Beiträge von Carcano

    Sorry. Mir war nicht bewußt, das ich das schwer verständlich formuliert hatte.

    Unverständig ist nicht dasselbe wie "schwer verständlich".

    Zitat


    Egal wie eine Waffe an der Visierung eingestellt ist, man wird wenn man immer an derselben Stelle anhält, seine Treffer immer an einer bestimmten Position wiederfinden.

    Und genau das ist in der Realen Welt (tm), abseits vom Egoshooter-Bildschirm, gerade NICHT der Fall.

    Am Rande angemerkt: ich sehe, dass SK jetzt auch eine "neue" Long Range mit 335 m/s im Sortiment hat. Sie soll wohl auf 100 Meter noch überschallschnell bleiben, ohne dabei eine echte HV zu sein. Andere Hersteller haben ja Ähnliches, RWS zum Beispiel die R 100.

    Die Waffe zu optimieren, oder die Munitions-Waffen-Kombination, oder einfach selbstvergessene Holzschnitzerei zu betreiben, immer wieder erneut, all das macht viel Freude. Und Freude ist es ja, was einem ein Hobby bringen sollte.
    Sinnvoller, so rein vom Ergebnis her gedacht (schlimme Denke, zugegeben), wäre es ja den Schützen / die Schützin zu optimieren. Aber das ist eben mehr Anstrengung und weniger Spaß, und viel mehr Wiederholung. Verständlich also, wenn mensch lieber Teile austauscht.

    Da sieht man mal wieder, dass unsere Politiker - wie viele andere - nicht in der Schule aufgepasst haben:


    Man wird eher sagen müssen, sie haben bei der Gesetzgebung nicht aufgepasst und haben einfach eine undurchsichtige Normverweisung blind durchgewinkt, von der keinem einzigen der Abgeordneten (!!) auch nur ansatzweise bewusst war, was sie eigentlich bedeutet und was für massive Folgen sie haben würde.

    Carcano

    Hm, Mist. Ist hier im Büro geblockt, muß ich mir heut Abend daheim mal anschaun.

    Danke für den Link.

    Kann jemand das solange evtl. kurz zusammenfassen?

    Mit ausdrücklicher Genehmigung des Verbandes DSU (ich bin auch der Justitiar) hier der Volltext:

    STELLUNGNAHME DES VERBANDES ZUR WAFFENRECHTSNOVELLE

    BUNDESTAG BESCHLIESST WAFFENRECHTSÄNDERUNGSGESETZ: SPORTSCHÜTZEN, HANDEL UND HANDWERK SIND GEGEN MENGENBESCHRÄNKUNG VON SPORTSCHÜTZEN

    Verbände sprechen sich für Regelungen mit Sicherheitsgewinn aus und positionieren sich deutlich gegen unwirksamen politischen Aktionismus. Schützen sollen zukünftig nur noch 10 Sportwaffen auf gelbe WBK kaufen dürfen, um die Terrorgefahr zu verringern und die Sicherheit zu erhöhen. Dies lehnen wir entschieden ab.

    Berlin/Weißenthurm. Am 11. Dezember 2019 beschloss der Innenausschuss des Deutschen Bundestages die Handlungsempfehlung zum 3. WaffRÄndG – der aktuellen Waffenrechtsnovelle.

    Parallel wurde der Änderungsantrag der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD zum vorgenannten Gesetz bekannt.

    Aufgabe der Novelle ist die Umsetzung einer EU-Feuerwaffenrichtlinie in nationales Recht. Seitens der Bundesregierung wurde in den vergangenen Monaten immer wieder betont und versichert, dass ausschließlich eine 1:1 Umsetzung erfolgen soll und keine unnötigen, weiteren Regelungen gegen Sportschützen und Jäger kommen werden.

    Leider ist dies im verabschiedeten Gesetzesentwurf so nicht der Fall. Im Änderungsantrag der Koalition steht stattdessen eine neue Regelung zur Mengenbegrenzung für Sportschützen auf zehn Waffen – vor dem Hintergrund eines Sicherheitsgewinns, damit einzelne Personen keine Waffen mehr „horten“ können. Hierzu muss man wissen, dass heute bereits Sportschützen wegen des sogenannten Erwerbsstreckungsverbotes max. 2 Waffen in 6 Monaten erwerben dürfen. Wer beispielsweise 100 Waffen „horten“ möchte, benötigt dafür mindestens 50 Jahre.


    Bedauerlich ist, dass Abgeordnete in den sozialen Medien Kommentare posten, dass „diese Regelung ein Vorschlag des Ministeriums mit Zustimmung aus der Verbändelandschaft [war].“ Welche Verbände hier mitgewirkt haben ist noch unklar. Sicher ist jedoch, dass weder der Fachhandel (VDB) noch die Deutsche Schießsport Union von dieser Regelung wussten, geschweige denn zugestimmt haben. Dies habe ich den entsprechenden Mitgliedern des Innenausschusses auch so mitgeteilt. Im Gegenteil: Vorschläge für echten Sicherheitsgewinn (live-Abfrage von Waffenerlaubnissen oder Waffenverboten) wurden konsequent aus dem Ministerium u.a. aus Datenschutzgründen abgelehnt.

    Mit dieser nationalen Umsetzung sorgt der Gesetzgeber jetzt für erhebliche Belastungen für den – in Deutschland bereits streng geregelten – legalen Waffenhandel und -besitz, ohne dass es dadurch zu einer Verbesserung der öffentlichen Sicherheit kommt.

    Wie aus Kreisen des Ministeriums zu hören war, wäre dies kein Problem, da die Sportschützen über die grüne Waffenbesitzkarte weiterhin Anträge (ohne Mengenbegrenzung) auf eine Erlaubnis (mit Voreintrag) stellen können.

    Hierbei wurde aber nicht der erhebliche Verwaltungsaufwand bedacht für die Schützinnen und Schützen die für - beispielsweise - eine Bockflinte einen Antrag bei Ihrem Verband auf Befürwortung stellen müssen. Der Verband muss gleiches bestätigen, anschließend muss dies von der Behörde genehmigt werden. Ein wahnsinniger Verwaltungsaufwand, der ja durch die gelbe WBK seinerzeit bewusst entschärft und verschlankt werden sollte.


    Es kann nicht sein, dass wir hier Boden aufgeben, mit der Begründung, dass auf grün erworben werden kann. Bei Novelle No.4 kommt dann die Begrenzung der grünen WBK für Sportschützinnen und Sportschützen und als nächstes sind die Jägerinnen und Jäger mit Mengenbegrenzungen an der Reihe.

    Wir sprechen uns entschieden gegen diese Regelung aus. Principiis obsta! Wehret den Anfängen.

    Frank Helmut Neis,

    Präsident

    Diesen unseligen Blödsinn mit der Deckelung der gelben WBK hat man nach der Expertenanhörung klammheimlich in den Entwurf aufgenommen. Von der EU mit keiner Silbe gefordert. Massive Verarsche der Schützen, ANGEBLICH mitgetragen von "den maßgeblichen" Schützenverbänden. Seltsamerweise liest man davon nix von Seiten der Verbände.

    Doch. Man liest.
    Hier zum Beispiel: http://www.d-s-u.de/index.php?id=233

    Ich will es doch keinem verbieten, auch auf FB oder gar (horribile dictu) per Twitter in Kontakt mit einem Abgeordneten zu treten, bzw. es zu versuchen. Ich weise nur darauf hin, dass die meisten die Medien nicht besonders ernst nehmen und abschätzig behandeln, auch wenn sie gar (zwangsweise) präsent sind. Die Online-Petition wird von der Politik auch nicht gerade ernst genommen.
    Zwei echte Schreiben habe ich heute verschickt. Natürlich mag es sein, dass die wirkungslos verpuffen. Aber man sollte es zumindest versucht haben.