Aufklärung / Hilfe

  • Hallo da Draußen,
    gestern hatte ich einen Wettkampf.
    Wir haben verloren schon mal dazu und meine Leistung war sehr sehr schlecht. Jetzt suche ich nach der Ursache. Vielleicht kann mir jemand dabei helfen?
    Ich bin so über den Tag verteilt durch relativ tiefen Schnee gelaufen, können sich dadurch vielleicht die Bänder hinten im Knie dehnen. Weil beim Wettkampf drückt man das Vordere Knie ja durch, aber diesmal wurde es dann überstreckt und sobald ich im Anschlag war, konnte ich das Gewehr nicht ruhig im Ziel halten. "Es waren nach 4-5 sekunden immer Zuckungen im Knie. Und ich habe total rausgerissen. Ergebnis vom 8,9 Schnitt auf 7,89. Ich hätte mich fast umgebracht :( :( :(

  • Ja des kann gut sein, ich hab das auch öfters beim Schwimmen... Ab und an bekomm ich dann auch mal bei anderen sachen nen Krampf... Das schlimme ist dann auch noch ne Zeit danach, das man immer wieder Angst hat es kommt gleich wieder bzw. das man es schon immer wieder leicht spürt. Das man da nicht mehr gut Schießen kann versteh ich schon.

  • Florian du hast es echt auf den Punkt getroffen!
    Aber direkt so ein Abfall von schnitt 8,9 auf 7,89 das ist ja echt viel , sehr viel. Ich denke aber das hat mich so aus der Bahn geworfen , dass der Kopf und die Konzentration voll nachgelassen haben?
    Das war gestern voll der Rückschlag, aber mal ein richtiger, weil ich grad eigentlich auf dem aufsteigenden Ast bin.
    Naja ich denke da kamen noch andere Faktoren bei. :(

  • Hallo Flipp,
    das mit den Bändern glaub ich weniger, viele machen ja auch ein bisschen Stretching vor dem Schießen. Das Zucken kommt ja immer vom Muskel und der macht das ja nur dann wenn er überlastet ist/war und noch nicht genug Zeit zum Regenerieren hatte. Krämpfe treten meistens dann auf, wenn du auch noch zu wenig getrunken hast.
    Vermutlich hast du beim Schießen zum Ausgleich dann auch noch die Pobacken zusammengezwickt und dich von unten her verkrampft. Dass du dann gewackelt hast ist klar.
    Ein Energyriegel, Traubenzucker oder Süßigkeiten hätten zwar nicht komplett geholfen, aber die Lage etwas entspannen können. Ich habe immer ein paar Kinderriegel oder Corny dabei. Probier das mal aus.
    Ein Tipp noch: Wenn das wieder passiert, dann geh vom Stand weg und leg für ein paar Minuten die Füße hoch. Dann können sich die Beine entspannen und das Blut herausfließen. Danach fließt wieder frisches sauerstoffreiches Blut in die Beine. Das kann helfen.

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Esse vor jedem Wettkampf eine Milchschnitte!
    Zu wenig getrunken habe ich auch, wo du es grade sagst!
    Aber so extrem viel schlechter hat mich zum denken angeregt.
    Danke schon mal! :)


    Die Weißbierhoibe muasst a no dazu song :D

  • Alkohol steht auf der Dopingliste. ;)

    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Dabei wollte ich erst noch empfehlen dass er besser vorher ne Halbe getrunken hätte. Aber das hab ich mich nicht getraut. ;)

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Ist Alkohol auf der Dopingliste?????
    dann wären ja viele Schützen "gedopt"!

    Gusti Sp.
    SG Diana Lorenzenberg
    Jugendsprecher
    Disziplin: LP(/LG)
    Gaujugendteam Ebersberg

  • Also das mit der Muskulatur würde ich wirklich mal überprüfen. Ich hab die ersten zwei Jahre so geschossen, dass ich fast jeden Muskel angespannt hab, und hab mich gewundert, dass ich nur bis maximal Mitte 370 komme. Das hat ziemlich lange gedauert, aber so langsam bringts was (u.a. auch durch SCATT-Training) und ich hab jetzt bei jedem Training mindestens 2 mal ne 95er Serie oder besser. Also das würde ich mal überprüfen.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Servus Philipp,


    im Stehendanschlag ist es nicht möglich alle Muskeln zu entspannen. Du solltest versuchen einen guten Kompromiss zu finden.


    Beste Grüße


    Gerhard

    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Genau, alle Muskeln zu entspannnen geht natürlich nicht, entschuldigung, falls ich mich etwas unklar ausgedrückt habe. Man steht ja aus eigener Kraft, man hält das Gewehr etc. Dazu braucht man natürlich Kraft. Aber gerade in den Beinen sollte man die Anspannung auf ein Minimum reduzieren.
    Ich beschreib dir mal meinen Fall:
    Ich habe am Anfang so geschossen, dass ich die Oberschenkelmuskulatur angespannt habe. Das konnte man gut daran sehen, dass die Kniescheiben nach oben gewandert sind. Am Anfang geht das noch ganz gut, weil man sich selbst "mit Gewalt" ruhig hält. Aber aufs Ende zu bekommt man richtige Zuckungen und verreißt alles. Das kostet Ringe, Nerven und gute Laune. Was hab ich mich immer geärgert, wenn ich gut angefangen habe und auf 370-Kurs war, nur um dann die letzte Serie zu versauen. Also hab ich schweren Herzens meine ganze Stellung umgestellt. Das hat zeimlich lange gedauert und war gerade am Anfang nicht einfach, da ich lange probieren musste. Aber inzwischen, auch durch die Hilfe eines SCATT-Trainers, hab ich das Problem in den Griff bekommen. Ich gebe mir noch maximal 2 Monate, dann werden die 380 kommen. WIe weits dann geht, mal schaun.
    Damit will ich sagen, es ist sehr wichtig, gerade in den Beinen so wenig Muskulatur wie möglich einzusetzen. Man sollte so stehen, dass man sich im Gleichgewicht befindet und keine Muskeln benötigt, um Schwankungen auszugleichen. Auf jeden Fall empfehlenswert.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Sehr gut beschrieben Mario,
    so bist du am richtigen Weg zu besseren Leistungen.
    Jede Anspannung von Muskeln produziert Spannungen, dadurch Bewegungen bzw. Reißer, somit mit möglichst wenig Muskelspannung im gesamten Körper schiessen.
    Im Stehendanschlag ist unser Schwerpunkt sehr hoch, somit ist es wichtig ein gutes Fundament zu bauen und Stock für Stock darauf stabil und entspannt aufzubauen.
    Im stabilen Stehendanschlag nimmt der Schütze eine spannungsfreie Stützarm-, Schulter- sowie Hüftstellung wahr. Dabei kann er den Bauch und
    Lendenbereich vollständig entspannen.Der Schütze registriert einen „satten“ Stand auf der gesamten Fläche beider Füße. Er kann seinen Anschlag mühelos ausbalancieren und nimmt weder Körperschwankungen wahr, noch driftet der Anschlag im Stützarm (-hand)- bzw. Hüftbereich weg.
    Habe ein Foto eines Stehendschützen angehängt. Vor allem die senkrechte Linie, linkes Bein, Hüfte und linke Unterarm sollte eine möglichst gerade und senkrechte Linie bilden. Somit trägt sich das Gewicht des Gewehres fast von alleine und es werden wenig Muskeln zum Halten der Sportwaffe benötigt. Dies erlaubt dann ein ruhiges Halten im Zentrum der Scheibe und beim Abziehen gibt es keine Spannungen die sich lösen und das Gewehr aus der Ruhe bringen.

    Bilder

    • technikteil2.bmp

    Eduard Gonaus jun.
    Schützenverein Frankenfels
    Lehrwart LG & KKG
    Kampfrichter
    Sportleiter Gewehr


    www.schv-frankenfels.info

  • Das ist auch nochmal ne sehr gute Beschreibung. Das mit dem "satten" Stand war am Anfang nach der Umstellung noch mein Problem, da ich in eine Art "Bogenspannung" geraten bin (so hats der SCATT-Trainer gemeint). Dadurch verlagert sich das Gewicht auf den Vorderfuß und man wackelt schon von ganz unten herauf. Das konnten wir aber gut umstellen. Seine Worte: "Wenn man von unten herauf nicht mal richtig steht, kanns nix werden." Perfekt ist die Sache bei mir noch nicht, aber da muss ich einfach fleißig üben, dann wird das schon.
    Also, Flipp, probier das auf alle Fälle mal, das kann nur von Vorteil sein. Ich hab auch gemerkt, dass durch die verringerte Muskelkraft der Kreislauf entlastet wird und man nicht mehr so schnell in höhere "Drehzahlen" kommt.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Hey,
    ich bin Bogenschütze und hab mir seit 1 Monat eine neue "Krankheit" zugelegt. Sog. Goldfieber.
    dh. ich löse, bevor ich im Gold stehe, bzw. das Visier richtig aufs Gold richte.
    Der Schiess-Stil ist somit katastrophal und das Ergebnis ebenso (inzwischen auch mein Selbstvertrauen).
    X( :wacko:
    Hat wer umsetzbare Tipps?


    Alle ins Gold
    Humpi
    www.bogen-sbs.de
    _____________________________________________________
    Mein Motto: "Viel Trainiert, nix passiert...."

  • Hallo,


    ich bin auch auf der Suche nach ner Methode, um die Fußstellung zu verbessern. Irgendwie steh ich statt auf dem ganzen Fuß immer auf mit der Verlagerung auf die Außenkanten. Hat jemand ne Idee, wie man das wegbekommt?


    Ich korrigier zwar immer wieder, aber ne ganze Serie halt ich das nie durch. Gibts irgend nen Trick oder einfach nur üben?

  • Ideal ist das sicherlich nicht.
    Allerdings solltest du mal folgende Fragen abprüfen:


    • Kostet dir das Ringe?
    • Tut dir der Fuß weh?
    • Tut dir sonst was weh wegen dieser Fußstellung?
    • Stört dich das?

    Wenn du obige Fragen mit NEIN beantworten kannst, dann würde ich sagen mach dir deswegen nicht so viele Gedanken. Nicht jeder ist gleich und nicht jeder kann gleich stehen. Das Idealbild zum richtigen Stehen ist nur eine Richtlinie, die jeder zu seinen Gunsten abwandeln darf.
    Ich geh mal davon aus, dass du kein Orthopädisches Problem hast (z.B. einen kürzeres Bein oder sowas)

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)