Beiträge von Califax

    Die Frage ist, was wollt ihr wirklich? (Und wer genau ist "Ihr"?)

    Druckluft schießen ist wirklich toll und auch sehr anspruchsvoll. Aber wen will man vom warmen Sofa und der Glotze damit weglocken?

    Wer seinen Bestand an (Sport-)Schützen halten oder gar mehren will, muß seine Mitglieder zu WBK-Inhabern machen.
    Als WBK-und-damit-Legalwaffenbesitzer ist man dem Schießsport gezwungenermaßen treu. Der Innere Schweinehund wird da bereits vom Landratsamt auf Linie gebracht.

    Darum werdet ihr - meine persönliche Meinung - mit nur Druckluft in absehbarer Zeit weg vom Fenster sein.

    Bevor ihr über elektronische DLW-Anlagen nachdenkt - investiert erstmal in einen vernünftigen KK+GK-Stand 25/50m mit mindestens 7000 Joule. Den gerne auch mit Elektronik, aber mindestens mit Zug- (50m) oder Drehanlagen (wenn nur 25m).

    Und dann braucht ihr noch ein paar Verrückte, die sich engagieren. Dann klappt das auch mit dem Nachwuchs.

    Zitat

    Ja wir haben uns auf 880.- geeinigt..

    Das ist sie..

    Guter Preis für das, was ich auf dem Bild sehe!

    Herzlichen Glückwunsch! Gut gekauft!

    Es gibt auch Hämmerli AP20... aber dort stimmt nichts, Griff, Gewicht, Qualität. Da kann man gleich die 600 Euro im Klo runterspülen.

    Das ist eine universell verstellbare Vereinswaffe für den Nachwuchs.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Bis die Kinder was individuelles und besseres brauchen, verbrauchen sie viele, viele Büchsen Diabolos.

    Für ambitionierte Schützen, die sich selbst eine LuPi kaufen, ist das Teil natürlich nichts.

    Hat sowas schon jemand gebaut?

    Eine Rot-Grün-Ampel, die vom IPSC-Timer geschaltet wird?


    Mir schwebt etwas vor mit einem bistabilen Multivibrator, der beim ersten "peep" auf grün springt und bein nächsten auf rot. also immer nur hin und her.


    Angeschlossen an die Ear-Buchse - 25m langes Kabel zum Ziel, dort die Stromversorgung mit Batterie o.ä.


    Steht die Ampel falsch, reicht ja, ein einzelnen "beep" zu provozieren und dann abzubrechen.

    Verwendung: Simulation elektronischer Anlagen für Zeitserein und Duell (Intervall) auf Ständen, die weder Drehanlagen noch Ampeln haben zum Training.

    Der Timer ist ja sehr gut auf alle Zeitserien und Intervalle programmierbar, die im Ramen von BDS und DSB geschossen werden (3/7, 20, 10, 8, 6 und 4 Sekunden ... bei fest einstellbarer Vorlaufzeit von z.B. 7 Sekunden...)


    UND man hat sofort die Zeiten sämtlicher Schüsse aufgezeichnet!

    So ist es. Bei beiden nur knapp das Finale verpaßt. Als Jugend(licher) muß man noch nicht so weit pi**eln können wie die besten der Junioren.

    Was ich aber ganz besonders angenehm fand: Die Westfalen sind einfach ein absolut nettes Völkchen. Ich mag die!

    Axel, manchmal kotzt du mich einfach nur an. auch, wenn du manchmal (die anderen manchmal) vollkommen recht hast.

    Du bist derart in deiner Welt gefangen, daß du nicht über deinen Tellerrand schauen kannst. Du tust mir leid mit deinem Haß auf alles, was nicht in dein Weltbild paßt.

    Du wirst es hoffentlich noch erleben ... das es eine falsche Einschätzung der Lage war.

    Das kann schon sein. Wird aber daran liegen, daß der Schütze des Schützen größter Feind ist.

    Zumindest, wenn sie verschiedenen "Lagern" angehören.

    Ich bekomme Plaque, wenn der DSB sich als der einzig wahre Vertreter des deutschen Schützenwesens aufführt:

    Zitat

    Der Deutsche Schützenbund ist zuständig für:

    • den Erlass einheitlicher Regeln für das Sportschießen sowie die Kontrolle ihrer Einhaltung,
    • die Regelung und Durchführung der Aus- und Fortbildung,
    • die Veranstaltung von Deutschen Meisterschaften und Länderkämpfen sowie die Meldung und Nominierung von Schützen zu internationalen schießsportlichen Veranstaltungen,
    • die Durchführung und Gestaltung des Deutschen Schützentages,
    • die Einrichtung und Organisation von Bundesligen für den Bereich des Sportschießens,
    • Grundsatzfragen der Schützentradition,
    • Grundsatzfragen der Schützenjugend,
    • Grundsatzfragen der Öffentlichkeitsarbeit,
    • die Unterstützung und Beratung von Bundesbehörden und bundesweit tätigen Organisationen sowie von ausländischen Behörden und Organisationen in Fragen des Sportschießens, insbesondere des Waffenrechts,
    • die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und den schießsportlichen Organisationen des Auslands, insbesondere durch Mitgliedschaft in den entsprechenden internationalen Schießsportorganisationen,
    • die Behandlung der mit dem Sportschießen zusammenhängenden Grundsatzfragen des Umweltschutzes,
    • die mit der öffentlichen Präsentation des Sportschießens zusammenhängenden Grundsatzfragen der Werbung, des Sponsorings und des Merchandisings sowie der Medien-, insbesondere der Fernsehrechte.

    Quelle: http://www.dsb.de/dsb/

    Aber auf der anderen Seite werde ich cholerisch, wenn sich die dynamischen Sportschützen abfällig über die DSB-Löchlestanzer oder auch die Historischen öffentlich äußern.

    Wir sind eine Familie. Man muß nicht den Bruder oder die Schwester und schon gar nicht die Cousine mögen - aber man muß sie vor "den anderen" verteidigen! Und nicht noch niedermachen. Das gehört sich einfach nicht!

    Die Antworten fallen aber trotzdem bereichsspezifisch ganz verschieden aus. Was tun wir - sollten wir tun - für:

    - Jugend(werbung)

    - Nachwuchs(gewinnung)

    - Leistungssport(förderung)

    Klar wird, wer mit 30 anfängt, im Schießsport nicht mehr Weltklasse werden. Klar ist gegen eine frühe Befassung von Kindern unter 14 Jahren mit dem Schießsport nichts einzuwenden, gerade aus breitensportlicher Sicht (leistungsportlich bringt es wenig für später). Aber ebenso klar sind die 30jährigen oder 45jährigen Einsteiger und Neuinteressenten diejenigen, die den Schießsport am Leben erhalten und seine Zukunft sichern.

    Genau. Das sind verschieden Paar schuhe. Aber gerade Damen haben ja davon gerne einen ganzen Schrank voll...

    Nehmen wir erstmal den (Hoch)Leistungssport.

    Warum brauchen wir ihn? Weil nur über olympische und paralympische Disziplinen staatliche Fördergelder fließen.

    Und hier insbesondere für die Verbände, die auch "Erfolge" (wie auch immer definiert) auf ihr Konto verbuchen können.

    Die letzten Olympischen Spiele spülen aufgrund der Medaillengewinne so einige Doppelmark in unsere Sportvereine.

    Damit kommen wir zur Jugendwerbung. Nicht jeder Jugendliche wird Olympiateilnehmer - und schon gar nicht -gewinner.

    Aber rein statistisch braucht man ganz viele im Kinder- und Jugendbereich, aus denen man die Talente aussiebt, die dann am Ende auch das Wollen haben, sich als Sklaven des Sports zu verkaufen. Denn nur für diese gibt es Geld, wie gesagt, das dann wieder (mit Umwegen und Abzweigungen) in die Vereine fleißt ...

    Das ist wie eine Pyramide - ohne breite Basis keine hohe Spitze.

    Der letzte Punkt - Nachwuchsgewinnung: Es geht natürlich auch ganz ohne staatliche Förderung, nur eben viel kleiner. Das machen dem DSB all die kleinen anderen Schießsportverbände wi BDS, DSU, BdMP und wie sie alle heißen vor.

    Genau dann ist Kinder- und Jugendförderung zweit- bis drittrangig. Muß zwar in der Satzung stehen, um als Anerkannter Verband da zu stehen, aber gelebt wird das nicht. Die 30+x-Jährigen zahlen mit ihren Beiträgen alles.

    Aber nicht umsonst ist die Summe der Mitglieder der kleinen Verbände immer noch kleiner als der DSB allein. D.h., ohne den DSB (der wirtschaftlich nur noch existiert, weil es staatliche Fördertöpfe gibt), wäre unser Sport wesentlich elitärer als er es in der Gegenwart ist.

    Da ich erstens meine nicht wenigen Waffeleisen noch bis zu meinem hoffentlich noch fernen Todestag besitzen und benutzen möchte und zweitens dies auch meinen Kindern wünsche, tue ich alle in meiner Macht stehende, und LWB möglichst viel politische Macht zu sichern - und das geht nur über Mitgliederzahlen und Anzahl vom WBK-Inhabern.

    Alle, die es nicht zum Leistungskader bringen - aus den verschiedensten Gründen - sollen den Sport weiter als Hobby, zum Spaß und zur eigenen Erbauung sowie zur persönlicher Verbesserung ihrer sonstigen Eigenschaften ausüben. Das ist nicht schlechter, als das Hobby als seriösen Leistungssport auszuüben! Nur anders! Darum bieten wir auch die eher breitensportlichen BDS-Disziplinen mit an. Jeder soll Spaß und Erfolg haben!

    Ich hoffe, ihr konntet meiner Argumentationskette um die Ecke folgen.

    Aber 50 m sind schon verdamt weit weg!!!

    So ist es. Aber es werden von halbwegs passablen Schützen regelmäßig mehr als 500 von 600 Ringen geschossen (auf der DM natürlich wesentlich mehr) - auf die normale 25m-Scheibe!

    Dazu muß natürlich die Schäftung genau passen - wie ein Handschuh - und man muß den Stecher auch beherrschen.

    Und man braucht eine innere Arschruhe dazu: Kleinste Unachtsamkeit, fehlende Konzentration - und der Schuß geht ins Weiße.

    Ich habe Respekt vor allen FP-Schützen!

    Ihr habt beide soviel Ahnung vom Stehendschießen mit dem Gewehr wie ein Huhn von der Raumfahrt.

    Persönlich werden ist immer ein ganz tolles Argument.

    Und ja, ich praktiziere NICHT das Stehendschießen mit dem Gewehr und biete das auch nicht unseren Nachwuchsschützen an - nicht wegen des vielen Geraffels, sondern wegen der besonderen Körperbelastung.

    Wie wäre es mit dem Vorschlag, neben dem Hochleistungsstehendschießen mit großen Schußzahlen und hochwertigster Ausrüstung auch eine vereinfachte Variante anzubieten ohne Stützkleidung aber mit weniger Schuß? (Ähnlich wie "Production" beim IPSC, das ja auch durch absolute Hochrüstung im "Open"-Bereich "glänzt")

    Das Argument

    Sofortiger Einbruch in den Starterzahlen macht die "Entlastung" auch sofort.

    würde ich gern irgendwie belegt oder nachvollziehbar begründet haben.

    Wesentlich mehr Freiheitsgrade bei der Einstellung von zig Parametern.

    Jetzt kann man z.B. das Korn nicht mehr nur dadurch (wieder) geradestellen, indem man den Laufmantel (auf dem das Korn montiert ist) wieder gerade dreht, nein, man kann das Korn jetzt auch an seiner Basis im Winkel verstellen, ohne den (offensichtlich verdrehten) Laufmantel zu drehen... OK, der Sinn dafür erschließt sich mir jetzt nicht wirklich.

    Die Befestigung der Laufgewichte ist bei der EVO wesentlich eleganter als früher gelöst.

    Und die EVO sieht IMHO wesentlich chicer aus als das Vorgängermodell.

    Was am Abzug und den Innereien (Stabilisator etc.) geändert wurde, weiß ich nicht.