Kenne ich auch gut, aber das ist es eigentlich die Schuld des Trainers, in dem Fall deines Vaters, wenn die Jugendlichen bei euch machen, was sie wollen,es hätte an ihm gelegen, da durchzugreifen und das ganze schon im Keim zu ersticken. Läuft in einem meiner Vereine leider ähnlich ab- 20min zu spät kommen, unsicherer Umgang mit den Sportgeräten (Sicherheitsproblem), 10 min ballern über die komplette Scheibe ca. 30-40 Schuss, dann setzen setzen sie sich in den Aufenthaltsraum schweigen sich 15min vor ihren Handys an, spielen nicht einmal gegeneinander, wie wir es noch getan haben, und verschwinden dann. Ich bin leider noch nicht so lange Mitglied in diesem Verein und weiß nicht genau, wie es da abgelaufen ist, ich weiß nur, dass gerade die Person für Jugendliche zuständig ist, die gerade Schlüsseldienst hat bzw. da ist und Ahnung hat da eigt. auch niemand so wirklich. Ich war bisher jemand, der bei soetwas sofort das Maul aufgerissen hat, aber das mache ich auch nicht mehr, seitdem ich wegen Maulaufreißen aus einem anderen Verein gehen musste (bin nicht geflogen, sondern gegangen, weil dort niemand die Wahrheit verkraften konnte und mich anschließend nur noch wenige leiden konnten, nach mir sind viele gegangen, weil ich dort mit einer anderen Jungschützin mit Abstand am besten war und die Gewehrmannschaft zusammengehalten habe, ich gebe diesem Verein 15 Jahre dann ist er, im wahrsten Sinne des Wortes, ausgestorben).
Also ich kann dazu nur sagen, dass man soetwas in der Jugenarbeit gar nicht erst aufkommenlassen sollte!
Ja mein Dad hat sie schon deshalb angemault das es so net geht, aber das interessiert die Jungs wenig.. auch zureden von mir bringt da nix. Das einzige was hiflt ist dann die Eltern zu kontaktieren! Eine Mutter ist uns deshalb schon mal etwas aufs Dach gestiegen vonwegen sie haben da so viel Geld investiert und der Sohn trifft nix und verkackt auf den Meisterschaften und dann hat mein Vater halt mal die Karten auf den Tisch gelegt und der Sohn hat dann auch dementsprechend Anschiss bekommen.
wir haben eine Gruppe in der wir immer schreiben wegen Training usw und Möglichkeiten bei nem Bezirkstrainier zu trainieren werden dann immer abgelehnt wegen "Zeitmangel" bla bla oder kurzfristig abgesagt! Iwann hab ich erfahren das der eine dann lieber daheim allein vor seiner Playstation sitzt und sich Energydrinks reinballert!
Training zum Einstieg ins Sportschießen
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- Allgemein
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Felix -
8. Juni 2015 um 20:18
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Hab mir den Plan auch mal angesehen.
Sehe den Sinn hinter der Kleinschrittigkeit, finde das Sitzen aber doch etwas lang. Nicht, weil es nicht sinnvoll ist, sondern weil es auf Dauer entweder langweilig wird und (wenn nicht gerade 2 Leute relativ gleichzeitig anfangen ( was wiederum für den Trainer extrem schwierig und anstrengend ist)) dem werdenden Schützen auch komisch vorkommen könnte, wenn er alleine mit nem Stuhl auf dem Stand sitzt. Kenne allerdings schießen mit Stuhl auch nicht, mein Anfang war damals direkt stehend freihändig, was rückblickend gesehen wahrscheinlich viel länger gedauert hat, da ich Fehler wieder ausbügeln müsste (und längst nicht alle behoben habe).
Und dann gibt es sicherlich noch die Gemütlichkeitsmenschen, die gar nicht wieder aufstehen wollen
Bin aber auf Berichte gespannt, interessiere mich durchaus fürs trainieren, bin aber selbst noch keine 17 und bald 4 Jahre dabei.
Wie schon vorher angemerkt würde, ist eigener Ehrgeiz aber unverzichtbar, selbst bei guten Trainingamethoden.
Was das am Anfang des threads angesprochene anfangs fehlende Gefühl für die Lage der Schüsse angeht, hat mein Trainer eine übung gefunden, um das zu trainieren:
Auf einer Tafel (Whiteboard, etc) wird eine Tabelle mit Namen der Schützen und einer Spalte für Punkte angelegt. Es wird auf Ansage geschossen und die Scheibe darf nicht geholt werden (bei Meyton Anlagen schwierig, evt Bildschirm verhängen etc) und es wird nacheinander gesagt, wo der Schuss gelandet ist. Dabei gibt es jeweils einen Punkt für hoch/tief, links/rechts und ringzahl (z.B. Eine 9 oben links). Das wird dann ein oder 2 Streifen gemacht. Wer am ende die meisten Punkte hat, gewinnt. So können auch leistungsschwächere Schützen, die noch nicht so lange dabei sind, besser mithalten und es wird bewusst darauf geachtet, wo der Schuss hingegangen ist und dabei auch ordentlich nachgehalten. -
@Arual400:
Im besten Falle haben alle Schützen, die auf dem Stand stehen, dieses Training abgelegt und wissen dann, wie wichtig es am Anfang ist, Zielen und Abziehen zu lernen, und verspotten den Anfänger dann nicht- viele können es nach Jahren nicht, auch ich verwende immer wieder Zeit auf mein Abziehen...Wenn es dem Anfänger zu doof wird, es obliegt natürlich dem Trainer, wann er welchen Schritt durchführt (wenn es schneller geht, ist es auch gut), lasst ihn aufstehen und sich zum Hampelmann machen, ihr könnt ihm ja direkt zeigen, wie weit er mit seiner Ausbildung ist, und ihn frei schießen lassen, wenn das sein Wunsch ist. Im Normalfall wird er sich (in dem Fall nicht auf den Boden) schnell wieder auf den Stuhl der Tatsachen setzten
Falls er es nicht einsehen sollte und ihr bestensfalls bereits jemanden habt, der so trainiert wurde, wird er im Vergleich zu dem anderen in den nächsten TE feststellen, dass er falsch liegt, und sollte wieder zurück zum Plan kehren, aber das wichtige ist, dass es von ihm ausgeht, eure Unterstützung sollte er dennoch bekommen, vielleicht in etwas verminderter Form.
Das kann soweit gehen, dass Leute, die schon länger den Sport betreiben, ihren Rang verlieren und eventuell auch auf diese Trainingsmethoden zugreifen, wenn sie, dass andere damit Erfolg haben! -
Mancrazy12 schrieb:
Zitatwir haben eine Gruppe in der wir immer schreiben wegen Training usw., und Möglichkeiten bei nem Bezirkstrainer zu trainieren, werden dann immer abgelehnt wegen "Zeitmangel" bla bla oder kurzfristig abgesagt! Irgendwann hab ich erfahren das der eine dann lieber daheim allein vor seiner Playstation sitzt und sich Energydrinks reinballert!
Da hast Du natürlich recht, Mancrazy12, und ich kann Deinen Unmut gut verstehen, vor allem weil Du mehr Ambitionen hast als Deine Mitschützen und dann wiederholt frustriert wirst.Du hast den Leistungsanspruch Deines Vaters internalisiert, und die anderen in der Gruppe sehen sich eher als "Hobbyschützen" - also Schießen ja, aber nur wenn's passt, wenn man Lust drauf hat, und solange es nicht anstrengend wird.
Andererseits nehme ich an, dass Deine Mitschütz(inn)en Dich vielleicht etwas für einen Streber halten, jedenfalls für manifest übermotiviert, und DIch das vielleicht auch schon einmal - direkt oder indirekt - haben spüren lassen. Könnte das sein?
1. Der Unterschied zwischen Training und Üben ist DIr ja bewusst und ist Dir auch früh beigebracht worden: die meisten aktiven Schützen (die eh' nur eine Minderheit von 10-15 % der Mitglieder sind, so im Mittel) üben nur.
2. Üben gibt zumeist ein diffus gutes Gefühl ("ich hab' mal wieder was getan", oder "wow, das war mal ein schöner Zehner"); Training dagegen fordert und frustriert auch leicht.
3. Meines Erachtens sind die meisten (ehrenamtlichen) Trainer zwar engagiert und gutens Willens; sie sind aber oft kene guten Motivatoren. Denn auch das muss man lernen.
4. Das A und O jedes Trainings ist Selbstdisziplin. Und genau die fehlt natürlich vielen Menschen; Kindern und Jugendlichen verständlicherweise noch etwas mehr.
4.a. Wenn man z.B. Trockentraining als eine häusliche Pflicht ansieht, die der Coach Euch noch zusätzlich auferlegt hat, dann ist es nervig und unangenehm. Wenn es einem gelingt, das umzudefinieren und zu empfinden (!) z.B. als eine Möglichkeit von "3 Minuten Meditation - konzentriertes Abschalten", die man kurz einstreuen kann, und zwar ohne irgendeinen Erfolgszwang (Ringe sammeln müssen), dann kann man sich u.U. sogar darauf freuen.
Carcano
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@Carcano: Kannst du mir bitte noch deine Ansichten in Bezug auf Zielgruppen darlegen, das interesiert mich, will möglichst breit aufgestellt sein...
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Lieber Strobo89, das ist ein sehr langes und vor allem auch sehr inhaltsreiches Posting (multum, non multa). Ihm gerecht zu werden ist nicht leicht. Ich kann deshalb erst einmal nur einzelne Körner herazuspicken. Für den Mangel an ganzheitlicher Würdigung entschuldige ich mich schon vorweg.

Anderswo kommen die Jugendlichen schon mit 5 oder 6 Jahren unter. Bei uns doch erst später.Und mit Ende-20 bewegt man nur die wenigsten (!) noch in einen Schützenverein, das setzt überwiegend erst viel später wieder ein. So sind da meine Erfahrungen.
In beiden Punkten hast Du recht. Das WaffG gibt in § 27 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 eine Untergrenze vor, und die lässt sich bis auf 10 Jahre nach unten erweitern. In Frankreich ist der Einstieg etwas früher als hier (ab 8 Jahren).Neuer Zuwachs wird überwiegend nicht mehr aus den Altersgruppen "Kinder" und "Jugendliche" kommen (ganz anders als z.B. bei Schwimmvereinen und im Fußball), sondern frühestens ab (AB !!!) Ende 20; das warr mit dem obigen indirekten Zitat wohl auch ursprünglich gemeint.
Realistisch ist aber ein Neueinstieg und Wiedereinstieg (beides trenne ich erst einmal nicht) in den oberen Dreißigern oder Vierzigern.Kinder und Jugendliche kannst Du sinnvoll und zielgerichtet ohne zu hohe Reibungs- und Unterwegsverluste nur noch aus Migranten (ggf. auch 2. Generation) abschöpfen und gezielt aufbauen. Viele andere Sportarten haben das _längst_ begriffen und haben es vor allem auch massiv und offen medial thematisiert. Schützen kapieren's noch nicht.
ZitatUm diesen Trend zu sehen, brauche ich mir nur mal unseren Schützenkreis und -gau anzuschauen. Hier ist es um die Jugendarbeit jeweils nicht so gut bestellt. Und auch bei den Schützen in den 20er sowie 30er Jahren tut sich nichts. Immer weniger schießen noch aktiv. Das sieht man zum einen bei Meisterschaften. Hier kommt noch hinzu, dass ab dem Alter der Schützenklasse fast die Hälfte der gemeldeten Schützen nicht mal bei den Meisterschaften antritt, die Starts einfach ausfallen lässt.
Absolut richtig in allen zitierten Punkten. In fast allen Disziplinen dominiert die Altersklasse, in vielen gibt es sogar schon mehr in den Seniorenklassen als in der Schützenklasse.Und gar im weiblichen Bereich herrscht in vielen Dispziplinen (besonders Pistole) flächendeckend absolut tote Hose. Wenn ich mir ein vierzehnjähriges jezidisches Flüchtlingsmädchen aus dem Wohncontainer hole und sie 1/2 Jahr Sportpistole trainiere, ist die Medaille bei den Landesmeisterschaften automatisch und garantiert. In manchen Landesverbänden auch ohne die Scheibe zu treffen, in anderen mit bescheidener Leistung.
ZitatUnd wieso haben wir so einen guten Zulauf? Weil wir etwas dafür tun. Wir haben die Betreuer, die die Jugendlichen motivieren und "einfangen" sowie begeistern können. Wir haben eine gute und klare Linie und wir haben zwei exzellente Schützen, die an den richtigen Stellrädchen bei den Jugendlichen schrauben und sie antreiben über sich hinaus zu wachsen.
Diese Feststufe ist aber in 5 bis 7 Jahren ausgebrannt, und das wirst Du feststellen. Damit hat sich in den letzten 10 Jahren auch die Sportwissenschaft sehr intensiv auseinandergesetzt; nur sind die Erkenntnisse in vielen Fachverbänden noch nicht angekommen.ZitatDass wir seit 2003 ununterbrochen auch eine gewisse Anzahl an Schützen im Landeskader haben, sei nur mal eine Randnotiz. Frühere "Hochburgen" der Jugendarbeit in unserem Landesverband sind derzeit nur noch ein Schatten der Vergangenheit.
Ja, und Kader ist auch nicht gleich Kader. Bayernkader oder Hessenkader will schon etwas heißen. In meinem SBSV dagegen können wir die auf dem Papier vorgesehenen Kaderplätze mangels Masse überhaupt nicht besetzen.
Zudem ist das alte Kadersystem für sich genommen schon überholt und funktioniert vielfach nicht mehr gut. Vor allem schrecken seine Bedingungen den jugendlichen Nachwuchs vielfach ab, statt ihn anzuziehen. Möglcherweise nicht bei Euch, aber diese meine Aussage ist bewusst generalisiert und als solche ist sie dann auch zutreffend (nicht notwendigerweise im Einzelfall).ZitatUnd dann soll man nur halbherzig Jugendarbeit betreiben? Oder zu spät Jugendarbeit betreiben? Oder vielleicht auch gar keine Jugendarbeit betreiben?
Wenn das der Fall ist, dann habe entweder ich die Zeichen der Zeit falsch verstanden
WENIGER Jugendarbeit, in der Tat, ANDERE Jugendarbeit, FOKUSSIERTERE Jugendarbeit, EFFIZIENTERE Jugendarbeit. Klingt wie eine Rede bei einem Delegiertentag, gell?
Und vor allem mehr Gewicht auf die Gewinnung und die Betrtreeuung (!) erwachsenen Nachwuchses legen, denn das ist der, den wir haben und zukünftig haben werden. Gilt übrigens auch fürs Weltniveau. Heena Sadhu und mindestens eine der Topmongolinnen haben erst mit 17 oder sogar als junge Erwachsene angefangen. Zwei Jahre und sie hatten den olympischen MQS und schossen auf Weltniveau mit.Zitatoder aber viele andere verfolgen einen falschen Ansatz oder haben sogar gar keinen.
Absolut richtig.ZitatUnd wenn nun jemand sagt, dass das zu sehr in Richtung Leistungssport tendiert, dann muss ich betonen, dass nur Leistungssport bzw. Erfolg auch für eine entsprechende Basis an Breitensport sorgt.
Da gebe ich Dir recht.ZitatUnd wir Schützen dürfen und sollten uns ruhig auch Dinge bei anderen Sportvereinen abschauen und neue Wege gehen.
Tun die Schützen aber (bisher) nicht. Das Ergebnis ist überall zu sehen.ZitatUnd braucht man dafür unbedingt einen Trainer mit C-, B- oder A-Lizenz? Ich denke, dass es mit entsprechendem Konzept und Eifer sowie Erfahrung auch ohne geht. Wir haben selbst keinen lizenzierten Trainer im Verein bzw. vor Ort und dennoch klappt es bis hin zu besten Erfolgen, sei es im Leistungs- als auch im Breitensport, sehr gut.
Ihr braucht _einen_ Trainer, ja. Aber nicht notwendigerweise mit C aufwärts, so gut das wäre. Denn das deutsche Lizenzwesen ist verheerend fehlentwickelt und dysfunktional. Überhaupt nicht bedarfsorientiert. Es ist zum Haareraufen.ZitatVereinssterben ist aufgrund von mangelnder Jugendarbeit und einer auch dadurch bedingten Überalterung mittlerweile keine Seltenheit mehr und wird wohl vermehrt vorkommen.
Ja. Es ist andererseits aber auch eine Chance, die man nutzen kann. So versuche ich es zu sehen und damit umzugehen.Liebe Grüße und gut Schuss,
Carcano
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Einzelne Körner hauspicken ist besser, als nur zu lesen und gar nichts zu kommentieren @Carcano von daher ist das vollkommen in Ordnung so.
Ich muss jedoch ein paar Dinge vielleicht noch hinzufügen bzw. zu genannten Dingen von dir Stellung nehmen.
In beiden Punkten hast Du recht. Das WaffG gibt in § 27 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 eine Untergrenze vor, und die lässt sich bis auf 10 Jahre nach unten erweitern. In Frankreich ist der Einstieg etwas früher als hier (ab 8 Jahren).
Neuer Zuwachs wird überwiegend nicht mehr aus den Altersgruppen "Kinder" und "Jugendliche" kommen (ganz anders als z.B. bei Schwimmvereinen und im Fußball), sondern frühestens ab (AB !!!) Ende 20; das warr mit dem obigen indirekten Zitat wohl auch ursprünglich gemeint.
Realistisch ist aber ein Neueinstieg und Wiedereinstieg (beides trenne ich erst einmal nicht) in den oberen Dreißigern oder Vierzigern.Kinder und Jugendliche kannst Du sinnvoll und zielgerichtet ohne zu hohe Reibungs- und Unterwegsverluste nur noch aus Migranten (ggf. auch 2. Generation) abschöpfen und gezielt aufbauen. Viele andere Sportarten haben das _längst_ begriffen und haben es vor allem auch massiv und offen medial thematisiert. Schützen kapieren's noch nicht.
Seit einigen Jahren bietet sich den Vereinen doch die Möglichkeit, dass man sich für die Jugendarbeit Lichtpunktsysteme ("Lasergewehre/-pistolen") zulegt. Somit fällt die Altersgrenze von 10 Jahren weg. Man kann also auch bereits früher anfangen. Und saubere Technik lässt sich damit auch vermitteln bzw. kontinuierlich aufbauen. Ganz davon ab: Ausnahmegenehmigungen erteilt der ein oder andere Landkreis auch bereits vor dem 10. Lebensjahr.
An Jugendlichen mit Migrationshintergrund haben wir bislang keinen einzigen erreichen können. Das liegt aber mitunter vielleicht auch an unserer ländlichen Beschaffenheit und dem bisherigen Nichtvorhandensein eben jener Menschen mit Migrationshintergrund. Aber die Vereine in der Nähe, die von so etwas profitieren könnten, selbst die haben sogut wie keine solcher Schützen in ihren Reihen.
Und wenn ich in den Vereinen hier bei uns mal die Altersstrukturen analysiere, so stelle ich fest, dass doch mehr wirkliche Jugendliche zum Schießsport hinzugewonnen werden als eben ältere. Bei "älteren" liegt - meiner Ansicht nach - die Schwierigkeit in verschiedenen Punkten: Arbeitssituation, Familie bzw. Familiengründung, etc. etc. Da ist also wenig Spielraum für Mitgliedergewinnung bei 20+. In den letzten Jahren haben bei uns lediglich zwei Schützen den Weg in den aktiven Schießsport gefunden, die über 20 sind. Beide im 40er-Bereich. Und das auch nur, weil ihr eigener Sohn (Schülerklasse) seit drei Jahren bei uns aktiv ist. Wenn also der Sohn nicht im Jugendbereich gewonnen worden wäre, hätten wir auch diese beiden nicht als Mitglieder und als aktive Schützen hinzugewonnen.
Diese Feststufe ist aber in 5 bis 7 Jahren ausgebrannt, und das wirst Du feststellen. Damit hat sich in den letzten 10 Jahren auch die Sportwissenschaft sehr intensiv auseinandergesetzt; nur sind die Erkenntnisse in vielen Fachverbänden noch nicht angekommen.
Auch wir merken natürlich, dass es nicht leichter wird, neue Jugendliche/Personen für unseren Sport zu begeistern. Aber wenn man Jugendtage veranstaltet, sich bei Ferienspielen oder Märkten beteiligt, so zeigt man Präsenz und diese kann dann wiederum dazu führen, dass man neue Gesichter im Training begrüßen kann. Man muss jährlich an Konzepten pfeilen. Man muss entsprechende Werbung betreiben. Man darf auch gerne auf die "modernen Medien" (á la social network) zurückgreifen, damit man den Menschen allerzeit auch präsent ist - das mag für die einen nervig sein, aber darauf zielt Werbung im allgemeinen ja ab.
Ja, und Kader ist auch nicht gleich Kader. Bayernkader oder Hessenkader will schon etwas heißen. In meinem SBSV dagegen können wir die auf dem Papier vorgesehenen Kaderplätze mangels Masse überhaupt nicht besetzen.
Da du es nicht wissen kannst: ich bin aus Hessen. Entsprechend weißt du dann auch nun, auf welchen Kader ich mich in unserem Fall beziehe.
Eine Entwicklungslinie in den Kadern und Landesverbänden muss natürlich auch stattfinden. Das liegt zum einen an den Landestrainern, zum anderen aber auch an dem Landesjugendleiter sowie seinen Gau- und gegebenenfalls Kreisjugendleitern. Diese haben durchaus in der Hand, dass sie etwas entwickeln bzw. beeinflussen können. Und bei den Kreisjugendleitern setzen dann wiederum die einzelnen Vereinsvertreter an - sofern man ihnen eine gewissen Mitsprache oder Zuwortmeldung denn zugesteht. Bei uns findet entsprechender Austausch regelmäßig statt.Und der Landesjugendleiter mit seinen Landesjugendsprechern arbeitet durchaus im Sinne und Wohle der Jugend. Zum Teil reagiere auch ich da mit einem gewissen Unverstädnis, wenn man z.B. das Jahrgangsschießen oder den Shooty-Cup dermaßen auflockert, dass alle eingeladen werden, auf der anderen Seite gibt man aber den Jugendlichen auch die Möglichkeit einmal mehr an einem großen Wettkampf und fremden Stand zu schießen und eine Art "Training unter Wettkampfbedingungen" (für viele ist es ja genau das) für die Landesmeisterschaften zu haben. Darüber hinaus wird das Kleinkaliberschießen durch Jahrgangsschießen im Liegendkampf und Sportgewehr seit einigen Jahren auch gefördert (nur Gau- und Landesebene, Kreisebene fällt weg). Und es gibt einen größeren Wettkampf mit dem Lichtgewehr/-pistole ein Mal im Jahr.
Ihr braucht _einen_ Trainer, ja. Aber nicht notwendigerweise mit C aufwärts, so gut das wäre. Denn das deutsche Lizenzwesen ist verheerend fehlentwickelt und dysfunktional. Überhaupt nicht bedarfsorientiert. Es ist zum Haareraufen.
Genau das meinte ich ja auch. Ich selbst sehe keine direkte Notwendigkeit einen Trainer mit Schein zu haben, wenn man in den eigenen Reihen - so wie wir - zwei Schützen, die mittlerweile in der Schützenklasse ("Herrenklasse") sind, hat, welche auf mehrjährige Kadererfahrung zurückgreifen können.
Beste Grüße!
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auch ohne Trainerschein oder Unterstützung durch Landestrainer habe ich meine Tochter zum Titel (DM) gebracht.
Viele unserer Jungschützen kommen locker bis zum Land.
Der entscheidende Faktor ist die Zeit sich mit den Jugendlichen zu beschäftigen und sie zu begeistern. -
Also ich finde das Limit zu Land ist kein wirkliches Hindernis mehr, wenn man sich den Verlauf der letzen Jahre mal anschaut, bei der DM ist noch nicht ganz so extrem...
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Und wenn ich in den Vereinen hier bei uns mal die Altersstrukturen analysiere, so stelle ich fest, dass doch mehr wirkliche Jugendliche zum Schießsport hinzugewonnen werden als eben ältere. Bei "älteren" liegt - meiner Ansicht nach - die Schwierigkeit in verschiedenen Punkten: Arbeitssituation, Familie bzw. Familiengründung, etc. etc. Da ist also wenig Spielraum für Mitgliedergewinnung bei 20+. In den letzten Jahren haben bei uns lediglich zwei Schützen den Weg in den aktiven Schießsport gefunden, die über 20 sind. Beide im 40er-Bereich. Und das auch nur, weil ihr eigener Sohn (Schülerklasse) seit drei Jahren bei uns aktiv ist. Wenn also der Sohn nicht im Jugendbereich gewonnen worden wäre, hätten wir auch diese beiden nicht als Mitglieder und als aktive Schützen hinzugewonnen.
Die werden ja auch in Hessen erfolgreich von HSV vergrault (Blick in die Liste B) und vom BDS LV6 erfolgreich abgeschöpft. Glaubst du nicht? Ruf einfach bei der Geschäftsstelle an und frage die (positive) Mitgliederentwicklung ab.Axel
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AxelA, der Hessische Schützenverband hat eben einen sehr starren und stieren Blick auf Leistungssport, und innerhalb dessen noch einmal wiederum nur auf die "Olympischen Disziplinen", der Rest zähllt eigentlich nicht.
Jeder Landesverband hat halt seinen eigenen Stil. Und durch Toleranz und Offenheit hat sich die hessische Schützenorganisation in den letzten 30 Jahren noch NIE ausgezeichnet. Ich sach' nur "Unvereinbarkeitsbeschluss", sachichnur.
Sorry, ist nun mal so.
Carcano
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AxelA,
das mag für einzelne gelten, kann so aber nicht pauschal formuliert werden.
Ich habe keine großartigen Infos über BDS, aber mir ist kein solcher Verein mit entsprechendem Angebot in meiner direkten Nähe bekannt. Entsprechend kann dein Argument hier nicht greifen.Und selbst wenn ich deinem Argument jetzt folge, müsste man zunächst untersuchen, ob der fehlende Mitgliederzuwachs der Vereine im DSB mit einem stetigen Zuwachs im BDS zusammenhängt. Hier kommt es immer auf eigene Interessen an. Schaue ich mir z.B. so grob die auf der Internetpräsenz geführten Disziplinen bei BDS an, so gibt es für mich keinen Grund zu einem Wechsel.
Mein Verein und kein Verein in unserer Nähe hat Mitglieder oder potentielle Mitglieder in Richtung des BDS "verloren"...
Ich verstehe dieses Argument leider nicht wirklich im Augenblick...
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AxelA, der Hessische Schützenverband hat eben einen sehr starren und stieren Blick auf Leistungssport, und innerhalb dessen noch einmal wiederum nur auf die "Olympischen Disziplinen", der Rest zähllt eigentlich nicht.
Jeder Landesverband hat halt seinen eigenen Stil. Und durch Toleranz und Offenheit hat sich die hessische Schützenorganisation in den letzten 30 Jahren noch NIE ausgezeichnet. Ich sach' nur "Unvereinbarkeitsbeschluss", sachichnur.
Sorry, ist nun mal so.
Carcano
Wo ist da das Problem, Hessen ist im Vergleich zum südlichen Nachbarn überschaubar, der unzufriedene Schütze hat also ausreichend Möglichkeiten sich in anderen LVs des DSB bei den Nachbarn zu betätigen von den hervorragenden anderen Verbänden in Hessen mal abgesehen.
Abgesehen davon habe ich in einer früheren Recherche innerhalb dieses knöchernen Verbands sogar Berichte über Rundenwettkämpfen mit GK (Kurz)Waffen gefunden.
Karl
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Rundenwettkämpfe sind ja mitunter auch Sache der Schützenkreise. Genauso wie das erstellen eigener Disziplinen für Meisterschaften. (Hier können problemlos auch mehrere Kreise oder Gaue kooperieren und das ganze als eine Art "Cup" austragen beispielsweise. Als Beispiel hierfür will ich ein Auflageschießen mit dem LG für die älteren Schützen unseres Kreises erwähnen. Hier schießen die Älteren ["UHUs"] und es gibt Mannschaftswertung, Damenwertung, Herrenwertung [die drei jeweils erzieltes Ergebnis + Alter des Schützen], sowie reine Schießwertung [also Ergebnis ohne das Alter]. Dieses Schießen findet jährlich 10x statt und zuletzt fand das 182. Schießen dieser Art statt. Nun kann sich jeder denken, wie lange solch ein Schießen schon besteht... .)
Hier ist der Hess. Schützenverband offen und reglementiert dies nicht. (Andere LV des DSB werden es im übrigen genauso handhaben.)Dass gewisse Disziplinen nicht höher (Gau, Land) geschossen werden liegt ja auch nicht zwangsläufig an einzelnen LV, sondern daran, dass es entsprechende Disziplinen seitens des DSB nicht gibt / nicht so gibt, wie es manche hätten.
Was ich mit der Ausführung vom 1. Abschnitt sagen will: es muss nicht zwangsläufig am LV liegen, wie attraktiv oder unattraktiv man etwas gestaltet. Das Moment kann auch bei interessierten Vereinen oder bemühten Kreisen und Gauen liegen.
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das mag für einzelne gelten, kann so aber nicht pauschal formuliert werden.Ich habe keine großartigen Infos über BDS, aber mir ist kein solcher Verein mit entsprechendem Angebot in meiner direkten Nähe bekannt. Entsprechend kann dein Argument hier nicht greifen.
Steigend Mitgliederzahlen trotz demografischen Wandel sprechen eine klare Sprache. Wenn du es nicht glauben willst und du ich auch nicht bei der Geschäftsstelle kundig machen willst, kann ich dir nicht helfen. Mach einfach weiter wie bisher, ist doch alles gut und schön. Aber es gibt einen Nachwuchs im Erwachsenenbereich und da mache ich meine "Nachwuchsarbeit".
Axel
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Axel, gerne kannst du deine Nachwuchsarbeit im Erwachsenenbereich betreiben. Das spreche ich dir doch gar nicht direkt ab und habe es auch nicht im Ansatz versucht.
Ich spreche von eigenen Erfahrungen, wenn ich von den Altersklassen rede. Und diese beziehen sich nicht auf nur einen Verein, sondern ich stehe mit vielen Vereinen hier in der Region und auch darüber hinaus in Kontakt.Und wenn du von ständig steigenden Mitgliederzahlen des BDS schreibst, dann muss man dir - zumindest laut Recherche - ja auch recht geben. Das streite ich auch nicht ab. Ich Zweifel lediglich an, ob diese Sportler dem DSB verloren gehen.
Denn wenn der DSB entsprechendes nicht anbietet, dann kann sich Person X doch niemals für den DSB entscheiden. Entscheidet sich somit eben für den BDS.Und ein Anruf bei einer Geschäftsstelle kann mir nur Zahlen von + bzw. - nennen. Nicht aber den Grund für etwa Austritte. Und Austritte können vielfältiger Natur sein: finanzielle Gründe, Umzug, berufsbedingter Zeitmangel, höhere Gewalt. Hinzu kommt wohl gerade vermehrt in den LV des DSB eine Welle an Abmeldungen von passiven Mitgliedern. Diese werden dann nicht mehr beim LV und somit auch nicht mehr beim DSB geführt, wohl aber weiterhin noch inoffiziell beim Verein. Das wir aus finanziellen Gründen seitens der Vereine mittlerweile (leider) immer häufiger so praktiziert. Somit sparen sich Vereine Abgaben an LV und an LSB.
Natürlich kann entsprechende Abmeldung auch beim BDS vorkommen, aber wenn ich die Zahl an Mitgliedern des BDS und des DSB vergleiche, komme ich auf eine Differenz von 1,3 Mio. Da ist die "Dunkelziffer" an nur zahlenden, nicht jedoch gemeldeten Mitgliedern beim DSB in einer ganz anderen Größenordnung zu sehen als beim BDS.
Bitte, bitte etwas stichhaltiger argumentieren und gerne unterfüttern, nicht aber nur verweisen und sagen "wenn du es nicht glaubst, ruf an". Das bringt nichts.
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Steigend Mitgliederzahlen trotz demografischen Wandel sprechen eine klare Sprache. Wenn du es nicht glauben willst und du ich auch nicht bei der Geschäftsstelle kundig machen willst, kann ich dir nicht helfen. Mach einfach weiter wie bisher, ist doch alles gut und schön. Aber es gibt einen Nachwuchs im Erwachsenenbereich und da mache ich meine "Nachwuchsarbeit".
Das ist auch ok so.
Wir machen es z.T. genau so (bei Erwachsenen), aber bei den Jugendlichen fahren wir zweigleisig:
Im DSB lernen die Kinder/Jugendlichen das Schießen, nämlich die richtige Technik.
Wer Interesse hat, geht zusätzlich in den BDS und kann dort auch Meisterschaften mitschießen - meist mit leichter errungenem Erfolg als beim DSB.
Spätestens ab 17 wird Schießbuch geführt - und der Wunsch, mit 18 eine WBK in der Hand zu haben, wird immer größer.
Wer dann mit 18 die WBK hat, bleibt in der Regel auch weiterhin dem Verein treu.
Ist mir doch egal, ob der Verbandsbeitrag dem einen oder anderen Landesverband (oder mehreren) zukommt - mit ist wichtig, einen Sportschützen zu haben, der nicht einfach so wieder im Nichts verschwindet.
Und das funktioniert. Nicht 100%, aber weit über dem normalen DSB-Schnitt.Wichtig ist, den Jugendlichen für "richtige" Waffen zu begeistern. Mit Druckluft allein hält man keine Jugendlichen über die Jahre der Lehre/des Studiums und Familiengründung.
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Guten Morgen,
Spätestens ab 17 wird Schießbuch geführt - und der Wunsch, mit 18 eine WBK in der Hand zu haben, wird immer größer.
Das kann ich so bei uns in der Region absolut nicht beobachten. Und selbst mein Wunsch eine WBK zu haben - trotz Waffensachkunde - liegt bei 0. Und das, obwohl ich einer der wenigen bin, die Sportgewehr schießen. Die WBK-Besitzer in meinem Verein machen auch lediglich 5-10% aus.
Wichtig ist, den Jugendlichen für "richtige" Waffen zu begeistern. Mit Druckluft allein hält man keine Jugendlichen über die Jahre der Lehre/des Studiums und Familiengründung.
Auch dem kann ich nicht zustimmen. Wir sind ein fast reiner Luftgewehrverein. Neben Luftgewehr hat sich seit knapp 20 Jahren eine Sportgewehrmannschaft (bzw. zwei Mannschaften, in einem Jahr sogar mal drei Mannschaften) etabliert. Selbst das Ordonnanzschießen ist nach ein paar Jahren wieder eingeschlafen.
Und von den Jugendlichen oder jungen Erwachsenen hört niemand auf, weil es nur Luftgewehrschießen ist. Die Gründe sind dann andere (Zeitmangel, etc. etc.). Das hat nichts mit Luftgewehrschießen zu tun. Klar, mir macht LG auch keinen Spaß, aber deshalb höre ich nicht auf damit.Und ich muss nochmals betonen: es gibt hier keinen BDS-Verein. Und das wird wohl auch auf den Thread-Ersteller in gewisser Weise zutreffen: auch bei Felix wird es in der Nähe keinen BDS-Verein geben... (!)
Und selbst die Großkaliberschießenden Vereine bei uns im Schützenkreis belaufen sich auf lediglich eine Hand voll Vereine bei einer Gesamtzahl von über 20 Vereinen. -
Califax hat zwar sprachlich knapp, aber inhaltlich sehr umfassend kommentiert, nämlich sowohl bezüglich des Themas "Nachwuchsarbeit mit erwachsenem und mit jugendlichem Nachwuchs", als auch bzgl. "Alters- und Interessentenstrukturen in DSB und in den anderen GK-Verbänden".
Dabei hat er einige ganz wichtige Sachen gesagt, die unbedingt Wiederholung und Unterstreichung verdienen, damit sie nicht untergehen.
Soweit hatte Axel in dem eingeschachtelten Zitat ganz recht. Man muss diesen Wandel erst einmal wahrnehmen, sich nicht der Erkenntnis verweigern, nicht wegsehen, nicht sich zu täuschen versuchen: "aber bei uns ist alles ganz anders, und auch der Untergang der Welt kommt hier erst 100 Jahre später" (Bismarck über Mecklenburg).
ZitatDas ist auch ok so.Wir machen es z.T. genau so (bei Erwachsenen), aber bei den Jugendlichen fahren wir zweigleisig:
Im DSB lernen die Kinder/Jugendlichen das Schießen, nämlich die richtige Technik.Das ist meines Erachtens gerade für Kinder und Jugendliche ein richtiger Einstieg. Natürlich ist er auch waffengesetzlich erzwungen, aber die Grundlagen (Stellung, Atmung, Visieren, Abziehen) lernen sich klassischerweise eben in einem guten Verein, der nach ISSF-Regeln schießt. Auch gegen den Einstieg mit Luftpistole oder Luftgewehr ist überhapt nichts zu sagen, vieles spricht dafür. Allerdings muss dann auch so früh wie möglich Schießen mit Feuerwaffen ermöglicht werden.
ZitatWer Interesse hat, geht zusätzlich in den BDS und kann dort auch Meisterschaften mitschießen - meist mit leichter errungenem Erfolg als beim DSB.
Das stmmt natürlich. Z.B. wer bei der DSU in der Jugendklasse antritt, bekommt automatisch eine Medaille ;-), beim BDS fast automatisch. Aber auch der DSB bietet ehrgeizigen Jugendlichen, die Erfolge und Bestätigung suchen, außerhalb von LG und KK-Gewehre (wo immer noch einige Konkurrenz besteht) genügend Chancen, rasch bis zur Landesmedaille zu kommen.
ZitatSpätestens ab 17 wird Schießbuch geführt - und der Wunsch, mit 18 eine WBK in der Hand zu haben, wird immer größer.
Wer dann mit 18 die WBK hat, bleibt in der Regel auch weiterhin dem Verein treu.
Ist mir doch egal, ob der Verbandsbeitrag dem einen oder anderen Landesverband (oder mehreren) zukommt - mit ist wichtig, einen Sportschützen zu haben, der nicht einfach so wieder im Nichts verschwindet.
Und das funktioniert. Nicht 100%, aber weit über dem normalen DSB-Schnitt.
Wichtig ist, den Jugendlichen für "richtige" Waffen zu begeistern. Mit Druckluft allein hält man keine Jugendlichen über die Jahre der Lehre/des Studiums und Familiengründung.Das ist der ganz entscheidende Punkt. Und er trifft absolut zu. Es ist zwar - mit enorm viel Aufwand und Einsatz, an Zeit wie an emotionalen Ressourcen - sehr wohl möglich, eine funktionierende Jugendabteilung aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
- Erstens ist diese aber auf eine ständige (!) und hohe Energiezufuhr von außen angewiesen, also ganz anders als z.B. in Schwimm- oder Fuballvereinen. Wenn der Trainer und Hauptmotor ausfällt, löst sich alles auf.
- Zweitens ist die Feststufe der Jugendlichen in der Regel nach 5-7 Jahren ausgebrannt, dann fällt sie ab. Ist so, und zwar auch und gerade im Leistungsbereich. Die Kaderstatistiken sprechen eine überdeutliche Sprache.Der Ansatz von Califax ist der beste, um die Beteiligten auch weiterhin beim Schießsport zu halten. Es lässt sich nur nicht in jedem Verein verwirklichen.
Carcano
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Der Ansatz von Califax ist der beste, um die Beteiligten auch weiterhin beim Schießsport zu halten. Es lässt sich nur nicht in jedem Verein verwirklichen.
Danke.
Auch viele andre Deiner Aussagen kann ich bestätigen:
- enorm viel Aufwand und Einsatz
- hohe Energiezufuhr von außen
Aber wir haben inzwischen so ganz langsam auch ein paar Mithelfer, auch aus den Reihen der bisherigen Jugend, gewinnen können.
Aber bis sowas ein Selbstläufer wird, vergeht allerdings sehr, sehr viel Zeit und entsprechende Energie.
Und wenn wir Trainer morgen aufhören würden, ja, dann würde das System - zur Zeit - wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
Aber wir arbeiten bereits an unserer Ablösung, wie gesagt. Geht nur nicht von jetzt auf gleich.Aber: Es macht wahnsinnig Spaß, eine funktionierende Nachwuchstruppe, bestehend aus Breiten- und Leistungssportlern aufzubauen.
Zu sehen, wie sich was (und wer!) entwickelt, besser wird, begeistert ist!BTW: Unsere Jugend schießt auch im DSB KK - nämlich Sportpistole 30+30. Allerdings effektiv nur die Landeskader bzw. potentiellen Landeskader.
Die anderen "Schlumpschützen" finden ihr Ding in BDS 25m - und natürlich KW und Büchse Fallscheibe, Speed etc. pp....
Jeder nach seiner Facon, jeder nach seinen Möglichkeiten und Vorlieben.Und selbst mein Wunsch eine WBK zu haben - trotz Waffensachkunde - liegt bei 0.
Das kann ich persönlich überhaupt nicht verstehen.
Solche kommen anscheinend auch gar nicht erst zu unserem Training bzw. bleiben nicht lang.
Jeder Verein zieht die Leute an, die zu ihm passen. -