Beiträge von sigges

    Ich will nochmal drauf hinweisen: die Sache mit der Magazinbegrenzung war die Umsetzung der EU-Richtlinie. Das ist auch dann auch nicht mehr diskutierbar, man hat das umzusetzen.

    ...

    Erstens:

    Bei den Magazinen sehr wohl ist diskutierbar, warum man nicht in der Lage ist die in anderen Ländern genutzten Ausnahmeregelungen auch in Deutschland zu verwenden.

    ...

    Und zweitens: Den dämlichen Mist mit dem MagazinKÖRPER hat NUR Deutschland ins Gesetzt geschrieben, das ist weder von der EU gefordert noch von einem weiteren Staat gefordert. Nur bei uns.

    In anderen EU-Staaten sind blockierte längere Magazine möglich - bei uns sind die genauso verboten als seien sie nicht blockiert.

    Viel Spaß bei der Suche nach handhabungssicheren (und nebenbei noch bezahlbaren) reinen 10er-Magazinen für diverse Gewehre.

    Trennung.

    Diesen unseligen Blödsinn mit der Deckelung der gelben WBK hat man nach der Expertenanhörung klammheimlich in den Entwurf aufgenommen. Von der EU mit keiner Silbe gefordert. Massive Verarsche der Schützen, ANGEBLICH mitgetragen von "den maßgeblichen" Schützenverbänden. Seltsamerweise liest man davon nix von Seiten der Verbände.

    ...

    Die WBK Gelb soll, wie hier ja auch schon kurz angemerkt wurde, künftig auf 10 Waffen beschränkt werden.

    Was wird denn dann mit den bisherigen Erlaubnissen, bei denen diese Anzahl schon überschritten wurde?

    Wird der überzählige Bestand dann widerrufen?

    ...

    ...

    Bezüglich der mehr als 10 Waffen auf Gelb: Ich kenne keine vorherige Waffengesetzänderung, in der es keinen Bestandsschutz gegeben hätte. Eine Enteignung hat da meines Wissens nie stattgefunden und wäre möglicherweise gerichtlich auch schwer durchsetzbar, ohne das weitere einschränkende Gründe vorliegen.

    Leider liest isch das bisherige Elaborat sehr unhandlich, weshalb man mal die erste komplette Fassung abwarten sollte, damit man das besser rauslesen kann.

    Es steht im angenommenen Gesetzesentwurf daß bei Überschreitung der 10er-Grenze vor Inkrafttreten des Gesetzes die Erlaubnis für den Besitz bestehen bleibt.

    Also Bestandschutz.

    ABER. Eine weitere Waffe auf Gelb zu erwerben ist dann nicht mehr möglich, es sei denn man verkauft alles bis nur noch 9 im Bestand sind.

    D.h. wer 10 (oder als "Altbesitz" eben auch mehr) auf der Gelben hat kann nur noch auf die Grüne erwerben, auch E-Lader, Repetierer etc., die eigentlich auf die Gelbe gingen.

    Erwerb auf die Grüne dann mit allen Nachteilen: Einzelbedürfnisnachweis, Einzelbeantragung über den Verband, höhere Gebühren, i.d.R. zusätzlich Munitionserwerb und somit nochmal Gebühren, kein schneller Erwerb mal so zwischendurch, .......

    Letztlich war also die Expertenanhörung unter Beteiligung der Verbände komplett für'n Ar+++!

    Einzig die Regelung zum Bedürfniserhalt wurde abgemildert, der Rest komplett beibehalten (Verfassungsschutz, Magazinkörper, ...) und sogar noch was richtig mieses klammheimlich draufgesattelt (Deckelung der gelben WBK).

    Zeigt recht eindeutig wie die Bewertung der Experteneneinschätzungen und -vorschläge durch den Ausschuß erfolgte.

    Es interessiert sie schlichtweg nicht.

    AfD und FDP stimmten im Ausschuß gegen den Entwurf, die LINKE enthielt sich - der Rest der Parteien hat das geschlossen durchgewunken!

    Das sind gleich mehrere weitere Sargnägel für die Zukunft des Schützenwesens.

    Wenn das Problem nur den 2. und 3. Schuss einer Serie/Trainings/Wettkampfes betrifft und vom 4. bis 100. Schuss und darüber hinaus dann alles wie gewünscht funktioniert, ist es wohl keiner der von Carcano genannten Punkte 1 bis 4.

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    Also ich gehe mal stark davon aus daß Schuß 2 und 3 pro MAGAZINFÜLLUNG gemeint sind, nicht pro Tag.

    Und dann schreit das durchaus nach Federproblemen - Magazinfeder und/oder Verschlußfeder. Genau wie von Carcano beschrieben.

    Ich drücke uns allen die Daumen - aber ich habe wenig Hoffnung daß eine Abschwächung des Entwurfes erfolgen wird.

    Und selbst WENN - der Rest wird trotzdem massive Einschnitte bedeuten.

    Ein weiterer Sargnagel für den legalen Waffenbesitz, egal ob als Schütze, Jäger, Sammler oder "einfacher Bürger".

    Und das ist keine Schwarzmalerei - das ist Erfahrung betreffend alle Gesetzesänderungen seit 1972.

    Die paar Erleichterungen (neue gelbe WBK, Grundbedürfniss bei Halbautomaten, Hohlspitzgeschosse, alter Anscheinsparagraph) stehen massiven Verschärfungen gegenüber.

    *Aufbewahrungsvorschriften,

    *Erwerbsstreckung,

    *neuer Anscheinsparagraph,

    *12/18-Trainingseinheiten-Regel,

    *Munitionsbesitz,
    *Bedürfnisprüfung nach 3 Jahren,

    *Frist bis zum Ersterwerb,

    *Mindestalter für GK,

    *Messerführverbot,

    *kleiner Waffenschein,

    *Führverbot für Hieb- und Stichwaffen,

    *Verbot verschiedener Messerarten,

    *etc. .....

    Die Richtung in die sich die Sache entwickelt ist klar vorgegeben. Die Geschwindigkeit ist noch ungewiss, beschleunigt sich aber gerade massiv.

    Ok, war etwas zu kurz formuliert, als Antwort zu den Befürchtungen betreffend UHR.

    Die Regelung zu FEST EINGEBAUTEN Magazinen (wie eben bei den meisten UHR und Pump-Flinten) bezieht sich nur auf Halbautomaten.

    Der Referentenentwurf nennt hier:

    "Schusswaffen mit eingebauten Magazinen mit hoher Kapazität, die nunmehr nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nummer 1.2.6 und 1.2.7 zu verbotenen Waffen werden"

    Und genannte Nummern der Anlage beziehen sich auf Halbautomaten.

    Anders sieht es bei Waffen mit Wechselmagazinen aus. Leider.

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    Hinzu kommen die Magazinbegrenzungen. max 20 Schuss für Kurzwaffen und 10 Schuss für Langwaffen, so wie es aussieht ohne Besitzstandswahrung/Bestandsschutz.

    Wie sich das dann z.B. auf UHR auswirkt, könnte inetressant werden. UHR in .357 Magnum, in das z.B. 10 Schuss in .357 reinpassen, könnte zum Problem werden, wenn .38er verwendet werden, da dann eine mehr ins Rohr passt.

    ...

    Das wird sich gar nicht auf UHR auswirken, denn die sind halt nun mal keine Halbautomaten. Und nur auf die bezieht sich die Magazinregelung.

    Dessen ungeachtet sind mehr als genug schwachsinnige Fallstricke drin, so z. Bsp. bei sog. "dual use" von Magazinen, also wenn die sowohl in Lang- als auch Kurzwaffen passen.

    So verwenden einige 9mm-Para-Halbauto-Langwaffen Glock-Magazine. Dumm wenn man dann gleichzeitig eine Glock besitzt - dann darf man die nur mit 10-Schuß-Magazinen betreiben. Der Nachbar, der nur die Glock hat kann weiter die 17er Magazine nutzen. Willkommen in Absurdistan.

    Mal ganz abgesehen davon daß der ganze Magazinbegrenzungsquatsch völlig unnötiger Blödsinn ist der nur weitere Nadelstiche für die Schützen bedeutet.

    In den meisten Fällen meint er nur dass er Visierung und Ziel gleichzeitig scharf sieht, dabei wechselt der Fokus nur recht schnell hin und zurück, eine Fähigkeit die mit zunehmendem Alter nachlässt.

    Vor allem letzteres kann einen langjährigen Schützen wie mich zur Verzweiflung bringen.

    "Das ging doch früher problemlos"?!?

    Dummerweise waren die Augen da auch noch 25 Jahre jünger .... seufz ....

    ...

    Die Cineshot hingegen ist KEINE Softladung.

    Stimmt, ich wurde auch durchaus (hinterher) von anderen Schützen auf meine "laute" Laborierung angesprochen. Kein Gemecker, einfach nur der Hinweis daß die Lautstärke aufgefallen ist, ebenso bei einem Schützen mit einem Mosin Nagant, der wohl auch Fabrikladungen schoß.

    Keiner der Mitschützen hatte ein Problem mit den vollen Ladungen, zumindest hat sich keiner derart geäußert, daß möchte ich ausdrücklich betonen, aber daß die aufgefallen sind sagt letztlich doch etwas über die Masse der verwendeten (somit eher soften) Handladungen aus.

    Was wiederum mir letztlich egal ist, soll jeder schießen was er mag. ICH PERSÖNLICH finde, daß Ladungen auf KK-Niveau (ja, das ist eine stilistische Übertreibung!) nicht zum Ordonnanzgewehr passen, aber - ernst gemeint! - suum cuique!

    Gruß

    Sigges

    Ja, ich war dort.

    KEINE Munitionskontrolle.

    Das komplette Spektrum wurde (zumindest in meinem Durchgang) verwendet, von leisen Softladungen bis zu vollen Ladungen (was man halt so anhand des Knalls, des Mündungsfeuers und des Hochschlags ableiten kann).

    Zur anteilsmäßigen Verteilung kann ich aber nix sagen.

    Ich hab' die 8x57IS Cineshot verwendet.

    Gruß

    Sigges

    Da wir ausschließlich offene Stände haben ist die Temperatur witterungsabhängig.

    Das können somit im Winter auch deutliche Minusgrade sein.

    Es gibt ein paar Schützen von Gastvereinen bei Rundenwettkämpfen die etwas meckern, aber da wir Heimschützen ja ebenfalls in Freien stehn gibts keine Beschwerden im eigentlichen Sinn.

    Allerdings sind wir bei der LP nur kreisweit in Rundenwettkämpfen engagiert, da kennt man sich ja, und Streit gibts da keinen.

    LG schießt bei uns keiner mehr bei Rundenwettkämpfen.

    Bei der SpoPi sind wir in der Landesliga, aber die wird ja im Sommer geschossen, da gibt es naturgemäß keine Probleme mit Minusgraden.

    Gruß

    Sigges

    mal eine bescheidene Frage, was haben eure G K Spopi und was es da alles gibt und zugelassen oder nicht in dieser Rubrik Mitgliederentwicklung im DSB zu tun? Das gehört hier doch nicht her oder?

    In etwa soviel wie die Eröffnung von Kletterhallen und die Entwicklung des Alpenvereins.

    Daß ein Diskussionsfaden auf 56 Seiten auch mal abdriftet ist fast schon zu erwarten.

    Letztlich ging es auch nur um die Korrektur einer getroffenen Aussage zu GK im DSB, die so nicht korrekt war.

    Das sich das Thema dann SO entwickelt war erstmal nicht abzusehen.

    Um mal zu versuchen irgendwie die Kurve zu kriegen: Die Einführung der weiteren GK-Disziplinen in den 90ern war ein Versuch die Mitgliederzahlen des DSB positiv zu beeinflussen. ;)

    ...

    Nur nicht wirklich im eigenen Land, GK (KW) bis .38 WC war eine internationale Disziplin. Ein Trainer der sich auch mit der Historie intensiver beschäftigte behauptete mal dass die SpoPi .22 sich erst daraus entwickelt hätte.

    Der Feuerstutzen 8,15 mm wurde als traditionelle Disziplin übernommen nur ist auch der selten in Ergebnislisten zu finden.

    Die richtig coolen Waffen waren zu dieser Zeit bei uns einfach nicht in.

    Nunja, diese internationale Disziplin wurde aber eben bei uns auch angeboten - und zwar sogar erweitert bis Kaliber .45!

    Und wenn ich sehe was gerade bei den alten Schützen in meiner Gegend an GK-Kurzwaffen im Bestand ist waren die "coolen Waffen" damals wohl durchaus in!

    Mag sein daß es da regionale Unterschiede gab (und auch gibt!), aber wir drehen uns im Kreis - es ändert NIX an der Tatsache daß diverse GK-Disziplinen (Lang- und Kurzwaffen) angeboten und auch nachgefragt wurden.

    Und darum geht es mir - der DSB hat diese Nachfrage durchaus bereits früh erkannt und bedient - sonst hätte man die Möglichkeit des Erwerbs von GK-Kurzwaffen bis Kal. .45 über die GK-Spopi sicherlich nicht geschaffen. Gerade wenn man berücksichtigt daß die Disziplin international nur bis .38 geschossen wurde, der DSB aber bis .45 erweitert hat, wird dies offensichtlich.

    Ab den 90ern war dann der Druck durch die Disziplinen der anderen Verbände und die daraus folgende Abwanderung nicht weniger Schützen so groß daß man das Angebot deutlich erweitert hat.

    Im Zuge dessen wurde die GK-Spopi dann an die internationalen Regeln angepasst und auf den Kaliberbereich .30 bis .38 beschränkt.

    Nun hatte man ja andere Möglichkeiten geschaffen mit .357Mag, .44Mag und .45ACP Wettkämpfe zu schießen.

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    wenn ich geahnt hätte das hier noch Typen anwesend sind bei der der IQ nahe der Körpertemperatur ist, hätte ich die SPo GK in Klammer gesetzt.

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    Aja, wie immer .. wenn die Argumente ausgehen nachdem man beim Zurechtbiegen der Wahrheit erwischt wird muß man halt auf die persönliche Ebene ausweichen ... entschuldige bitte wenn ich Dich nicht mehr ernst nehme.

    Deine ganze Litanei ändert nix daran daß Du hier die Unwahrheit gesagt hast und nicht einsehen willst daß Du komplett daneben lagst.

    Auch die .32WV und .38WC sind GK. Und wie gesagt, daß war durchaus nicht die einzige GK-Disziplin.

    Es ist völlig egal ob man mit einer speziellen Waffe oder einem speziellen Kaliber chancenlos war - die Disziplinen gab und gibt es, der DSB hat DURCHAUS schon lange vor den 90ern GK-Disziplinen angeboten, eben weil es eine Nachfrage danach gab.

    Ob das verbitterten/verbohrten LP/LG/KK-Schützen passt oder nicht. "Damals" (C) vor den 90ern war die Welt nicht rosarot und GK-frei.

    Den Bedarf an GK-Disziplinen gab es schon immer und der DSB hat ihn bedient.

    Sigges,

    so Typen wie Dich brauchen wir dringend, ...

    Danke schön! :saint:

    ...

    für wie blöd hälst Du mich? ...

    Dazu schreibe ich lieber nix, ich will keine Sperrung riskieren.

    Es war jedem auch mit nur ein bischen Intelligenz klar was gemeint ist, ..

    Lass doch das hilflose Zurückrudern, jetzt isses zu spät.

    ...

    Spo Pi GK.

    Wo 95% der Starter in den unteren Gebieten 32WC und bei der Deutschen 99% 32WC geschossen haben.

    Und diese eine Disziplin wäre dann Kernkompetenz des DSB oder wie ?

    no.limits

    Erstens ist es völlig egal ob das die Kernkompetenz ist oder war. DU hast behauptet vor den 90er Jahren habe es keinerlei GK-Disziplinen im DSB gegeben. Und das ist nunmal völlig falsch.

    Abgesehen von der GK-Spopi gab es noch (wie von Karl netterweise ergänzt) 300m-Gewehr und Feuerstutzen, und ganz nebenbei auch noch die Flintendisziplinen, wie von FlintenSchuetze angeführt.

    Du hast Quatsch erzählt weil es Dir in dein LG/LP/KK-Bild des DSB gepasst hat. Nur mit der Realität hat das nunmal gar nix zu tun.

    "Kleinigkeiten" ... Jaja, schon Recht. Wie Du selbst zugibts gab es gleich mehrere GK-Gewehrdisziplinen und zumindest 1 GK-KW-Disziplin.

    Also hat no.limits Blödsinn geschrieben.

    Aber kaum wird ein eine Aussage als Quatsch entlarvt findet sich ruckzuck ein relativierender Fanboy.

    Die von Dir genannte ominöse GK-Pistolendisziplin ist genau die von mir genannte heutige Zentralfeuerpistole.

    Und NEIN, die wurde damals eben nicht nur bis .38 geschossen, sondern bis .45. Und NEIN, nicht nur mit WCs.

    ...

    Im übrigen zum GK, nach der Neugründung 51 gab es ca. 40 Jahre überhaupt keine GK Disziplin im DSB soviel zur Kern inkompetenz mancher hier.

    ....

    Ach ... womit wurde denn die GK-Sportpistole (heutige Zentralfeuerpistole) dann geschossen?

    Als ich 1987 eingetreten bin war da von .30 - .45 alles zugelassen. Erst als die neuen GK-Disziplinen eingeführt waren wurde auf .30-.38 beschränkt.

    Aber auch das ist noch GK.

    Soviel zum Thema Inkompetenz .... :/