Beiträge von Carcano

    Erstens: heißt "ein paar Packungen" 200 oder 2000? In ersterem Fall ist es völlig unproblematisch, wenn man die nachfolgenden Maßgaben beachtet. In letzterem Fall würde ich es nicht unbedingt empfehlen.

    Zweitens: der vordere Teil des Patronenlagers würde zwangsläufig verschmutzt. Das führt zu Ladeschwierigkeiten beim Wiederverwenden von .22 lang / lfB - Patronen. Deshalb sollte man, wenn man eine ganze Reihe von Schüssen mit der .22 kurz (oder der 6mm Flobert) abgegeben hätte, das Patronenlager intensiv mechanisch mit einer Bronzebürste und einem guten Reinigungsmittel (etwa MPro-7 oder Milfoam) reinigen. Keine Boresnake und natürlich auch keine ammoniakhaltigen Mittel.

    Drittens: das heutige Ammenmärchen mit den erodierten oder "ausgebrannten" Patronenlagern war vor langer, langer Zeit tatächlich einmal wahr, nämlich vor einhundert Jahren und mit Schwarzpulverladungen sowie korrosiven Zündsätzen, auch unter Beifügung von Quecksilberfulminat. Solche Geschichten werden aber ewig in Büchern mitgeschleppt.

    Carcano

    Da kann ich mich Grumpy anschließen, die Tatsachen zählen wie Grumpy sie aufgezählt hat.

    Er hat keine "Tatsachen aufgezählt", wie du fälschlich mutmaßt, sondern aus einer subjektiv verzerrten Wahnblase gesprochen, die mit der Außenwelt der normalen Menschen da draußen im Lande kaum noch irgend etwas zu tun hat.

    Der DSB hat sein Ehrenamtskonzept vorgestellt:

    Ich habe kritisch kommentiert. Aber ich möchte mich doch vorrangig bei Wilhelm für den Einstieg und den ersten Link bedanken. Denn wer Interesse hat, kann von dort aus weiter vorstoßen.

    Ja, diese Präsentation taugt für sich genommen nicht viel. Das kann heute jede Fünzehnjähige besser und souveräner (ich bin ganz erstaunt, wie hoch das Level inzwischen in den Schulen ist). Aber sie zeigt erst einmal, was der DSB unternommen oder - besser gesagt - was er angefasst hat, und führt dorthin, also auf die zweite Ebene.

    Und diese zweite Ebene ist diese hier:
    https://www.dsb.de/der-verband/service/ehrenamt
    Sie enthält acht Unterverlinkungen zu zehn Schritten, und die sollte man auch nutzen.

    Auf dieser folgenden dritten Ebene werden die Aussagen dann schon etwas habhafter. Nehmen wir als Beispiel den wichtigen Aspekt der Anerkennung und Belobigung, also die der (materiellen und immateriellen) Rewards, was eine liebe Bekannte einmal die "emotionalen und sozialen Nebeneinkünfte " nannte:
    https://www.dsb.de/der-verband/service/ehrenamt/schritt-6
    Da steht auch noch nicht viel drin, aber da wird zumindest ein bisschen angeregt und neugierig gemacht. Und es wird weitergeleitet zu entsprechenden Kapiteln in einem Handbuch, zu Abeitsmaterialien:

    Vierte Ebene, ein beispielhates inhaltliches Kapitel hier:
    https://www.dsb.de/fileadmin/DSB.…h_Schritt_6.pdf
    Da sind nun doch schon einige nützliche Anregungen, Denkanstöße und Vorschläge drin. Klar könnte mensch die leicht verbessern, vertiefen, ergänzen, könnte auch einiges kritisieren. Aber die konkrete Umsetzung an der Basis kann der DSB den Vereinen (und Verbänden) nicht abnehmen. Im Gegenteil ist dies ja eine Hilfestellung, kein Regelwerk.

    Carcano

    Zitat von Hansaxel:

    "Die hier oft als Heilmittel angebotene Erweiterung des Angebots ist es aber sicher nicht."

    Überlege als erstes, was du wirklich willst. (...)

    Ich persönlich möchte, dass ich mein Hobby - das Schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen - möglichst lange noch ausüben kann und dass dies auch meine Kinder, ebenfalls Sportschützen, auch tun können.

    Darum werde ich alles versuchen, den Schützensport mit erlaubnispflichtigen Schusswaffen zu fördern. (...) Jeder einzelne Sportschütze mit eigener WBK mehr sichert unser längerfristiges Überleben.

    Zunächst einmal: ich stimme Califax hierin völlig zu, das ist ja auch aus früheren Diskussionen hier im Forum bekannt.

    Zweitens: Ausweitung des Angebots ist sicherlich eine vernünftige Grundüberlegeung, wenn man neue Mitglieder (auch und gerade Erwachsene, nicht nur Jugendliche) gewinnnen will, und nicht nur die alten sukzessive wegsterben sehen will.
    Im Rahmen der Überlegungen über den Fortbestand eines Vereins sollte es klar sein, dass der klassische Kleinverein (10 m LG und LP, 50 m KK aufgelegt) zuküntig kaum noch Überlebenschancen hat, sondern fusionieren muss. Anders bei großen lokalen Traditionsvereinen mit mittlerer dreistelliger Anzahl, wo die Mitgliedschaft im Dorf immer noch sozial dazugehört, die halten sich auch bei geringem Angebot doch noch etwas länger.

    Drittens: es kommt aus meiner Sicht aber darauf an, *wie* man das Angebot erweitern will. Manche Sachen sähe ich als problematisch an, so auch das Lichtschießen, da akzentuieren Califax und ich die Bewertung etwas unterschiedlich. Häufig treten Vereine aber verschiedenen Verbänden bei, oder gründen im (DSB- oder BDHS-)Verein eine Untergruppe. Das macht einen attraktiver.

    Viertens: echtes Sponsoring ist wichtig, aber institutionelle Förderung ist oft nicht der Bringer und macht sehr viel Aufwand. Den Sportgerätezuschuss kann man i.d.R. über die Landessportverbände beantragen und abgreifen, das ist aber eben nur ein Zuschuss (da gibt es freilich für "schlaue" Vorstände auch Mittel und Wege, letztlich unterm Strich doch mehr ersetzt zu halten). Gleiches gilt für die Schießstättenförderung.
    Und in manchen Ländern bzw. Kreisen / Gemeinden existiert eine pauschale Jugendförderung für junge Mitglieder, aber das ist mehr ein symbolischer geringer pro-Kopf-Betrag.

    Carcano

    Die "festen Abzugsgewichte" in 500 + 1000 wiegen nur 500 oder 1000.

    Wenn man dieses Gewicht erhöht, um das Gewicht eines Geldstückes - ist man im

    Sommer und im Winter auf der sicheren Seite.

    Nein. Ist man nicht.
    Wieg erst einmal ein Geldstück nach (solange es kein Mariatheresienthaler ist). Es gibt in der Tat Ausgleich- und Sicherheitsgewichte zum zusätzlichen Auflegen, aber die sind nicht so unterdimensioniert.

    Habe ich doch beantwortet?
    Soweit das Ding in genau dieser Konfiguration schriftlich irgendwo regulär angeboten ist (egal ob bei Frankonia, Stelljes, Buinger etc.), ist das die Originalversion. Soweit ein Büchsenmacher oder Du selbst das so auf individuelle Bitte abgewandelt hätten, ist es das nicht.

    Aber Schmidtchen. Furnier hat es zwar nicht so ganz mit eindeutiger und klarer juristischer Diktion, aber was er da schreiben lässt, ist nun mal wirklich klar und eindeutig genug.

    Die Darlegungsobliegenheit, dass die montierten Griffschalen (mit Fingerrillen) originalgetreu bei einem bestimmten Modell sind, liegt beim Schützen. Nachträglich angebrachte Nill etc. sehen also im Zweifel eher alt aus. Irgendeine fabrikmäßige SIG-Sauer Target Match Special Champion Version is okay.