Die Antworten fallen aber trotzdem bereichsspezifisch ganz verschieden aus. Was tun wir - sollten wir tun - für:
- Jugend(werbung)
- Nachwuchs(gewinnung)
- Leistungssport(förderung)
Klar wird, wer mit 30 anfängt, im Schießsport nicht mehr Weltklasse werden. Klar ist gegen eine frühe Befassung von Kindern unter 14 Jahren mit dem Schießsport nichts einzuwenden, gerade aus breitensportlicher Sicht (leistungsportlich bringt es wenig für später). Aber ebenso klar sind die 30jährigen oder 45jährigen Einsteiger und Neuinteressenten diejenigen, die den Schießsport am Leben erhalten und seine Zukunft sichern.
Genau. Das sind verschieden Paar schuhe. Aber gerade Damen haben ja davon gerne einen ganzen Schrank voll...
Nehmen wir erstmal den (Hoch)Leistungssport.
Warum brauchen wir ihn? Weil nur über olympische und paralympische Disziplinen staatliche Fördergelder fließen.
Und hier insbesondere für die Verbände, die auch "Erfolge" (wie auch immer definiert) auf ihr Konto verbuchen können.
Die letzten Olympischen Spiele spülen aufgrund der Medaillengewinne so einige Doppelmark in unsere Sportvereine.
Damit kommen wir zur Jugendwerbung. Nicht jeder Jugendliche wird Olympiateilnehmer - und schon gar nicht -gewinner.
Aber rein statistisch braucht man ganz viele im Kinder- und Jugendbereich, aus denen man die Talente aussiebt, die dann am Ende auch das Wollen haben, sich als Sklaven des Sports zu verkaufen. Denn nur für diese gibt es Geld, wie gesagt, das dann wieder (mit Umwegen und Abzweigungen) in die Vereine fleißt ...
Das ist wie eine Pyramide - ohne breite Basis keine hohe Spitze.
Der letzte Punkt - Nachwuchsgewinnung: Es geht natürlich auch ganz ohne staatliche Förderung, nur eben viel kleiner. Das machen dem DSB all die kleinen anderen Schießsportverbände wi BDS, DSU, BdMP und wie sie alle heißen vor.
Genau dann ist Kinder- und Jugendförderung zweit- bis drittrangig. Muß zwar in der Satzung stehen, um als Anerkannter Verband da zu stehen, aber gelebt wird das nicht. Die 30+x-Jährigen zahlen mit ihren Beiträgen alles.
Aber nicht umsonst ist die Summe der Mitglieder der kleinen Verbände immer noch kleiner als der DSB allein. D.h., ohne den DSB (der wirtschaftlich nur noch existiert, weil es staatliche Fördertöpfe gibt), wäre unser Sport wesentlich elitärer als er es in der Gegenwart ist.
Da ich erstens meine nicht wenigen Waffeleisen noch bis zu meinem hoffentlich noch fernen Todestag besitzen und benutzen möchte und zweitens dies auch meinen Kindern wünsche, tue ich alle in meiner Macht stehende, und LWB möglichst viel politische Macht zu sichern - und das geht nur über Mitgliederzahlen und Anzahl vom WBK-Inhabern.
Alle, die es nicht zum Leistungskader bringen - aus den verschiedensten Gründen - sollen den Sport weiter als Hobby, zum Spaß und zur eigenen Erbauung sowie zur persönlicher Verbesserung ihrer sonstigen Eigenschaften ausüben. Das ist nicht schlechter, als das Hobby als seriösen Leistungssport auszuüben! Nur anders! Darum bieten wir auch die eher breitensportlichen BDS-Disziplinen mit an. Jeder soll Spaß und Erfolg haben!
Ich hoffe, ihr konntet meiner Argumentationskette um die Ecke folgen.