Beiträge von Carcano

    Nachdem ich viel probiert habe, ist es bei mir auch so, dass ich die Kraft gleichmässig auf 3,4 und 5 verteile, ABER: mit hoher Kraft. Ich habe leider noch keinen Weg gefunden es mit geringem/mittleren Kraftaufwand zu bewerkstelligen

    Nix "aber" und nix "leider". Das ist vermutlich bei Dir durchaus richtig so.
    Die Ausführung von Lanfear geht ersichtlich von einem Technikleitbild Luftpistole aus (das so auch für Freie Pisole gelten könnte, wenn nicht wegen des dortigen Handschuhgriffs die Last- und Gewichtverteilung eine andere wäre). Aber schon bei so klassischen Disziplinen wie Standardpistole und OSP ist die Aussage nicht mehr so anwendbar (ebenso wenig wie bei Zentralfeuerpistole), und auch Lanfear selbst schießt die nicht mit der "schlapp vom Handknochen herunterhängenden Pistole".

    Carcano

    Es ist schwierig, angesichts solch einer Website fair zu b leiben. Lanfear gelingt das sicherlich besser als mir. So einige Ansätze sind ja ganz richtig und sinnvoll; bei anderen fällt der eher markante Kontraste zwischen ungeschlacht-verbabbeltem Sprachgebrauch und unmäßigem Stolz auf ein bis zwei gerade neu erlernte Fremdwörter auf, die dann auch so häufig als möglich iteriert werden.
    Im ganzen ein Versuch, das Rad neu zu erfinden - leider total zerquatscht..

    Na ja, Hier geht vieles durcheinander. Und richtig "alt" ist diese Munition auch nicht. Tatsächlich alte Munition (RWS Standard Rot-Schwarz-Weiß der 1960er und 1970er Jahre) lässt sich oft noch wunderbar verschießen und ist, soweit die Geschosse nicht oder nur wenig verändert sind, häufig sehr konsistent, wenn's auch keine Eley Tenex ist. Ich verschieße alte Munition tausenderweise mit gutem Ergebnis, bin aber freilich primär Pistolenschütze.

    Was die veränderten Geschosse angeht, so muss man unterscheiden:
    - Oberflächenaushärtung des Bleis (Veränderung des Kristallgefüges) durch Zeitablauf = Härtung durch Alterung. Das ist Fakt, und ist Vorderladerschützen bestens bekannt, ist aber nicht sonderlich schädlich. Kann im Einzelfall präzisonsrelevant sein --> auspobieren.

    - Optisch-haptische Veränderung der aufgetragenen Fettung, die härter und oft beige oder weißlich wird. Die "gute alte" Lapua Master (blau-gelbe Schachtel) ist dafür bekannt. Das ist eine organische Veränderung, die die Patronen schwerer ladefähig macht, aber nicht von Nachteil ist.

    - Ähnlich aussehend aber sehr verschieden: Verbindungsbildung und Ausblühung der Geschosse durch Bildung eine deutlich dickeren, harten und rauhen Schicht von Blei(II)-acetat. GIbt es bei bestimmten alten RWS-Losen (wohl abhängig vom damaligen Fettungsmittel). Letztere Geschosse sind wegen ihres Übermaßes oft ladeunfähig und müssten ggf. durch Nutzung einer abgeschossenen .223 oder .222 Hülse rekalibriert werden, wobei das Pulver dann nur so rieselt. Das ist zum einen giftig, und zum anderen wirkt die Schicht wie Schleifpapier. Mal anfassen (und danach die Hände waschen). Könnte daher bei mengenhaftem Verschuss durchaus den weichen Laufstahl beeinflussen.

    Carcano

    schmidtchen:

    Das ist ganz richtig. Der Deutsche Schützenbund unterstützt das. Ich denke, auch die Mehrheit der Delegierten wird dem zustimmen. Nicht nur ist diese Lösung vernünftig und logisch, sie schafft auch mehr finanzielle Sicherheit für den RPSSB.
    Und jeder Verein, der (zunächst) noch im RSB verbleiben wollte, könnte und dürfte das ja auch, sein Recht wird von der Satzung ja nicht beschnitten.

    Carcano

    Klingt interessant. Ich finde derartige Cups jenseits der Verbandsveranstaltungen gut. Und die Verbindung mit Werbung ist völlig legitim (vergleiche auch RWS, Lapua und Walther - und Meyton z.B. geht in GB eine Vertriebsallianz mit Eley ein).


    Erster Verbesserungsvorschlag: in der Ausschreibung fehlen vernünftige Anfahrtshinweise. Einfach darauf zu vertrauen: "na und, sollen die sich doch selbst dahin in Ausland navigieren, das geht doch heute, Autobahn ist ja nicht weit weg von der Sportstätte" - das geht gar nicht.

    Zweiter Verbesserungsvorschlag: das Turnier wendet sich auch und gerade an Jugendliche und Junioren. In der Regel werden die nicht mit einem Schild um den Hals und einem Lutscher im Mund ins Fliewatüt oder in die Eisenbahn gesetzt, sondern werden von Eltern oder Trainer hin chauffiert. Bevor ich als Jugendlicher mir wieder einmal eines mehr von noch so vielen Wochenenden für den Sport opfern bzw. opfern lasse ( merke: auch Jungschützen haben ein Leben - sollten es jedenfalls), hätte ich gerne das Gefühl, dass die Reise auch noch ein schöner Ausflug ist (nmach meinen Maßstäbe, nicht denen der Eltern) und ich da außer dem Geschieße, das ich ja kenne, auch noch (einiges) andere vorher oder nachher machen kann, was _mir_ Spaß macht. Califax, Lanfear: wie seht Ihr das, als Trainer UND Eltern?

    Gruß, Carcano

    Wieviele Mitglieder hat der waffenfeindliche Hessische Schützenverband?

    Wie groß ist der Sächsische Schützenbund, wohl einer der waffenfreundlichsten Verbände?

    Warum ist das wohl so?

    Der Freistaat Sachsen hatte (zum 31.12.2015) 4,084 Millionen Einwohner.

    Das Land Hessen hatte (zum 31.12.2015) 6,176 Milionen Einwohner.

    Die Vereinsmitgliedschaft generell, in Sportvereinen im besonderen, und in Schützenvereinen im besonderen ist in allen "neuen"Bundesländern erheblich niedriger als in den gebrauchten Bundesländern.

    In beiden Bundesländern ist die Mitgliederzahl im DSB von 2015 auf 2016 gestiegen.
    Aber, wenn wir schon dabei sind,und das gibt Califax tendenziell recht:
    In Hessen ist die Mitgliederzahl von 2015 auf 2016 um 0,66 % gestiegen.

    In Sachsen ist die Mitgliederzahl von 2015 auf 2016 um 7,47 % gestiegen.
    :)

    Carcano

    Wenn man einmal vergleicht, was auch nur 5 Elektronikstände (z.B. Meyton) kosten, und was man mit demselben Geld an weiteren Vereinswaffen (um Wartezeiten und Engpässe zu vermeiden) oder an neuen Vereinswaffen erwerben könnte (klapprige Walther GSP wird abgelöst, neue .32er Pardini wird zusätzlich zur neuen .22er Pistole gekauft, eine 9mm-Pistole ist auch noch erschwinglich, zu den vielen angegammelten Einzellader-KKs kommt auch ein moderner Selbstlader, der der Jugend Spaß macht und auch am Tag der offenen Tür die beliebteste Langwaffe ist)... na ja, muss jeder Verein sebst wissen, wie er priorisiert.

    Wir sind ein kleiner Dorfverein mit 69 Mitgliedern (9 davon Schüler/Jugend).

    Wir haben eine Jahresbeitrag von 55,- (Jugend 24,-).

    Wir wollen nicht erhöhen, damit alle die, die nicht mehr aktiv sind nicht austreten ;-).

    Wieviele von den 60 Erwachsenen (die Jugendlichen ja sowieso) schießen denn bei Euch mit einer gewissen Regelmäßigkeit (sagen wir einmal monatlich) aktiv ?

    Es spricht in der Tat vieles dafür und nichts dagegen, die Grenzen eines Bundeslandes auch als Grenzen sportlicher Verbände zu nehmen; im Inneren des Bundeslandes ist dann ja, wenn es aus historischen Gründen oder landsmannschaftlicher Eigenheit gewünscht wird, immer noch eine weitere Binnengliederung möglich (innerhalb Baden-Württembergs sind es zum Beispiel drei Verbände, in Bayern zwei).

    Bundesländerübergreifende schießsportliche "Landesverbände" sind aber ein dysfunktionales Unding. Egal ob sie sich an der schon ewig toten und vermoderten, dabei ihrerseits aber in keiner Weise historisch besonders legitimierten, post-Napoleon grob zusammengehauenen "Preußischen Rheinprovinz" orientieren würden oder am Hochstift (Churerzbistum) Mainz des Alten Reichs...

    Carcano

    Hallo, Alex: zunächst erst einmal herzlich willkommen aus dem Südwesten. Ich bin auch im SBSV (Schützenkreis EM). Die Frage, die sich für Dich vorrangig stellt. ist: wieviele Mitgieder habt ihr, wieviel davon schießen aktiv (würden also die Anlagen mindestens 1 x im Monat nutzen), wieviele Gastschützen habt ihr ?

    Und die zweite Frage ist - selbstverständlich - die nach der Höhe der Rücklagen. Klar geht auch de Finanzierung über eine Umlage, dann werden aber immer einige austreten, ist also eine reine Finanzabwägung.

    Beste Grüße, Carcano

    Der Matchbericht auf der ISAS-Website zeigt sogar so etwas wie Humor: ziemlich ungewöhnlich bei Schützen, die - seien wir einmal ehrlich - oft, zumal im Leistungsbereich, bekennende Spaßbremsen sind. Etwa die Charakterisierung enes Wettkampfs als "polnische Vereinsmeisterschaft".