Die Mischung aus fehlgeleitetem Halbwissen und schierem Unwissen ist wieder einmal umwerfend putzig. Bei Reinigungsthreads ist das aber fast die Regel.
Reinigung von KK- Match- Pistolen
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- Pistole
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Onkel Peter -
6. Mai 2018 um 07:28
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Wer sich mit etwas nicht auskennt, wird entweder zunächst andere fragen, oder es einfach direkt selbst ausprobieren. Wenn sich etwas bewährt, PTFE-Spray hat bei mir das Knarzen bspw. abgestellt, wird man natürlich das weiterempfehlen. Dazu braucht es erstmal keine empirische Studie. Wer sich mit einem nur etwas größeren Themenbereich befasst, muss unweigerlich dabei Abstriche machen, was den Detailierungsgrad und die Praxiserfahrung angeht.
Schön, dass du dich offenbar näher damit beschäftigen konntest, und auch schön, dass du dich hier beteiligst, aber mach dich doch bitte nicht über andere lustig.
Danke.
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Zitat von Geronimo
Der Hersteller bemüht sich allerdings nicht gerade, die Grenzen seines „Universalsprays“ aufzuzeigen, so liest man bspw. „Dieses kriecht an die zu schmierende Stelle und verhindert durch seine schmierende Eigenschaft weitere Quietschgeräusche.“ (Blog).
Für den Zweck, hier Haushalt passt das doch super. Bei manch netter Kollegin habe ich für die quietschende Türe auch schon Speiseöl oder Margarine genommen funktioniert auch für längere Zeit und erspart einen nochmaligen Besuch.
Wer sich mit etwas nicht auskennt, wird entweder zunächst andere fragen, oder es einfach direkt selbst ausprobieren. Wenn sich etwas bewährt, PTFE-Spray hat bei mir das Knarzen bspw. abgestellt, wird man natürlich das weiterempfehlen. Dazu braucht es erstmal keine empirische Studie.
Das ist mal richtig, mit den für Waffen angebotenen Reinigungs- und Pflegemitteln kann man kaum Schaden anrichten das Problem liegt hier doch meist in der Art der Anwendung.
Carcano lästert hier doch mehr über die Art des Umgangs und das kann man auch verstehen wenn man sieht mit welcher religiöser Überzeugung hier von einigen Usern die Asche angebetet wird.
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Wenn es um Schmierung kritischer oder empfindlicher Stellen geht, hab ich die bisher besten
Erfahrungen mit Produkten der Firma Interflon gemacht.
Nach mehr als 30 Berufsjahren mit Mechaniken aller Art, bin ich neuen Produkten gegenüber
immer sehr skeptisch und prüfe Versprechen gerne in der täglichen Praxis selber.
Ein geniales Schmier- und Pflegemittel ist Interflon FIN Super.
Damit hab ich sogar den kratzigen Abzug von meinem Mauserlein .22 annehmbar hinbekommen.
Nachtrag:
NEIN, ich bekomme keine Provisionen oder sonstige Vergünstigungen durch meine Empfehlung.
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Die Mischung aus fehlgeleitetem Halbwissen und schierem Unwissen ist wieder einmal umwerfend putzig. Bei Reinigungsthreads ist das aber fast die Regel.
Ja offenbar ist das so ähnlich wie bei der Fußball- WM: 80 mio Bundestrainer. Und jeder hätte es am Ende besser gewußt.
Was meine Neigung zu Ballistol betrifft, werde ich dafür oftmals belächelt oder auch kritisiert: Wie kann man nur eine Waffe mit einem Mittel schmieren wollen, das auch medizinisch verwendet werden kann? Oder das einen Holzschaft konservieren hilft? Das kann ja nichts wert sein! Wer da nicht den neuesten Wunderspray mit weltraumgetesteter Spezial- Geheimformel verwendet, ist nicht am Stand der Zeit und behandelt die Waffe nicht angemessen. So höre ich rundum. Und im Gegensatz dazu entfetten manche Schützen ihre klassischen Stahl- Großkaliber- Pistolen chemisch und sind dann überrascht, daß die völlig trockenen Waffen auf Dauer nicht so recht wollen.
Dabei haben sich die Waffen in ihren Grundzügen seit gut 100 Jahren kaum verändert. Und die meisten Patronen sind so alt wie die zugehörigen Waffen. Eine Pistole repetiert heute auch nicht schneller als damals. Verbessert haben sich die Materialien und die Fertigung wurde automatisiert und damit oft auch präziser. Manche Gleitbeschichtungen sind dazugekommen und sind besonders zu behandeln. Aber das gibt dann der Waffenhersteller vor.
Immer noch kommen aber unverändert Pulverschmauch, Metallabrieb und Feuchte an das Metall der Waffe. Das gibt Korrosion, wenn nicht eine Schutzschicht anwesend ist, die bis zur nächsten Reinigung vorhält und den Schmutz neutralisiert. Und bei dieser Reinigung soll sich die Schutzschicht samt aufliegendem Schmutz einfach abwaschen und dann wieder schnell, einfach und gezielt aufbringen lassen. Zumindest bei GK- Pistolen soll sie eher etwas antrocknen und nicht zu flüssig bleiben, sonst wird sie abgeschleudert oder dem Schützen ins Gesicht geblasen, statt an den Schmierstellen zu bleiben. So bin ich am Ende beim alten Ballistol gelandet, das alles das einigermaßen gut kann.
Natürlich gibt es Spezial- Mittel, und Schützen, die damit auch beste Erfahrungen gemacht haben. Und das will ich weder herabmindern noch bestreiten. Jedem das Seine. Aber keines der Mittel ist perfekt und kann alles. Auch nicht Ballistol. Aber es ist für mich ein sehr guter Kompromiss, der sich aus den obigen Gründen bewährt hat.
Ich kriege natürlich keine Provision und hätte eigentlich gar nichts in diesem Faden geschrieben, wenn da nicht WD40 und Wälzlagerfett im Raum gestanden wären. Da konnte ich nicht anders.
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Falls erforderlich, einfach alles reinigen, trocknen, und zusammenbauen!
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Zumindest bei GK- Pistolen soll sie eher etwas antrocknen und nicht zu flüssig bleiben, sonst wird sie abgeschleudert oder dem Schützen ins Gesicht geblasen, statt an den Schmierstellen zu bleiben.
Dann gibt es noch diejenigen die behaupten das etwas das davongeschleudert wird dort auch nicht hingehört, bzw vor den schießen abgewischt gehört.
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Dann gibt es noch diejenigen die behaupten das etwas das davongeschleudert wird dort auch nicht hingehört, bzw vor den schießen abgewischt gehört.
Richtig! Die gibt es und wenn das eine in viel Öl konservierte oder sonst überschmierte Waffe betrifft, stimme ich dem vorbehaltlos zu.
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ZitatAlles anzeigen
Achten Sie darauf, nicht zu kräftig zu ölen. Zu viel Öl wurde aufgetragen, wenn
Öltropfen zu sehen sind oder Öl aus der Pistole rinnt.
Durch zu viel Öl sammelt sich Schmutz und Schmauch in der Pistole an. Dies
beeinträchtigt die Funktion der Pistole. Ölen Sie nicht die Schlagbolzenbohrung.
• Lauf:
Nach dem Reinigen der Pistole ölen Sie die Laufoberflächen und die
Kontaktfläche zwischen Lauf und Griffstück mit einem öligen Tuch.
• Griffstück:
Ölen Sie die Verschlussführungen, die Steuerung der Abzugsstange und ggf. den
Hebel rechts am Abzugsgehäuse mit jeweils einem Tropfen Öl.
• Verschluss:
Ölen Sie die Schlagbolzensicherung, die Abrisskante am Schlagbolzen und die
Fallsicherung (P99 DAO) mit jeweils einem Tropfen Öl.Das schreibt jetzt ein Hersteller in die Bedienungsanleitung einer GK Gebrauchswaffe,
Natürlich sind die Mengenangaben für einen Schützen unakzeptabel ungenau.
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Das schreibt jetzt ein Hersteller in die Bedienungsanleitung einer GK Gebrauchswaffe,
Natürlich sind die Mengenangaben für einen Schützen unakzeptabel ungenau.
Oh da fällt mir ein, was ich neulich im Verein erlebt habe. Ein Hobbyschütze schiesst eine Brünner 9mm Luger und vor dem verpacken ölt er die unzerlegte Waffe mit einem dickflüssigen Öl ein bevor er das Teil in ein altes Wischtuch wickelt.
Ich sage: "Du glaubst wohl, das ist eine Ölsardine?"
Darauf lacht er und meint, er könne sich das leisten, weil er in einer Firma arbeitet, die Schmieröle herstellt...........
Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht selber gesehen hätte!
Gruß Peter
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Bei manch netter Kollegin habe ich für die quietschende Türe auch schon Speiseöl oder Margarine genommen funktioniert auch für längere Zeit und erspart einen nochmaligen Besuch.
So lange nur die Tür quietscht und nicht das Bett ist doch alles gut
.Leute,
offenbar führen mehrere Weg nach Rom. Jeder scheint sein Mittel zu haben. KK-Pistolen sind offenbar sehr tolerant und die zu verwenden Schmierstoffe unterliegen keinen speziellen Anforderungen wie zB. hydraulische Maschine oder Motoren. Deshalb kann der eine Motoröl, der andere Ballistol und der dritte irgendein Superduper-Hyper-Raumfahrtöl nehmen ohne dass die Waffe schaden nimmt,... Fakt ist, dass eine halbautomatische Pistole weder mit hohen Drehzahlen läuft, oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist oder das Öl eine besondere Druckbeständigkeit aufweisen muss. Wichtig ist, dass Feuchtigkeit zuverlässig abgehalten, Schmutz möglichst wenig gebunden wird und eine ausreichende Schmierwirkung vorhanden ist.
Was ich jedenfalls gelernt habe ist, dass der KK-Lauf nur selten gereinigt werden muss, wenn überhaupt
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KK-Pistolen sind offenbar sehr tolerant und die zu verwenden Schmierstoffe unterliegen keinen speziellen Anforderungen
Nein, das stimmt so nicht!
Wegen des geringeren Impulses reagieren KK-Selbstlader sogar sehr empfindlich auf falsche Munition oder falsche Schmierung! -
falsche Munition oder falsche Schmierung!
Falsche Munition; bin ich bei dir!
Falsche Schmierung; was ist falsche Schmierung (von Fett ist nicht die Rede)? Kennst du eine halbautomatische KK-Sportpistole, die durch die Verwendung von falschen Schmierstoffen unbrauchbar wurde?
Ich selber benutze Gunex.
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Kennst du eine halbautomatische KK-Sportpistole, die durch die Verwendung von falschen Schmierstoffen unbrauchbar wurde?
Vaseline auf der Aussenseite des Verschlussstücks einer GSP, und bei um die 0 Grad Celsius lädt die Waffe nicht mehr von selber durch und ist ein Repetierer.
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Falsche Schmierung; was ist falsche Schmierung (von Fett ist nicht die Rede)?
Wenn die alte GSP zu zäh geschmiert ist, z.B. mit Öl einer höheren Viskositätsklasse,
kommt es oft vor, dass genau der 2. Schuss, also der erste Repetiervorgang nicht funktioniert. -
Ja ich habe in einem kalten Keller letztes Jahr Bezirksmeisterschaft geschossen. Die GSP war am Verschluß leicht mit einem etwas festeren Öl geschmiert und sofort war Ladehämmung angesagt. Vorher futschte alles wie am Schnürchen.
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kommt es oft vor, dass genau der 2. Schuss, also der erste Repetiervorgang nicht funktioniert
Ich hatte das gleiche Problem mit meiner KK-Pistole mit 10 Schuss-Magazin. Immer Zuführungsstörung beim 2. Schuss bei Kälte draussen.
Das lag bei mir jedoch nicht am Verschluss sondern an der Kombination Magazin/Muni/Kälte.
Meine Erklärung: Wenn sich eine große Anzahl Patronen im Magazin befindet (evt. fettig wie SK-Pistol-Match oder gewachst wie CCI-SV), die Feder max. zusammengedrückt ist und sich durch die Kälte die Viskosität der Schmierstoffe bzw. des Wachses verringert, erhöht sich die Reibung der Magazinbauteile und der Patronenhülsen am Magazingehäuse.
Dann wird die 2. Patrone durch das Magazin zwar nachgeschoben aber nicht schnell genug und die Störung tritt auf. Mit abnehmender Anzahl Patronen nimmt die Reibung ab und die Zuführgeschwindigkeit passt wieder.
Ich helfe mir mit mehreren Maßnahmen:
- Ich öle Patronen und Magazine vor der Fahrt auf den Stand leicht mit Temperatur unempfindlichem Öl ein und wärme sie an
- während der PkW-Fahrt die Muni-Box in den Heizungsluftstrom des Fußraumes
- Patronen und Magazine in der Jackentasche am Körper warmhalten
- direkt vor dem Einführen des Magazins in die Pistole immer noch einen Sprühstoß Öl in den Magazinschlitz geben
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Ich liebe diesen Thread

Meine GSP zickt immer beim Laden der 2. Patrone, wenn sie vorher gereinigt wurde. Dachte bisher immer, dass es an der weichen RWS Club liegt oder das gute Stück ein Einzelfall ist.
Lasse ich den Bereich um die Rampe beim Reinigen aus, dann flutscht beim nächsten Einsatz alles von Anfang an. Der Verschluss läuft bei mir relativ trocken. Den reibe ich nur alle paar Jahre mal mit einem leicht ölfeuchtem Lappen ein wenn eine Totalzerlegung ansteht. Ansonsten wird der nur im Bereich der Handhabe kurz mit leicht oligem Tuch gewischt und ein paar mal bewegt.
Vor Wettkämpfen wird deshalb gar nicht gereinigt.
Großartig zu wissen, dass andere GSPs genau so zicken

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Großartig zu wissen, dass andere GSPs genau so zicken
Nun wurden ja mehrere mögliche Ursachen für das Versagen beim 2. Schuss genannt.
Trotzdem gehe ich noch davon aus, dass es hauptsächlich an klebender Schmierung an den Gleitflächen des Schlittens liegt.
Opa lehrte uns ja schon: Gut geschmiert fährt gut!
Aber wenn die Laufflächen des Schlittens einen Tag vor dem Wettkampf geschmiert werden, dann klebt es am Wettkampftag.
Die erste Partone wird ja von Hand zugeführt, und da fühlt sich alles noch gut an, da man den Schlitten recht langsam bewegt.
Beim ersten Repetiervorgang jedoch muss der Schlitten wesentlich schneller bewegt werden, und da wirkt die Schmierung fastwie der Stoßdämpfer am Auto. Also der Schlitten bewegt sich langsamer und verbraucht viel Rückschlagskraft er schafft
vielleicht garnicht den Weg bis zum hinteren Anschlag.
Beim zweiten Repetiervorgang, also beim 3. Schuss hat man den Klebefilm zerstört, so dass wieder alles funktioniert.
So gesehen ist es vielleicht günstiger, die Schlittenlaufflächen nicht zu schmieren und trocken laufen zu lassen.
Zugegeben, dadurch findet ein erhöhter Verschleiß statt, aber dieser ist doch genau an diesen Stellen erwünscht,
man könnte diesen Verschleiß auch anders nennen, z.B. einlaufen, einpassen... -
Trockenschmiermittel.....z. B. das Keramikspray von Anschütz oder ähnliches,......
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