Mal `ne grundsätzliche Frage zu Diabolos...

  • Wir hatten im Sommer einen Arbeitsdienst mit Großputz im Schützenhaus und Ausleeren der Kugelfänge. War auch alles trocken.

    Bei uns wird hauptsächlich Holme Match als Vereinsmunition bzw. R10 und H&N Finale Match von den Schützen mit eingeschossener Munition verwendet.

  • welcher geschossfangtyp?
    Beim Disag Geschossfang ergeben sich neben dem Restbolzen auch viele kleine Splitter ca 0,3mm

    Daher kann es sein, wenn das Dabolo weicher gefangen wird, es nicht zu einem Zerspritzen kommt.


    mfsg daniel

  • Wir haben auch die DISAG-Geschossfänge. Heute Abend schau ich genauer. Aber letzte Woche habe ich eine Grundreinigung gemacht, da ist mir das nicht aufgefallen.

    Walther LG400 Anatomic - Walther LP400 Alu 5D - Cold Steel Professional .625 Big Bore - ;)

  • Wir haben auch die DISAG-Geschossfänge. Heute Abend schau ich genauer. Aber letzte Woche habe ich eine Grundreinigung gemacht, da ist mir das nicht aufgefallen.

    Wir haben auch Disag, ich kann das durchaus bestätigen, bei uns sieht es auch so aus, wie bei Daniel.

    Never give up. With zero you still can reach 390.8)

  • Bei Meyton und klassischen Kugelfängen hab ich das noch nie gehabt. Liegt vielleicht an der Form/Geometrie der Disag-Fänge?

  • Wir haben Meyton Kugelfänge. Diese Ablagerungen gibt es bei uns nicht.

    Sind die Bleche eventuell gefettet das sich keine Bleiablagerungen bilden?

  • Wir haben Meyton Kugelfänge. Diese Ablagerungen gibt es bei uns nicht.

    Sind die Bleche eventuell gefettet das sich keine Bleiablagerungen bilden?

    Wie sollte eine "Werksfettung" jahre/ jahrzehnte standhalten?
    mfsg daniel

  • Meines Wissens sind z.B RWS Basic, R10, Diabolos von H&N und d.h. auch die von Frankonia etc. sehr leicht gefettet, um Bleiablagerungen im Lauf vorzubeugen.


    Akah schreibt zu H&N Diabolos: „Geringste Verbleiung und gleichmäßige Schussbilder durch spezielle Match-Legierung und -fettung“.


    Praktisch, dass das Fett annahmsweise zusätzlich auch der Korrosion im Lauf und der Oxydation der Diabolos vorbeugt.


    Die Diabolos in einer Jahrzehnte verwahrten Dose einfacher Frankonia Competition sah beileibe nicht so Sch...e aus wie die ähnlich alter Diabolos aus Schönebeck/DDR, die sicherlich nicht gefettet waren


    Bei meiner aktuellen Luftpistole, die nun schon 17 Jahre alt ist, habe ich glaube ich noch nie Reinigungsfilze durchgeschossen, obwohl VFG finsterste Bilder von Präzisionsverlust, Korrosion etc. beschreibt, wenn man nicht deren Spezialprodukte nutzt (siehe https://ahg.anschuetz-sport.co…/VFG_Waffenpflege_CO2.pdf ).


    Da stimme ich eher scherge zu, und vermute ebenfalls, dass

    bei Herstellerempfehlungen klatscht der Vertrieb sicherlich auch im Hintergrund Applaus und auch die dort verlinkten, leider mittlerweile ins Leere laufenden Hinweise von VFG und Maik Eckhardt werden zumindest teilweise einen wirtschaftlichen Hintergrund haben.

    Einen Filz, so wie er ist, ab und an durch den Lauf zu schießen, schadet aber auch nicht. Bei einer LP80, die jahrelang eigentlich nur im Schrank lag, habe ich vielleicht alle 2 Jahre mal einen Filz durchgeschossen. Der war dann immer ganz minimal braungrau. War das dann eventuell der Rost vor dem gewarnt wurde? Dann hätten die Filze wohl nicht so richtig geholfen und waren eventuell sogar kontraproduktiv?


    Mist war jedenfalls ein leicht geölter Filz, den ich aus einer Haenel 312 verschossen habe. Die Waffe dieselte danach über Jahre, weil wahrscheinlich beim steigenden Druckaufbau nach der Schussauslösung Öl in den Kolbenraum gepresst wurde. Erst nachdem ich die Waffe geöffnet und gereinigt hatte, war damit Ruh.

    Damit es mit geölten Filzen nicht dazu kommt, sollte man dann doch wenigstens den Tip von VFG beherzigen, geölte Filze mit einem dahinter eingelegten Diabolo durch den Lauf zu schießen.


    Wenn es nicht gerade eine Waffe ist, die wieder zum Leben erweckt werden soll und der man mal so richtig was gutes (insbesondere für das eigene gute Gefühl) gönnen möchte, kann man sich die Filze denke ich aber sparen.


    Regelmäßig mit normalen, aktuellen Diabolos trainieren hilft der Präzision der Waffe und des Schützen sicherlich mehr.

  • Habe gestern Abend unsere Kugelfänge kontrolliert (DISAG). Am Prallblech selbst habe ich keine Ablagerungen gefunden, allerdings war da am Eingang der "Schnecke",( also dem Rohr, in der sich der Diabolo totläuft, bevor er in den Becher fällt), ein leichter fettiger Schmierfilm. Die Reste im Becher sind allerdings trocken, da ist nichts festzustellen.

    Walther LG400 Anatomic - Walther LP400 Alu 5D - Cold Steel Professional .625 Big Bore - ;)

  • Habe gestern Abend unsere Kugelfänge kontrolliert (DISAG). Am Prallblech selbst habe ich keine Ablagerungen gefunden, allerdings war da am Eingang der "Schnecke",( also dem Rohr, in der sich der Diabolo totläuft, bevor er in den Becher fällt), ein leichter fettiger Schmierfilm. Die Reste im Becher sind allerdings trocken, da ist nichts festzustellen.

    Bei unseren (auch DISAG) sieht es genauso aus

  • Wenn ich nachher rechtzeitig vor Trainingsbeginn auf dem Stand bin schaue ich auch mal nach, wie es bei uns ausschaut.

    Feinwerkbau mod. 601

    Feinwerkbau P8X

  • Bei uns, ebenfalls DISAG, sieht es auch so aus, dass sich auf der Fläche auf der sich das Diabolo totlaufen soll, ein öliger Film befindet.

    Feinwerkbau mod. 601

    Feinwerkbau P8X

  • Meine Theorie dazu: je flacher der Winkel des Kugelfang, desto eher wird beim Auftreffen des Diabolo der Schmierfilm eher abgestriffen. Bei einem steilen Winkel zerplatzen die Dias eher und der Film wird stärker verteilt (möglicherweise sogar verdampft). Durch die hohe Anzahl an Geschossen entsteht bei der flachen Version eine signifikante Menge an "Fett" der sich dann ansammelt und zu dem beobachteten Bild führt.