Ich glaube die Negativbeispiele von verstaubtem Rentnerverein bis antiquierte Museumswaffen haben wir jetzt alle durch, jenskerkhoff, hast du eine Idee, warum bei euch die Jugend so massiv schwächelt? Eine mögliche Übergangslösung wären beispielsweise selbst organisierte Freundschaftskämpfe.
Beiträge von Geronimo
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Sorry, aber ich habe das Gefühl ihr dreht das immer so, wie es euch gerade am besten passt.
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Es gibt viele Vereine, die gerade so überleben, weil bisherige Vorstände das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster geworfen haben. [...] Auch wir haben für die Jugend das Material im Verein, auch wenn es altes Material ist (FWB 300 und eine FWB Mod. 85, aber leider defekt). Ich kann mir aber vorstellen, dass es vielen Vereinen so geht.
Respekt. Freihändiges Geldausgeben kontra dreißigjähriger Investitionsstau.
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Dan More, ich glaube da geht's weniger um die Höhe des Betrags, sondern vor allem um die erzielbare Wirkung, ich glaube die Vereine können selbst kostengünstiger UND wirkungsvoller WEIL authentischer werben. Vereine die sich damit schwer tun - und beispielsweise wie andi_tool schreibt seit einigen Jahren keine Jugendlichen für den Schießsport begeistern konnten - können beispielweise die kommende DSB-Aktion „Wochenende der Schützenvereine“ aufgreifen und erhalten Hilfestellungen und sogar attraktives Werbematerial. Dafür braucht's keine Millionen.
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Warum macht denn dann der DSB so eine Kampagne zur Mitgliedergewinnung? Warum sehen sich ein Viertel aller Schützenvereine nach einer aktuellen Studie in ihrer Existenz, ich wiederhole, in ihrer Existenz bedroht?
Da macht der DSB mal eine große Kampagne und dann ist' wieder nicht erwünscht. Und jetzt sagt nicht das müsse erst noch groß im Fernsehen beworben werden um überhaupt eine Wirkung zu entfalten, lokale Medien gibt's flächendeckend und wenn in euren noch nichts davon zu lesen ist, dann solltet ihr das schnellstens ändern.
In einigen Klassen ist die Altersklasse heutzutage schon stärker besetzt als die Schützenklasse. Die Zahlen bei den Schülern sind hingegen nicht so das wirkliche Problem, wenn auch sicher regional unterschiedlich ausgeprägt.
Du erkennst den Widerspruch? Altersklasse ansprechen und Jugendarbeit aufgeben, das fordern einige ernsthaft, und wundern sich anschließend, dass die Schützenklasse ausstirbt und Jugendliche fernbleiben? Rentnerclubs als Zukunftspersektive eines Sportvereins?
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Wenn ihr alle mal hier diese Fragen auch für euch und eure jeweilige Situation in den Vereinen aufrichtig beantwortet, solltet ihr eigentlich erkennen können, dass schon die Fragestellung dieses Beitragsstrangs falsch gestellt ist, weil nicht das wirkliche Problem.
So langsam wird's offtopic. Jens hatte beobachtet, dass neuerdings weniger Schützenvereine beim Rundenwettkampf eine Schülermannschaft stellen und wollte erfahren, ob's vielleicht einen generellen Trend zu weniger Schützen / zu weniger Wettkämpfen gibt, und ich glaube das können wir verneinen. Man findet hier bereits viele positive Erfahrungen.
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Wenn den Mitgliedern der Verbände, die mediale Darstellung des Sports nicht mal € 12,- im Jahr wert ist, dann kann es Euch wohl auch nicht wirklich am Herzen liegen, den Sport zu erhalten.
Mit einem Bruchteil dieses Budgets leisten Sportvereine hervorragende und treffsichere Öffentlichkeitsarbeit. Sie kennen die Stärken ihres Vereins und können sie gezielter als jeder professionelle und wenig authentische Werbespot vermitteln.
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Ein lebendiges Vereinsleben, eine zeitgemäße Jugendarbeit und viele interessante Möglichkeiten, das alles ist reine Einbildung. Aus welchem Grund? Weil einige Sportschützen halt lieber Frust schieben und positive Erfahrungen anderer nicht aufgreifen sondern schlechtreden. So entstehen die nörgelnden Rentnervereine. Aber schade ist's trotzdem.
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Abgegriffen. Dabei können andere Sportarten nicht nur Konkurrenz sondern auch Ergänzung bedeuten. Dass Jugendliche andere Interessen entwickeln ist doch keine Besonderheit unserer Sportart oder unserer Zeit, also warum drüber lamentieren anstatt endlich geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen? Und solltet ihr irgendwann mal feststellen, dass 35- bis 50-jährige mit Berufskarriere und Familienplanung oder womit auch immer beschäftigt oder ausgelastet sind, versteift ihr euch dann auf taufrische 65- bis 80-jährige? So entstehen die verstaubten Rentnervereine. „Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.“, das wusste man bereits vor 3000 Jahren.
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Danke, dann habe ich mich bereits damals treffend ausgedrückt, ich weiß nicht ob ich's überlesen habe, aber wie kommst du darauf, dass jugendliche Neueinsteiger zukünftig immer weniger und erwachsene Neueinsteiger zukünftig immer mehr werden? Die demografische Entwicklung wirkt sich schließlich leicht verzögert auf sämtliche Altersgruppen aus, oder? Und sollten die Sportvereine für Jugendliche heute weniger attraktiv erscheinen, dann dürfen wir doch auf keinen Fall unsere Bemühungen reduzieren oder abbrechen, sondern sollten sie sogar ausbauen und moderner gestalten, oder?
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Du hast selbst schon einmal in einem Thread darauf hingewiesen, dass die (dünnen) Strukturen noch auf etwas ausgelegt sind, das immer weniger existiert, und dass es überall viel zu wenig Training / Betreuung für erwachsene neue Schützen gibt. Und die werden die Regel sein, Jugend die Ausnahme.
So war's jedoch nicht gemeint. Der eine oder andere Verein leistet zwar solide Jugendarbeit aber dafür gibt's im Erwachsenenbereich noch ziemlich großes Verbesserungspotential. Sowohl als auch wäre der richtige Weg.
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Nur der Nachwuchs der Vereine wird in der Breite hauptsächlich ein anderer sein, nämlich neue Mitglieder mit Eintrittsalter zwischen 35 und 75.
Weshalb? Wir sollten sie eigentlich mit 10 bis 12 Jahren ansprechen, ggf. sogar viel früher, und geeignete Rahmenbedingungen schaffen sie langfristig für Schießsport und Vereinsleben zu begeistern.
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Sorry, Ken, aber auf mich wirkt das eigentlich eher traumtänzerisch. Wenn wir erst von den Medien hochgelobt, von der Politik unterstützt, von den Gegner akzeptiert werden ... und wenn diese beliebigen Altersgrenzen wegfallen, dann könnten wir endlich ... Also: Warum nicht jetzt? Man findet genügend Anregungen in Foren, Fachbüchern und Jugendlehrgängen um seinen schlafenden Rentnerverein mal gründlich aufzumischen. Schießsport ist Volkssport. Und wenn er das - bei euch - noch nicht ist, dann hört auf zu jammern und sorgt dafür, dass er das wird. Chancen ergreifen und Jammern einstellen.
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Ja, ich denke wir haben die Möglichkeit kindgerechte Angebote wie beispielsweise einen Sommerbiathlon (Kombination aus Bewegung und Konzentration) mit Lichtgewehren oder beispielsweise auch einfach Bogenschießen, Dosenwerfen, etc. zu schaffen. Die lizenzierten Jugendleiter - und sicherlich auch JuBaLi-Inhaber - haben bereits alle nötigen Kenntnisse.
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Aber um Jugendliche zu gewinnen, muss die breite Öffentlichkeit aufgeklärt und informiert werden. Hier muss ansprechende Werbung geschaltet werden. Radio, TV, Zeitung, Plakate, etc. Wenn sich das Gesicht der Sportschützen verbessert und wieder mehr Akzeptanz findet, sind die Eltern wieder eher geneigt, ihre Kinder in die SV`s zu lassen. Betreiben wir aber keine Werbung, und zwar Neutral und unabhängig von einem bestimmten Verband, bestimmten Kaliber oder einer bestimmten Disziplin, werden wir es zunehemend schwerer haben, Jugendliche für den Sport zu gewinnen.
Die öffentliche Wahrnehmung des Schießsports ist sicherlich ein wichtiger Aspekt, nur lässt sich diese vielleicht viel eleganter durch regionale Maßnahmen verbessern. Die Sportschützen sind angeblich nur gefährliche Waffennarren? Das erscheint wenig glaubwürdig, wenn lokale Schützenvereine sportliche Wettkämpfe, zeitgemäße Jugendarbeit und lebendiges Vereinsleben vorleben, und deutlich authentischer als solche generalisierenden Werbeaktionen.
Der Wettbewerbsnachteil des Schießsports liegt eher darin, dass man schon weit unter 10 Jahren Jahren Fußball etc. im Verein spielen kann, LG (und LP) aber erst ab 12 schießen darf. Unsere Jüngsten sind zzt. 11 Jahre alt (oder knapp davor) und die müssen mit der Scatt-Anlage und der Anschütz-Biathlon-Anlage noch ca. ein Jahr überbrücken, es sei denn Verein und Eltern beantragen eine Ausnahmegenehmigung bei der KPB. Und die kostet m.W. um die 45 €.
Die meisten Kinder beginnen bei uns mit ungefähr 10 Jahren, ein früheres Eintrittsalter finde ich alleine körperlich nicht unbedingt erstrebenswert, denn bereits für einige Zehnjährige ist ein Luftgewehr gewichtsmäßig und längenmäßig (Jugendgewehr ist natürlich völlig selbstverständlich!) eine Herausforderung.
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Einverstanden. Wie können wir das verbessern? Was haltet ihr beispielsweise von regelmäßigen „Elternabenden“ um Eltern zu informieren und einzubeziehen? So mancher Jugendleiter hat damit wohl bereits recht positive Erfahrungen gemacht.
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Ken, nicht begreifen wollen ist eigentlich der falsche Begriff, ich kann deiner Argumentation halt einfach nicht folgen. Du sagst einerseits, dass die Eltern anstatt zum Schießen viel lieber zum Fußball fahren und Schießen für sie eher öde sei, andererseits sagst du gleich im nächsten Beitrag, dass sich auch beim Fußball viele Zuschauer langweilen. Ok, das kann alles zutreffen, aber dann gibt's keinen Unterschied zwischen Fußball und Schießsport. Zugleich sei Schießsport so zeitaufwändig, 80 Minuten beim Fußball und 20 bis 40 Minuten beim Schießsport, also da dauert ein Fußballspiel doch doppelt so lange, oder? Sensibilisieren ist vielleicht eine nette Zielsetzung aber begeistern ist wirkungsvoller.

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Wie ich oben sagte, haben wir Schützen die direkte Konkurenz zu den Volkssportarten und stehen meist diesen nach, wenn es um Zeit geht. Eltern sind meist eher gewillt, ihre eigene, knapp bemessene Zeit damit zuzubringen, die Kinder/Jugendlichen auf ein Fußballspiel zu bringen, als sie zu einem Wettkampf oder einer Meisterschaft im schießen zu fahren, die meist relativ lange dauert und für nicht Schießbegeisterte eher öde ist (plump gesagt).
Ein Fußballspiel dauert meines Wissens rund 90 Minuten, wir schießen allerhöchstens 75 Minuten, in der Schülerklasse sind lediglich 20 Minuten und in der Jugendklasse vielleicht 40 Minuten realistisch. Ja, die können einem länger vorkommen, aber langweilig ist's mitfahrenden Eltern auf Meisterschaften oder Wettbewerben noch ganz sicher nicht geworden. Du bekommst 20 bzw. 40 einzelne Schüsse in schneller Abfolge geboten und musst außerdem nicht befürchten deine Sprösslinge mal wieder beim Erfolgreich-Bänkchen-Sitzen zu beobachten.
Bei diesem Problem, werden aber auch Projekte wie Ziel im Visier oder so nicht wirklich viel ausrichten, auch wenn sie wichtig sind.
Hier kann nur eine neutrale, sachliche und vernünftige PR Kampange helfen, in der die Bevölkerung, also die Menschen, die sonst keine Berührungspunkte mit dem Thema Sportschießen haben, aufgeklärt werden und so ihre Scheu und Angst verlieren.Ich find die Idee hinter „Ziel im Visier“ klasse, die verschiedenen Dokumente zu Vereinskultur und Vereinsentwicklung durchaus sehr interessant - man fragt sich schon, warum eigentlich nicht generell Informationen zu Schießsport und Vereinsleben direkt weitergegeben werden, sondern ausschließlich im Rahmen von Fortbildungen zu erhalten sind - und doch fehlt uns für das anstehende Wochenende der Schützenvereine eine zündende Idee. Schnupperschießen bieten wir wieder im Rahmen des Ferienprogramms. Aber wir grübeln noch weiter.
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Ok, das ist jetzt aber sehr abstrakt und geht auf die von dir aufgeworfene Luftdruckdisziplinen- bzw. Geschlechterdebatte kein bisschen ein, sorry, ich weiß nicht wie's LDS geht, aber ich kann dir nicht folgen.
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Carcano, der genaue Wortlaut war übrigens „Das geeignete Medium definiert sich doch nicht dadurch, dass es modern ist oder nicht, sondern dadurch dass es seine Aufgabe erfüllt oder nicht. Eine veraltete nicht gepflegte Website ist jedenfalls nicht ansprechend. Da hängt man lieber die wichtigen Infos im / am Schützenheim aus und verteilt wie wir regelmäßig ein Schützenblattl mit Interessantem, Denkwürdigem und Merkwürdigen aus dem Vereinsleben.“, und genau aus diesem Grund war's überfällig unsere angestaubte Website zu überarbeiten. Ich find's schön zu lesen, dass unsere neue Website auch ankommt, denn bei aller Technik ist es doch der Mensch der zählt. Nach alles was ich bisher über Talentzentren bzw. Talentnester gelesen habe, würde ich sagen der Gauleistungsverein (gibt's bereits seit 1983) kommt diesen nahe, wobei die gemeinsame Teilnahme an weiterführenden Meisterschaften oder überregionalen Wettbewerben im Vordergrund steht. Das Gaukadertraining, finanziert durch sämtliche Gauvereine, ist größtenteils davon unabhängig.
Wegi, wir trainieren meist dienstags von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr. Den Anfang machen dabei unsere Schüler (10 bis 14 Jahre) von 18:30 Uhr bis 19:30 Uhr. Anschließend trainieren Jugend (15 bis 16 Jahre) und Junioren (17 bis 20 Jahre) von 19:30 bis 20:30 Uhr, das ganze ist momentan ein großes Experiment, ich erhoffe mir durch die kleineren Gruppen a) mehr Zeit für einzelne Schützen zu gewinnen, b) das Training viel besser an Alter und Leistung der Schützen anpassen zu können und c) damit auch unsere Junioren zum Training zu motivieren. Mit der Bezeichnung Schülertraining bzw. Jugendtraining bin ich noch nicht so ganz glücklich, weil ja Jugendtraining auch der Oberbegriff für jedes Nachwuchstraining von Schüler über Jugend bis Junioren ist - Nachwuchstraining klingt allerdings recht altbacken - dann vielleicht besser Jugendtraining (10 bis 14 Jahre) und Jugendtraining (15 bis 20 Jahre), was eindeutiger und unmissverständlicher ist. Mit deiner Einschätzung zur Linkliste triffst du übrigens voll ins Schwarze, die wurde nicht nur links liegen gelassen, sondern komplett ignoriert, und was nicht angenommen wird, das fliegt kurzerhand wieder raus.