Temperatur bei Wettkämpfen und Meisterschaften, gibt es maximal Temperaturen?

  • Bald sind ja die Europameisterschaften in Slovenien. Südliches Land. Da fahren sogar Leute hin auf Urlaub! Wird sicher heiß werden.

    Zitat


    20. WEATHER INFORMATION

    During the month of July, the weather in Maribor is very pleasant with sunshine and clear sky. The
    temperature is expected to be between 28 °C - 33 °C during the day, and between 15 °C - 25 °C during the
    night. The average humidity is 39 - 43 %.

    Aus guter Quelle weiß ich, dass die 33°C untertrieben sein können.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Bald sind ja die Europameisterschaften in Slovenien. Südliches Land. Da fahren sogar Leute hin auf Urlaub! Wird sicher heiß werden.

    Aus guter Quelle weiß ich, dass die 33°C untertrieben sein können.


    Bleibt ja noch Zeit sich daran zu gewöhnen, viel schlimmer als hier wird es nach der Langfristvorhersage auch nicht werden.

    Karl

  • Sagt mal Sportfreunde,

    kann es sein, das einige der Herrschaften hier wirklich etwas zu oft unter der heißen Sonne geschossen haben?

    Das soll nämlich informierten Kreisen nach auch oft zu einem ziemlich weichen Keks führen.

    Diese mit Verlaub extrem dümmlichen Attitüden, die hier zur Schau gestellt werden (von wem auch immer), wonach nur 'ganz harter' Sport auch echter Sport sei, sind ja sonst kaum erklärbar.

    Und das sind dann oft auch noch die Gleichen, die andererseits selbst bei den fragwürdigsten Sicherheitsmaßnahmen wie diesen Stöpseln sofort hier schreien.


    Wir reden hier, zumindest so habe ich den Anfrager verstanden, von extremen Temperaturen und nicht einfach nur von warmen Sommerwetter. Wir hatten an dem besagten Wochenende Rekordwerte und dazu auch noch ohne vorherige Gewöhnungsphase. Und wir reden hier auch von regionalen Meisterschaften, dessen Teilnehmer in der Mehrheit Breitensportler und oft auch Senioren sind. Und wir reden von Sportlern, deren mentale Anspannung oft schon allein reicht, um ins Schwitzen zu kommen. Wir reden von Sportlern, die in einer angespannten Position über lange Zeit komplizierteste Bewegungsabläufe steuern sollen, die dazu noch - auch wegen der Chancengleichheit und zum Schutz - feste und dicke, in der Regel die Körpertemperatur noch weiter erhöhende Schießbekleidung tragen. Und wir reden hier oft auch noch über geschlossene oder halboffene Stände, wo in Bezug auf Hitze ungünstige Bauweisen dazu führen können, dass die Temperaturen dort noch weiter ansteigen. Und wer schon mal beim Bund war, sollte auch wissen, dass gerade das mehr oder weniger angespannte Stehen über einen längeren Zeitraum viel eher zu teils massiven Kreislaufproblemen führen kann als ein zünftiger Marsch. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann sich ja auch mal über Nagold schlau machen.

    Schon alleine der Veranstalter steht vor diesem Hintergrund in der Pflicht, sich Gedanken zu machen, ob er es überhaupt verantworten kann, die Sportler unter solchen Bedingungen starten zu lassen. Und der kann sich dabei auch nicht so einfach nur mit dem Hinweis auf die Eingenverantwortlichkeit der Teilnehmer aus der Verantwortung stehlen. Insbesondere dann nicht, wenn das noch nicht einmal im Vorfeld auch schon so kommuniziert wurde und auf die Situation und die daraus resultierenden möglichen Probleme hingewiesen wurde.

    Stellt euch einfach mal vor, da kippt wirklich mal ein Teilnehmer unter solchen Bedingungen für immer aus den Latschen, dann stellt sich der Veranstalter bzw. der Präsident hin und erklärt "Ja selbst schuld! Wer für unseren Sport nicht hart genug ist und das nicht aushält, der darf den Sport auch nicht betreiben. Das ist schließlich ein 'echter' Sport und das muss ein 'echter' Sportler auch aushalten können und überhaupt, nur was uns nicht umbringt, macht uns auch härter und nur die ganz Harten kommen bekanntlich auch nur in den Garten".

    Auf das Presseecho wäre ich dann aber wirklich mal gespannt!


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - und für die ganz Schlauen hier, hat auch schon bei -7 Grad 3x40 geschossen, fand das aber auch damals schon nicht besonders geistreich


  • Frank - und für die ganz Schlauen hier, hat auch schon bei -7 Grad 3x40 geschossen, fand das aber auch damals schon nicht besonders geistreich

    Im Jammern sind die Schützen ja immer ganz groß. Eigenverantwortung ist zu viel verlangt?

    Rolf

  • Eben. Wollen wir sowas denn? Da sehe ich schon den Veranstalter in der Pflicht für erträgliche Temperaturen zu sorgen oder den Wettkampf notfalls abzusagen.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Da sehe ich schon den Veranstalter in der Pflicht für erträgliche Temperaturen zu sorgen

    Der Veranstalter kann aber für das Wetter nun wirklich nix....

    Beim Tennis gibt es laut einem aktiven Spieler auch keine Maximaltemperatur. Nur wenn beide Spieler einverstanden sind wird (glaube ich) nach dem zweiten Satz eine 10min Pause eingelegt. Die Temperatur scheint dort in der Wald- und Wiesen-Liga kein Problem darzustellen. Ich wurde auf meine Frage ein wenig verwundert angesehen.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Bei höheren Temperaturen spielt man halt einfach etwas langsamer. :D

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • @ wegi 82,

    Wieso nun Tennis? Da kann ich keinen direkten Vergleich zum Schießsport erkennen. Einzig dieTrefferfläche, aber die ist schon im Sportgerät (Tennisschläger) eingearbeitet.
    Und wenn man verwundert angeschaut wird liegt es, wie in deinem Fall, meistens an unqualifizierter Fragestellung.
    Deine Frage hätte lauten müssen: Gibtes wetterbedingt Situationen, in denen das Match aus gesundheitsbedingten Gründen abgebrochen wird?
    Die richtige Antwort: Ja, bei anhaltendem Regen gibt es eine Unterbrechung, Verlegung in eine Tennishalle, oder das Match wird auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Die Spieler sind nicht aus Zucker, sondern das Verletzungsrisiko durch die rutschige Spielfläche ist zu groß. Auch hier geht es um die Gesundheit.

    Und nun ein Beispiel aus deiner Umgebung. Es ist schon vorgekommen, dass beim Skispringen ein Wettbewerb abgesagt wurde, weil durch starken Seitenwind ein gesundheitliches Risiko für die Sportler nicht mehr kalkulierbar war.
    Dieses geschah sicher nicht durch die Sportler, sondern durch den Veranstalter. Denn dieser trägt im weitesten Sinne eine Fürsorgepflicht und die Verantwortung.

    Bisher war ich der Ansicht, in diesem Forum tauscht man sich zum Schießsport überwiegend sachlich aus. Aber einige Beiträge kann ich nicht mehr ernst nehmen.
    Es ist zu überlegen, ob Beiträge, die ein Thema dermaßen verfehlen oder ins lächerliche ziehen, nicht mit einem Hinweis darauf entfernt werden. Manchmal ist ein klein wenig Zensur hilfreich, um das Niveau etwas anzuheben.

    Claus-Dieter

  • Claus-Dieter,

    dann trage doch auch mal was zum Thema selbst bei:

    Was spricht dagegen, bei Witterungen bei denen andere Sportler, hier wurden die Triathleten genannt Wettkämpfe austragen können, oder Arbeitnehmer körperlicher Arbeit nachgehen müssen, ihre Meisterschaften durchführen?


    Karl

  • @dododogge
    wenn du einen direkten Vergleich zwischen Triathlon und dem Schießsport erkennen kannst dann sollte dies bei Tennis aber schon auch möglich sein ;)

    nein Scherz bei Seite

    Es war die Fragestellung nicht falsch sondern ich wurde komisch angesehen da sich die Frage für einen Tennisspieler gar nicht stellt. Dies in einer Wald und Wiesen-Liga!
    Tennis passt zudem auch ganz gut da Tennis im Breitensport wirkt. (Der DTB zählt auch 1,5 Millionen Mitglieder). Wie in Wimbledon gesehen wird natürlich regelbedingt das Spiel wegen Regen unterbrochen. Wegen hohen Temperaturen ist dies nicht der Fall! Habe gerade nochmal nachgefragt: Wenn es eine Halle gibt wird bei Regen in der Halle gespielt ansonsten vor der Türe. Verschiebungen sind problematisch weil ja ein Ausweichtermin aufgrund der Berufstätigkeit der Mannschaftsmitglieder nicht so einfach möglich ist.

    Da haben es wir Schützen ein wenig einfacher da wir doch abgeschattet schießen bzw. uns auch das Trinken bei höheren Temperaturen einfacher fällt. Man schießt zudem an einem Termin nur gegen sich und braucht eigentlich keinen Gegner.

    Ich beziehe mich aber hier aber auch auf die hohe Temperatur und nicht auf Regen usw. Die Sonne sucht sich nicht den Sport aus bei dem sie heiß sein will.
    Daher schießt auch dein Argument mit dem Skispringen an der Diskussion vorbei. Beim Skispringen bricht nämlich der Veranstalter wegen Regelwidrigkeit einen Bewerb ab! Hier gibt es Windkorridore welche eingehalten werden müssen! Dies ist also ein klares Regelthema wobei natürlich ein Restrisiko vorhanden ist.

    Wenn es keine Eigenverantwortung mehr gibt und alles nur auf den Veranstalter geschoben wird muss der Veranstalter da halt dann auch reagieren. Irgendwann muss dann eine Unterschrift geleistet werden damit die Verantwortung wieder auf den Teilnehmer zurück übertragen wird. Wird vermutlich in anderen Sportarten auch so sein.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Hallo,

    das hier wie bei anderen Threads die Diskussion mal aus dem Ruder läuft, ist ja ganz ok.

    Aber die Bayerische war am ersten WE brutal - und dazu dann eine Anmerkung, die hier nicht so klar diskutiert wird:

    Die Teilnehmer haben alle die selben Voraussetzungen und sind für Ihr körperliches Wohl selbst verantwortlich oder wie in meinem Fall dann der Erziehungsberechtigte. D.h. die Vergabe der Platzierungen erfolgt für alle unter gleichen Bedingungen, also passt im Grunde !

    Aber: Wir haben zur Weiterqualifizierung ein Limitsystem und es werden Leistungen an unterschiedlichen Standorten und zu unterschiedlichen Bedingungen verglichen. Und kommt nun so eine extreme äußere Bedingung hinzu, auf die man sich in Normalfall nicht vorbereiten kann und wird (DSB-Kaderschützen vllt. mal außen vor ...), entsteht für die breite Masse und ich behaupte, für jeden Nachwuchsschützen eine Situation, die nicht mehr mit normalen Massstäben vergleichbar ist.


    Die Leistungen waren in fast allen Disziplinen, die ich so betrachte, nicht überragend - und jetzt kommt dann doch die o.g. Chancenungleichheit - viele werden dieses Jahr die Quali zur DM nicht schaffen (außer die Limite werden gesenkt), was halt sehr ärgerlich ist. Dies trifft speziell am olympischen Wochenende sehr viele Nachwuchsschützen .....

    Ich nehm als Beispiel hier aber mal SpoPi Damenklasse: Eingang ins Finale in 2014: 549 Ringe (in 2014 gabs noch kein Finale) und 2015: 533 Ringe
    Nach dem letzjährigen Limit hätten es dieses Jahr nur 5 Mädels zur Deutschen geschafft, letztes Jahr waren es 9 .......

    M.E. war dies v.a. auch witterungsbedingt, wenn der Wind mit 40 Grad ins Gesicht weht und der extrem schnellen Witterungsänderung geschuldet ....

    D.h. witterungsbedingt entstehen ungleiche Bedingungen über die Landesverbände hinweg, und nur das wirkt sich beim Quali-System zur Deutschen aus !

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • D.h. witterungsbedingt entstehen ungleiche Bedingungen über die Landesverbände hinweg, und nur das wirkt sich beim Quali-System zur Deutschen aus !


    Das ist nicht zu leugnen, aber m.E.n. vertretbar. Ich glaube nicht, dass diese witterungsbedingten Unterschiede in der Qualifikation zur DM signifikante statistische Verwerfungen über einen längeren Zeitraum zur Folge haben.

    Auf jeder Landesmeisterschaft kann es ungünstige Bedingungen geben. Die müssen ja noch nicht mal witterungsbedingt sein. Auch organisatorische Defizite können das Leistungsniveau beeinflussen.

  • Aber: Wir haben zur Weiterqualifizierung ein Limitsystem und es werden Leistungen an unterschiedlichen Standorten und zu unterschiedlichen Bedingungen verglichen. Und kommt nun so eine extreme äußere Bedingung hinzu, auf die man sich in Normalfall nicht vorbereiten kann und wird (DSB-Kaderschützen vllt. mal außen vor ...), entsteht für die breite Masse und ich behaupte, für jeden Nachwuchsschützen eine Situation, die nicht mehr mit normalen Massstäben vergleichbar ist.


    Das ist aber in anderen Sportarten, beim Triathlon ging es z.B. um die Qualifikation Nach Hawai, genauso.
    Der Sport hat nun mal Unwägbarkeiten.

    M.E. war dies v.a. auch witterungsbedingt, wenn der Wind mit 40 Grad ins Gesicht weht und der extrem schnellen Witterungsänderung geschuldet ....D.h. witterungsbedingt entstehen ungleiche Bedingungen über die Landesverbände hinweg, und nur das wirkt sich beim Quali-System zur Deutschen aus !


    Zumindest sind die Pistolenschützen nicht durch Kleidungsvorschriften unzumutbar eingeengt. Eine lange Hose soweit gefordert gehört nicht nur für mich zu normalen Alltagskleidung.
    Mit wechselndem das Ergebnis beeinträchtigten Wind musst Du in Hochbrück immer rechnen und die offenen Stände sind immernoch ein Soll der ISSF.

    Angenommen man hätte die Wettkämpfe verschoben was dann? Für die nächsten Wochnende sagt die Wettervorhersage gleiche Temperaturen vorher.

  • Hallo Karl,

    ich vergleiche Triathlon nicht mit Schiessen und im übrigen entpricht das Qualisystem für Hawai dem der besten Platzierungen (Punktesystem) und nicht dem der schnellsten Zeit. Zudem gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zu qualifizieren.

    Ich habe mich nicht über das Wetter oder über die Bekleidung beschwert, sondern nur den Sachverhalt geschildert.

    Was hast du für ein Problem ?

    Eine Verschiebung ist Quatsch, aber möglicherweise könnten sich die LV´s auf eine Austragungswoche einigen - dann ist es einigermaßen vergleichbar, wobei es dann in Hamburg bei 20 Grad immer noch besser wäre als bei 35 Grad in München. Recht machen kannst es eh nie allen.

    Seh das insgesamt neutral - ist halt Pech ......

    VG

    Holger

    ex C-Trainer DOSB - Steyr Challenge E - Anschütz 1913 im SE Shape H mit Zeiss Diasport - Walther LP 400 - TOZ 35 mit Lottes Balance/Rink-Griff

  • ich vergleiche Triathlon nicht mit Schiessen und im übrigen entpricht das Qualisystem für Hawai dem der besten Platzierungen (Punktesystem) und nicht dem der schnellsten Zeit. Zudem gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zu qualifizieren.


    War auch nur als Beispiel gedacht weil die Veranstaltung am gleichen Tag stattfand.

    Auch das Punktesystem erfordert Gute Leistung und bevorzugt dann den der sich am besten vorbereitet hat.
    Die weitere Qualifikationsmöglichkeit hilft nur nicht weiter wenn Du dich kaum auf mehrere Wettkämpfe erfolgversprechend vorbereiten kannst von Problemen auch Kosten bei der Anmeldung abgesehen.

    Ich habe mich nicht über das Wetter oder über die Bekleidung beschwert, sondern nur den Sachverhalt geschildert.Was hast du für ein Problem ?


    Dann möge Er meinen unangemessen Beitrag entschuldigen.


    Eine Verschiebung ist Quatsch, aber möglicherweise könnten sich die LV´s auf eine Austragungswoche einigen - dann ist es einigermaßen vergleichbar, wobei es dann in Hamburg bei 20 Grad immer noch besser wäre als bei 35 Grad in München. Recht machen kannst es eh nie allen.


    Das wurde auch von anderen weiter oben vorgetragen.

    Seh das insgesamt neutral - ist halt Pech ......


    Ich auch und habe damit unsere Meinungsführer verärgert.

    Fröhliches Jammern
    Karl