Erfahrungsbericht LP Matchguns MGH1 Hybrid

  • Nun ja, strindberg,

    das ist sicherlich die einzige Variante, die vorkommen könnte ......||

    @spätzünder :

    a) Schnur etwas anbrennen bis ein kleiner Knubbel ensteht

    b) durch die Ladevorrichtung entwas einklemmen.

    Geht ohne Probleme.

    Parallax:

    Aufgrund der Konstruktion der LP´s von Matchguns ist es m.E. auf normalem Weg nicht möglich, ein 2. Diabolo im Gegensatz zu allen anderen gängigen LP´s zu laden, da das Diabolo nicht in den Lauf geschoben wird, sondern in dieser Ladevorrichtung verbleibt.

    Siehe auch in etwa hier:

    http://youtu.be/sALWtGeupm8

    (das Video zeigt aber vor allem, warum Matchguns auf einen Kompensator verzichtet - keine Umlenkung der Antriebsluft um 180 Grad ...)

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • Wir haben hier meiner Meinung nach 2 Baustellen, die eine wo er nix dafür kann, die unklaren Geschichte mit dem Umgang durch den Rollenverschluss. Das es auch nach so langer Zeit keine schriftliche Ausführung dazu gibt!

    Die zweite Geschichte ist das nicht befolgen der Anweisung die Schnur ein zu führen, auch wenn es Sinnlos ist, aber er hätte auf die Anweisung reagiert, und es wäre zumindest vorne was rausgehängt.

    Ich denke mal das der Rest Hybridbesitzer so verfährt, und damit aus dem Schneider ist .....

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Danke, holgär !

    Na, wenn Du es ausprobiert hast und es klappt, warum nicht. Also nochmal danke für den praktischen Hinweis.

    Wobei Du ja selbst sagst, dass es eigentlich überflüssig ist ... Aber um Sicherheit scheint es hier schon lange nicht mehr zu gehen, sondern eher ums Geweih.

    Witzig ist, dass 95% der Sportschützen auf dem besagten Wettkampf keine Schnüre benutzten (d.h. hängende, weiche und flexible Stoff- oder Synthetikweberei), die man ankogeln kann, sondern feste Plastikbänder, die so steif waren, dass man sie noch nichtmal richtig biegen kann, geschweige denn so anbrennen. Teilweise auch keine festen Angelschnüre, sondern echte Plastikrohe. Das wurde aber - zurecht - nicht bemängelt.

    Denn: die Empfehlung der TK ist bei einem Wettkampf, der nicht die Deutsche Meisterschaft ist, nicht verbindlich. :)

    Absolut erfolglos, aber mit Spaß daran! Verheiratet (MG-1 Hybrid).

  • @nolimits,

    danke für die Klarstellung.

    Ganz so war es aber nicht, nur am Rande. Es hätte mich nix gekostet, da ein Plastikbändchen reinzustecken, wenn mir klar gewesen wäre, dass ich da ein Plastikbändchen halb reinzustopfen habe. Davon war aber nie die Rede. Mir wurde gesagt, es sei egal, ob man da was durchziehen könnte, Hauptsache da vorne "steckt was drin".

    Das hab ich dann auch gemacht, ich wollte die Standaufsicht ja nicht unnötig ärgern. Wozu denn bitte, ich will in Ruhe schießen. Außerdem bin ich ein mieser Schütze, ich hab eh keine Chance auf die vorderen Plätze. Glaubt es oder glaubt es nicht, aber ich zähle zu den Abwinkern und Verstehern. Der liebe Spätzünder hat keine Lust auf Stress, den hat er zu Hause und auf Arbeit. Von einem gelb-roten Plastiband war nie die Rede. Davon steht auch nix in der Sportordnung und auch nix in der Empfehlung der Kommission.

    Ein gelbes und ein rotes Plastikband wurde mir aber ANSCHLIESSEND als Beispiel vorgeführt, wie es auszusehen habe. Und die Dinger waren so steif, dass man sie umbiegen konnte und das wurde noch als vorbildlich dargestellt.

    Was hat das jetzt mir einer Schnur zu tun? Und dann hieß es, man müsse mich jetzt aufgrund eines Verstoßes gegen die Sportordnung disqualifizieren, was ich anfangs für einen Witz hielt. In der Sportordnung steht dazu aber gar nix.

    Leute, lest Euch mal die Sportordnung und die Empfehlung der technischen Kommission durch! A) ist die Empfehlung nicht verbindlich außer für dt. Meisterschaften und b) steht da drin, dass die SCHNUR an BEIDEN Seiten rauszuschauen habe. Wenn sie nicht an beiden Enden rausschaut, ist dagegen verstoßen.

    ...

    Ich wollte da nix mehr zu sagen ... aber gut. Namen werden nicht genannt und ich entschuldige mich für unflätige Bezeichnungen, die mir entfleucht sein können.

    Absolut erfolglos, aber mit Spaß daran! Verheiratet (MG-1 Hybrid).

  • "Schnur" ist umgangssprachlich für alles längliche dünne. :) Welches Material Du dafür benutzt bleibt Dir überlassen, aber Plastik ist vom Handling her IMHO am praktischsten da es problemlos in Nullzeit durch den Lauf geschoben wird und nicht verstopft da steif.

    Die ISSF spricht in ihren Rules (6.2.2.2) von "safety lines", und die Safeties müssen aus "flourescent orange or a similar bright material" hergestellt sein. Keiner verlangt da Stoffschnüre an die Du da gerade denkst. Deine Interpretation von "Schnur" ist zu eng.

    Und ja, das "von vorne" (Dein Fall) "und hinten" (MatchGuns Ansage) ist beides sinnfrei. Eine Zulassung durch die ISSF gibt es (attached PDF), aber ohne Kommentierung bzgl. Safety. Das ganze wurde 2013 auch schon auf TargetTalk direkt mit einem MG-Mitarbeiter diskutiert, der da aber auch nicht zur letztlichen Klärung beitragen konnte:

    http://www.targettalk.org/viewtopic.php?f=4&t=39065&start=40

    Die ISSF sagt "ist in Compliance mit unseren Rules and Regulations", sagt aber nicht, wie man mit der MGH1 das konstruktionsbedingt Unmögliche möglich machen soll. Vielleicht einfach mal den unterzeichnenden Herrn Schreiber in München anrufen und fragen? Das wäre es was ich machen würde...

  • Meine Interpretation von Schnur ist nicht nur diejenige, die jeder muttersprachliche Deutschsprechende von Schnur hat, sondern offenbar auch diejenige, die der DSB von Schnur hat.

    Schau Dir mal das Bild an, das der DSB verschickt, wenn es um die Sicherung der Waffen durch eine "Schnur" geht. Das ist definitiv eine Schnur - zweifelsfrei. Da hängt alles runter. Eine SCHNUR eben.

    Wenn wir schon beim Klugscheißen sind und es hier um rechtverbindliche Anweisungen, Disqualifizierungen u.ä. geht, dann aber bitte richtig. Wenn die TK das Wort Schnur verwendet, dann hat das Wort Schnur zweifelsfrei eine Schnur zu sein und kein Plastikrohr. Andernfalls ist das Wort Plastikrohr zu verwenden oder klarzustellen, dass es scheißegal ist, was im Rohr steckt, Hauptsache, es steckt was drin.

    Was wiederum das ist, was mir die Standaufsicht erst gesagt hatte, bevor sie sich drauf kaprizierte, dass es eine Schnur zu sein habe, die gar keine war.

    Absolut erfolglos, aber mit Spaß daran! Verheiratet (MG-1 Hybrid).

  • Ein "Plastikrohr" habe ich noch nie im Schießsport als Sicherungsvorkehrung gesehen, das wäre innen hohl. Insofern ist Deine Bezeichung für die international überall üblichen und akzeptierten Plastikschnüre definitiv irrführend, denn die sind nicht hohl. Die deutsche Übersetzung von der ISSF Rules benutzt für "safety line" wechselnd die Begriffe "Sicherheitsschnur" und "Sicherheitsleine".

    http://www.rb-shooting.com/schiesssport/d…eitsschnur.html

    http://schuetzen-shop.de/epages/d3b6310…81/Products/172

    https://www.schiesssport-buinger.de/shooting/Safet…cherheitsschnur

    https://www.schuetzenbedarf-baur.com/waffen-zubehoe…entra-safety-nr

    https://www.schiesssport-buinger.de/shooting/ahg-S…gnal-Line-1-mtr

    https://shop.indoorswiss.ch/de/zubehor/186…ur-pistole.html

    https://www.schuetzenwelt.de/Waffenzubehoer…er-Gewehre.html

    Alles mehr oder minder steifes Plastik/Nylon.

    Es tut aber auch Wäscheleine oder Rasentrimmer-Schnur, Hauptsache lang genug und signalfarben.

    Interessant finde ich:

    https://www.intershoot.co.uk/acatalog/ISSF-…y-Line-919.html

    Die Dinger habe ich auch schon vielfach bei internationalen Wettkämpfen gesehen, aber noch nix davon in den ISSF Rules gefunden. Es wird immer kreativer... :)

  • Also, ich habe durch einen befreundeten Kaderschützen zwei der signalgelben Sicherheitsschnüre des ISSF für die LPs und für das Luftgewehr bekommen. Das sind sehr steife Plastikrohre, mit einem sehr kleinen Querschnitt.

  • Es macht keinen Sinn über berechtigterweise zweifelhaften Unsinn auszutauschen, wenn permanent Wortklauberei zum Selbstzweck betrieben wird. Das produziert nur überflüssiges Rauschen und lenkt von den sinnvollen Themen ab.

    Fakt ist, daß es Sinn hat, das eine "Sicherheitsvorkehrung" durch den kompletten Lauf gezogen wird, welche signalfarben ist und an beiden Enden des Rohres ein gutes Stück rausstehen (gute Erkennbarkeit durch die Aufsicht auch aus Distanz). Ob da nun einer meint selbstverliebt dem Begriff "Schnur" im Sinne von "Kordel" stofflich rumfummeln zu müssen, oder pragmatisch ein mehr oder minder steifes Plastik-/Nylon-Teil (mit oder ohne irrelevant dünnem Hohlkörper) nutzt ist doch in der Sache völlig wumpe. Wer da ein konkretes Material und Ausgestaltung fordert möge auf entsprechend Anzuwendendes Schriftliches verweisen oder dem Nuhr'schen Prinzip folgend schweigen.

    Ruf Herrn Furnier an, er wird Dir gerne bestätigen daß er ganz bestimmt keine Stoffschnur fordert, wenn die ganze Welt da Plastik benutzt. Von welchem Bild das "der DSB rumgeschickt" Du sprichst weiß ich nicht. Anbei die TK-Mitteilung mit dem dortigen Foto, das klar eine steife Plastikschnur zeigt, und keine schlappe Kordel oder sowas. Herrje.

  • Kleine Storry zu Thema Schnur am Rande:

    Am WE war bei uns Kreismeisterschaft Lupi, ich hatte grad die Waffenkontrolle hinter mir und wollte zum Stand, als der TK mich fragte ob ich kurz helfen könne. Der Schütze nach mit hatte vorbildlich die "Schnur" eine rot Kunststoffummantelte "Wäscheleine" von vorne in den Lauf einer LP65 eingeführt. Um das Abzugsgewicht zu prüfen, wollte er die Waffe spannen und hat dabei das hintere Ende der Schnur mit in die Kompressionskammer gezogen.

    Da ging nichts mehr. Der Spannhebel am Anschlag offen und weder der Abzug noch der Spannhebel liessen sich in irgend eine Richtung bewegen.

  • Moin Parallax ,

    super Rede - unterschreibe ich 1:1. Eigentlich total egal, was da durchgezogen wird.

    Wenn das alles so egal ist und alle so cool sind, dann frag ich mich, was der ganze Ärger soll. Ich hab damit nicht angefangen.

    Und wenn mir im Rahmen einer diesbezüglichen schriftlichen Konversation mit einem Funktionär eines DSB-Landesverbands zur Rechtfertigung einer ungerechtfertigen Disqualifizierung so ein Kram (bzw. auf ähnlichem Satireniveau) präsentiert wird, kann ich gerne mithalten.

    Eine Schnur bzw. Kordel ist ein aus dünnen Fasern gedrehter Bindfaden. Das ist keine Wäscheleine, kein Plastikrohr etc.pp. Die Sportordnung und die Empfehlung der TK sind juristisch relevante Dokumente. Dann sind wir bitte genau.

    Oder wir schreiben bitte Sicherheitsvorschriften, die so vage wie möglich sind und so präzise wie nötig und instruieren die Standaufsichten bei Luftwettkämpfen, auf eine sachlich effektive Sicherung der Sportgeräte zu achten und nicht mit albernem Kleinkram zu kommen.

    Absolut erfolglos, aber mit Spaß daran! Verheiratet (MG-1 Hybrid).

  • Eigentlich total egal, was da durchgezogen wird

    Eigentlich und Uneigentlich, ist es egal, die ,,Schnur,, steht nur Symbolisch, es muss eine Signalwirkung haben. Letztendlich kann es ein Kabelbinder sein oder ähnliches, wenn der die geforderte Wirkung und ,, Farbe,, hat. Es muss nicht mal rund sein.

    Sichtbar, Farbe, hinten und vorne, das tut es nicht und es geht in diesem Fall technisch nicht, das hätte geklärt gehört. 6 Jahre hätten dazu reichen müssen !

    Wenn die Waffe ein Prototyp gewesen wäre, ganz kurz auf dem Markt wäre die Reaktion ok gewesen, so aber nicht !

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Hallo no.limits,

    ich möchte und werde die Standaufsicht nicht im Forum bloßstellen, das wäre, auch wenn ich hier echt ziemlich und aufdringlich am Meckern bin, eindeutig unfair und absolut unfair. Es sind Ehrenamtler, die - wie auch wir Sportschützen - ihre Zeit opfern. Die haben schon genug Ärger mit mir gehabt, denn ich habe das natürlich zunächst persönlich und intern zu klären versucht, ohne hier Bambule zu machen.

    Auch wenn ich mich ständig dazu hinreißen lasse, mich darüber aufzuregen: Es geht letztlich nur um die schlussendliche Klärung, wie das Sportgerät zu sichern ist. Das ist auch eine Erleichterung für die Standaufsichten, die sich im Zweifelsfall dann mit renitenten und wütenden Sportschützen rumärgern müssen.

    Bei mir ist lediglich zu dem Zeitpunkt die Sicherung durchgebrannt, als ich vom DSB die (offenbar versehentliche) Auskunft bekam, dass die Frage erst Ende Juni geklärt werden könne, wie die Waffe zu sichern sei. Da stand für mich fest, dass ich handfest verarscht werden soll. Da das revidiert wurde, warten wir halt ab.

    Wenn die Standaufsicht dann will, rauchen wir eine Friedenspfeife. Hauptsache, die Sache ist endgültig geklärt.

    Und ich halte jetzt auch meinen Mund und nerve nicht mehr - sobald es eine offizielle Stellungnahme des DSB zur Sicherung der MGH1 gibt, werde ich das mitteilen. Ansonsten ist das Thema für mich durch - sorry für die Nachhaltigkeit.

    Absolut erfolglos, aber mit Spaß daran! Verheiratet (MG-1 Hybrid).

  • Klassischer Fall von "Am Markt vorbei entwickelt" oder "Ich kenne meinen Kunden nicht".

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián