KK-Munition, Gedankenspiele

  • Hier soll eine kleine Serie zu verschiedenen Themen rund um die Kleinkalieberpatrone entstehen. Gerne sollt ihr mitmachen, egal ob es sich um fundiertes Wissen, Stammtischweissheiten, Gerüchte oder um Querdenkerei handelt.


    Erstes Gedankenspiel:
    Macht es Sinn seine Wettkampfpatronen auszuwiegen ?


    Als Vorlage hab ich mal je eine Schachtel -Tenex, Midas, R50- auseinander genommen und gewogen.


    Hätte Matt Emmons in seinem berühmten Finale diese eine Patrone durch Wiegen erkennen können ?

  • Hätte Matt Emmons in seinem berühmten Finale diese eine Patrone durch Wiegen erkennen können ?

    Emmons hat aber in dem Finale keine schlechte Patrone gehabt, er hat auf die Scheibe vom Österreicher Christian Planer geschossen.


    Warren Potent hat mal was geschrieben, dass er bei einem Wettkampf eine Patrone ohne Pulver hatte und seit dem die Patronen wiegt.


    Wenn ich aber den Anteil des Pulvers sehe mit nur ca. 2%, dann frage ich mich, ob die normale Küchenwaage das überhaupt mitkriegt und was genaueres hat man üblicherweise nicht Zuhause, oder?

    2 Mal editiert, zuletzt von Karlchen ()

  • Ich behaupte mal, dass man sich das Wiegen sparen kann, einfach aufgrund der Messungenauigkeit der normalen Waagen. Eine Laborwaage hat der normale Schütze wohl eher nicht zur Verfügung.

  • Ich habe letztes Jahr für meinen Nachwuchsschützen, Teilnehmer der DM 2015, 1500 KK Munitionen gewogen. Ich kann nur sagen es gibt vom Wiegen her schon so einige Unterschiede ( von der äußeren Betrachtung de Muni ganz zu schweigen).
    Ach ja, de zweite Platz wurde draus.
    Gewogen habe ich die Midas, und das Messergebniss von 3,355 ( ca. 150 - 200 Schuss) hatte ich auch überwiegend -

  • t

    Als Vorlage hab ich mal je eine Schachtel -Tenex, Midas, R50- auseinander genommen und gewogen.

    Ich will ja nicht den Spielverderber machen, aber eine Erlaubnis zu Delaborierung von Fabrikmunition hast du?


    Ach ja, wie hast du den Zündsatz heraus gelöst bzw. die Fettung gemessen?
    Wäre das Innenvolumen der Hülse nicht auch ein Parameter der betrachtet werden müsste? Zumindest bei GK ist der relevant.

  • Wir haben vor langer Zeit mal große Mengen .22 HV ausgewogen. die auffälligen (leichtere/schwerere) Patronen zeigten dann mit dem Gewehr auf Sandsack keine Auffälligkeiten. Fehlende Ladung od. Zündmittel wären da nicht mal zwingend aufgefallen.


    Karl

  • Mir ging es ähnlich.....
    Ich habe aus einer ausgeschossenen Munitionsserie diejenigen aussortiert die vom Gewicht oder der Rundlaufeigenschaft über ein gefühltes normales Maß hinaus auffällig waren.
    Diese Schachtel mit der Aufschrift ... "Training" hatte ich nun zufällig auf nem Wettkampf mit. 5 Schuss Probe ... alles normal,.. dann halt gestellt.
    die 10 Schuss Wettkampf dann mit ner doppel 9 rechts angefangen, und nach etwas stellen dann nur noch 10er, also 98er Serie. (KKAuflage).
    Ich weiss echt nicht was ich davon halten soll. Allerdings hatte ich auch mal eine Serie Winchester, da war vom Klang schon zu hören, dass das eine ne 8 Tief oder eine 8 Hoch war.....


    Tja....

  • Hallo zusammen,


    m.E. ist es lobenswert, aber .... durch das Wiegen wird die Munition nicht besser, weil man diese ja in die Hand nehmen muss und schon dadurch kann sich schon einiges an Schußverhalten
    ändern.
    Habe früher auch abgewogen, aber ... das bringt wenn überhaupt in Summe mit Bodenmaß + Rundlauf + Gewicht einen möglichen Vorteil, wenn überhaupt. Ich als Durchschnittschütze habe
    es aufgegeben. Ich trainiere mit Munition die 12-15mm hält und schieße Wettkampf mit Munition die bei 20-30 Schuss in der Schießmaschiene von Stopper ca. 11-13mm hält ... fertig.
    Achte darauf, daß im Training und Wettkampf die gleichen Verhältnisse herrschen ... also wenn ich besser mit 'weichen' (Ladung) abgehenden Geschossen trainiere, dann schieße ich auch im
    Wettkampf mit entsprechender Munition (Ladung). Also mit anderen Worten R50 oder R100 im Wettkampf und Rifle Match S im Training, bei Tenex oder Lapua würde ich immer im Training
    und Wettkampf auf die gleiche Charakteristik achten. Das bringt allemal mehr als sich zu verzetteln ... was mein immerwährendes Credo auch hier im Forum bekannt sein sollte.
    Auch habe ich mit normaler Rifle Match die 11mm gehalten hat, für mich gute Ergebnisse schießen können. wenn man gute Munition hat, sollte man wirklich immer auf die Charakterisitk
    achten, alles andere ist "Verzettelei" ... bringt zwar tiefere Erkenntnisse aber bringt mich das weiter, wenn ich dies nicht in einen entsprechenden Beruf oder Beraterposten mit verarbeiten
    kann ?


    Herzliche Schützengrüße Oldgunner


  • Ich will ja nicht den Spielverderber machen, aber eine Erlaubnis zu Delaborierung von Fabrikmunition hast du?
    Ach ja, wie hast du den Zündsatz heraus gelöst bzw. die Fettung gemessen?
    Wäre das Innenvolumen der Hülse nicht auch ein Parameter der betrachtet werden müsste? Zumindest bei GK ist der relevant.

    schöne Querdenkerei.


    Um unberechtigte Nachahmer nicht in Schwierigkeiten zu bringen, geh einfach mal davon aus dass zB. berufsbedingt eine gewerbsmäßig- und behördliche Erlaubnis zum Umgang mit Explosivstoffen (Munition für Handfeuerwaffen) besteht.


    Der Zündsatz wurde nach dem Entfernen Geschosses und des Pulvers mit der Hülse gemessen. Danach würde die Hülse (der Zündsatz) abgeschlagen und die Hülse erneut gewogen.


    Zur Messung Fettung wurde ein zuvor gewogenes Baumwolltüchlein in Waschbenzin getränkt und danach das Fett von zehn Patronen abgewischt. Nach dem Verdunsten des Waschbenzins wurde das Läppchen erneut gewogen.


    Ja leider, das Nitropulver füllt das Volumen der Hülse nicht aus (die Patrone war ja früher mal mit Schwarzpulver gefüllt). Die Verteilung des Pulvers kann von Schuß zu Schuß verschieden sein und somit kann es zu Entflammungsstreuungen kommen.