Beiträge von uboot

    Melde mich wieder zurück: habe mich inzwischen mit dem doch für mich gewöhnungsbedürftigen Anschlag und das Gewehr etwas gewöhnt.

    Es ist nun die normale "Super Match" mit eingezogener Wange und normal montiertem Diopter.

    Nach ca. 150 Schuß geht das auf einmal einigermaßen gut. (Von Pistole zu Liegend ist schon ein Unterschied und nach 60 bis 80 Schuß mit der Freien bei diesem Wetter bin ich etwas steif.)

    Mich stören noch 3 Faktoren:

    1. Für den Ladevorgang kann ich nur die Flosse heben, habe aber nicht viel Kraft, die ich aber für den kräftigen Entriegelungs-/Verriegelungsvorgang brauche.

    Es wäre sehr schön, wenn das weicher ginge. Ich habe aber nicht die Hoffnung, daß das mit diesem System geht.

    2. Die Schulterstütze schwimmt immer noch; ich richte nach jedem Schuß das Gewehr neu ein; das stört etwas.

    Habe mir eine gebrauchte Schaft-"Kappe" besorgt, die Ähnlichkeit mit denen der modernen Gewehre hat. Der Haken unten ist nur 6 cm lang; mal sehen, ob das reicht, aber ich denke, daß ich damit den Schaft in der Schulter fixieren kann.

    3. Ich schieße nun ohne Brille mit 2 offenen Augen. Nachdem ich mir eine Pappblende gemacht habe, ist das Zielbild etwas schärfer, aber ich hätte gerne den Rand des Spiegels schärfer. Geht das ohne die Schärfe des Ringes im Korn zu verlieren?

    Momentan bin ich bei 294 Ringen und ich sehe manchmal beim Auslösen nicht, wenn's dann eine schlechte 9 geworden ist. Wenn ich schärfer sehen würde, würde ich manchen Schuß nicht auslösen, weil ich das im Zielbild sehen würde.

    Ich sehe in YouTube jede Menge Videos vom guten Reinkemeier und stelle fest, daß es mindsten 1000 Varianten von Kimme/Korn gibt.

    Einerseits bin ich schon froh, daß ich mit meiner Einfachausstattung zurechtkomme, andererseits weiß ich nicht, ob es vielleicht Dinge gibt, die das Zielen verbessern. Aber in diesem Wust was Neues zu probieren, fange ich erst mal nicht an, weil ich garnicht weiß, wo ich beginnen soll.

    Aber jetzt mache ich mal Schritt für Schritt, dann wird sich der Nebel vielleicht lichten.

    Gruß

    Wolfgang

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    Ich kann dir nicht so ganz folgen ...

    Am Schaft liegt es sicher nicht. Bis auf Kleinigkeiten lässt sich dieser auf fast alle Schützen einstellen, es sei denn du fällst extrem aus der Norm.

    Bei meiner Beschreibung würde es mir auch so gehen.

    Ich hab mich zwar zwischendurch mal korrigiert, aber meine Zustandsbeschreibung war nicht sauber.

    Also nochmal besser: wenn der Schafthaken da sitzt, wo er hinsoll, habe ich die Schaftbacke zu nahe am Kopf, um ohne den Hals abzuwinkeln, durch den Diopter sehen zu können.

    Die Backe sollte tiefer (oder der Diopter höher) sein und weiter vom Kopf weg. (Damit ich sie näher heranziehen kann; die Bemerkung habe ich vergessen dazuzuschreiben) Eine Schräghaltung würde dieses Problem lösen.

    Nach dem, was hier geschrieben wurde und was ich "weiß" kann ich Deine Ausführung nachvollziehen und verstehen.

    Jetzt stellt sich die Frage, welchen Apparat und von wem?

    Hast Du einen link zu einem Gerät, welches sich bewährt hat; vielleicht von MEC, damit ich sehen kann, was ich in die Engere Wahl einbeziehen soll?

    MEC bietet einige ähnliche Sachen an, wobei ich nicht genau die Unterschiede sehe.

    Da das Zeug doch viel Geld kostet, scheue ich einen Fehlkauf.

    Es gibt doch sicher einen Standard, der sich bewährt hat.

    Hallo uboot,

    zum Liegendschießen kann ich dir nichts sagen aber zu der "Vorsatzlinse an der Stange" (MEC Monocle).

    Ich nutze das Teil seit über einem Jahr und bin sehr zufrieden damit! Zunächst hatte ich das Monocle vor meiner Anschütz 9015 und habe es nun vor meiner neuen FWB 800. Wichtig ist, wie auf meinem Bild in der Galerie zu sehen, dass die Stange unten montiert wird. Dann kannst du die Diopterblende noch in die Irisblende einstecken und hast nach oben keine Begrenzung.

    Hi Uwe,

    ein schönes Gewehr! ^^ :D

    Mir gefällt der Schaft mit viel schönem Holz ausnehmend gut!

    Danke auch für Deinen Tip.

    Was ist denn das für eine "Videoanlage" dort, wo andere einen Diopter haben?


    Gruß

    Wolfgang

    Ihr habt mir in kurzer Zeit viel Infos gegeben - herzlichen Dank auch dafür :thumbup::thumbup:

    Aus Erfahrung sollte ich bei einer neuen Disziplin gleich am Anfang nicht "alles" ändern oder "optimieren", da ich mich auch verrennen kann.

    Ich habe langsam ein Gefühl, auf was ich zu achten habe.

    Werde also weiter trainieren und dann wird sich im Laufe der nächsten Zeit herausstellen, was ich als nächstes verbessern muß.

    Die Grundlagen dafür habe ich wohl bekommen.

    So, wie es heute aussieht, werde ich als Erstes die Optik angehen, weil ich folgendes festgestellt habe:

    wenn ich den Hals etwas abknicke, sehe ich mit dem rechten Auge einigermaßen.

    D.h., ich trage normal eine Brille, die hier aber nicht geht (mechanisch und optisch)

    also hatte ich anfangs das linke Auge zugekniffen, was anstrengend wird, und nach einer Zeit wird das Ziel oval.

    Mit beiden offenen Augen geht es gut, aber das Ziel ist etwas unscharf und ich bin es nicht gewohnt, mit offenen Augen ohne Blende zu schießen.

    Aus jetziger Sicht würde ich ein Stirnband mit eingeklemmter Blende benutzen, wenn sich die Schärfe mit beiden offenen Augen nicht deutlich verbessert.

    Wie kriege ich in beiden Fällen ein schärferes Zielbild? Beides scharf geht nicht; mit der Pistole reicht "Visier scharf, Spiegel unscharf".

    Reicht hier "Ringkorn scharf, Spiegel unscharf"?

    Habe gestern gesehen, daß es für den Diopter eine Vorsatzlinse an einer Stange gibt, was mir lieber wäre, als eine Schießbrille.

    Und nochmal die Frage: sollte ich den vom Königstieger zitierten "Centra score Korntunnel in duchsichtig oder schwarz nehmen? Bringt der mir für mein "Problem" etwas?

    Dreh mal die Kappe komplett raus (die Schnellverstellung weiter raus und dann ziehen und aufpassen das der Nutenstein kein abflug macht) und zeig mal wie die da Aussieht. Evtl. kann man da mit Bohrungen was versetzen wenn man die macht.

    Scheint aber wie meine zu sein.

    Grüße

    Ich komme da nicht weiter.

    Der gesamte Schaft muß weiter weg. Nur die Backe nützt mir nichts, das ist nur die halbe Miete. Bei Griffen und Schäften mag ich keine Kompromisse. Entweder richtig oder garnicht. Ich nehme es mal so, wie es ist. Vielleicht eine Erhöhung.

    Ich will nichts daran herumbasteln, weil ich ihn vielleicht verkaufe, wenn ich einen anderen Schaft kaufe.

    Es gibt metallene Korntunnel und transparente. Was hat sich bewährt? Der schwarze Tunnel konzentriert den Blick vielleicht besser auf das Korn?

    So einen Korntunnel finde ich deutlich besser, da ich ohnehin den Querbalken im Blick habe und er meine Referenz ist.

    Ich wußte nur nicht, daß es sowas giebt . . .

    Das verkannten ist kein Problem. Ohne wird es sowieso kaum gehen, also völlig normal. Aber man braucht dafür keine Wasserwaage. Zeitgleich kann man auch die Hakenkappe nach rechts verschieben (von hinten gesehen), das bringt das Gewehr auch näher zum Kopf.

    Und ja, mit den 30° hast du recht.

    Wie kontrollierst Du ohne Wasserwaage den konstanten Verkantungswinkel? Das traue ich mir trotz gutem Augenmaß nicht wiederholgenau zu.

    Habe ich zu ungenau beschrieben; ich müßte das Gewehr näher an den Kopf bringen, um mit unverkantetem Kopf durch den Diopter zu spechten. Daran hindert mich die Schaftbacke. Am liebsten würde ich den Schaft nach links verkanten; das soll ja mit Wasserwaage gehen, aber trotz mangelnder Erfahrung möchte ich das nicht machen.

    Sind mit 30° der Winkel zwischen linkem Unterarm und Auflage gemeint?

    Ich habe einen älteren Kameraden, der mir ein wenig auf die Sprünge hilft; der wird meinen Anschlag dann schon hinbiegen. Ich habe ein gutes Körpergefühl und traue mir zu, einen guten spannungssymmetrischen und ermüdungsarmen Anschlag zu finden.

    Beim Abziehen hilft mir das Training von der Freien Pistole.

    Momentan geht es mir darum, grobe Fehler zu vermeiden und die wichtigsten Untensilien zu haben, um mir das Leben nicht unnötig schwer zu machen.

    Ja, Schießriemen ist aus Kunststoff.

    Krafttraining mache ich sowieso für die Pistole und Konditionstraining auf dem Rad. Das wird dann schon erstmal reichen.

    Aus Euren Ausführungen entnehme ich, daß der Anschlag gute 80% ausmacht. Da habe ich gut zu tun.

    Handschuh besorge ich mir auch gleich, da das "Fensterleder" ziemlich knautschig ist; wird auch bereits allseitig belächelt.

    Königstiger: Dein Trainingshinweis zum Schluß ist ziemlich hilfreich :)

    Ich denke, daß ich jetzt erstmal genug Hinweise habe, um mich einfuchsen zu können. Sehr falsch kann's nicht laufen.

    Wollte halt vermeiden, anfangs Fehler mitzuziehen, die ich dann wieder mühsam abtrainieren muß.

    Also dann vielen Dank für Eu're guten Ratschläge und Eu're Zeit :)

    Ich melde mich wieder.

    Gruß

    Wolfgang

    Mit den Handschuhen bekomme ich so langsam ein Gefühl, auf was ich achten soll - danke!

    Bei dem Schaft beschleicht mich die Überlegung, ob ich in einen neuen investieren soll, bevor ich den jetzigen anpasse. Er liegt mir auch zu weit vom Kopf weg, sodaß ich den nach rechts beugen muß, was am nächsten Tag zu Nackenschmerzen führt. Kann man sicher kompensieren, aber muß vielleicht nicht sein.

    Bin ja mit Herrn Peter/Keppeler schon länger in losem Kontakt (siehe #1) und schau' mal, welche Möglichkeit ich da mit meinem bestehenden System hätte.

    Kannst Du zu #22 noch was sagen? Wie trainiert Ihr Liegendschützen? Auch Trockenanschläge? Kraft/Kondition/Dehnungen?

    Ihr könnt ruhig weitermachen; ich stehe zwar erst am Anfang, lerne aber gierig und etwas bleibt immer hängen, um Zusammenhänge zu begreifen.:)

    Am Samstag habe ich wie schon angekündigt, erstmalig geschossen.

    Meine Ausrüstung:

    die Super Match (zu der ich nachher noch Fragen habe)

    Geliehene, ganz gut sitzende Schießjacke (aber auch wohl museumsreif)

    Diopter mit Iris und 5 Farben (Korn 3,2 mm, werde ich auf 3,0 mm wechseln)

    "Schießhandschuh" ist ein alter Schweißerhandschuh, dem ich die Fingerkuppen abgeschnitten habe.

    Muni ist die Schönebeck Pistol Standard, die ich auch in der FP schieße.

    Der erste Schuß war eine 8 auf einer fremden Scheibe . . .

    Von den restlichen 39 Schuß waren 2/3 10-er, aber auch leider 4 8-er.

    Mir tat die linke Pfote ordentlich weh, aber nach 40 Schuß darf ich ja wohl eine Pause machen.

    Ging (aus meiner Sicht) besser, als befürchtet, aber der Anschlag ist sehr verbesserungswürdig, da er viel Kraft kostet.

    Das ist erstmal meine Basis.

    Nun habe ich Fragen, und würde mich über Eu're Hilfe sehr freuen:

    Gewehr: es soll zwar eine Super Match sein, was aber nicht draufsteht, sondern "Match 54, beschossen wurde es 1978 in Ulm. (HI)

    Der Lauf ist vorne 25 mm, danach 24 mm dick

    Darf ich davon ausgehen, daß ich dieses Eisen erstmal bis auf weiteres benutzen kann? Die alten Waffen waren nicht zwangsläufig schlechter als neue, da mußte noch nicht so gespart werden. (Ich schieße momentan ein altes russisches Eisen als Freie Pistole, die präziser als die moderne Morini ist und einen engeren Streukreis hat.)

    Der Schaft geht, aber die alte Hakenkappe sitzt zu tief und geht nicht höher; an der Schulter schwimmt's.

    Meine erste Überlegung ist, dem Lauf einen besseren Schaft zu besorgen.

    Gibt es dazu einen Rat? Kosten darf die ganze Chose etwas, ist ja mein Hobby.

    Welches Training ist noch angesagt?

    Rumpfstabi und Kondition?

    Danke für die Geduld und Gruß

    Wolfgang

    Hi Königstiger und Ritter;

    vielen Dank für Eu're Ausdauer und Mühe!

    Das reicht mir erstmal.

    Werde das umsetzen.

    Ein Bild von der Maschine mache ich noch und stelle es ein.

    Ritter: bin kurzsichtig.

    Hab' ich nicht verstanden: Dein Zitat:

    "Zuerst macht man die ganz auf, dann solange schließen bis man die Optimale Tiefenschärfe hat für sich selber, das merkt man sich dann.

    Dann wiederhohlt man das mit geschlossener Blende nochmal. Wenn sich die Werte unterscheiden nimmt man den Mittelwert."

    Welche geschlossene Blende? Ich dachte, die Iris wäre die Blende?

    Gruß

    Wolfgang

    Hallo Kollegen,

    vielen Dank für die Ratschläge :)

    Jacke und Riemen passen meiner Schätzung nach. Die Jacke ist oben so eng, daß ich sie mit dem Löffel schließen mußte; nach den ersten Versuchen ging's dann gerade auch so.

    Der Riemen zieht über die linke Schulter in den Schultergürtel und ich habe ein stabiles Gefühl.

    Hakenkappe ist da, halt die alte vom alten Schaft, aber sie ist schon grob einstellbar.

    Wenn mal alles sich gesetzt hat, wird auch der Schaft gehen; bei anderen ging's wohl auch.

    Bleibt als Aufgabe:

    Handschuh - geschenkt, da wird's wohl keine speziellen geben - nehme ich eine Standardausführung ?

    Diopter/Brille - es gibt wohl Irisblenden mit optischer Anpassung? Bei der Pistole brauche ich eine Schißbrille, beim Gewehr nach dem ersten Versuch nicht.

    Würde sich da ein etwas aufwändigeres Modell anbieten, mit dem ich das Loch einstellen und die Sicht optimal scharf stellen kann? Falls ja, was hat sich bewährt?

    Würde mich über ein, zwei links zu was Lesbarem auch freuen :)

    Mich besticht beim Liegendschießen die Präzision, weßhalb ich ja auch FP schieße.

    Hoffentlich übermannt mich mein Spieltrieb nicht zum (unüberlegten) Kauf eines Präzisionsgewehrs, falls gebraucht angeboten.

    Objektiv betrachtet, wird es einiges an Zeit und Training kosten, bis ich mein altes Super Match System an seine Grenze bringen könnte.

    Ist es eine gute Idee, dieses System nach entsprechenden Erfolgen in einen Spezialschaft zu betonieren? Falls ja, gäbe es Empfehlungen und wäre ich ggf. bei Keppeler in guten Händen? Ich halte den alten Anschütz-Lauf für sehr gut.