Hallo Daniela,
wir haben vor einigen Jahren einige Male in unserer Anfängergruppe an sieben Trainingstagen einen Trainingspokal ausgeschossen. Die besten fünf Ergebnisse jedes Schützen kamen in die Wertung. Natürlich versuchte jeder Schütze mindestens fünf Ergebnisse abzugeben. Durch einen besonderen Wertungsmodus hatte jeder eine Chance auf den Sieg. Nach den in der Schülerklasse üblichen 20 Schuss war noch jeweils ein Schuss auf eine mit „Hoch“ und eine mit „Tief“ markierte Scheibe abzugeben. Das mit den 20 Schuss erzielte Ergebnis wurde durch das Ergebnis auf der mit „Hoch“ markierten Scheibe multipliziert und anschließend durch das Ergebnis auf der mit „Tief“ markierten Scheibe dividiert. Gerade guten Schützen fällt es äußerst schwer einfach mal „daneben“ zu schießen. Sollte der Schütze eine Fahrkarte schießen wird das jeweils unvorteilhafteste Ergebnis verwendet. Natürlich habe ich den Pokal immer mit Süßigkeiten gefüllt die vom Sieger dann meist mit allen Schützen geteilt wurden.
Eine Alternative wäre die Schussanzahl vom Alter abhängig zu machen. Im Buch „Nachwuchsarbeit im Schießsport“ findet sich folgende Ausschreibung der Schützenjugend der Schützenbrüder Krötenbruck: „Es können alle bis zum Alter von 20 Jahren mitmachen. Den Zehnjährigen stehen hierbei 20 Schuss zur Verfügung. Für jedes jahr, das ein Jungschütze älter als zehn Jahre ist, bekommt er einen Diabolo weniger, d. h. ein Zwanzigjähriger muss mit zehn Schuss versuchen, den Pokal zu gewinnen.“. Da unsere Nachwuchsschützen mal wieder einen Trainingspokal ausschießen möchten, habe ich mich in den letzten Wochen nach einem interessanten Wertungsmodus umgesehen und mich schließlich dafür entschieden die Schussanzahl ebenfalls vom Alter abhängig zu machen.
Beste Grüße
Gerhard