KK-Munition, Gedankenspiele

  • Hallo zusammen,


    bin auf dieses hoch interessantes Thema gestoßen und wollte nachfragen was aus dem letzten Test zur Idee von Königstiger geworden ist. Hat zwar nicht grundsätzlich was mit dem Thema Munitsionsvermessung zu tun ist aber trotzdem interessant!

    Die ursprüngliche und immer noch interessante Frage ist ja wie kann ich aus einer ausgetesteten Munition die Ausreißer aussortieren um die Trefferlage zu verbessern?

    Ich habe aktuell das Problem, dass sich bei meiner kk Munition immer mal wieder ein Schuß anders anhört als die restliche Serie.

    Die Patronen würde ich gerne vorher aussortieren aber wie?


    LG


    Wolfgang

    KK500 Senior, Steyr Challenge E Auflage, Rechteckkorn, 0,5 Adlerauge, Centra "sight 1,8 twin", Eigenkonstruktion Anbau eines Schießglases (monoframe), Centra Duplex mit Eigenbau Lens Hood für Steyr

  • Wolfgang,


    Die Patronen würde ich gerne vorher aussortieren aber wie?

    das wird sich kaum realisieren lassen,

    nimm die zu training, und gib ein paar Euronen mehr aus für zuverlässige Wettkampfmunition.

    Im übrigen, sind die Versager u.U. gar nicht schlecht, kommt auf die Disziplin an, bei Duell z.B. oder Standardpistole.

    Wenn Du im Fortgeschrittenen Stadium bist, kannst Du eindeutig ,, reisser,, wahrnehmen!

    Bei der Langwaffe kann ich es nicht beurteilen.....


    grüße no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

  • Hallo Wolfgang,


    ich denke mal um beurteilen zu können ob diese *Kracher* tatsächlich etwas ausmachen, solltest du die Waffe einspannen und Schussbilder schießen. Dann darauf achten, ob diese *Kracher* auch wirklich Hochschüsse bringen. Es kann genauso gut möglich sein, das deine Munition leicht unter der Schallgeschwindigkeit liegt und hin und wieder eine Kugel einfach ein wenig schneller und dann lauter ist.


    Viele Grüße

    Meine Sportgeräte: KK500, LG400

  • Habe heute das KK500 eingespannt und mal ca. 70 Schuß gemacht.

    Das Ergebnis war alles andere als gut!

    Nach einer Pause größer als ca. 2 Minuten ist der erste Schuß grundsätzlich 1 bis 1,5 Ringe höher als die nächsten und in der Regel hört sich die erste auch immer anders an als die folgenden.

    Auch das dann folgende Schußbild ist nicht ganz so toll. Als die Waffe neu war und wir den Munitionstest machten hatte ich mit dieser Munition einen Schußkreis von ca. 11mm auf Papier!

    Als wir jetzt, nach ca. 500 Schuß mit dem Test angefangen haben und die ersten 10 Schüsse doch sehr gestreut haben, hatten meine Kollegen die Vermutung, dass es vielleicht daran liegt, dass ich die Waffe nach jedem Schießen mit zwei bis drei Filzen durchziehe. Habe sie heute mal nicht gereinigt und will sehen wie es morgen aussieht aber ich glaube nicht, dass es damit zusammenhängt. Bis morgen mach ich noch eine kleine Anpassung an der Einspannung und dann nochmal testen.


    LG


    Wolfgang

    KK500 Senior, Steyr Challenge E Auflage, Rechteckkorn, 0,5 Adlerauge, Centra "sight 1,8 twin", Eigenkonstruktion Anbau eines Schießglases (monoframe), Centra Duplex mit Eigenbau Lens Hood für Steyr

  • Hi,

    also ich habe die Erfahrung gemacht, das man nach dem Reinigen immer so ca 5-10 Schuss benötigt bis er wieder gut funktioniert. Erst dann sollte man das Schussbild machen.

    Wie wurde beim Munitionstest gespannt und wie hast du das Gewehr gespannt?

    Was für eine Munition schießt du?


    Gruß

    Ramle 😊

    P800X / JSB S100 / 4,49
    P8x / JSB S100 / 4,49
    2700 Super Match / RWS Rifle Match / Rifle Match S

  • Das mit den 10 Schuss passt ja zum Ergebnis vom Munitest.

    Ich hatte aber auch schon mal den Fall, dass meine ersten drei Schüsse normal aufgelegt fast komplett übereinander lagen.

    Aber egal. Gestern hab ich das KK mal nicht gereinigt und sehe mal wie es heute aussieht.


    Zur Einspannung:

    Wir haben ein massives Alugestell welches mit Schraubzwingen auf dem Unterbau gespannt wird.

    Das Gewehr ist dann an zwei Punkten fixiert.

    1. Ungefähr auf Höhe wo der Lauf anfängt (also vor dem Verschluss)

    2. vorne die Auflageschiene


    Habe mir eine Aluschiene (Breite 58mm) aus massivem Alu fräsen lassen und die Spannen wir dann.


    Beim Einlegen der Munition achten wir natürlich darauf, dass von hinten entlastet wird also genau so wie beim Munitionstest beim Händler.

    Es kommt ja auch vor, dass mehrere Schüsse richtig gut übereinander liegen und dann halt wieder ein Ausreißer!


    Beim Munitionstest beim Händler, als die Waffe neu war, lagen 20 Schuss von New Master von Allermann in ca. 11mm weshalb ich die halt genommen hatte. Ausreißer gab es da nicht und der Preis war mit 13,5 Euro auch ok.

    Inzwischen bin ich schon sehr verunsichert was die Munition und die Waffe angeht!

    Das kann ich nur zur Zeit überhaupt nicht brauchen weil ich mich bei KK 50m Auflage für die DM qualifiziert habe.


    LG


    Wolfgang

    KK500 Senior, Steyr Challenge E Auflage, Rechteckkorn, 0,5 Adlerauge, Centra "sight 1,8 twin", Eigenkonstruktion Anbau eines Schießglases (monoframe), Centra Duplex mit Eigenbau Lens Hood für Steyr

  • Herr der Ringe


    Habe mir eben mal den Joker.22 angesehen und habe dazu noch eine Frage:

    Dreht man die Patrone von Hand oder wird sie irgendwie angetrieben?

    Falls sie mit der Hand gedreht wird dann kann man sie ja auf die Lager drücken aber sonst müsste sie doch eigentlich in Richtung des Projektils kippen oder?


    LG


    Wolfgang

    KK500 Senior, Steyr Challenge E Auflage, Rechteckkorn, 0,5 Adlerauge, Centra "sight 1,8 twin", Eigenkonstruktion Anbau eines Schießglases (monoframe), Centra Duplex mit Eigenbau Lens Hood für Steyr

  • Hallo vonvogel ,


    ja die Patrone wird von Hand besser gesagt mit einem Stab angetrieben der auf die Hülse angedrückt wird. So kann man am besten eine ideale Drehzahl erreichen um Fehler zu erkennen. Gezielte Zwischenstopps sowie ein Pendeln zum Vergleichen ist so auch besser möglich.


    Gruß HdR

    Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat. (Mark Twain)

  • Hallo zusammen,


    da mich dieses Thema gerade vorrangig interessiert, habe ich hier bisher ausgiebig gelesen und neue Anregungen erhalten. Danke vor allem an HdR.

    Wie viele andere KK-Schützen versuche ich, die Ursachen von nicht nachvollziehbaren Ausreißern zu finden. Ich verwende angeschossene Munition (Hausmarke eines norddeutschen Anbieters), der ein ordentliches Trefferbild bescheinigt wurde. Trotzdem entstanden Löcher in der Scheibe, wo ich sie in dem Moment nicht vermutet hätte. Ärgerlich.

    Ohne vorher irgendwo zu lesen, wog ich die Patronen. Bei zunächst 500 Stück ergab sich eine Abweichung von 32mg zwischen der leichtesten und der schwersten Patrone. Aber selbst die leichten (die ich vorab schon mal als "Verreckerli" eingestuft hatte) landeten in der 10. Auch einige von den schwersten. Am Gewicht konnte es also nicht liegen. Und wer will schon vorher feststellen können, ob die Abweichungen im Gewicht dem Pulver, dem Zündsatz, der Hülse oder dem Projektil geschuldet sind?

    Ein Bekannter (intensiver WK-Teilnehmer in allen möglichen Disziplinen, auch bei DM) brachte die Patronenlänge ins Spiel. Diese Überlegung war nachvollziehbar. Also wieder gemessen und selektiert und getestet. Schon besser. Eine Patronenlänge von 24,57-24,58mm scheint für meine Anschütz 1903 ein Optimum zu sein. Beim Messen ergaben sich Längen von 24,54-24,61 mm.

    Mir ist schon bewusst, dass ich mit dieser Büchse auch mit der optimalsten Munition nicht Loch-in-Loch schießen kann. Aber wenn nach 12-15 Zehnen, die häufig noch Innen-Zehner sind, plötzlich eine Acht kommt (und man sich keiner "persönlichen Schuld" bewusst ist), stellen sich schon Fragen.

    Bleibt jetzt also noch die Kontrolle des Rundlaufs der Patronen, für die ich die Anschaffung eines passenden Prüfgerätes anpeile. Mal sehen, ob sich damit die Selektion für WK-Muni weiter verfeinern lässt.

  • Hallo Oberschnapser ,


    damit wir Deine Ausführungen besser bewerten können, wäre es sinnvoll, wenn Du noch mitteilst, welche Disziplinen Du in welchem Leistungsniveau schießt und wie Du die Schussbilder schießt: Auflage, eingespannt (wie), liegend, etc?


    Einen Ausreißer bis in die Acht bei einer eingeschossenen Munition erscheint mir zumindest etwas "suspekt".


    Gruß

    Konrad

    Über 30 Jahre aktives Schiessen und immer noch was zum dazulernen!