LP Scheibe hochkant in den Scheibenhalter erlaubt?

  • Hallo,

    schon richtig das mit der Scheibenmitte, aber das ist doch etwas was der Anlagenbetreiber gewährleisten muss und nicht der Schütze.

    Angenommen die Anlage ist so aufgestellt dass die gemessene Scheibenmitte bei Normalnutzung an der Grenze ist, dann wäre mit einer verschobenen oder gedrehten Scheibe die Toleranz überschritten. Deshalb ist es von Seiten der Sportordnung total egal wie der Schütze die Scheibe einsteckt, bzw. in welcher Höhe.

    Viele haben beim LG-Schießen ihren eigenen Streifenhalter dabei. Wie hoch/breit der ist und in welcher Höhe der Streifen angeordnet ist spielt auch keine Rolle.


    Gruß Andreas

  • schon richtig das mit der Scheibenmitte, aber das ist doch etwas was der Anlagenbetreiber gewährleisten muss und nicht der Schütze.

    Woran machst Du das jetzt fest? Aber auch nur, weil der Anlagenbetreiber der Einzige ist, der das normalerweise beeinflussen kann. Explizit für Anlagenbetreiber ist der Punkt nicht beschrieben.

    Gar nicht so viel weiter in der SpO steht ja dieser Punkt hier "Als Schützenstand gilt diejenige Fläche, die vom Schützen während der Dauer des Wettkampfes benutzt werden kann. Die Beschaffenheit des Schützenstandes darf nicht verändert werden." Auf den wird gerne zurückgegriffen wenn die Schützen meinen, zur Verbesserung der Haftung den Boden oder die Schuhe mit Cola, Haarspray oder anderen Flüssigkeiten aufzupimpen. Da wird auch nicht nur der Anlagenbetreiber mit angesprochen.

    Ob die Punkte jetzt für diese Art der Einsprüche/Verstöße gedacht sind, sei mal dahingestellt. Es braucht sich aber keiner wundern wenn er mit diesen Punkten deswegen zur Rechenschaft gezogen wird, diese Regelns sind wie passen dafür gemacht.


    Pistolenschütze Paul Pythagoras hat mich aber gerade drauf gebracht, um es mal auf die Spitze zu treiben, dass das Hochkanntstellen der Scheibe alleine nicht ausreicht um aus der Toleranz herauszukommen :saint:


    Mir wurde auch schon mal in Hinblick auf diverse Markierungen auf Scheibe/Scheibenhalter gesagt, dass die Scheibe/das Scheibenbild so auszusehen hätte wie im Anhang von Teil 0 der SpO und das wäre ein Scheibenbild 17x17 mit waagerechten und senkrechten Kannten.


    Warum stell´ ich so ne Scheibe überhaupt auf den Kopf, wäre für mich die Frage. Wenn es nur wegen labilen Befestigung auf dem Schlitten ist, dann kann doch die Aufsicht vorher drauf aufmerksam gemacht werden, bevor der gemeine DSB-Schütze sich der Eigendynamik hingibt. Es muss ja aber auch genügend Gründe geben, damit das Regelwerk noch komplizierter wird.

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

    Jetzt weiß ich aber auch wie solche Regeln zustande kommen :D

  • An sich ist es vollkommen Wumpe, wie sich der Schütze die Scheibe hinsteckt.

    Durch diese Extravaganz erlangt er keinen Vorteil.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Woran machst Du das jetzt fest?

    Das ist so. Der Anlagenbetreiber bzw. Ausrichter ist für den Ordnungsgemäßen Zustand der Anlage verantwortlich. Das wird auch nicht extra von Kampfrichterseite vor einem Wettkampf überprüft. Es darf auch nur auf von behörlicher Seite freigegebenen Schießständen geschossen werden, und bei der Schießstandsabnahme werden Distanzen überprüft.

    Was soll das ganze jetzt mit dem Schützenstand zu tun haben? dieser stellt ja nur die Fläche dar die der Schütze während des Wettkampfes einnehmen kann.

    Wie die Scheiben aussehen bzw. welche Dimensionen diese haben, hat nichts damit zu tun wie sie im Scheibenhalter stecken können.


    Gruß Andreas

  • Das ist so. Der Anlagenbetreiber bzw. Ausrichter ist für den Ordnungsgemäßen Zustand der Anlage verantwortlich.

    Der Schütze hat die Anlage aber auch in diesem ordnungsgemäßen Zustand zu belassen, die Regel ist Bestandteil der SpO und gleich zu Beginn dieser steht damit auch das Totschlagargument in solchem Fall, "Jeder Schütze ist den Bestimmungen dieser Schießstandordnung, der jeweils gültigen Sportordnung und der Ausschreibung, die er durch seine Teilnahme anerkennt, unterworfen."

    "Das ist so" ist eins der Argumente, die ich als Schütze nicht akzeptiere und es daher auch von keinem Schützen erwarte es zu akzeptieren. Daher würde es von mir auch keiner zu hören kriegen. ;)

  • Das ist so weil es so in den Schießstandrichtlinien steht!

    Ob du das Akzeptierst oder nicht ist für dich als Schütze total egal, als Schießstättenbetreiber aber bei weitem nicht.


    Andreas

  • OK, dann kannst Du mir als Kampfrichter mit DM-Erfahrung sicherlich auch noch sagen welche weiteren Passagen aus der Sportordnung neben 0.3.1 für Schützen nicht gelten.


    Ich möchte mal den Kampfrichter sehen, der den Betreiber verwarnt weil ein Schütze ein Podest aufbaut, um seinen Nullpunkt nach oben zu verlagern. Als Schütze wäre es nach Deinen Regeln ja total egal, gelten ja nicht für sie.


    Wie schon geschrieben, es gibt genug Beispiele aus der Praxis in denen Schützen mit den Regeln 0.3.x konfrontiert wurden und nicht der Betreiber.


    Da ich mich aber auch frage, warum Schützen überhaupt die Scheiben auf die Spitze treiben belasse ich es jetzt bei "nicht aufregen, nur wundern".

  • Sorry, das eine hat doch überhaupt nichts mit dem anderen zu tun. Deine Antwort ist einfach nur lächerlich.

    Das einzige bei Regeln 0.3.x das den Schützen betreffen kann sind Windfahnen, Matten und die Beschaffenheit des Schützenstand-Bodens.


    Das eine sind die fixen Gegebenheiten die der Stand bietet, das andere sind Manipulationen von Seiten des Schützen.

    Du vermischt Äpfel mit Birnen.

  • Das ist so. Der Anlagenbetreiber bzw. Ausrichter ist für den Ordnungsgemäßen Zustand der Anlage verantwortlich. Das wird auch nicht extra von Kampfrichterseite vor einem Wettkampf überprüft.

    Es darf auch nur auf von behörlicher Seite freigegebenen Schießständen geschossen werden, und bei der Schießstandsabnahme werden Distanzen überprüft.

    Dem stimme ich nicht ganz zu. Als Kampfrichter habe ich zwar keine Schlauchwaage und kein Lasermessgeräte zur Höhenkontrolle dabei, aber z.B. kontrolliere ich sowohl die Distanz (vor allem bei mobil aufgestellten Ständen wie z.B. bei BuLi-Wettkämpfen) als auch die Helligkeit (mit Luxmeter). Darüber hinaus überzeuge ich mich, vor allem bei Meisterschaften auf fremden Ständen, vom "ordnungsgemäßen Zustand der Anlage", sprich, ich kontrolliere z.B. die Kugelfänge, dass diese i.O. sind. Das Ganze ist zwar Bestandteil der Anlagengenehmigung, aber wer sagt mir, dass zwischen Abnahme und dem jetzigen Wettkampf keine Veränderungen vorgenommen wurden.


    Was soll das ganze jetzt mit dem Schützenstand zu tun haben? dieser stellt ja nur die Fläche dar die der Schütze während des Wettkampfes einnehmen kann.

    Dann solltest du dir mal Ziffer 2.6.1 der Schießstandrichtlinie durchlesen:
    "Die schießsportlichen Regeln der ISSF und des DSB, an denen sich auch andere Verbände orientieren, definieren
    folgende Schießentfernungen und Höhen der Scheibenzentren mit den zulässigen Toleranzen über Oberkante Fertigfußboden
    des Schützenstandes:
    "

    Falls sich durch das drehen der Scheibe die Situation ergibt, dass das Höhenmaß der Schießstandrichtlinie für 10m Stände (1,40 m +/- 5 cm) nicht mehr eingehalten wird, könnte der Schütze auf die Idee kommen, sich hinten ein Podest hinzubauen, damit dieses wieder stimmt, denn maßgeblich für die Höhenmessung ist nicht der Boden beim Kugelfang sondern die Bodenhöhe beim Schützen.


    Was aber für mich viel problematischer ist: Durch ein höher liegendes Scheibenzentrum habe ich möglicherweise ein ganz anderes Trefferbild auf dem Kugelfang. Hier wäre zu prüfen, ob durch die dann zu erwartende veränderte Trefferlage nicht möglicherweise Gefährdungen auftreten können. Möglicherweise werden dann nämlich Hochschüsse nicht mehr vom Kugelfang abgedeckt.

    Wie die Scheiben aussehen bzw. welche Dimensionen diese haben, hat nichts damit zu tun wie sie im Scheibenhalter stecken können.


    Es hat sehr wohl etwas damit zu tun, denn bei einer Normscheibe 10m-Pistole (17 x 17 cm) ist das Scheibenzentrum 8,5 cm vom Scheibenrand entfernt, während es bei diagonaler Aufstellung von der untersten Spitze 12 cm entfernt ist, also 3,5 cm HÖHER.
    Dieses Maß würde sich bei der Verwendung anderer Scheibenformen (z.B. dem Einsteckspiegel für die 10m-Pistole 13,5 cm x 13,5 cm) verändern. Mal ganz davon abgesehen, dass sich durch die veränderten Proportionen vom schwarzem zum sichtbaren weißen Scheibenteil ein anderes optisches Zielbild ergibt. Nicht umsonst hat der DSB die Mindestscheibengröße auf 17 x 17 festgeschrieben, so das Spiegel auch nur mit den entsprechenden Trägerscheiben verwendet werden dürfen.

  • nimmt sich dieser starter nicht einen vorteil durch leichtere Höhenkontrolle?
    so liegt doch dann die kimme in einer linie mit den "ecken" li und re

    mfsg daniel

  • Hi, ihr schaukelt euch gegenseitig mittlerweile hoch. Bei jeder Meisterschaft gibt es eine Standaufsicht, wenn diese meint, das so was nicht erlaubt ist, schaut sie entweder in Sportordnung nach oder erkundigt sich bei einem Kampfrichter, das sollte aber zeitnah geschehen. Und dann wird halt gehandelt. Wenn die Standaufsicht zu dem Schützen geht und sagt, so geht das nicht, sollte der Schütze eigentlich der Aufforderung folgen und nach dem Wettkampf, kann er ja Einspruch einlegen. So sehe ich die ganze Sache.


    Gruß Jollynchen

    Gruß Jollynchen