Beiträge von Carcano


    Gib' doch bitte die Gesetzesstellen bzw. die Verordnungen an, auf denen die Verpflichtung basieren soll.

    Indirekt zielt zwar § 15 Abs. 1 Nr. 7 b) WaffG in diese Richtung. Axels Nachfrage zeigt aber auch, dass diese Verpflichtung eben nicht alle Schützen betrifft, worauf schon Frank vor mir hingewiesen hat (Text der Norm: "einen Nachweis über die Häufigkeit der schießsportlichen Aktivitäten jedes ihrer Mitglieder während der ersten drei Jahre, nachdem diesem erstmalig eine Waffenbesitzkarte als Sportschütze erteilt wurde, führen").
    In der AWaffV findet sich ebenfalls keine allgemeine Schießkladden- oder Standbuchpflicht. Dass ein solches nützlich ist, und seine Benutzung den Mitgliedern vereinsintern vorgeschrieben werden kann, steht außer Frage.

    Wer als Selbstdarsteller mehr einreichen will als die in allen Landesverbänden formblattmäßig (!) dafür vorgesehene Bescheinigung, den kann man daran nicht hindern, so schädlich und destruktiv das natürlich auch für andere anderen und den Schießsport insgesamt ist. Dann sollte man allerdings auch die Quittungen über regelmäßige Fußpflege/Hühneraugenbehandlung und den Lichtgewehrbefähigungsauffrischungsnachweis keinesfalls vergessen !

    Carcano

    Ob es die Regel geworden ist, wage ich zu bezweifeln, aber es wird leider angewandt, was schlimm genug ist..... X(

    Nein, die Regel ist es sicher nicht, und wird es auch nicht werden. Im Einzelfall kann es - je nach den örtlichen Verhältnissen - durchaus nützlich sein, deshalb will ich es auch nicht ausnahmslos verdammen; und schon gar nicht Wilhelm dafür angreifen, dass er seine positiven Erfahrungen mit uns teilt. Nur als angemeinen Ansatz hielte ich es für verhängnisvoll, und die Verbände sollten hier gegensteuern.

    PS: Nur noch einmal die Erinnerung: die Begriffe "Nachwuchsarbeit" und "Kinder- und Jugendarbeit" sind im Schießsport nicht mehr deckungsgleich, und sie werden immer weiter auseinanderrücken,

    Carcano

    Ich würde auch sagen: Schießbucheinträge, dazu noch ein Anschreiben vom Schützenmeister, der die aktive Teilnahme am Schießsport bestätigt, und, wenn vorhanden, evtl. Ergebnisse von weiterführenden Meisterschaften. Das sollte i.d.R. reichen.

    Herr Jemineh, was für ein kriecherischer, erbärmlicher Schwachfug! Aber den Ariernachweis der Urgroßmutter nicht vergessen, und Betragenszeugnis der dritten Grundschulklasse! Und - ja, ganz wichtig - die letzten drei negativen Aidstests.

    Oh Schöpfer, schmeiß Hirn vom Himmel!

    Carcano

    Ich hatte heute Standardpistole trainiert und habe das Ergebnis dann gleich für die "Vereinsmeisterschaft" werten lassen. 533 Ringe mit 26 Jahre alter RWS Standard (186, 178, 169). Bei miserablem Licht (um 17:20 ist es halt stockdunkel auf dem Stand) fiel die korrekte Akkomodation natürlich schwer, teilweise sah ich gar nicht mehr, wo ich hinhalten musste. Die 10er-Serien fühlten sich gut an (ich habe Michaels Rat des ruhigen Hochgehens und sorgfältigen ersten Schusses befolgt, ich nutzte auch wirklich 9 bis 9,5 Sekunden aus), das Ergebnis war dann aber doch nicht toll.

    Carcano

    Der Forrest-Schaum ist ein Spielzeug für Männer mit Schlumpftendenzen (so schööööön blau !). Ich habe auch schon (gerne) damit gespielt. Gespielt, sage ich. Mann fühlt sich so toll und pflegebeflissen damit und "sieht richtig was nachher".

    Für KK-Waffen ist er überflüssig.

    Carcano

    Wer dauernd auf Lebewesen schießt, ist ein Jäger (und der macht das strukturiert um die Natur zu schützen) oder wenn kein Jäger, dann fällt er unter den oben genannten Satz.

    Rede hier nicht so einen gequirlten Quatsch, wenn du mit Leuten schreibst, die weit mehr Ahnung von der Sache haben. Ich (und alle Jäger) jagen nicht, "um" die Natur zu schützen, sondern weil sie gerne jagen. Und Wild essen. Wollten sie Natur schützen, wären sie ehrenamtliche Ranger, im NABU, BUND oder sonstwo.

    Zitat

    Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn du einfaches Herumschießen mit dem LG oder einer Waffe zu Hause gut heißt.

    Einfaches Herumschießen heiße ich gut, kompliziertes noch mehr. Wer damit andere gefährdet, handelt verantwortungslos; wer eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begeht (der Sperber unterliegt dem Jagdrecht, wiewohl ganzjährig geschont: daher Vergehen der Wilderei) wird sanktioniert.
    Und wer nicht realisiert, dass die Dummheit hier - der arme Sperber kann einem im übrigen leid tun - ein ganz jugendtypisches Handeln ist, und dass Jungs schon vor 100 Jahren mit der Zwille oder dem Tesching (und später mit dem Knicklauf-Luftgewehr) Vögelchen geschossen haben, dem fehlt vor lauter heuchlerischer Selbstgerechtigkeit jeder Realitätsbezug. Was für ein Getue. Sind wir hier im Veganerzirkelchen? *Kopfschüttel*

    Carcano

    Es gibt weiß Gott mehr politische Themen als das Waffenrecht. Aber eine klar positive Aussage in unserem Sinne hatte bisher nur die FDP, die ich freilich aus anderen Gründen nicht wählen würde. Und vielleicht (!) irgendwann auch mal die Piratenpartei, die bisher noch völlig im Fluss ist und das noch einige Zeit bleiben wird.

    Carcano

    Ja, da hat Frank völlig recht. Und es ist gut, dass er mich (und andere) auf meinen Fehler aufmerksam gemacht hat. Meine Aussage im ersten Punkt (zweiter Unterpunkt) hinsichtlich der Tabelle war nicht richtig. Tatsächlich müßte die Tabelle in ihrer letzten Zeile (Einverständniserklärung) einheitlich die Zahlenangabe "<18" für beide Spalten übergreifend aufweisen.

    Danke, Carcano :thumbup:

    Also ich nehme an, ihr meint die Ziffer 7 der Ausschreibung auf deren Seite 6 ?
    Da fällt mir zunächst einmal auf (wenn ich genau hinschaue), dass im Text statt der Abkürzung "bzw." wohl besser die Abkürzung "u.ggf." stehen sollte. Nun gut. In der Tabelle ist es dafür richtig.
    Zweitens habt Ihr sicher recht, dass (ein dann-erst-recht-Schluss) von der Norm auch die unter 14 bzw. unter 12 Jahre alten (jungen) SchützInnen erfasst sein müssen.
    Drittens weiß nicht, woher ihr der Erfordernis einer _ausnahmslosen_ (!) schriftlichen EInverständniserklärung nehmt, wo das Gesetz selbst das gerade nicht verlangt, und die Ausnahme sogar nennt (§ 27 Abs. 3 Satz 1 Var. 2: "oder beim Schießen anwesend ist").

    Carcano

    Das war ein sehr anregender Vortrag, der kürzlich auf einer BMI-gesponsorten Veranstaltung gehalten wurde (Veröffentlichungsfassung dann mit allen Fußnoten). Ausgehend primär von Leichtathletik, ist sein Ansatz doch überaus anregend und klug, und auf den Schießsport sehr übertragbar. Im Prinzip zeigt er auf, dass das bisherige System der Frühförderung und Kaderung wenig bringt, teils sogar kontraproduktiv sein mag, und dass bisherige Evaluierungen immer vom falschen Ende her angefangen haben, nämlich rückschauend von den aktuellen Spitzensportlern.

    Gewiss, Wilhelm. Das Grundproblem ist doch, dass dieses Geschwätz über "Profilbildung" und "Profilstärkung" völlig unreflektiert und undurchdacht war und ist. Es läuft auf eine Profilbildung durch "othering" (Negativierung des und des Anderen) hinaus, nicht auf eine Selbstbesinnung, und da liegt das Problem des ganzen schon im Ansatz verfehlten Unterfangens. Der Deutsche ist ein Deutscher dadurch, dass er kein ... [negative Epitheta einsetzen] Ausländer ist. *Seufz*

    Carcano

    Ich habe auch am 22. September schon mal darauf hingewiesen:

    "Übrigens ist das Mantra der "frühzeitigen Talentförderung" eine der heiligen Kühe im Spitzensport, in vielen Sportarten - aber eine Kuh aus Pappe. Neue Erkenntnisse der Sportwissenschaft haben sie umgeschmissen, das haben nur viele noch nicht gemerkt. Jetzt liegt sie auf dem Boden und ist flach, wie eine Pappkulisse nun einmal ist, wenn sie nicht mehr steht. Milchleistung: Fehlanzeige.

    Carcano"