Landesleistungszentrum für Sportschützen in Rheinland-Pfalz

  • direkt zu b) wenn Du schon Württemberg als Modell vorstellst, solltest Du Dich zuerst mit der Materie beschäftigen,

    denn das LLZ Pforzheim wurde nicht neu gebaut

    Ja, das stimmt. Das sollte ich, und das sollte ein jeder. Ganz generell. Auch Kurt. Eben deshalb habe ich über das Projekt schon früher hier geschrieben und mich damit beschäftigt.

    Wer sich nun für den aktuellen Baufortschrift des neuen ( = Neubau) Schulungs- und Wettkampfzentrums des Württembergischen Schützenverbandes 1850 interessiert, der kann das hier ansehen und nachlesen:
    http://www.wsv1850.de/index.php/aktu…chulungszentrum
    Und Kurt hat nicht einmal Unrecht: trotz des Neubaus verliert das alte LLZ der 3 Verbände seinen Namen und Status (noch) nicht.

    Carcano

  • Da wären wir wieder bei den Fakten und Mythen wie sie Kilolima angesprochen hat....

    @Carcano wenn ich es richtig weiß bist du Anwalt - verstehst dich also darin die Worte so zu drehen, wie du es brauchst...
    Deine erste Aussage war: b) ein ganz neues LLZ woanders von Grund auf zu erbauen (so wie in Württemberg udn im NWDSB),

    Und siehe da - trotz allem schaffst Du es in dem Post wo du "fast" zurückruderst noch dies zu untermauern mit dem Satz:
    trotz des Neubaus verliert das alte LLZ der 3 Verbände seinen Namen und Status (noch) nicht.


    Zu den Fakten:

    Ja auf der WSV Seite ist zu lesen, dass unter anderem eine Winternutzung der KK-Halle durch das LLZ angedacht ist.

    Aber Fakt ist:
    Der KK Stand und weitere Dinge im LLZ Pforzheim wurden erst vor kurzem mit viel Geld renoviert.
    Pforzheim liegt für die 3 Verbände (einem davon gehörst du ja an) zentraler als Stuttgart.
    Eine Nutzung des Schulungszentrums in Ruit gibt meines Erachtens nach nicht die Kapazität her, die kompletten D Kader und die Landeskader parallel zu schulen - um diese Kapazität zu haben baut der WSV ja mitunter das Dingens.
    .....

    Ich kann mich extrem täuschen und die Zukunft wird einem von uns recht geben - aber ich möchte fast wetten, dass die Anlage in Ruit in der näheren Zukunft niemals das LLZ Pforzheim ablöst. Sollte ich mich täuschen - Asche auf mein Haupt und mea maxima culpa!

    Zuletzt die Frage ob der Termini LLZ und Schulungszentrum - ganz anderer Status! Das eine ist in den Spitzensport integriert mit Leistungssportkonzept DSB und Zuschüssen aus Staatlichen und Ländertöpfen und das andere ist halt ne Nummer niedriger angesiedelt.

  • direkt zu b) wenn Du schon Württemberg als Modell vorstellst, solltest Du Dich zuerst mit der Materie beschäftigen, den das LLZ Pforzheim wurde nicht neu gebaut sondern als quasi Parallele zum LLZ Bad Kreuznach auf der Basis der SG Pforzheim aufgebaut. 1973.
    Im Jahre 1999 wurde der LLZ-Verein für Sportschießen Baden-Württemberg e.V. aus rechtlichen Gründen ins Leben gerufen.
    Auch hier existiert ein sog. „Strukturplan 2013 – 2016“ in dem die 3 baden-württembergischen Schützenverbände ihre Konzeption der Grundsätze zur Leistungsförderung, Talentschulung und Kaderauswahl von 1992 sowie aus den 4 jährigen Strukturplänen seit 1997 aktualisieren und fortschreiben.
    Der Trägerverein LLZ hat jedoch einen erheblichen Vorteil und gegenüber, da alle 3 Sportschützenlandesverbände insgesamt innerhalb der Landesgrenzen es Bundeslandes liegen.
    PS Dieser Link führt zum LLZ Baden Württemberg: http://www.llzbw.de/?page_id=37

    Aus meiner Sicht ist NICHT die Tatsache, dass sich alle 3 Verbände in einem Bundesland befinden der wesentliche Vorteil, sondern dass die 3 Verbände über den LLZ-Verein quasi selbst Träger des LLZ sind. Sie entscheiden also selbst, was wie im LLZ gemacht wird.
    Bei der Trägerschaft in BK sieht das anders aus, da dort laut Satzung schon jetzt eine Vielzahl von Vereinen Mitglied sind, ebenso die Verteilung im Beirat. Hier reden also deutlich mehr Leute mit und bekanntermaßen macht so was das Leben nicht einfacher.
    Insofern ist wohl auch der Beirat der Trägerschaft nicht mit dem alten Kuratorium zu vergleichen, wie schon öfters behauptet wurde (im Beitrag von @Kilolima ja auch nochmals). Denn meines Wissens waren im Kuratorium des LLZ neben dem LSB noch die SG Bad Kreuznach als Träger, die beiden Landesverbände sowie die 3 Fachverbände vertreten. Letztere waren aber ja quasi in Personalunion mit den LV. Insofern dürften sich an dieser Stelle für die LV deutlich weniger Reibereien ergeben haben. Das dabei die "Aufsichtspflicht des Kuratoriums" wohl mit der Zeit etwas zu kurz gekommen ist, sehe ich nicht in dieser Gruppen-Konstellation sondern eher in den handelnden Persönlichkeiten bei den jeweiligen Partnern begründet.


    Mir jedoch genau so wichtig sind die Aussage mehrerer nationaler und internationaler Spitzensportler und deren Trainer, wobei allein deren Nutzung der Anlage für sich spricht.
    Offensichtlich haben Olympiateilnehmer recht bescheidenen Ansprüche, da diese gerne auch bereit sind zu Improvisieren bis die Ausbaustufe 1 fertiggestellt wäre. Bausumme 240.000,-€

    Ich war in früheren Jahren oft genug als Schütze in BK und ich kann dir versichern, hier wurde schon zu Zeiten, als noch ein aktiverer Schießbetrieb als heute stattfand, genug improvisiert (auch von den Schützen und von diesen ertragen). Neben den Ständen, die tatsächlich meist in einem rechtlich ordnungsgemäßen Zustand waren, war aber sowohl die Essens- und Parkplatzsituation als auch die hygienischen Zustände mehr als einmal mehr als unzureichend. Wenn ich an einem LLZ hochrangige Wettkämpfe durchführen will, muss ich auch in diesen Punkten die Anforderungen erfüllen können. Ob dieses zukünftig besser laufen wird, wird die Zeit sicherlich zeigen, so es denn eine weitere Chance gibt. Aber so zu tun, als ob das Ganze alles kein Problem sei, ist aus meiner Sicht blauäugig. Spätestens, wenn es in den Sommermonaten über 3 Monate LVM's sowohl des RSB als auch des PSSB dort geben würde, würde sich zeigen, ob neben den derzeitig handelnden Protagonisten denn auch noch ein paar Hände voll Hilfspersonal zur Verfügung stünde, um gewisse Nebenarbeiten zu erledigen. Ich habe da aus eigener Erfahrung so meine Zweifel.


    Dieses ist jedoch nicht das Problem deren Entscheidung durch die Verbände PSSB und RSB gelöst werden muß, da die Verbände nicht zur Beteiligung an den Kosten der Übernahme und des Ausbaus aufgefordert wurden.
    Jahrzehnte lang haben die Landesverbände alle Fragen im Zusammenhang mit dem LLZ den Fachverbänden überlassen, die die Steuerung des LLZ im Kuratorium LLZ in den Händen hatten. Damals bis 2010 jedoch ausschließlich für den Bereich der Lehrgangskosten, die unabhängig von der D-Kaderbesetzung prozentual aufgeteilt war. Fachverband Rheinland (FVSRL) & Fachverband Pfalz (FVSP) je 42,5% Rheinhessen FVSRH) 15%. Die Trainerkosten, Unterhaltszuschuß und Leistungsportzuschuss kamen über den LSB zusätzlich dazu.

    Damals waren jedoch die Fachverbandsvorsitzenden Pfalz und RSB die Präsidenten der Landesverbände in Personalunion. Somit standen Ihnen die Sportfördermittel des Landes an die Fachverbände uneingeschränkt zur Verfügung.

    Irgendwo weiter oben war doch zu lesen, dass der RSB zwar versucht haben soll, die RLP-Fördermittel zu übernehmen, dieses jedoch gescheitert ist,, da diese ausschließlich für RLP-Sportler verwendet werden dürfen. Wenn dem so ist, kommen sie doch den Sportlern aus RLP zugute. Was willst du also ? Ob das über die Vereinsschiene oder die Verbandsschiene erfolgt, mag für die jeweilige Seite interessant sein, für den (Leistungs)Sportler eher nicht. Er braucht Unterstützung, und zwar von allen möglichen Seiten. Da es auch in RLP sehr unterschiedliche Fördertöpfe gibt, wie ich vermute (zumindest in NRW ist das so), dürfte eine Verallgemeinerung des Begriffs "Fördergelder" sowieso auch eher in die Irre führen.

    2010 wurde jedoch diese Epoche durch das Veto des Sportbundes beendet. Zeitgleich wurde vom Präsidenten RSB und Vorsitzenden des FVSRL die Unterstützung für das LLZ und die E-Kader-Förderung eingestellt. Dieses führte zur Trennung vom damaligen Bezirk 14 vom RSB.

    Ich kenne zwar die Gründe für die Einstellung der Förderung des LLZ und die E-Kader durch den FVSRL nicht (denn der hatte ja wohl die Gelder und nicht der RSB), so sie denn erfolgt ist, aber ich erinnere mich noch sehr genau an die Diskussionen, die zur Abspaltung einiger Vereine im Süden geführt haben. und da waren eingestellte Fördergelder nach meiner Erinnerung nicht bei. Vielmehr war die gescheiterte Strukturreform 2007/2008 und damit die nicht erfolgte Verschlankung des Meisterschaftssystems eine wesentliche Begründung für die Unzufriedenheit. Der an dieser Stelle entstandene Unmut hat sich dann ja hochgeschaukelt bis zur Gründung des neuen " LV SSV Rheinland-Pfalz", der im Endstadium gerne ALLE RLP-Schützen bei sich vereinen wollte. Dieses ist ihm durch die Verweigerung des DSB und der beiden LV RSB und PSSB, die ja in dem Gerichtsverfahren mündete, nicht geglückt.
    Einige der damals maßgeblichen Akteure sind ja bei der Trägerschaft nun wohl auch wieder aktiv und darin liegt vielleicht auch das Verhalten der beiden LV's PSSB und RSB begründet, die ob dieser Vorgeschichte der ganzen Angelegenheit nicht so ganz trauen.

    Nach der Beschlussfassung der Satzung und Neubesetzung des Vorstandes des FVSR hatte das Präsidium keinen Zugriff mehr auf die Sportfördermittel des FVSRL

    Ich glaube, dass du hier nicht ganz mit offenen Karten spielst. Nach den obigen Ausführungen hier im Thread waren die Mittel für RLP schon IMMER für RLP-Sportler geblockt. Und aus meiner Zeit als Bezirksjugendleiter weiß ich auch, dass diese sehr intensiv für RLP verausgabt wurden, da das Gebiet Süd eine sehr gute Jugendarbeit geleistet hat (wenn man sich die Namen Sonnet und Kani ins Gedächtnis ruft, so werden sie einigen älteren sehr wohl noch was sagen). Die Gebietsjugendleiterin war für ihre "Haare auf den Zähnen" (weil sie sich so für "ihre" Jugend einsetzte), überregional bekannt. Insofern sind DIESE Mittel sehr wohl zweckentsprechend und ausschließlich für RLP verwendet worden.
    Das an anderer Stelle Gelder wohl nicht im Sinne des Sports verausgabt wurden, scheint wohl so gewesen zu sein, aber das muss dann ja wohl im Südteil, sprich RLP, abgelaufen sein und nicht im ganzen RSB, da die Gelder ja nur in RLP verausgabt werden durften und ansonsten die Kassenprüfung das hätte bemängeln müssen.

    Übrigens saßen da nach meinen Kenntnissen (wenn man sich die heutigen "Akteure" von Trägerschaft und FVSRL mal anschaut) seinerzeit auch einige Personen in Leitungsfunktionen, die heute alles anders sehen, damals aber wohl auch nichts dagegen gesagt haben. So ändern sich die Zeiten. ;)

    Warum kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige hier ein "Schwarzer Peter" Spiel spielen, ohne ihre Karten auf den Tisch legen zu wollen ?

  • Mit dem eigendlichen Thema LLZ Rheinlandpfalz hat das aber nicht mehr viel zu tun.

    Natürlich nicht. Es ist ein Ablenkungsmanöver von dir und Daneben. Es geht jedoch um die verschiedenen Handlungs-Alternativen in Rheinland-Pfalz, die ich durch Beispiele zu illustrieren gesucht habe. Zwar ist auch nicht uninteressiert, zu wissen, wo welche Alternativen umgesetzt wurden (in Württemberg also sowohl die von von mir angesprochene Alternative "gänzlicher Neubau eines Schießstandes" jetzt, als AUCH -so bringt es Daneben vor - die Alternative "Ertüchtigung und Ausbau eines vorhandenen Schießstandes" damals).

    Auch ist es nicht uninteressant, die Schwierigkeiten zu vergleichen, die durch die Beteiligung mehrerer Verbände an einem LLZ entstehen können - da wäre der komparative Bezug zu Rheinland-Pfalz vielleicht sogar noch deutlicher. In Baden-Württemberg hatte sich ja der SBSV irgendwann im ersten Jahrzehnt der 2000er aus der Finanzierung und Mitnutzung ganz zurückgezogen, und hatte die Lasten dem BSV und WSV überlassen. Der DSB-förmige Schießsport in Südbaden ging dadurch auch nicht unter. Inzwischen hat man sich wieder angenähert und es beteiligen sich wieder alle drei Verbände des Bundeslandes. Was ich durchaus gut finde.

    Carcano

    Einmal editiert, zuletzt von Carcano (17. Juni 2016 um 09:38)

  • Ich kenne zwar die Gründe für die Einstellung der Förderung des LLZ und die E-Kader durch den FVSRL nicht (denn der hatte ja wohl die Gelder und nicht der RSB), so sie denn erfolgt ist, aber ich erinnere mich noch sehr genau an die Diskussionen, die zur Abspaltung einiger Vereine im Süden geführt haben. und da waren eingestellte Fördergelder nach meiner Erinnerung nicht bei. Vielmehr war die gescheiterte Strukturreform 2007/2008 und damit die nicht erfolgte Verschlankung des Meisterschaftssystems eine wesentliche Begründung für die Unzufriedenheit. Der an dieser Stelle entstandene Unmut hat sich dann ja hochgeschaukelt bis zur Gründung des neuen " LV SSV Rheinland-Pfalz", der im Endstadium gerne ALLE RLP-Schützen bei sich vereinen wollte. Dieses ist ihm durch die Verweigerung des DSB und der beiden LV RSB und PSSB, die ja in dem Gerichtsverfahren mündete, nicht geglückt.
    Einige der damals maßgeblichen Akteure sind ja bei der Trägerschaft nun wohl auch wieder aktiv und darin liegt vielleicht auch das Verhalten der beiden LV's PSSB und RSB begründet, die ob dieser Vorgeschichte der ganzen Angelegenheit nicht so ganz trauen.

    Übrigens saßen da nach meinen Kenntnissen (wenn man sich die heutigen "Akteure" von Trägerschaft und FVSRL mal anschaut) seinerzeit auch einige Personen in Leitungsfunktionen, die heute alles anders sehen, damals aber wohl auch nichts dagegen gesagt haben. So ändern sich die Zeiten.

    Warum kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige hier ein "Schwarzer Peter" Spiel spielen, ohne ihre Karten auf den Tisch legen zu wollen ?


    Auch ich bin beim durchlesen der einzelnen Beiträge und Anhänge zu dem Schluss gekommen, dass hier keiner der Beteiligten Offiziellen egal aus welchem Verband mit offenen Karten spielt.
    Leidtragende werden am Schluss die Vereine sein, die ihre Schießstände modernisieren wollen aber aufgrund des Themas keinen Zuschuss mehr erhalten.
    Es ist auch den Vereinen in den Hintern getreten die über Jahrzehnte ihre Hausaufgaben gemacht haben und ihren Verpflichtungen immer brav nachgekommen sind.
    Jetzt aber nicht neu investieren können , da die Zuschüsse gesperrt wurden.


  • Leidtragende werden am Schluss die Vereine sein, die ihre Schießstände modernisieren wollen aber aufgrund des Themas keinen Zuschuss mehr erhalten.
    Es ist auch den Vereinen in den Hintern getreten die über Jahrzehnte ihre Hausaufgaben gemacht haben und ihren Verpflichtungen immer brav nachgekommen sind.
    Jetzt aber nicht neu investieren können , da die Zuschüsse gesperrt wurden.

    Wenn ich das oben richtig gelesen habe, sind doch "nur" Gelder für das LLZ sowie die für elektronische Stände betroffen. Bei letzteren hatten die RLP Vereine eh immer einen Vorsprung, da sie in großer Zahl solche Anlage für die Vereine bezahlt bekamen (bzw. erhebliche Förderung erhielten). In NRW und meines Wissens auch in anderen Bundesländern sieht das anders aus. Da bekommen nur besondere Sportstätten (LLZ bzw. LLStp) solche Zuschüsse. So schön es auch ist, wenn man auf solchen professionellen Anlagen trainieren kann, so stellt sich möglicherweise die Frage, ob das das Ziel einer BREITENSPORTförderung ist ? Diese Gelder könnte man ggf. auch besser ausgeben. In vielen Vereinen habe ich es schon erlebt, dass das Know-how für die Bedienung nur bei 1-2 Personen lag und es oftmals Schwierigkeiten gab, wenn diese nicht verfügbar waren.

  • Aus meiner Sicht ist NICHT die Tatsache, dass sich alle 3 Verbände in einem Bundesland befinden der wesentliche Vorteil, sondern dass die 3 Verbände über den LLZ-Verein quasi selbst Träger des LLZ sind. Sie entscheiden also selbst, was wie im LLZ gemacht wird.Bei der Trägerschaft in BK sieht das anders aus, da dort laut Satzung schon jetzt eine Vielzahl von Vereinen Mitglied sind, ebenso die Verteilung im Beirat. Hier reden also deutlich mehr Leute mit und bekanntermaßen macht so was das Leben nicht einfacher.
    Insofern ist wohl auch der Beirat der Trägerschaft nicht mit dem alten Kuratorium zu vergleichen, wie schon öfters behauptet wurde (im Beitrag von @Kilolima ja auch nochmals). Denn meines Wissens waren im Kuratorium des LLZ neben dem LSB noch die SG Bad Kreuznach als Träger, die beiden Landesverbände sowie die 3 Fachverbände vertreten. Letztere waren aber ja quasi in Personalunion mit den LV. Insofern dürften sich an dieser Stelle für die LV deutlich weniger Reibereien ergeben haben. Das dabei die "Aufsichtspflicht des Kuratoriums" wohl mit der Zeit etwas zu kurz gekommen ist, sehe ich nicht in dieser Gruppen-Konstellation sondern eher in den handelnden Persönlichkeiten bei den jeweiligen Partnern begründet.

    Hmmmmm......ich halte fest......bis vor kurzem bestand Personalunion LV (RSB Gebiet Süd und PSSB) = Fachverbände (Pfalz, Rheinland und Rheinhessen) = Kuratorium des LLZ.
    An der Misere Schuld sind also die LV, die das LLZ wollten und gefordert haben (direkt oder über die Fachverbände, was aber ja in dem Fall egal da das Gleiche ist) und ihre Aufsichtspflicht (über das Kuratorium) massiv verletzt haben.
    Dann ist die Lösung (man könnte auch sagen die verdammte Pflicht) - falls man dem Willen der Politik und des Landessportbundes das LLZ unter allen Umständen zu erhalten Nachkommen möchte - sonnenklar: die LV übernehmen die Anlage und bestreiten die Unterhaltung aus den Unterhaltungskostenzuschuss des LSB und durch Austragung ihrer Landesmeisterschaften auf der Anlage. Für das eigentliche LLZ stellen die LV das organisatorische sicher (wer trainiert, Leistungssportkonzept RLP uvm). Den Kader (Lehrgangsmaßnahmen, Wettkämpfe etc.) finanzieren dann der LSB (Bezahlung des Trainers, Zuschuss) und die Fachverbände an Hand eines begründeten und kostenseitig transparenten und nachvollziehbaren Budgets.
    Wie hört sich das an?

    diskutiere nicht mit Ignoranten.....sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung!

    Einmal editiert, zuletzt von Perfekte10 (17. Juni 2016 um 21:30)

  • Wenn ich das oben richtig gelesen habe, sind doch "nur" Gelder für das LLZ sowie die für elektronische Stände betroffen. Bei letzteren hatten die RLP Vereine eh immer einen Vorsprung, da sie in großer Zahl solche Anlage für die Vereine bezahlt bekamen (bzw. erhebliche Förderung erhielten). In NRW und meines Wissens auch in anderen Bundesländern sieht das anders aus. Da bekommen nur besondere Sportstätten (LLZ bzw. LLStp) solche Zuschüsse. So schön es auch ist, wenn man auf solchen professionellen Anlagen trainieren kann, so stellt sich möglicherweise die Frage, ob das das Ziel einer BREITENSPORTförderung ist ? Diese Gelder könnte man ggf. auch besser ausgeben. In vielen Vereinen habe ich es schon erlebt, dass das Know-how für die Bedienung nur bei 1-2 Personen lag und es oftmals Schwierigkeiten gab, wenn diese nicht verfügbar waren.

    Leider sind nicht nur die Zuschüsse für das llz gestoppt sondern alle Zuschüsse für alle alle Schützenvereine . Um eine bessere Jugendarbeit betreiben zu können bräuchte man auch Stände mit der aktuellen Technik. Natürlich sollte man seine Mitglieder auch dementsprechend Schulen .

  • Carcano: Nein es ist kein Ablenkungsmanöver - Du stellst hier eine Sache in den Raum die in meinen Augen nicht korrekt ist. Daher wollte ich es aus meiner Sicht richtig stellen.
    Und gerade ein so im Schießsport fundiert durchblickender Mensch, der Namen wie Mutter und Tochter Hochmuth, Munki und und und nahezu wortlos aneinander reiht, als ob er mit allen schon mehrmals ein oder mehrere Getränke gehoben hat, der die Nachwuchsarbeit im DSB analysiert und mal eben Dissertationen aus dem Ärmel schüttelt und natürlich auch das DOSB Nachwuchsleistungskonzept viel besser machen würde als der DSOB, sollte sich eben auch mal an die Nase fassen und eingestehen können, dass er falsch lag! - das ist keine Ablenkung.

    Zumal du richtigerweise die Verbindung sogar selber herstellst - durch deine Ausführungen mit Südbaden.
    Und um es mal nicht so eloquent auszudrücken wie Du es getan hast: Südbaden hat damals das LLZ verlassen in der Annahme, man bekomme die Zuschüsse dann anteilig vom LLZ zum Südbadischen Verband und man kann eh alles besser wie das LLZ. Jetzt kann sich jeder den Fortgang selber zusammenreimen unter der Tatsache, dass es nur wenig Zeit brauchte, bis Südbaden wieder beim LLZ angeklopft hat und wieder um Einlass begehrte.

    Übrigens zu meinem Ablenkungsmanöver
    "gänzlicher Neubau eines Schießstandes" jetzt, als AUCH -so bringt es Daneben vor - die Alternative "Ertüchtigung und Ausbau eines vorhandenen Schießstandes" damals).
    Das damals! war vor 2-3 Jahren (ganz genau weiß ich es nicht - aber ich würde es nicht als damals bezeichnen, das sind dann für mich doch Begriffe die eher einen längeren Zeitraum definieren.)

  • Auch ich bin beim durchlesen der einzelnen Beiträge und Anhänge zu dem Schluss gekommen, dass hier keiner der Beteiligten Offiziellen egal aus welchem Verband mit offenen Karten spielt.
    Leidtragende werden am Schluss die Vereine sein, die ihre Schießstände modernisieren wollen aber aufgrund des Themas keinen Zuschuss mehr erhalten.
    Es ist auch den Vereinen in den Hintern getreten die über Jahrzehnte ihre Hausaufgaben gemacht haben und ihren Verpflichtungen immer brav nachgekommen sind.
    Jetzt aber nicht neu investieren können , da die Zuschüsse gesperrt wurden.

    Du hast vollkommen recht!!

    Leider sind nicht nur die Zuschüsse für das llz gestoppt sondern alle Zuschüsse für alle alle Schützenvereine . Um eine bessere Jugendarbeit betreiben zu können bräuchte man auch Stände mit der aktuellen Technik. Natürlich sollte man seine Mitglieder auch dementsprechend Schulen .

    Das stimmt so nicht ganz. Auf "Eis gelegt" wurden Zuschüsse für den leitenden Trainer und Betriebskosten für das LLZ. Alle Anträge über z.B. Baumaßnahmen laufen nach altem Schema weiter. Alle Anträge für elektronische Anlagen wurden bis zur Klärung gestoppt und auf eine Warteliste gesetzt. Bei den Fachverbänden wurde nichts gesperrt, hoffentlich bleibt dies so, zum Wohle der Vereine.

    Übrigens saßen da nach meinen Kenntnissen (wenn man sich die heutigen "Akteure" von Trägerschaft und FVSRL mal anschaut) seinerzeit auch einige Personen in Leitungsfunktionen, die heute alles anders sehen, damals aber wohl auch nichts dagegen gesagt haben. So ändern sich die Zeiten.

    Aus Deinen gesamten Ausführungen, die sehr wohl im Einzelnen zu wiederlegen wären, was ich mir aber nicht antun möchte, denn nach einer arbeitsreichen Woche steht einem gestressten Menschen auch Erholung zu.
    Nur eins:
    Das ausgerechnet Du diesen Satz schreibst, wundert mich doch sehr. Es gibt beim RSB Mitglieder, die, wenn sie eine "höhere" Position erreicht haben, das, was sie früher gesagt und vertreten haben, plötzlich nicht mehr wahrhaben wollen oder ins Erinnerungsloch fallen. Und das 3 im Präsidium, denken, sie hätten die "Weisheit" gepachtet, ist doch ein offenes Geheimnis.
    Ich denke, Du weist genau was ich meine!!

    Laßt uns doch alle den 21.Juni abwarten, dann findet das nächste Treffen in der Angelegenheit, mit Ergebis, so oder so statt und eineBitte, geht gesittet miteinander um !!!

  • @erasmus
    Muss dir leider wiedersprechen. Der Sportbund Pfalz hat alle Zuschüsse für Baumaßnahmen zwischen 10000€ und 70000€ auf Eis gelegt bis das Thema LLZ geklärt ist. War auch auf dem PSSB Tag angesprochen worden.

  • Du hast vollkommen recht!!
    Das stimmt so nicht ganz. Auf "Eis gelegt" wurden Zuschüsse für den leitenden Trainer und Betriebskosten für das LLZ. Alle Anträge über z.B. Baumaßnahmen laufen nach altem Schema weiter. Alle Anträge für elektronische Anlagen wurden bis zur Klärung gestoppt und auf eine Warteliste gesetzt. Bei den Fachverbänden wurde nichts gesperrt, hoffentlich bleibt dies so, zum Wohle der Vereine.

    Da kann ich wie Tifflor dir nur wiederspechen und darf dich eines besseren belehren.
    Neubauten und Umbauten auf elektrische Anlagen sind gesperrt. Zuschüsse für Standerhaltung (Renovierung) werden gewährt.
    Wenn das nicht so ist sag mir bitte an wenn ich mich wenden muß, da wir als Verein seit zwei Jahren auf die Freigabe der Gelder zum Bau unseres 25 meter Standes warten.
    Und grade letzte Woche vom Sportbund schriftlich gefragt wurden ob wir unseren Antrag weiter aufrecht erhalten wollen, da ein Beschluss über unseren Antrag bis auf weiteres nicht erfolgen wird.

  • Ihr müsst euch auf jeden Fall ständig widersprechen, das ist das Wichtigste überhaupt.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - mein ja nur und bin auch schon wieder weg

  • Ihr müsst euch auf jeden Fall ständig widersprechen, das ist das Wichtigste überhaupt.

    Ich stelle fest, dass Du Mao sorfältig gelesen und verstanden hast. Seine kleine Schrift "Über den WIderspruch", auch heute noch überaus lesenswert. :)

  • Hi,

    eine gewisse Affinität zum Lesen kann ich ja nicht leugnen und die Anzahl der Werke, die ich gerne noch mal lesen möchte, wächst auch ständig. Aber der Herr Mao stand bisher noch nicht auf dem Programm. Vielleicht ...

    Ne, war wirklich spontan und ganz allein auf meinem Mist gewachsen. :)


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - findet so ein gepflegtes "Halt's Maul" ja oft auch deutlich erfrischender als dieses ewige Genöle. Gehört sich aber trotzdem nicht, würde meine Oma jetzt sagen. :saint:

  • Tja. Wenn die Kardinäle im Konklave sich nicht einigen wollen, dann deckt halt der Senat das Dach ab.
    Ich mag das Land darob nicht schelten. :)

  • In dem Schreiben ist aber doch nur von der Bezuschussung von Trefferanlagen die Rede. D.h. andere Baumaßnahmen werden bezuschußt?

    Mit freundlichstem Schützengruß
    Johann