Oder habe ich die Weisheit der DOSB-Oberen einfach nicht verstanden?

    Die erste Visierung hat er geschrottet, als er die LP65 mit dem Ellenbogen vom Schießtisch runtergefegt hat.
    Die zweite Visierung - keine Ahnung, ich war 3m daneben und ich habe es nicht krachen hören - aber das Rädchen für die Seitenverstellung war plötzlich aber ab und Feder+Kugel lagen auf dem Schießtisch bzw. kurz dahinter auf dem Boden. Ganz sauber, der knapp 1mm dicke Stift ist gebrochen.

    Der jugendliche Schütze ist 12 Jahre alt und ein wenig ... hyperaktiv. Aber langsam wir es teuer mit ihm (es gehen noch ein paar weitere Waffendefekte auf seine Kappe, ob schuldhaft oder nicht, sei dahingestellt), denn ohne gegenhaltendes Rädchen ist die Kimme undefiniert locker und somit die gesamte Waffe nicht mehr brauchbar.

    Da wir aber demnächst mit unserem örtlichen Gymnasium wieder einen Sporttag für die 5. Klassen veranstalten, sind wir auf eine ausreichende Anzahl mehr oder weniger identischer Luftpistolen angewiesen - nun fehlen uns bereits 2 davon! Denn 42 Anmeldungen heißt, 4 Gruppen á 10 oder 11, die wir durchschleusen müssen. Und dabei sind die privaten LP65/LP80, die bei uns im Schrank liegen, alle schon mit eingerechnet.

    Für preiswerte Hilfe wären wir sehr dankbar!

    Was das Barfußtraining auf einer Matte angeht (ich hätte höchstens so eine Art Yogamatte), das mache ich aber nicht am Schießstand, oder?

    Wo sonst??? Das gehört bei uns zum ganz normalen Training! Es geht darum, a) einen Kontrast zum gewohnten Training zu setzen und b) den Gleichgewichtssinn und die Körperreaktionen auf diesbezügliche Störungen zu schulen. Glaub mir, es wirkt.

    Unsere (Pistolen-)Schützen schießen übrigens auch barfuß auf 7 cm Schaumgummi nicht sehr viel schlechter als mit Schießschuhen auf festem Boden. Weil sie sich da besonders auf die Stabilität konzentrieren. Alles eine Frage des Trainings.

    ... auch wenn Druckluft eine wesentlich ältere Entwicklung ist.

    Druckluft ist nicht gleich Druckluft.
    Erst mit der Entwicklung von entsprechenden Druckminderern wurde Druckluft matchtauglich.
    Das konnte mit CO2 konstruktiv viel einfacher gelöst werden.

    Das, was wir heute als "state of the art" schießen, ist die Symbiose aus diesen beiden Technologien. Also etwas Neues.

    BTW: Es gab auch schon Elektroautos, da wurden die Bezindroschken noch regelmäßig von Pferden überholt. Konnten sich aber mit der damaligen Batterietechnik noch nicht langfristig gegen die Verbrennungsmotoren behaupten.

    dass die Halteruhe nicht allein leistungsbestimmend ist.

    Ich glaube, wir sollten mal darüber life reden, bei einem Bier oder einer Schorle.

    Mein Kleiner beim letzten Training: Er schoß einen guten 9er mit nur wenigen Ausreißern in der 8. Aber er hielt viel zu lange. Auf meinen Kommentar, daß ich seine Halteruhe bewundere (bei ansonsten diskussionswürdiger Technik) entgegnete er mir, das IAT hätte festgestellt, seine Halteruhe sei unterirdisch, aber seine Zielfindungskompetenz sei gut. (Er ist D1-Kader, also noch weit weg von den Cracks)

    Schießen ist nun mal ein komplexer Vorgang.

    Und ja, auch wir versuchen mittels Scatt und SAM, unsere Schützen zu optimieren. Genau da wäre eine Erfahrungsaustausch (sicher asymmetrisch) wünschenswert.

    Jemand eine alternative Ansätze?

    Ja. Aber keinen theoretischen.

    Die Praxis zeigt es: Die Halteraumgröße schwindet mit fortschreitendem (zielführendem) Training. (Was für eine Binsenweisheit!)
    Was am Ende für Ringe rauskommen, kann man auszählen.
    Wie die Schüsse wirklich mathematisch verteilt sind, ist Mathematiker-Voodoo. Da halten sich die Schützen leider nicht dran.

    WAS ich meinen talentierten Anfängern erzähle: Wenn ihr das Schwarze haltet, dann habt ihr mindestens 140 Ringe (bei 20 Schuß x 7 Ringe), statistisch habt ihr auch noch ein paar 8tn, 9nen und 10nen - somit mehr - und schafft es damit sicher in den E-Kader...

    Wer wirklich und stetig wiederholbar die 9 hält - der ist schon unter den Auserwählten, das schaffen nicht mal alle C-Kader.

    Wenn du jetzt noch an deiner Formatierung bzw. Formulierung ein wenig arbeiten könntest wäre vermutlich nicht nur mir geholfen...

    Wieso? Jetzt durch die Absätze ist der Text doch gut lesbar. Nicht jeder stammt in direkter Linie von Goethe oder Schiller ab.

    Zum Topic:

    Auch für den Trainer ist es leichter, einen Schuß einzuschätzen, wenn die WaffenEIGENbewegung minimal ist. Allerdings sehe ich auch im KK-Bereich bei guten Schützen allein aus der Beobachtung des Korns, wohin der Schuß gegangen ist - bevor man auf die Anzeige oder ins Spektiv schaut. Nicht immer, aber ziemlich häufig und mit verblüffender Präzision.

    Bei ungeübten Schützen ist das ungleich schwerer, egal, was die für eine Waffe in der Hand halten.

    Aber im Prinzip gebe ich dir vollkommen recht - wer sich eine gute Absorberwaffe leisten kann, sollte bei diesem Feature nicht sparen.

    Das stimmt.

    Der 18. Platz KK-Sportpistole Jugend männlich der diesjährigen DM (und wenn der Schütze es nicht mental versaut hätte, wäre noch mehr drin gewesen) wurde mit einer ausgelutschten, mind. 20 Jahre alten Browning Buckmark geschossen.

    Meiner ersten KK-Kurzwaffe, die ich damals (für den BDS) recht günstig gebraucht erworben hatte.

    DM München KK-SpoPi

    Diese hier - allerdings mit "ergonomischem Griff"

    Und es lag definitiv nicht an der Waffe, denn der Junge hatte mit ihr bereits auf anderen Wettkämpfen wesentlich mehr Ringe geschossen. Er ist übrigens jetzt in den D/C-Kader aufgenommen worden.
    Allerdings wäre es mit einer "richtigen" SpoPi für ihn sicher etwas leichter gewesen.