Beiträge von Califax

    Gibt es irgendwo Schleifspuren?

    Du hast ernsthaft etwas etwas anderes erwartet? SSP? Stört sie schon oder schießt du nicht?

    Ja, sie ist eine Diva und möchte auch immer sehr akribisch gereinigt werden (nicht nur der Lauf).

    Aber unsere hat bislang nur 1x Störungen produziert - und das war auf Verdrecken des Patronenlagers und nicht so optimale Muni zurückzuführen gewesen. Mit SK Standard & alle 200 Schuß Generalreinigung (ist ja keine GSP) läuft sie und läuft ...

    Natürlich ist der Hochschlag gegenüber einer Pardini extrem. Das ist ein echter Nachteil. Aber bezüglich Präzision und Zuverlässigkeit kann ich persönlich nichts Negatives sagen, so nach insgesamt ca. 10.000 Schuß.

    Das sollte dich aber nicht davon abhalten die einschlägigen Vorschriften und Gesetze zu lesen.

    Volle Zustimmung!

    Das gilt aber auch für sämtliche Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die mit der Aufbereitung (Reinigung, Desinfektion, Sterilisation) betraut sind.

    Denn es sterben in Deutschland aufgrund fehlerhafter Hygiene pro Jahr die Einwohner einer größeren Kleinstadt (regelmäßig bis zu 30.000), aber durch Waffendelikte in der Regel weit weniger als 100.

    Nur mal so zum abwägen.

    Die Kinder/Jugendlichen wollen eher Großkaliber oder KK Schießen weils mehr "Peng" macht.

    Nicht bei allen, aber wohl den meisten.

    Wir haben zur Zeit eine Laseranlage (MeyRosa), aber nachdem alle mal Laser probiert hatten (und toll fanden, weil neu), schießen nur noch die U12 ohne Ausnahmegenehmigung damit. Trainieren kann man damit, aber immer mit Blick auf "was Richtiges".

    Zwei meiner Eleven sind gerade kurz hintereinander 14 geworden. Jetzt nerven sie, nachdem sie es mal probiert haben regelmäßig mit "wann dürfen wir wieder Sportpistole schießen???" - Wegen des enormen Rückstoßes ganz toll. Nunja, Luftpistolen mit Absorbern hinterlassen ihre Spuren...

    Dafür darf meine beste Nchwuchsschützin zwar GK schießen, aber .38 spez WC ist das ärgste, was sie ohne äußeren Zwang anfaßt. Weil zu laut... - Sind nicht alle gleich. Mein 15 Jahre alter Sohn dagegen würde so gerne, wenn er dürfte ... kann nicht laut genug und gern auch mit Mündungsfeuer sein.

    Und fandest du diese Art von Training gut?

    Ja Suuuuuuuuuuuuuuuuper!!!

    So toll, daß wir es in unserem SV ziemlich ähnlich machen, wie von Dir, MichaelB, beschrieben.

    Auch gebe ich interessierten Erwachsenen extra Stunden, wenn der Schießstand nicht offiziell bzw. von anderen belegt ist.

    Eine kleine Gruppe junger Erwachsener (Alter von ab 20 bis knapp über 30) hat sich auch in unser Jugendtraining "eingeschlichen". Solange es die Standkapazität hergibt, haben wir damit überhaupt kein Problem.

    Wir arbeiten bezüglich der DSB-Disziplinen streng nach den Technikleitbildern, bei den BDS-Disziplinen wird das passende Technikleitbild entsprechend modifiziert angewendet/gelehrt. Der Erfolg gibt uns recht, auch wenn wir das Ganze gerade mal vor 5 oder 6 Jahren ganz klein angefangen haben.

    Aktuell 17 Kinder/Jugendliche unter 21, davon 1x C-Kader, 1x DC-Kader, 1x D2, 2xD1, mehrere E1 und E2-Kader (müßte ich mal durchzählen). Ca. 6 aktive BDS-Wettkampffschützen (Landesmeisterschaften 25m, 50m, Fallscheibe und Speed mit KW, Büchse und Flinte). 3 x WBK. Wohlgemerkt,das alles im Nachwuchsbereich in einem Schützenverein, der zur Zeit 90 Mitglieder hat.

    Oder stellt ihr Erwachsene von Anfang an alleine an den Stand?

    Das ist in den meisten Vereinen, die ich kenne und die keine Jugendarbeit betreiben, gang und gäbe.

    Als ich mit dem Schießsport (noch in einem anderen Verein) anfing, drückte mir einer eine Hämmerli X-Esse und eine Schachtel Muni in die Hand und überließ mich meinem Schicksal. Natürlich helfen normalerweise andere Mitglieder dem Anfänger mit ihrem (leider oft beschränkten) Wissen und Können, wenn gefragt wird. Aber das ist normalerweise weit weg von effektivem und erfolgversprechendem Training.

    Pro wie vielen Jugendlichen bekommt man 1 erwachsenes Mitglied? Was leider nicht klappen wird ist die Beantwortung der Frage wie viel Aufwand in Euro muss man betreiben um auf diesem Weg ein erwachsenes Mitglied zu generieren?

    Wir sind in Vereinen, nicht in Wirtschaftsunernehmen,

    Der Hauptzweck eines Wirtschaftsunternehmens ist, Gewinne zu realisieren. Wenn dann noch etwas "Soziales" abfällt, auch gut.

    Vereine sind hauptsächlich dafür da, ihren Mitgliedern Freude zu bereiten. Wenn dann am Ende die Kasse Zuwachs erhält, auch gut.

    Natürlich ist es billiger und weniger aufwendig, sich auf Neumitglieder ab 30 Jahren zu fokussieren.

    Aber kennst du eine Breitensportart (außer eben den Schießsport), wo das von vielen Vereinen so gemacht wird?

    Und warum? Weil das für den Sport als solchen nicht zielführend ist.

    Wenn du doch nur auch ein Konzept hättest um die Kinder im Verein zu halten damit sie den Stab übernehmen.

    Das Konzept ist recht einfach: Für Sport mit erlaubnispflichtigen Waffen begeistern, sie mit 17 zur Sachkunde pelzen und ihnen mit 18 helfen, den WBK-Antrag korrekt zu stellen.

    Ich suche nach einer Methode wie man Jugendliche effektiv ansprechen kann (die gibt es auch noch im Dorf), die dann auch bleiben.

    Wenn es diese Methode gäbe, würde sie jemand zum Patent anmelden ...

    Es läuft IMHO erstmal über Masse. Erstens "scheißt der Teufel immer auf den größten Haufen". Will sagen, hast du nur 2 Jugendliche, ist die "Massenanziehungskraft" gering. Wenn man im Urlaub essen will, geht man ja auch nicht in die komplett leere Kneipe. Hast du eine Truppe so ab vielleicht 10 Kindern und Jugendlichen, wird es meiner Erfahrung nach einfacher. Aber da muß man erst mal hinkommen.

    Zweitens: Hast du eine größere Anzahl an jugendlichen aktivem (Wettkampf-)Schützen, fallen die immer wieder auftretenden Verluste nicht so sehr ins Gewicht. Es tut trotzdem jeder einzelne Verlust weh, insbesondere, wenn echte Talente aus den unterschiedlichsten Gründen wieder verschwinden.

    Gewinnung von Neu-Mitgliedern: Über Mundpropaganda (jeder hat Freunde, Schulkameraden, Cousinen...). Eventuell kann man mit den Schulen was machen. Scheitert aber oft am widerstand der hoplophoben (Hoplophopie = krankhafte Angst vor Waffen) linken Lehrerschaft. Wir haben z.Zt. eine Kooperation mit dem örtliche Gymnasium und laden 1x pro Jahr die 5. Klassen zum Schnuppertraining ein. Nennt sich "Sporttag". An der Mittelschule beißen wir uns noch die Zähne aus.

    Tja, dann hast du welche, die 2-3x kommen. Wie halten? Durch intensive (!!!) und motivierende Betreuung. Und trotzdem werden viele wieder wegbleiben, weil ernsthafter Sport auch Verpflichtung und Arbeit bedeutet. Aber es lohnt nicht, jemandem zu oft hinterherzulaufen. Der Wille zum Tun wird zwar von außen geweckt, muß aber in jedem Einzelnen dann von selbst brennen. Wie gesagt, es tut dem Trainer in der Seele weh, wenn echte Talente plötzlich keine Lust mehr haben (z.B. weil falsche Freunde und Drogen ja viel cooler sind), aber wir sind nur ganz begrenzt Sozialarbeiter.

    Womit wir wieder bei der Masse wären, die man erst mal interessieren muß.

    Willst du erfolgreiche Mitgliedergewinnung betreiben, um zu wachsen, ist es hilfreich, sich wie ein Telefonverkäufer zu motivieren: Der Telefonverkäufer erhält z.B. pro Abschluß 100Euro. Seiner Erfahrung nach muß er 100 Leute anrufen, um einen Abschluß zu tätigen. Ist das nicht frustriedend? Nein: Denn im Schnitt "verdient" er mit jedem erfolglosen Anruf auch 1 Euro. Masse, Masse Masse --> und die dann in Klasse verwandeln.

    Für Ossis: Das ist das "Dialektische Grundgesetz vom sprunghaften Umschlagen von Quantität in Qualität".

    Ich finde das aufgelegt schießen passt hervorragend zu diesem Verband.

    Hast du mal versucht, mit einer (Luft-)Pistole aufgelegt zu schießen?

    Also so, wie es in der Sportordnung des DSB beschrieben ist?

    Ohne Übung und ohne die richtige Technik wackelt das noch schlimmer als beim freihändigen Schießen.

    Andersrum: Beim BDS darf man auch die Luftpistole zweihändig schießen. (sh. Jugendprogramm), dito mit der KK-Pistole. Ist wesentlich einfacher, als es DSB-like einhändig zu machen.
    Macht das den BDS schlechter, weil´s zu ihm paßt?

    Denk mal drüber nach. Dieses dümmliche Gezänk unter den Verbänden und unter den unterschiedlichen LWB ist kontraproduktiv.
    Wir brauchen so gar keine äußeren Feinde, um uns das Hobby zu vermiesen. Können wir selber am besten.

    Die "Goldene WBK" würde ich mir nicht mit Waffen zumüllen, für die man eine Disziplinnummer aus einer anerkannten Sportordnung hat.

    Und andere Waffen sind relativ rar gesät und eher exotisch.

    Mir fällt da spontan ein Einzellader in .50 BMG ein. Ginge zwar grundsätzich über BDS-SpHB "Supermagnum" - aber die auf dem Markt befindlichen Abschußrampen passen meist nicht wegen des Gewichtslimits.

    Ansonsten bringt die Neue Gelbe WBK doch viele Vorteile: Repetierbüchsen, VL-Revolver, einschüssige Kurzwaffen (z.B. Contender) ...

    1) Wieso soll der gemeine Polizist nicht genauso im Waffenrecht bewandert sein wie ich oder ihr?

    2) Wer von den Usern musste denn schon mal den Waffenkoffer auf Anweisung öffnen?

    1) Das gehört in der Regel nicht zu ihrer Ausbildung. Ich habe mich schon auf unserer Gartenterrasse mit Polizisten zu einer Tasse Kaffee unterhalten und dabei festgestellt, daß diese (sehr netten Beamten!) vom WaffR genau soviel Ahnung haben wie mein 75 Jahre alter Nachbar.

    2) Sicher sehr wenige. Ich auch nicht. Und solange die Waffen in Behältnissen sind, die nicht gerade vor entsprechenden Aufklebern strotzen, kümmert das wohl auch sehr selten einen Polizisten, der einfach nur das Warndreieck sehen möchte.

    Mitetwas gesundem Menschenverstand sollte man wissen, wie mit einemreinem Gewissen eine Kontrolle zu überstehen ist. Als Sportschützesollte ich auch wissen, das in heutiger Zeit das transportieren einerWaffe Probleme bereiten kann.

    Meine persönliche Meinung eines juristischen Laien:

    Sollte ein Polizeivollzugsbeamter (PVB) mich auffordern, ein Behältnis zu öffnen, in dem sich Waffen oder auch nur Munition befinden, würde ich ihm die Zahlenkombination nennen oder den Schlüssel übergeben. Soll er doch selber nachschauen! Für ihn gilt das WaffG nicht, er darf i.d.R. mit Waffen umgehen. Er darf im Rahmen seiner für ihn geltenden Rechte (Landespolizeigesetz etc.) öffnen (oder nicht, das kann ich nicht beurteilen). Ich werde jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit ein Waffenbehältnis öffnen und damit ggf. etwas tun, was ich nicht darf ("führen").

    Der PVB hat seine uneingeschränkte Möglichkeit der Kontrolle, ich habe meine rechtliche Sicherheit. Wer mir daraus einen Strick drehen will, soll sich mit meinem Anwalt unterhalten.

    Munition darf sich im gleichen Behältnis wie die Waffe befinden, nur nicht eben in der Waffe. Muss aber nicht. Wie weit entfernt und wieweit extra verpackt, kann jeder selbst entscheiden. Dazu gibt es keinerlei juristisch haltbare Bestimmungen. Muni im Magazin neben der Waffe ist das eine Extrem (auch mir zu heiß), Waffe im Kofferraum und Muni im Handschuhfach das andere (mir zu aufwendig, außerdem habe ich ein zu kleines Handschuhfach).