Beiträge von P.O.Ackley

    Zitat

    Auf die Frage, was passiert, wenn er , Simon Wölfl, die 9 mm auf sie richtet, kann man nicht vernüftig antworten.

    Nun ja, ich will nun nicht auch unbeding hetzten. Aber die beste Antwort wäre gewesen, dass man seine Schußwaffen nicht auf andere Personen richtet. Und falls die gute Reporterin nicht um die tötliche Wirkung von Geschossen weiß, kann man ihr auch nicht helfen. Solchen Fragen sollte man einfach aus dem Weg gehen. Ich weiß, ich red micht leicht, weil ich sowas sowieso nicht kann. "Diplomatie" ist für mich auch eher ein Fremdwort. Ich setz solche einfach vor die Türe und fertig.
    Wir sollten uns aber bitte nicht wieder gegenseitig zerfleischen. Bringt nix. Schon deswegen, weils keinen wirklich interessiert, was wir so als Punkte für den GK-Schießsport vorbringen.


    Martin

    Nicht streiten, bitte!
    Natürlich ist PR auch über die Medien wichtig. Aber man spricht einfach nicht mit bestimmten Reporter.
    Bei uns waren auch mal welche vom BR, damals von der Serie "Zwischen Schwaben und Altbayern" und brachten einen sehr netten Bericht über unsere Schießanlage und das Sportschießen im allgemeinen.
    Wer mit den Prodagonisten der privaten Medien spricht, kann sich schon denken, was da raus kommt. Aber genauso läufts auch bei Frontal, Report und Co. Hier geht´s ja gar nicht um objektiven Journalismus.
    Das mit den Psychologen finde ich immer ganz witzig. Wie solche Kaspers überhaupt Beurteilungen treffen können, ohne überhaupt einen Sportschützen zu Gesicht bekommen zu haben. Was ist dann mit Personen, die das Hobby zum Beruf machten, ihr Interesse für Schußwaffen. Beispielsweise Büchsenmacher.
    Aber lassen wir das. Wir werden sowas nicht verhindern können. Die Herren von Pro7, RTL und Co. flogen in der Vergangenheit bei uns schon paar mal raus. Aber es wird immer wieder welche geben, die sich hier profilieren müssen. Die unkenntlich gemachten Personen sollten sich was schämen. Wenn die wirklich nicht nur wieder gestellt war. Ob man hier eine Anzeige starten könnte? Geht aber wahrscheinlich auch nach hinten los. Hmmm......

    Martin

    Der klassische Hetzbeitrag.
    Kann sowieso nicht verstehen, dass sich immer wieder Idioten finden, die mit der Presse reden. Sollte doch bekannt sein, dass die einem das Wort im Munde umdrehen. Und dann noch die Schnarchnasen, die behaupten, keine Waffenschränke zu besitzen und dass es supereinfach ist, eine scharfe Waffe zu bekommen. :thumbup:

    Echt ne starke Leistung. Was soll man da nun als Gegendarstellung bringen. Hoffnungslos. Und dann immer wieder die "Experten" vorallem vom BDK. "In England gibts keine scharfen Waffen in Privathand" Forschen die überhaupt nach, was die da verzapfen, oder saugen die sich sowas aus den Fingern?

    Aber wie gesagt, der Schießsport ist eh unten durch, alles nur noch eine Frage der Zeit.


    Martin

    Zitat

    2009 haben wir dadurch kaum gespürt. Du kannst also Deinem Vater sagen,
    SOFERN die Gebühren nicht massiv angehoben werden und die Waffensteuer
    nicht eingeführt wird, lässt die Menge der freiwilligen Abgaben wieder
    nach, sobald jeder LWB ein Schreiben erhalten hat.

    Hallo Katja,

    erstmal Dir auch ein gutes neues Jahr. Und vorallem ein erfolgreiches Geschäftsjahr.
    Vater hat schon öfters was ausgeliehen bei euch, bzw. ihr habt ihm schon oft bei div. "Sonderkalibern" geholfen. Ich erinnere mich da zuletzt an diese 6PPC. :rolleyes:
    Aber nur nebenbei, sollange wird mein Vater nicht mehr im Geschäft sein, bis sich eine mögliche "Beruhigung" wirklich wieder bemerkbar macht. Und wie gesagt, ich werde auch den Teufel tun und das soweit weiter führen. Bei uns ist der Zug abgefahren.
    Auch danke nochmals für Deinen unermütlichen Einsatz. Mir fehlen immer die richtigen Worte bei solchen Briefen. Meißt leg ich mich immer gleich mit allen an, was schon zu, ich sag mal, "Spannungen" führte. Geht mir aber im Berufsleben genauso. Ich bin ein Mann der direkten Worte. Warum um den heißen Brei herum reden. In meinem neuen Verein versuche ich nun mich erstmal zurück zu halten. Aber wenn die wirklich nicht "aufwachen", seh ich da schon wieder schwarz, in Sachen "Diplomatie". 8| :D

    Martin

    Zitat

    Konstruktiver Dialog ist o.k.

    Die, die diese Forderungen der letzten Wochen und Monate auf den Tisch gebracht haben, wollen nichts "konstruktives". Die wollen uns entweder abmelken, bis wir aufgeben. Oder uns einfach den Schießsport verbieten. Deren Kompromiss sieht ja eh nur vor, das olympische Disziplinen erhalten bleiben, bzw. selbst diese "entmilitarisiert" werden müssen. Was auch immer dieser Blödsinn heißen soll.
    Und zum Nachwuchs. Viele Hürden sind bei uns einfach zu hoch. Es gibt bestimmt welche die sich dafür interessieren würden, aber wer fängt den heute mit 16 bzw. 18 Jahren einen Leistungssport an. In gewissen Ländern, ja selbst in dem "waffenhassenden" Großbritanien, bekommen 12 bzw. 14-jährige ihre Shotgun-permit und angefangen wird das Ganze eh schon mit 8,9 Jahren. Die sind so schon weiter wie unser "Nachwuchs". Und die politschen und geistigen Ergüsse unserer Gegner zum Thema "Jugend" und Waffen spare ich mir hier sowieso. Das geht bei LG-Ständen in Schulen an und hört beim Umerziehungsuntericht auf.


    Martin

    Zitat

    Sollte es zu der erpresserischen Waffenbesitzsteuer von 300 Euro oder
    ausverschämten Gebührenordnungen für LWB kommen - eine moderne Form der
    Wegelagerei des Mittelalters - kommen, kann ich zur Zeit nicht sagen, ob
    ich danach noch Gewehrschütze bleiben werde, mit dem Bogenschießen
    beginne oder meine Mitgliedschaft im DSB ebenfalls kündige.

    Es ist im Grunde eine einfache Rechnung. Mein jährliches Budget beläuft sich, je nach Schießjahr, auf grob 2k-3k€. Dies kann ich aber auch nur in diesem Maße aufrechterhalten, weil ich noch nebenbei einen 400.-€ Job habe. Ich besitze 19 Schußwaffen, mit denen ich grob die gut zwei Dutzend Disziplinen abdecke, die mich interessieren. So kann man eine einfache Rechnung auf machen, die mir persönlich meine finanziellen Grenzen aufzeigt. Hierbei sind natürlich die finanziellen Verluste, bei einer gegebenfalls anfallenden abgabe der Waffen, seis nun durch Verbote oder eben durch die Steuer, gar nicht eingerechnet. Habe mir meine Waffen teilweise vom Mund abgespart, in Ratenzahlungen finanziert, etwas, was ein Politiker sowieso nicht honorieren und verstehen kann (will). Die konnten noch nie mit den Steuern der Bürger umgehen, warum sollen sie nun auch plötzlich das persönliche Eigentum, das einen gewissen finanziellen Wert darstellt, respektieren. Dazu kommt, dass ich ein paar Waffen von meinem Vater geschenkt bekam, bzw. diese mit ihm gebaut habe. So hängt auch einiges an Erinnerung und vorallem Herzblut in div. Stücken. Sowas kann ein Poltiker eh niemals verstehen.
    Ich selbst habe vor dem inneren Auge einige Situationen durchgespielt. GK-Verbot ist klar, da wird man alles abgeben müssen. Wobei ich immer wieder anmerken möchte, dass man ja ein GK-Verbot im Schießsport möchte. So wird´s kein generelles Verbot für diese Waffen in einem neuen Waffengesetz geben, da man ja den Jägern ihre lassen möchte. Vorerst. Es gibt nunmal keine Gesetze nur für bestimmte Interessengruppen. Kenne auch genügend Jäger, die auch Sportschützen sind, so wird ein Verbot für diese interessant. Was müssen die nun abgeben?
    Bei einer Waffensteuer, je nach Höhe, muss ich auch abwägen, aber 95% aller Waffen werden wohl aus meinem Fundus verschwinden.
    Der Waffenhandel ist sich über die Tragweiten des Ganzen noch nicht wirklich bewusst. Ich selbst habe nun schon div. Bestellungen storniert. Darunter noch eine Scheibenbüchse. Auch die Dillon können die behalten. Ich werde nurnoch das für den "laufenden" Betrieb erforderliche einkaufe. Aber ich muss mein Geld hart erarbeiten auf dem Bau und hab nix zu verschenken.

    Es wird Zeit, dass unsere Verbandsfürsten Farbe bekennen. Und zwar für den Schießsport generell. Nicht nur eben für die eigenen DSB-Disziplinen oder gar nurnoch für die olympischen.
    Diese Schießveranstaltung in Bremerhaven dieses Jahr wäre beispielsweise auch ein guter Anlass. Nicht nur wieder die Politprominenz einladen, damit die sich auf Verbandskosten durchfressen und saufen können. Sondern denen zeigen, woher der Wind weht. Denn, wer Wind säht, muss Sturm ärnten. Aber ich denke, da wird, wie überall bei solchen Veranstaltungen, auf die political correctness geachtet.

    Martin

    Zitat

    Es gibt nämlich auch in den Reihen der DSB-ler etwa 50 % Grün/Links/Rot-Wähler.

    Das Hauptproblem hier, ist das hier:

    Zitat

    ... deshalb muss auch erst die Basis von ihrer Situation überzeugt werden.


    Es zeigt das ganze Dilemma auf allen Ebenen: fehlende bzw. falsche
    Situationsbeschreibung und Vorstellung von der eigenen
    Zukunftsentwicklung!

    Viele im DSB sind nunmal "nur" LG/LP und KK Schützen. Hiervon gibt es auch wiederum genügend, die gegen GK sind. Und so werden wir das eh niemals schaffen, alle unter einen Hut zu bringen. dazu kommt, das es für die meißten eher andere Beweggründe für eine Wahlentscheidung gibt, als den Waffenbesitz. So haben wir ja schon das Problem, dass wir Überzeugungsarbiet in den eigenen Reihen leisten müssten. Hierfür geht schon mal viel Kraft verloren. Und so bekämpfen wir zahlose "Feuerherde" in und außerhalb der Vereine/Verbände. Wie überall in unserer Gesellschaft fehlts einfach an der Toleranz. Das ist einfach so. Ich selbst hab auch keine einzige SLB, schon gar nicht so´n "bösen" Militärklon. Genausowenig interessiert mich das IPSC schießen und genausowenig das LG/LP Schießen. Ist halt so. Jeder ist nunmal anders. Aber dafür setzte ich mich für alles ein, was es an Schießdiszis gibt. Jeder soll das bitte machen, was ihn interessiert. Was mich zu diesem hier führt:

    Zitat

    Bei welchem Sport seht ihr eher eine Gefahr für die Innere Sicherheit, Fußball oder Sportschießen


    Wir sollten uns keine Illusionen machen. Ich höre immer, wir müssten mehr Fakten auf den Tisch legen. Die Punkte für den Schießsport hervorheben. Problem ist aber, das es die letzten zwei Jahre unsere Hardcore-Gegner nicht im geringsten Interessiert hat. Man sieht wie immer noch genügend Halbwahrheiten und Lügen über uns verbreitet werden. Absolute Schießsporthasser sich als Politiker in Szene setzen und ganz klipp und klar sagen: "Das müssen wir einfach alles verbieten!".
    Man sieht wie einfach es ist, uns mit Schmutz zu bewerfen. Und noch einfacher, einfach die Nazikeule auszupacken. Angesichts dessen was hier in letzter Zeit passierte, will da ja auch keiner dagegen sprechen.

    Für mich hat sich diese Diskussion vorerst mal erledigt. Die div. Interessenverbände haben nun handeln angekündigt. Bin da schon gespannt. Auch wie sich der DSB äußert. Meine Prognose kennt ihr. Wie auch in anderen Foren. Wenn unsere Verbände versagen, sehe ich in 2 Jahren keinen GK-Schießsport mehr in DE.
    Nebenbei, interessant sind so Konstellationen wie, Jäger und Sportschütze. Welche GK- Waffen müssen den dann überhaupt abgegeben werden? Da bin ich dann schon gespannt auf die Ordnungsämter, wie die sowas bearbeiten. :thumbup:
    Genauso würde mich das mal interessieren, wie man sich dass mit den Besitzverhältnissen denkt. Als GB die KW verboten hat, haben die zig Mrd. Pfund an Entschädigungen bezahlt. Denke nicht, dass man sich auf sowas in DE einlassen wird. Man war ja 1971 auch nicht so dämlich, den damaligen Waffenbesitzern ihr Zeugs einfach abzunehmen, sondern hat jedem ne WBK ohn Mun-Erwerb verpasst. War ja schließlich bis dahin ihr legaler Besitz. Die Politik hat immer viele Ideen und Wünsche, doch nie wirklich was ausgegorenes. Und nebenbei, "privater" Besitz ist den Linken und den Gemüsetaliban, wie dem bekennenden Marxisten Kretschmann eh fremd.

    So möchte ich nun allen ein gutes neues Jahr wünschen. Mit etwas Optimismus, das wir doch noch "gewinnen" könnten. Und vorallem ein erfolgreiches Schießjahr.

    Mit den besten Wünschen, euer

    Martin

    München, aber wir umfassen eher so den Raum westliches München und Schwaben.
    Mag auch sein, dass man das so als Schütze selbst im Verein nicht merkt. Aber wie gesagt, ich bin nun schon seit 20 Jahren nebenbei ind er branche tätig, aber so schlimm, wie´s die letzten zwei Jahre ist, was´s noch nie. Mein Vater ist seit 1966 BüMa. Sprich, er hat noch die "goldenen" Zeiten mitgemacht, sogar damals, als man 1971 das erste schwachsinnige Waffengesetz einführte, LW WBK-pflichtig wurden und auch noch, als man 1977 die hochgefährlichen Floberts und Zimmerstutzen WBK-pflichtig machte. Der Waffenerwerb war für Schützen, auch ohne Verband oder Verein bis in die 90er kein wirkliches Problem. Passiert ist ja auch nix. Der wirkliche Knick kam nach 2004.
    Ich kann dazu auch nur sagen, dass ich ja nun in einem BSSB Verein bin, in der GK-Abteilung. Und mich nach einem Monat Zugehörigkeit, schon jetzt nicht mehr retten kann, vor Einladungen zu Wettkämpfen. Weil man keine Leute mehr hat. Und wenn ich seh, was die Leute alles am schwarzen Brett zum Verkauf aushängen, kann ich mir auch meinen Teil denken.

    Aber wie du schreibts, das wirkliche Problem ist und bleibt die Politik. Die lassen sich überhaupt nicht, oder nur sehr schwer von ihrer Ideologie abbringen. Zwar denke ich auch, sollte jeder was für den Schießsport tun, aber im Grunde sind alle unsere Verbände gefragt. Die müssten uns viel besser in der Öffentlichkeit präsentieren. Und das Ganze mit Hilfe von Prominenten Schützen. Und natürlich mit solchen Preisträgern wie unseren Biathleten. Hier gehört endlich der Schulterschluß gemacht. Wenn die Politik, die Medien sehen, dass es wurscht ist, ob jemand LG oder 300m GK schießt, da alle Sportschützen zusammen stehen, dann werden sie zumindest hellhörig. Abbringen lassen die sich glaube ich nicht mehr, dazu sind diese Parteien einfach zu verblendet.
    Aber wie gesagt, das wird eh wieder nur auf faule Kompromisse hinaus laufen. Da wette ich mit euch.


    Martin

    Zitat

    Natürlich platzen die Waffenkammern der Büchser und Händler aus allen
    Nähten, was aber eher auf Erbwaffen und Altebesitz zurückzuführen ist,
    also die Erbenregelung zurückzuführen ist.

    Ja, das waren nach den Gängelungen nach W. die Hauptlieferanten. Aber langsam muss da ein Ende ja absehbar sein. Wenn man bedenkt, dass das bayerische LKA in den letzten zwei Jahren um die 200 Tonnen Waffen aus Altbesitz verschrottet hat. Und alle LRA haben noch nicht mal abgeliefert. 8|
    Aber wie gesagt, die Altbesitzer werden langsam weniger. Auch nehmen viele Händler, wie auch mein Vater nur noch "erhaltenswerte" Stücke an. In den letzten Monaten ist aber die Tendenz etwas gekippt, von Altbesitz Richtung Sportschütze. Die ganzen Alt-Jäger die aufhören, haben auch abgenommen, da viele in den Jagdkursen gleich ihr Zeugs verticken, bzw. verschenken.
    Aber wie gesagt, ich kann das nur aus unserer Region sagen. Selbst in nördlichen Bayern siehts da schon wieder anders aus.
    Die "Welt als in Ordnung" würde ich aber in der gesamten BRD nicht mehr sagen wollen.


    Martin

    Du würdest dich wundern, wer alles im Bereich Prominets der Jagd oder auch dem Schießsport nach gehen. Ja, und auch ein paar Politiker sind da auch dabei. Gab mal in einem Jagdforum eine Liste, mit bekannten Personen.

    Zitat

    Aber dafür habe ich noch zuviel Spaß am Schießen und ich will es solange ausüben, wie es halt noch geht.

    Ja, mir ja auch. Ich tüftle immer wieder was neues aus, hab noch zig Ideen im Kopf. Das mit einer 6mmPPC geht mir eh nicht mehr aus dem Kopf. Gott sei Dank, muss ich sagen, hab ich zur Zeit für sowas kein Geld. Auch muss da erst was aus dem Schrank raus.
    Aber es ist einfach frustrierend. Es vergeht keine Woche, wo nicht gut ein halbes Dutzend Schützen, teilweise sogar aus unserem Verein, im Laden stehen und ihr Zeugs los haben wollen. Alle hören auf. Und die Zahl nimmt stetig zu. Es hören viel mehr auf, als wir jemals noch "Nachwuchs" bekommen im GK-Bereich. Das ist leider so. Und so verfallen auch dann die Preise für Gebrauchtwaffen. Wie soll´s auch gehen, wenn keine Nachfrage mehr da ist. Ich kann jetzt nicht für andere Regionen sprechen.

    Martin

    Ja,
    aber ich bin´s leid. Seit zwei Jahren red ich mir in den Vereinen, am Schießstand oder wo auch immer den Mund fusselig. Schreibe Briefe an Verbände, und Politikler. Wenn man dann mal eine Antwort bekommt, ist´s der übliche "Brei". Ich habe mir gedacht, nachdem man uns nun wirklich ans Leder will. Uns finanziell "Schlachten" möchte, dass langsam alle aufwachen. Pustekuchen. "Es trifft doch uns nicht", oder "Was gehen mich als Jäger die Sportschützen an" oder was auch immer. Da werden Infomaterialien am Stand ausgegeben und das einzige was man darauf hört ist "zu populistisch". Keiner unserer Verbände schafft den Schulterschluß mit anderen Verbänden. Jeder versucht sein eigenes Süppchen zu kochen. Und ich wette mit euch um ein warmes Mittagessen, dass der DSB die GK-Disziplinen direkt oder indirekt über die Klinge springen lässt. Wir haben es bis heute nicht geschafft, bis auch die Biathleten vielleicht, ein unvoreingenommenes Bild über den Schießsport mit all seinen Fasetten in der Öffentlichkeit zu schaffen. Sobald irgendein Schreiberling oder Politiker wieder wüste Behauptungen aufgestellt hätte in den Medien, dann hätte es sofort Gegendarstellungen hageln müssen. Aber solche Gangarten sind ja zu "aggressiv". :cursing:
    Und dann kommen noch unsere sogenannten BüMa und Händler Verbände. Die mit so undurchsichtigen Firmen wie A.... Geschäfte machen. Als die bei uns im Laden standen, haben wir die achtkantig rausgeworfen. Ich weiß schon, warum wir in keinen dieser Verbände Beiträge pumpen. Die meinen immernoch, das egal was da kommen mag, es das BüMa-Handwerk und den Einzelhandel nicht treffen wird. Ich lach mich tot! Egal was da kommt, in welcher Kombination, ist der absolute Todesstoß für die Branche. Ich kann gar nicht verstehen, wie die alle so ruhig bleiben können. Aber bei mir brodelts eigentlich seit zwei Jahren auf kleiner Flamme.
    Ich kann meinem Vater und Gott nur immer wieder Danken, das er vor 20 Jahren schon den Weitblick hatte, mich erstmal was vernünftiges erlernen zu lassen. Den "insgeheimen" Wunsch, doch noch Vaters Laden zu übernehmen, hab ich vor zwei Jahren schon abgehackt.
    Der GK-Schießsport wird sterben. Das ist nun nurnoch eine Frage der Zeit, wenn nicht endlich alle aufwachen.
    Aber wie im genannten Bericht schon steht. Den Jägern und KK-Schützen will man ja nix. Vorerst. Somit können die sich ja wieder getrost zurück lehnen. Bis zur nächsten Debatte, über eine Waffengesetzverschärfung.


    Martin

    Carcano,

    ich verstehe das zwar nicht ganz, was du meinst. Aber das GK-Schießen wieder olympische Disziplin wird, glaube ich kaum.
    Schaffen es ja nicht mal unsere so hochgelobten Publikumslieblinge, die Biathleten, den Schulterschluß mit den anderen Schießsportdisziplinen in der Öffentlichkeit zu vollziehen. Aber wie überall geht´s auch hier noch um etwas Geld. Werbeeinnahmen und was auch immer. Da möchteman sich ganz sicher nicht als Freund des bösen Neonazi-GK-Schießsports outen.
    Wie gesagt, bin seit Dezember auch Mitglied in einem BSSB-Verein. Aber die dortige Meinung ist sehr bedenklich. Sie wird´s nicht treffen und alles andere ist viel zu populistisch.

    Martin

    Wie gesagt, die Baustellen werden immer mehr.
    Ich finde das langsam ein starkes Stück, was man sich als Sportschütze alles unterstellen lassen muss. Mich würde wirklich langsam interessieren, was den der DSB hier gegen machen will. Wenn überhaupt. Vorallem wie "Konsens" und Kompromisse bei diesen vielen Forderungen aussehen werden. Interessant ist auch, das immer wieder alles durcheinander gewürfelt wird. Das zeigt mir, das die Politik in keinster Weise irgendeine Ahnung vom Schießsport hat. Einmal fordert man ein Kurzwaffenverbot, das ein GK-Schußwaffenverbot einen Absatz weiter. Es wird langsam Zeit, das die Verbände Farbe bekennen. Die Politik möchte uns einen Kuhhandel anbieten. Weiterbestand (vorerst) von LG/LP und KK und im Gegenzug die "6%" GK-Schützen über die Klinge springen zu lassen.

    Martin

    Zitat

    Aber ich glaube der Zug ist abgefahren.

    Das denke ich auch. Bin in der Woche min. einmal am Schießstand. Nun, seit ich noch im BSSB bin ein zweites Mal an einem anderen Stand auch noch. Die Meinungen sind hierbei sehr geteilt. Aber nirgendwo habe ich soviel Gleichgültigkeit gesehen, wie unter BSSB Mitgliedern. 90% sind ganz sicher immer noch der Meinung, das es sie niemals treffen wird. Ich komme auch viel mit Jägern zusammen und hier ist das selbe Bild zu sehen. Viele haben immernoch im Hinterkopf, das sie sowieso nur die einzigen sind, die ein Anrecht auf den Schußwaffenbesitz hätten. Und dazu kommt noch, das die Jägerschaft untereinander auch sehr zerstritten ist. Das beginnt nun bei den SLB´s und hört bei "ökologischen" Fragen der Jagd auf. Wie ich schon mal schrieb, bei 350.000 Jägern hat man grob 700.000 Meinungen versammelt.

    Zitat

    Die Zahl 1,5 Mio. ist grundfalsch.

    Kannst du genauere Zahlen nennen? Ich hab hier schon mal grob beschrieben, wie groß ein Anteil von GK-Schützen sein könnte. Politisch gesehen verschwindend gering. Niemand wird auf Interessenvertreter hören, die Mitgliederzahlen vertreten die zwischen 20.000 und 50.000 liegen. Schon gar nicht irgendwelchen Splitter-Lobbyverbänden die 5000 Leute beinhalten. Die lachen uns aus, das verspreche ich euch.
    Der einzig "ernst" zu nehmende Verband ist der DSB. Und der macht, wie auch der DJV, wieder irgendeinen Kuhhandel.
    Nehmen wir mal an, dass die grob 1 Mio. Waffenbesitzer, die grob 6,1 Mio. Waffen besitzen, sich einig wären, alle in einem Verband drin wären, dann noch von den unzählichen LG/LP Schützen unterstütz würden, dann könnten wir von einer "Lobby" sprechen.
    Ich weiß, ich weiß. Ich bin in dieser Richtung einfach sehr pessimistisch. Die Geschichte hat mir´s aber gelehrt. Ich persönlcih muss aber auch sagen, habe keinen Bock mehr, mich als einzelner immer und immer wieder bei irgendwelchen Schnarchnasen für mein Hobby und meine Interessen rechtfertigen zu müssen. Dümme Briefe an dümmliche Politiker zu schreiben, die dann mit irgendwelchen Einheitsnonsens oder ideologisch verblendetem Mist beantwortet werden, wenn überhaupt. Klar, alle müssen was tun, jeder einzelne, aber das interessiert die Politik wenig. Bei gut 62 Mio Wahlberechtigten. Für sowas haben wir schließlich unsere Verbände, denen ich im Jahr einige Hunderte € überweise. Damit man mich vertritt, als Schütze und Waffenbesitzer in der Öffentlichkeit und vor der Politik.


    Martin

    Zitat

    War also genügend Vorbereitungszeit.
    Genutzt hat sie keiner.

    Ja! Aber man hat die letzten Jahre damit vertan, sich gegenseitig schlecht zu reden. Bzw. man hat sich in seine Ecke verkrochen und hat "gemeint" das nun endlich wieder Ruhe einkehren wird. Ich habe schon nach W. gesagt, dass dies nun erst der Anfang ist. Die Politik beschränkt sich nun ja nicht mehr nur auf ein paar Forderungen, nein, sie machen jeden Tag ne neue Baustelle auf. Mittlerweile geht es nicht nur einfach um das GK-Verbot, ja nicht mal "nur" um "böse" KW, die man verbieten will, nein, man möchte das flächendeckend verbieten. Jede GK-Sportart. Und vorallem die "bösen" SLB´s, sogar in Jägerhand. Und man möchte eine zentrale Lagerung. Und man möchte eine Waffensteuer. Und man möchte höhere Gebühren für die Nachschau. Und man möchte keine Jugendarbeit.
    Mich würden mal wirklich interessieren, wie "konstruktive" Gespräche, die ja auch nun Herr Tschöpe will, aussehen werden. Wie ein Kompromiss hier aussehen wird. Die "Arschkarte" haben eh die Sportschützen, die mehrere Disziplinen schießen, sprich "zu viele" Waffen besitzen. Selbst wenn man sich an die "olympischen", bzw. DSB-Disziplinen halten würde.
    Unsere Argumente zählen eh nicht. Wir können noch so oft schreiben, wie wenig relevant legale Schußwaffen sind, ja das LW bei diesen Delikten überhaupt keine Rolle spielen. Das ist alles egal. Zählt nicht. Die wollen die Waffen aus dem Volk haben. Wollen keinen Schießsport im heutigen Sinne. Das müssen wir uns alle endlich begreiflich machen.
    Viele Sportschützen haben dies aber schon erkannt. Und gehen einen anderen Weg. Wenn ich alleine sehe, wieviele in unserer Region jede Woche aufhören und ihr Zeugs los haben wollen. Das ist der Weg, wohin es führen wird. In zwei Jahren ist der GK-Schießsport tot. Wenn das mit der Waffensteuer Schule macht, noch früher. Das verspreche ich euch.

    Martin

    Zitat

    Das kennt man bspw. von Tabaksteuer (Ziel: Weniger Tabakkonsum), Ökosteuer (Ziel: Weniger Schadstoffaussstoß) oder Kampfhundesteuer (Ziel: Weniger Kampfhunde). In einigen Bereichen gibt's leider krasse Regelungen: Kampfhundesteuer von 500 Euro / Jahr ist ebenfalls kein Pappenstiel.

    In erster Linie geht es dem Staat um die Einnahme von Steuern. Die vor etwa 10 Jahren eingeführte Erhöhung der Tabaksteuer sollte ja nicht "lenkend" wirken, sondern die Mehreinnahmen in die innere Sicherheit gesteckt werden. Die Reduzierung des Tabakkonsums, der daraus resultierte, war eher eine Nebenwirkung und vor allem hinderlich. Da die Einnahmen zurück gingen.
    Die Ökosteuer war im Grunde auch nur so ein Politikprodukt. Bei einer wachsenden Gesellschaft, die dem Arbeitnehmer immer größere Mobilität auf´s Aug drückt, sind Forderungen nach weniger Schadstoffausstoss nur zweitrangig. Ich muss zur Arbeit, also muss ich auch tanken, koste es was es wolle.
    Die Sache mit den Kampfhunden hat aber dann schon ähnliche Qualitäten. Hier versuchte die Politik über den Geldbeutel gewisse Hunde aus den Besitz zu verdrängen.
    Beim Thema "Waffen" ist´s eher noch extremer. Wir haben in der Politik im Grunde keine Führsprecher mehr. Legaler, ziviler Waffenbesitz und das Interesse dafür ist absolut verpöhnt. Ein no-go. Und so ist es eben nicht verwunderlich, dass man als Waffenbesitzer eben in Kauf nehmen muss, eine Strafsteuer zu zahlen. Und 25.-€ pro Monat sind ja eh nicht viel, wenn man eine Waffe besitzt. Wer mehr besitzt hat halt Pech gehabt. Und muss einen Teil abgeben. (Ich schreibe "abgeben", da, wenn sowas Flächendeckend eingeführt ist, an einen "verkauf" nicht mehr zu denken sein wird.)

    Auch, wenn ich mich immer wieder wiederhole, eine härter Gangart ist kein Fehler. Die Politik möchte keine Kompromisse eingehen. Sie wollen den privaten Waffenbesitz abschaffen. Den Schießsport auf das absolute Minimum reduzieren. Alleine Aussagen, dass selbst die Schießdisziplinen bei Olympia noch mehr "demilitarisiert" werden müssten, ist ein Zeichen, wohin der Weg in DE geht. Argumente, wie "wir schießen nur auf Pappscheiben" werden uns bald nichts mehr helfen.


    Martin

    Langssam brennt die Luft. Die SPD lässt sich nicht von ihrem Plan abbringen. Auch sind die Argumente interessant. Man will ja den Vereinen
    nix böses. Nur eben den Mitgliedern an den Geldbeutel bzw. ihnen die legal erworbenen Schußwaffen streitig machen. Sie zur Abgabe zu zwingen. Auch interessant ist das absolute Nichts-Wissen dieser Politiker. "Anders als beispielsweise in GB wäre in DE Schießsport eben (leider) legal." Informieren dich diese Deppen eigentlich, oder plappern die das auf Bildniveau runter? Und die Bundes-SPD bläst natürlich ins selbe Horn. Wenn hier nicht noch ein Wunder geschieht, wird sich hieraus ein Flächenbrand entwickeln, den wir nicht mehr löschen können. Nur einfachmal "wegziehen" wird dann eher nix mehr nutzen. Das Jahr ist bald rum und in den ersten Monaten wird es dann für die Bremer Waffenbesitzer ein böses Erwachen geben. Gibt es im Raum Bremen eigentlich keine Waffengeschäfte und Büma´s. Also ich würde mich etwas angepisst fühlen, als Büma, wenn die in Bayern sowas einführen. Langsam verstehe ich immer besser, warum mein Vater wollte, das ich nicht BüMa lerne.

    Auch mal so eine allgemeine Frage in den Raum. Gibt es in Bremen eigentlich keine Waffensammler oder Sportschützen, die mehr als "nur" ein KK besitzen? Ich meine, ich kenne Sammler die besitzen 100 oder mehr Schußwaffen. Da gehts dann an die Existenz. Oder eben wie meiner einer, der mittlerweile 19 Schußwaffen für die Ausübung des Schießsports sein eigen nennt. Es ist da nun egal, ob nun ein Steuerbescheid über 5700.-€ oder gar 30.000.-€ ins Haus flattert. Wenn sowas erst die Instanzen geht, mit Mahnbescheiden, sich addierenden Mahngebühren, Gerichtsvollzieher und irgendwann Gehaltspfändungen mit entsprechenden Schufaeinträgen, wird man in diesem Lande nie wieder festen Boden unter den Füßen bekommen.
    Ist das eine Art "Strafe", die sich diese Kommunisten ausgedacht haben? Und keiner merkts?


    Martin

    Meine Aussagen bitte nicht falsch verstehen. ich bin der letzte, der einfach so aufgeben würde. Habe ich die letzten zwei Jahre trotzallem auch einiges an Zeit und finanzielle Mittel in mein Hobby gesteckt, zum Leidwesen meiner Frau. :D Letztes Jahr eine 4. KW gekauft. Aber größere Investitionen werden erstmal eingefrohren, beispielsweise eine BR-Büchse. Ich bin in drei Verbänden, dem VDW, dem BDS und seit diesem Monat im BSSB. Auch bei prolegal und dem fvlw bin ich Mitglied. Viele BSSB Schützen sind auch in anderen Verbänden und Vereinen noch Mitgleid, das "erleichtert" es natürlich. Aber es sind im Grunde einfach zu wenige.


    Martin