Hallo,
Wer von euch praktiziert in der Stehend-frei-Stellung (egal ob LG oder KK) das Laden aus dem Anschlag.
Die Biathleten

Aber jetzt ernsthaft. Ich muss vorausschicken, dass ich bei Stehend nicht im Anschlag lade, will das Thema aber mal versuchen logisch anzugehen.
Wie viele Kontaktstellen habe ich beim Stehendanschlag, an denen ich beim Laden "Veränderungen" vom einen zum nächsten Schuss einbringen kann?
- Stützhand - Gewehr
- Schulter - Gewehr
- Abzugshand - Gewehr
- Stützarm - Hüfte
- Kopf - Gewehr
Der Rest (Vorschub Hüfte, Abknicken Oberkörper, etc.) bleibt mehr oder weniger stabil - wenn man davon ausgeht, dass man sich das ordentlich antrainiert hat.
Wenn ich auf dem Stativ lade, löse ich die Verbindungen 1, 4 und 5 und evtl. sogar die 3, da der Kammerstängel mit der Stützhand schwierig zu erreichen ist. Beim Laden im Anschlag bleiben die Verbindungen 1 - 3 fest, während ich nur 4 und 5 trennen muss. Zusätzlich kann man auch noch den Vorschub der Hüfte beibehalten, womit ich noch eine weitere Variable fixiere. Sollte ich also - rein theoretisch - eine höhere Reproduzierbarkeit haben.
Beim Bundesligafinale LG ist mir aufgefallen, dass Schützen, die im Anschlag geladen haben, das häufig nicht währen des gesamten Wettkampfes durchgezogen haben.
Da unsere Haltung nicht unbedingt orthopädisch günstig ist, macht es wohl Sinn, zwischenzeitlich den Anschlag aufzulösen.
Ein Bekannter hat schon vor einigen Jahren beim KK (leider weiß ich nicht mehr, welchen Typ er hatte) eine Patrone geladen und die nächste in die Verschlussmulde gelegt. Beim Auswerfen der Hülse ist dann gleich die nächste Patrone zum Laden reingefallen und er konnte im Anschlag bleiben.
Gruß
Konrad