Matchguns MG2 und MG2E

  • Nach außen geht nicht mehr da ich jetzt schon eine Gesamtbreite von 48mm habe.

    Nach vorne geht auch nicht und nach oben ist auch ein Problem weil das Teil ja nur 150mm hoch sein darf!?

    Dann bliebe nur noch nach Masse von unterhalb des Laufes nach oben in die Länge Richtung Griff zu bringen.

    Dadurch verschiebt sich aber der Schwerpunkt der Zusatzmasse in Richtung Griff (also weg von der Mündung) was die Wirkung wieder vermindert.

    Klar ist, ideal wäre möglichst weit vorn und möglichst weit oben aber da gibt es halt die Grenzen durch die maximalen Maße.

    Was natürlich noch möglich wäre, an Stelle des billigen Stahls, den ich jetzt gewählt habe eine zweite Version zu bauen.

    Da würde ich dann zwei Wolfram - Zylinder mit 10mm Durchmesser so weit wie möglich nach oben setzen und an Stelle von Stahl eine Befestigung aus Alu vorsehen.

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  • Evtl. Gewichte aus Wolfram mit 19,x kg Dichte oberhalb der Laufachse.

    (Upps, da war ich mit meiner Tipperei auf dem Eipäd etwas zu langsam)

  • Ist da einer Informiert, hat das Schattenkorn Verbot noch bestand ?

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    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Ich denke der Effekt mit den Gewichten Vorn wird überschätzt, weil man subjektiv den Eindruck hat es hilft. Wichtiger finde ich die ausgewogene Masse oberhalb der Laufachse. Dann gern entlang des Laufes im kompletten ersten drittel bis maximal zur hälfte.

    Da das ganze dynamischer ist als eine Lupi geht es mehr darum bewegte Masse zum Stehen zu bringen als eine Gegenbewegung zu erzwingen.

    Einmal editiert, zuletzt von Matze1965 (29. Dezember 2018 um 20:57)

  • Ok, jetzt geht es hier um eine Sportpistole! Der Lauf ist unvergleichlich kürzer, die Masse vom Griff ist nur ein absoluter Bruchteil zur gesamten Pistolenmasse, bei der MG2E ist der Lauf anders als bei einem KK der Lauf vorne auch fest mit dem Gehäuse verbunden weshalb die Schwingungen wohl eher kaum eine große Rolle spielen dürften.

    Ihr diskutiert hier einmal über Prellzeiten, Schwingungen und Bewegung des Verschluß beim Schuß und wollt dann die Waffe einspannen, kann das überhaupt verwertbare Ergebnisse bringen?

  • und wollt dann die Waffe einspannen

    Karl,

    diesmal bist Du auf dem Holzweg, beruhigend das das nicht nur mir passiert. Die Backen sind nur als ordinäres Laufgewicht gedacht.

    Nicht zum spannen....

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  • Matze1965@

    Glaube, so ganz einfach ist es nicht da es hier um eine überlagerde Bewegung geht!

    Du hast einmal den Rückstoß der die Waffe genau entgegengesetzt zum Geschoss beschleunigt.

    Um diesen Impuls zu vermindern ist es gut wenn die Masse so groß wie möglich ist und da ist es auch egal wo der Schwerpunkt der Waffe ist.

    Aus dem Rückstoßimpuls längs des Laufes entsteht um das Handgelenk eine Drehbewegung der Waffe.

    Wie groß diese Drehbewegung ist hängt aber nicht nur davon ab wie weit das Handgelenk vom Lauf (in der Höhe) entfernt ist sondern auch noch wo der Gesamtschwerpunkt der Waffe im Bezug zum Lauf und egal in welchem Winkel zum Drehpunkt der Bewegung (also dem Handgelenk) liegt.

    Dazu kommt dann noch das Gegenmoment der Waffe weil sie mit ihrer Masse im Schwerpunkt im Abstand vom Handgelenk immer nach unten also Richtung Erde "vorgespannt" ist.

    Das ganze sollte man berechnen können um den Effekt der Schwerpunktverschiebung auf Grund der verschiedenen Gewichtsvarianten zu bestimmen. Leider ist mein Studium dafür schon etwas lange her aber vielleicht haben wir ja sonst jemanden hier der dieses dynamische System berechnen kann?

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  • Karl,

    diesmal bist Du auf dem Holzweg, beruhigend das das nicht nur mir passiert. Die Backen sind nur als ordinäres Laufgewicht gedacht.

    Nicht zum spannen....

    Ich meinte schon dass es bei den Beiträgen # 263 bis 269 um eingespannte Waffen beim Munitionstest geht?

  • ja, aber wird sind gerade auf einer anderen Baustelle. Laufgewichte.

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  • Ich meinte schon dass es bei den Beiträgen # 263 bis 269 um eingespannte Waffen beim Munitionstest geht?

    Hier laufen einige Sachen parallel!

    Es geht sowohl um die Optimierung der MG2 (in meinem Fall ums Auflageschießen), dann um die Zeiten fürs Schnellfeuer etc. und Grundsätzlich auch um die geeignete Art die "optimale" Munition für eine Sportpistole auszutesten.

    Da widerspricht es sich meiner Meinung nach nicht wenn man von dem Spannen des Laufes und über Prellzeiten spricht.

    Wer hat denn gerade einen Beitrag über den Munitionstest bei Allermann geschrieben? Der Name des Pistolenprofis bei Allermann wäre für mich interessant und evtl. seine Email!

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    Einmal editiert, zuletzt von vonvogel (29. Dezember 2018 um 21:55)

  • Ihr diskutiert hier einmal über Prellzeiten, Schwingungen und Bewegung des Verschluß beim Schuß und wollt dann die Waffe einspannen, kann das überhaupt verwertbare Ergebnisse bringen?

    Für Schützen verwertbare Ergebnisse nicht notwendigerweise. Aber hier lesen natürlich auch die Rechner von NSA, Verfassungsschutz, FSB und chinesische Hacker mit. Im Geheimen sind wir auf der Suche nach in sich widersprüchlichen Wortfolgen, die den Index dieser Suchprogramme unbrauchbar machen, und die Agenten, die das dann gegenlesen müssen, zur Verzweiflung treiben.

    Mit Deiner Frage nach dem Zusammenhang ist unser schönes Geheimprojekt jetzt gescheitert. So was aber auch.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

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  • Mit Deiner Frage nach dem Zusammenhang ist unser schönes Geheimprojekt jetzt gescheitert. So was aber auch.

    Das ist nun mal das Problem wenn man nicht unter sich bleibt. Da müsst ihr nun mal durch.

  • Aus dem Rückstoßimpuls längs des Laufes entsteht um das Handgelenk eine Drehbewegung der Waffe.

    Leider ist mein Studium dafür schon etwas lange her aber vielleicht haben wir ja sonst jemanden hier der dieses dynamische System berechnen kann?

    Vor die Berechnung beginnt, brauchen wir etwas, das mit dem schönen Wort "Annahme:" beginnt. Also eine Beschreibung, in der beispielsweise festgelegt wird, ob das Handgelenk als ideales Gelenk betrachtet werden soll, das sich an einem feststehenden und damit völlig unbeweglichen Unterarm abstützt. Eigentlich soll der Schütze das Handgelenk ja steif halten, was einige Übung erfordert. Je besser der Schütze das kann, desto mehr wird der Unterarm an die Bewegung angekoppelt. Wenn der Schütze das ganz richtig macht, ist neben dem Handgelenk auch das Ellenbogengelenk ausgesteift. Damit wäre für die Bewegung nur mehr das Schultergelenk zuständig, weil der Arm mit hinreichender Genauigkeit und bei der schwachen .22 als starre Schubstange betrachtet werden kann.

    Vorschlag: Wir entwickeln hier ein idealisiertes Modell und Du beglückst mit der Berechnung Deine Schüler. Wenn sie das nicht wollen, müssen sie als Ausgleich einen Trainerschein machen.

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  • Alles richtig was du schreibst, jedenfalls soweit ich das beurteilen kann!

    Das wollte ich ja auch mit meinen evtl. "geschwollenen" Ausführen klar machen, dass es eben nicht ganz so einfach ist das System als Ganzes zu beurteilen und es geht ja noch weiter!

    Natürlich hängt die Größe des Springens davon ab wie steif ich die Hand, den Unterarm, den Oberarm und den gesamten Körper mache! Letztendlich nicht nur das sondern auch die Trägheit der mehr oder weniger lang abstehenden Extremitäten und die Hebelverhältnisse beeinflussen das Ganze ja auch noch.

    Trotzdem glaube ich, könnte man eine Pistole so bauen, dass sie überhaupt nicht springt.

    Mit mehr oder weniger Rückschlag muss man wohl leben aber nicht mit dem Springen!

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  • na Ihr zwei, interessant wäre jetzt Cesare's Gründe zu erfahren warum er das Gehäuse seiner neuen Rf Version im Gewicht so radikal reduziert hat.

    Für mich macht das auf den ersten Blick keinen Sinn. Bei mehr Gewicht müsste die Funktion doch die selbe sein, oder irre ich da, Dann würde ja das Mehrgewicht ein übriges dazu beitragen den Sprung kleiner zu halten.

    Allerdings so wie ich Cesare kenne, macht das Sinn was er tut, nur warum.......

    Interessant wäre sicherlich den ganzen vorderen RF Block für Tests in Plexiglas her zu stellen, dann könnte man mit der Highspeed Kamera die ganzen Innereien also Gewicht und Feder bzw das Zusammenspiel genauer analysieren und abstimmen ?!

    Ist das praktikabel ?

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  • Bis die Rückstoßbewegung besser gesagt der Drehmoment des Kräftepaars zwischen Lauflinie und (Gegenlager) die Handgabel erreicht, hat das Geschoß die Mündung bereits verlassen.

    Beim Auflageschießen wird durch die Lage des Auflagepunktes (Stützlager) und deren Haftreibung der Gesamtschwerpunkt ganz anders verschoben.

  • Trotzdem glaube ich, könnte man eine Pistole so bauen, dass sie überhaupt nicht springt.

    Mit mehr oder weniger Rückschlag muss man wohl leben aber nicht mit dem Springen!

    Na auf Deine umfangreichen Ausführungen mußte ich ja einsteigen. Das Problem an der Sache ist ja, daß schon ein brauchbares Modell für das, was sich abspielt, kaum zu beschreiben sein wird. Mit den vielen Annahmen wird das zu einer reinen Rechenübung ohne Hoffnung auf hinreichende Übereinstimmung der Ergebnisse mit der Natur. Also ein Schulbeispiel.

    Es gab mal eine russische FP (Silber bei der Olympiade 1956) mit weit nach unten gelegtem Lauf ungefähr auf Höhe des Handgelenkdrehpunktes. Wenn ich richtig informiert bin, war diese Waffe ein Grund für eine Regeländerung zwei Jahre später, daß die Laufseele oberhalb der Hand verlaufen muß. Wenn ich das richtig erinnere, mindestens 3 mm über der Unterkante des Griffhorns (Beavertail), die als oberes Ende der Handposition angesehen wird.

    Damit gibt es immer ein Drehmoment, das die Mündung anhebt, schon weil zusätzlich zum Handgelenk auch der Waffenschwerpunkt unter der Laufachse liegt. Die Sportordnung versperrt also den Weg über die Geometrie der Waffe. Einzige Möglichkeit, hier gegenzusteuern sind die sogenannten "Kompensatoren", die Treibgas vorne aus dem Lauf nach oben ausströmen lassen und so im Schuß die Mündung nach unten gedrückt wird. Die gab es früher glaube ich bei der FP und jetzt auch dort nicht mehr. Bei SpoPi ist es auch nicht zugelassen. Damit wissen wir, warum Morini den Lauf nicht einfach noch ein paar mm weiter nach unten legt, bis die Waffe völlig neutral liegt: Weil er wegen der Sportordnung nicht darf. Aber innerhalb der Sportordnung baut er so ziemlich das Optimum.

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  • Bei der Freien darf der Lauf unterhalb des Griffhorns sein.

    Bei Spopi kann man jedoch die Masse oberhalb der Laufachse mit quasi Visierlinienerhöhung anordnen. Gab es bereits ansatzweise mit der ISch 35 schon.