Beiträge von Volker

    Ich denke, dass BBF recht hat, auch wenn er durch Seine Impulsivität Akzeptanzprobleme hat. Immerhin erscheint er mir integer was man nicht von jedem hier behaupten kann.

    Es ist nun mal so, das geredet wird, geredet und wieder geredet, das Handeln der Verbandsspitzen bleibt aus. Und hier lesen mit Sicherheit einige Verbandsspitzen mit. In der heutigen Zeit muss jeder Euro für den Erhalt unseres Sports ausgegeben werden, damit unter anderem auch die Tradition überleben kann. Die Verbände müssen sich in einer IG zusammenschließen, statt gegeneinander zu kämpfen, aber was solls?

    In zwei Jahren kommt Rot/Grün an die Macht, bis dahin werde ich das Vorderlader- und GK-Schießen noch genießen. Als Jäger verbleiben mir wenigstens ein Teil meiner Waffen vielleicht noch ein paar Jahre länger, aber auch den Jägern werden die Waffen weggenommen.

    Danach werde ich mich wahrscheinlich wie BBF engagieren, dass die bösen Luftdruckdisziplinen gerade für Kinder und Jugendliche unter 25 aufgegeben werden, zu groß ist die Gefahr, dass die Kinder verführt werden sich dann illegale GK-Waffen zu besorgen um anschließend Amok zu laufen. Das gilt auch für Lichtgewehre, Spielzeuggewehre und alles was auch nur im entfernsten an die furchtbaren Schusswaffen erinnert. Und ich denke, dass ehemalige Sportschützen da besser sind als die heutigen rotgrünen Gutmenschen.

    So long, das war mein letzter Beitrag, denn ich denke, dass meine Akzeptanz mit diesem Beitrag auf Null gesunken ist.

    Es ist völlig egal, was die anderen Diskussionsteilnehmer von einem denken, es ist viel wichtiger, was man den Zuhörern/Mitlesern in einer Diskussion mitteilt und dass man klar seinen Standpunkt erläutert und vertritt.


    Guter Beitrag, zwei Anmerkungen dennoch:

    • Es ist wichtig, was die anderen von einem denken (ich glaube das meintest Du aber auch)
    • Nicht was man in einer Diskussion mitteilt ist wichtig, sondern das was beim gegenüber ankommt und das unterscheidet sich häufig; insbesondere dann, wenn es eine "Vorgeschichte" zu der Diskussion gibt.


    Daher sollte man diesen Part möglichst geschulten Profis oder doch wenigstens den Leuten mit etwas natürlichem Talent überlassen. Ich denke, ein "Pressesprecher" pro Verein wäre sicherlich eine gute Idee. Die Waffengegner haben in der Regel die geschickteren (unverschämteren?!) Rhetoriker auf ihrer Seite.

    Immer noch kein Kommentar zum Linkinhalt von Beitrag 22


    Naja, ein Kommentar noch zu Minimags Beitrag:

    Es sind gewiss keine Traumtänzer. Schießen ist gesellschaftlich irrelevant, die olympischen schießsportlichen Disziplinen müssen daher auch abgeschafft werde, vor allem, wenn Sie von Unbelehrbaren wie Dir zur Rechtfertigung des Sportschießens genannt werden. Du gefährdest mit Deinem pochen auf eine Ausbildungsstätte zum Gebrauch von Waffen in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Schule nicht nur die öffentliche Sicherheit - das allein ist bereits Grund genug diese Ausbildungsstätte ohne Entschädigung zu schließen, für die Verwaltungskosten hat Euer Verein aufzukommen - Du verführst Kinder und Heranwachsende, insbesondere männliche Heranwachsende zu Machtphantasien, die sie genetisch bedingt beim Anblick dieser Tötungsinstrumente bekommen.

    Ich hoffe aber, Du siehst Deinen Irrweg ein. Ansonst raten wir Dir zu einem Termin mit einem Psychologen, Adressen geben wir Dir gerne. Bitte überlege auch, ob Du Deine Tötungsinstrumente nicht lieber sofort abgeben möchtest. Du wirst Dich danach freier fühlen und hättest wieder Zeit um in gesellschaftlich relevanten Projekten mitzuarbeiten. In zwei Jahren wird die Macht mit uns sein und dann nehmen wir Dir Deine Waffen sowieso ab, entschädigungslos - Du verstehst?

    Mit ökologischem Gruß

    Ich habe mir gerade das Thema noch einmal durchgelesen. Was genau findet ihr daran problematisch? Die deutliche Unterscheidung der Interessensgruppen von Sportschießen über Waffensammeln bis Selbstverteidigung?


    Problematisch finde ich Deine Reaktion auf den in dieser Diskussion verlinkten Antrag der Grünen betreffend Verschärfung des Waffenrechts. Statt Dich zumindest verbal dagegen zu stellen, benutzt Du diese Information um Dich von denen abzugrenzen, die in diesem Antrag am ehesten betroffen sind.

    Problematisch finde ich, dass Du mit dem Begriff "Waffennarren" diesen Personenkreis abqualifizierst und damit versuchst die von Dir unterstützten Schießsportdisziplinen als "gut" zu benennen. Hast Du eigentlich diese Stellungnahme auch an die Grünen gesendet? Es wäre folgerichtig.

    Problematisch finde ich, dass Du dem St. Florian Prinzip folgst und Dich dazu noch instrumentalisieren lässt. Oder setzt Du schon mal die Ideen von Herrn Kretschmann aus innerer Überzeugung um?

    Problematisch finde ich, dass Du Deiner eigenen Klientel damit einen Bärendienst erweist, denn die Entwaffnungsorgie wird auch vor Luftdruckwaffen nicht haltmachen. Divide et impera, die Waffengegner haben das längst begriffen.

    Problematisch finde ich Dein Herunterspielen im Sinne von "So schlimm kann es gar nicht kommen, wir sind nicht die Waffennarren, wir sind die Guten, wir haben Freunde in der Politik", Dein völliges Negieren der politischen Realität heute. Du bist damit ein Multiplikator dieser Auffassung für Hunderte von Sportschützen, die momentan beginnen, diese Bedrohung wahrzunehmen.

    Geronimo, jemand aus dem Norden und andere unterscheiden (recht selbstherrlich) zwischen "guten" Sportschützen und angeblichen Waffennarren und Sammlern und Geronimo hatte schon damals leichte Schwierigkeiten mit dem Unterschied zwischen legal und illegal besessenen Waffen.

    Ich hatte Geronimo zwar für einen strammen DSB-Funktionär mit GK-Abneigung gehalten, aber immer noch für einen Schützenkameraden der den gesammten Schützensport nach außen vertritt und duchaus auch normal mit Randgebieten wie Waffensammeln umgehen kann. In vielen guterhaltenen Burgen und Schlössern kann man Waffensammlungen besichtigen und ich habe selten Abscheu bei den Betrachtern gespürt.

    Im Grunde erkenne und unterstelle ich da schon die Besorgnis um die Zukunft des Schießsports. Das da dann aber auch dem einen oder anderen schon mal Holzwege und Sackgassen als vermeintliche Lösung einfallen, ist zwar unschön und manchmal auch problematisch, aber auch irgendwie menschlich. Wir dürfen ja nicht vergessen, auch die Sportschützen sind ja (meist) nur kleine Menschlein.

    Mag sein, das da Besorgnis im Spiel ist. Das Ergebnis ist aber unprofessionell. Es ist im Grunde so unprofessionell wie Herrn Ambachers Auftritt im Bayerischen Alpha-Kanal. Ich verstehe, dass da Leute wie BBF aggressiv werden und entsprechend reagieren obgleich das die Sache auch nicht weiterbringt.

    Geronimo distanziert sich mit diesem Beitrag so sehr von den "anderen" Disziplinen wie er es anders kaum effektiver hätte tun können. Das allein mit der Mentalität der kühlen Nordländer zu erklären erscheint mir unzureichend. Um sich mit Geronimo auseinanderzusetzen, müsste man wissen was ihn antreibt so zu handeln. Letztlich kann nur er oder Leute die ihn gut kennen darauf anworten, ich gehöre da nicht dazu.

    @BBF Ja, verstehen kann ich Deine Reaktion jetzt schon. Ich bleibe aber dabei, dass man nach dem ersten Aufreger wieder auf die Sachebene zurück muss, sonst endet die Diskussion in Beschimpfungen oder Schlimmerem. Die Lösung einer Auseinandersetzung muss für beide Parteien gewinnbringend sein, wenn sie nachhaltig sein soll.

    Ich lese zur Zeit das Forum etwas quer und stoße dabei auf manch interessante Aussagen. Eine passt ganz gut zum letzten Beitrag von BBF:

    Abrüstung in Privatwohnungen - Maßnahmen gegen Waffenmissbrauch - Waffenrecht - Meisterschützen

    Normalerweise verstehe ich Dinge recht schnell, diese hier aber nicht. Wahrscheinlich weil ich nicht verstehen will, weil alles in mir sagt, das siehst Du falsch, das ist alles ganz anders gemeint.

    ;(

    Ich bleibe dabei, Ambacher leugnet GK-Disziplinen wie seinerzeit Petrus den Herren.

    http://www.youtube.com/watch?v=U7QUGf5KvUA&NR=1

    Wer mag, schaue sich noch die anderen Teile an. Am Anfang der verlinkten Stelle wurde Ambacher unter Druck gesetzt und er versagt!

    Petrus hatte es nach dem 3. Mal wenigstens gemerkt.

    Und Geronimo, eine Einstellung Für oder Wider GK kann ich respektieren. Bei Druck die Unwahrheit sagen und seine Haut auf Kosten derer retten, die man vertreten soll, ... pfui Deibel.

    Ich habe eigentlich ein schlechtes Gewissen. Ich denke, ich störe einfach nur die Beschaulichkeit hier, das ist mein Ernst. Auf der anderen Seite, der eine oder andere beginnt ja bereits die Realität zu sehen. Der ganze Schützensport ist betroffen, es wird noch nicht mal bei Luftdruckwaffen aufhören.

    Wer sich nicht bewegt, den bestraft das Leben.

    ich sehe keinen Grund hier irgendjemand zu beleidigen. Für einige hört das Sportschießen bei KK auf. Das ist eben so, es ist aus Sicht der GK-Schützen frustrierend, aber es leitet sich für sie kein Recht zur Beleidigung ab. Geronimos Verhalten ist aus meiner Sicht absolut integer, für GK-Sport hat er kein Interesse und er setzt sich dafür auch nicht ein. Ich, als GK-Schütze kann das bedauern aber nicht das Recht daraus ableiten ihn zu diffamieren.

    Bei Herrn Ambacher sehe ich das anders, er vertritt die GK-Sportler, wenn auch nur in der Theorie. Er ist nicht integer und ich scheue mich nicht dies auszusprechen.

    Die Meisterschützen sind alles aber kein GK-Förderverein und das ist letztlich zu respektieren. Ich denke, in der Sache ist alles gesagt, Dingo hatte bereits darauf hingewiesen.

    Wenn das Pferd tot ist, musst Du absteigen.

    Hallo Dingo,

    interessanter Beitrag. Welche Argumente Für und Wider mag es noch geben? Ich denke, alle sind bereits mehrfach genannt. Wir haben uns heißgeredet, weil wir eben heiß um die Betrachtungsweise kämpfen, die nach unserer subjektiven Sicht richtig ist.

    Dein Beitrag zeigt, dass wir mit den Für und Wider aufhören sollten, jetzt ist die Zeit des Handelns gekommen und auch dieses Handeln wird nur subjektiv als ausreichend oder nicht ausreichend wahrgenommen werden können.

    Es ist zu erklären, wenn auch nicht einfach. Der eigendliche Entscheider tief in uns stellt immer die gleichen beiden Fragen: 1) Bringt es Freude und/oder 2) Vermeidet es Ärger (Lust/Schmerz-Prinzip). Der Entscheider antwortet dann subjektiv aufgrund seiner Erfahrungen in der Kindheit und seiner Prägung im sozialen Umfeld als Erwachsener (vereinfacht). Beispiel: Die Frage: "Willst Du für Deine Haltung sterben? würde ein überzeugter Christ im Rom im ersten Jahrhundert anders beantwortet haben als ein bezahlter Söldner im Dienst irgendeines Kriegsherrn.

    Bei Nietzsche könnte man das genauer nachlesen aber wollen wir soviel Philosophie überhaupt konsumieren? Ich meine NEIN. Es würde uns zwar verstehen helfen warum wir reagieren wie wir reagieren aber wir würden kaum anders reagieren. Unser innerer Schweinehund (einer der vielen Namen des eigendlichen Entscheiders) wird mit zunehmendem Alter immer unbelehrbarer.

    Dingo, es gibt nur selten ein absolutes Richtig oder Falsch. Die Frage wie der Schießsport zu erhalten sei beantwortest Du aufgrund Deiner Erwartung an das was Dir der Schießsport geben soll und aufgrund Deiner Erfahrung wie Du bisher Probleme gelöst bekamst eben anders als ein anderer Teil von uns.

    Es gibt keine neuen Argumente. So wie Du auch selbst schreibst, bleibt nur die aufmerksame und stetige Analyse der vorhandenen Argumente. Wäre die IANSA (und andere) nicht im Hintergrund, würde ich mit Freude eine philosophische Diskussion über den "richtigen" Weg führen. Allein, dafür gibt es keine Zeit mehr. Die Zeit des Streits über das richtige Vorgehen ist vorüber. Jeder versuche (ein wenig Alter Fritz zum Schluß) den nach seiner Auffassung richtigen Weg zu gehen. In dem Sinn, viel Erfolg auf Deinem Weg, den ich nicht für falsch aber für unzureichend halte.

    Geronimo,

    alle Schießsportverbände äußern sich gegenüber Politikern und Journalisten eher vorsichtig und leise. Der DSB Präsident vergisst in öffentlichen Interviews sogar sein Interesse an den eigenen Großkaliber-Kurzwaffendisziplinen, es ist zu verstehen aber nicht zu akzeptieren.

    Journalisten (die meisten) hetzen gegen den Schießsport, sie hetzen bei Bedarf auch gegen Stierkampf, gegen Motoradfahren, gegen die Kirche, gegen Fußballtrainer, gegen schwache Politiker - sie hetzen gegen alles was dem gemeinen Volk Schadenfreude bringt, denn diese erhöht die Zahl verkaufter Exemplare. Ich weis, das war jetzt böse von mir, sogar sehr böse. Mit dieser Aussage zeigt eigentlich, dass ich vor solchen Leuten keinen Respekt mehr habe.

    Dan hat zuvor zu Recht nach der Rolle der Verbände gefragt, diesen Manipulationen entgegenzutreten. Eine Information der Öffentlichkeit setzt sich vor allem durch ihre ständige Wiederholung und nicht durch ihre inhaltliche Qualität durch. Werden Diffamierungen nur oft genug wiederholt, werden sie für wahr gehalten.

    Die Chancen, öffentlich für den Waffenbesitz Stellung zu nehmen sind dünn gesäht. Wenn diese dann noch durch Zögerlichkeiten und Angst um das eigene Ansehen und um die eigenen Vorteile vergeben werden, dann kann ein solches Verhalten nicht mehr mit Attributen wie höflich, überlegt, gewinnend und diplomatisch belegt werden. Ich bin jetzt nochmal böse: Ich würde es mit dem Attribut "feig" belegen.

    Wir dürfen den Journalisten und Politikern nicht die Meinungsführerschaft überlassen, wir brauchen entschlossene Interessenvertreter die zwar höflich und ruhig in der Art aber kompromisslos und klar in der Sache Stellung beziehen. Sicher, wir können dabei verlieren aber wir haben schon verloren, wenn wir es nicht tun.

    Die Geschichte des Waffenrechts zeichnet sich durch eine monotone Zunahme an Einschränkungen und Misstrauen gegenüber Legalwaffenbesitzer aus. Die bisherige Schmusepolitik konnte dem nichts entgegensetzen. Gehen wir wenigstens jetzt einen konsequenteren Weg, wenn vielleicht auch das letzte Mal. Und Geronimo, auch das Schießen mit Luftdruckwaffen und Kleinkaliber ist am Ende vom Verbot betroffen.

    Das Beitreten zu einer Lobbygruppe dauert nur wenige Minuten. Es kostet im Monat weniger als ein Trainingstag lang die Munition. Und es erhöht die gegenüber den politischen Entscheidungsträgern wichtige Legitimation durch die banale Mitgliederzahl. Es ist passiv, aber es ist besser als nichtstun. Und alle anderen Aktivitäten, die einige von uns auf Vereinsebene ausführen bleiben davon unberührt.

    Die Ignoranz des DSB und des DJV (ich bin da wütend und traurig zugleich) wäre für mich auch heute kein Grund prolegal nicht zu unterstützen. Und ich bin sicher, dass wir alle froh wären, würden die Funktionäre beider Verbände endlich Ihre Eigeninteressen hintenanstellen.

    Nur Minuten!

    Ich möchte an dieser Stelle nochmals auf den Beitrag von Wilhelm zurückkommen:

    Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund - Seite 17 - Organisation und Verwaltung - Meisterschützen

    Natürlich hat Wilhelm recht. Die Struktur des DSB lässt ein echtes Engagement seiner Funktionäre auch nicht zu. Zuviel haben sie zu verlieren, wenn sie gegen den politischen Strom schwimmen. Zu schnell können sie von Fördermittel abgeschnitten werden und dann ist es aus mit reisen, repräsentieren und sich hofieren lassen. Leider gilt das auch für die kleineren Verbände, auch Ihnen kann die Hölle geboten werden, über das Wie mag ich hier nicht reden, zuviele lesen mit.

    Aber was ist dann die Konsequenz? Ausschließlich Aktionen auf Vereinsebene? Sicher besser als Nichts und Hochachtung den Akteuren, aber ist das ausreichend? ich meine Nein, die Politik nimmt nur die Masse war. Die Masse muss vertreten werden, dies geht nun mal nur über Verbände, Lobbygruppen, etc. Ich wäre froh, wenn der DSB diese Lobbygruppe wäre, er ist sie nicht. Zuviele Häuptlinge sagt Wilhelm. In der Tat, so ist es. Aber wir alle sollten die Konsequenz daraus ziehen. Die Schützenverbände können uns zur Zeit aus dieser Misere nicht herausbringen.

    Ich sehe nur noch die Chance über eine verbandunabhängige Interessenvertretung. Nach dem Sündenfall des FWR sehe ich da prolegal als heute einzige existente Alternative.

    Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin im DSB, FWR, BDS und prolegal und zwar nach und nach in dieser Reihenfolge. Ich engagiere mich auch in keinem dieser Verbände auf der "Leitungsebene"; es muss eben auch Indianer geben, nicht nur Häuptlinge. Ein einfacher zur Jagd gehender Indianer, der mit seiner Frau auch Sportschießen betreibt möchte einfach seine Waffen und sein Hobby behalten. Dies ist nur über ein starkes Lobying möglich, das sich ohne Wenn und Aber zum legalen privaten Waffenbesitz bekennt.

    Wie gesagt, prolegal ist für mich zur Zeit die einzige existente Alternative. Die Vereine sind die einzelnen Finger, sie verantworten Sympathie oder Antipathie der Öffentlichkeit. Die Politik aber braucht mehr, sie braucht die Faust - in Gestalt klarer, kompetenter, intelligenter Argumentation mit der Legitimation möglichst aller.

    • Die Argumente sind ausgetauscht
    • Es wurde verurteilt und in Schutz genommen
    • Einige haben von Ihren Aktivitäten berichtet
    • Andere haben gegrumelt
    • ... und alle sind sich einig, dass es 5 vor 12 ist.


    Die Analyse war also ok. Wie geht es aber weiter?

    • Wer formuliert die Ziele?
    • Wer bindet diese in einen zeitlichen Rahmen ein?
    • Wer teilt die sich jetzt freiwillig meldenden Meisterschützen entsprechend ihren Talenten in Arbeitsgruppen ein?
    • Wer kontrolliert die Erreichung der Ziele und leitet gegebenenfalls unterstützende Massnahmen ein?


    Hört sich skuril an? Ja, leider

    Ferndiagnosen sind praktisch nicht möglich. Aber prüf mal die Frage, ob Du beim Schießen nur auf das Ziel fixiert bist und allmählich den Druck auf den Abzug erhöhst oder ob Du Dich beispielsweise mit folgenden Gedanken beschäftigst:


    • die Zeit wird knapp
    • ich werde nicht ruhig
    • der Abzug ist heute aber hart
    • ich werde wieder Fahrkarten schießen
    • meine Freunde werden entäuscht sein
    • die Gegner werden mich bei Ergebnissen unter 300 für einen Versager halten
    • ich bin ein Versager
    • ... (ich höre jetzt mal auf)


    Du hast es jetzt bereits erkannt. Möglicherweise sind es die Gedanken in Deinem Kopf während der Serie. Versuch beim nächsten Training auf solche Gedanken zu achten. Du kannst nichts gegen ihr Kommen tun, aber Du kannst entscheiden ob Du Ihnen nachhängst oder wieder an das Ziel und den Abzugdruck denkst. Bei Freunden hängt das Ansehen nicht von der Ringzahl ab. Akzeptier Deinen technischen Stand der nicht allzuhoch sein dürfte (bitte nicht böse sein). Konzentrier Dich die nächsten Monate auf das Loslassen von unpassende Gedanken beim Schießen. Du prägst Dir folgendes ein: "Ziel visieren und Abzugdruck langsam erhöhen" und damit ersetzt Du bei Bedarf jeglichen anderen Schmarren in Deinem Kopf.

    Übrigens, viele einschließlich mir haben ähnliche Probleme. Bei Rundenkämpfe komme ich auf 350 bis knapp 370, im Training dagegen oft auf knapp 380. Es wird nur langsam besser, ein Meisterschütze werde ich auch nicht mehr. Aber ich bekomme die Gedanken in meinem Kopf von Jahr zu Jahr besser unter Kontrolle und das betrachte ich als Erfolg.

    Und falls meine Einschätzung falsch ist, einfach vergessen und weiterlesen. ;)

    Was würde Friedrich Gepperth zu dem gleichen Vorschlag sagen. Da GK-Schützen auch eher an höhere Kosten für Munition und Standgebühren gewöhnt sind, könnte man auch 5€ /Monat dem BDS spenden. Da sollten dann wenigstens 100.000 €/Monat zusammenkommen, damit ließe sich auch was reißen. Allerdings ist die rein mitgliederzahlbezogene Legitimation des BDS sehr viel dürftiger als die des DSB. In der heutigen Situation halte ich diesen Umstand aber nicht mehr für relevant.

    Ach ja, bevor jemand fragt: mir liegt viel an meinem Hobby. Und wenn ich mir die Kosten für Waffen, Munition, Waffenschränke und Gebühren für WBK-Einträge, §27-Verlängerungen, Standgebühren, Mitgliedsbeiträge und Fahrkosten so ansehe, dann lassen sich 100€ für den Anschub, 1 €/Monat für den DSB und 5 €/Monat für den BDS ohne weiteres verschmerzen.

    Aber wer fragt jetzt den Herrn Gepperth? Er ist immerhin auch in ltd. Funktion im FWR.