Sportschützen und Auflageschützen nebeneinander


  • Demografischer Wandel in Deutschland

    Die demografische Entwicklung und der fortschreitende Strukturwandel werden unsere Gesellschaft spürbar verändern.

    Im Osten Deutschlands lässt sich einiges über den Umgang mit dem Wandel lernen.
    Bevölkerungsrückgang und wirtschaftliche Umbrüche haben dort im Zeitraffer vorweggenommen,
    worauf sich in naher Zukunft auch die meisten anderen Regionen einstellen müssen.
    Text entnommen :
    http://www.bpb.de/politik/innenp…fischer-wandel/


    Es ist bedauerlich, dass die alten Gräben zu den GK-Schützen wieder aufgerissen wurden. Das sollte doch nun abgehakt sein.
    Das Thema mit den Auflageschützen im Rundenwettkampf sollte nun auch abgeschlossen sein. Dazu wurde meiner Meinung nach alles geschrieben.
    Hier ging es im Weiteren mehr um das zahlenmäßige Missverhältnis der Auflageschützen (sind für mich auch Sportschützen)
    zu den Freihand-Sportschützen.
    Es sind wohl überwiegend jüngere Schützen, die sich mit Bedenken geäußert haben.

    Nun zum Kern dieses Themas:
    Immer mehr Auflageschützen in den Vereinen, Jugend geht den einfachen
    Weg, keine Lust sich zu Quälen Ausrüstung für Sportschützen zu teuer usw. So kann man es im Forum lesen.
    Was wird in Euren Vereinen denn unternommen, um diese Struktur zu ändern?
    Wer von Euch opfert denn einen Großteil seiner Zeit, die er auf der Schießanlage zubringt, für ein richtiges Training mit dem Nachwuchs.
    Da ist doch der Ansatz um Änderungen herbeizuführen bevor ich mich entrüste, dass die Schar der Auflageschützen immer größer wird.
    Es sind sicher nur wenige, denn diese Zeit geht ja dem eigenen Training verloren.
    In meiner Umgebung sind es nur wenige Vereine, die aktive Jugendarbeit betreiben und so wird es wohl in einigen Landesverbänden sein.

    Erzwo ist in unserem Landesverband sicher einer davon. Ich habe ihn des Öfteren auf einer Schießsportwoche mit seinen Zöglingen gesehen.
    Würde er diese Zeit für sich und sein Training nutzen, währen seine Ergebnisse sicher besser(Erzwo entschuldige bitte diese Feststellung zum Ergebnis).
    In unserem Verein bin ich nun einer von den Vieren. Die Ausbildung in der jetzigen Form betreiben wir seit zwei Jahren und haben im Sportjahr
    2013+2014 einige Jugendliche mit LP und LG auf der LM mit( Meistertitel) und einen auf der DM in München gehabt.
    Unsere Anfänger können es gar nicht abwarten, bis sie endlich ohne Hilfsmittel "Freihändig" schießen dürfen. Aber alles zu seiner Zeit!

    Mit den Auflage-Schützen wird man Leben müssen und ein zitierter Absatz aus dem Beitrag von bpb zeigt es deutlich auf.

    Schöne Grüße von der Norsee sendet

    Claus-Dieter



  • Erzwo ist in unserem Landesverband sicher einer davon. Ich habe ihn des Öfteren auf einer Schießsportwoche mit seinen Zöglingen gesehen.
    Würde er diese Zeit für sich und sein Training nutzen, währen seine Ergebnisse sicher besser(Erzwo entschuldige bitte diese Feststellung zum Ergebnis).
    In unserem Verein bin ich nun einer von den Vieren. Die Ausbildung in der jetzigen Form betreiben wir seit zwei Jahren und haben im Sportjahr

    Hallo C-D,

    ich nehm dir das nicht übel, ich steh dazu. Ich mache aus der mir möglichen Zeit fürs eigene Training das beste das ich machen kann. Das ich halt nicht zu den besten dann gehöre ist mir klar und damit kann ich leben. Mein Ziel im Moment ist die 360 halten zu können und mindestens 1x im Jahr in einem Wettkampf besser zu schießen wie die Jugendlichen die ich Trainiere, was mittlerweile schwer wird. Und das sind mitterweile nichtmal mehr nur Schützen aus meinem Verein, in meinem Bezirk sind es 2 1/2 Vereine wo ich versuche die Jugendlichen/einen Teil davon weiter zu bringen. Frag Queel, der kann es bestätigen

  • ich kann nur bestätigen was erzwo schreibt, wir sind im gleichen kreis. es ist schon traurig wenn man sieht was da los ist, bis ende des jahres sind wir noch 14 vereine, davon ist erzwo noch zwei verein und wir bemüht die fahnen hoch zu halten und unseren jugendlichen eine ordentliche plattform im sport schießen zu bieten. ab januar ist einer von den vereinen raus, da sie den kreis verlassen. wir bieten den jugendlichen waffen,ausrüstung, munition und scheiben, für einen geringen monats beitrag. aber leider ist es so, dass jugendliche nach einem gewissen alter gehen weil andere dinge wichtiger sind. die bleiben haben auf grund der geringen teilnahme dann keine lust mehr sich zu quaelen und schießen dann nur noch auflage. leider ist es so, man bekommt keine mannschaften mehr voll und die lust ist weg.

    gruß Kogge

  • Das mit den Mannschaften lässt sich idr ganz einfach lösen, die Vereine müssten sich zusammensetzen und mannschaften bilden mit den Schützen die sie haben. Da scheitert es doch zu 90 % schon dran weil die Vereine in den wenigsten fällen bereit sind Schützen "ab zu geben" um eine Mannschaft zu bilden.

  • Interessant nur erschließt sich mir hier kein Zusammenhang.


    Zitat

    Es ist bedauerlich, dass die alten Gräben zu den GK-Schützen wieder aufgerissen wurden. Das sollte doch nun abgehakt sein.

    Schleim ist nun mal kein tragbarer Untergrund. Die Frage sollte sein warum derartige "Argumente" das immer wieder gebracht werden? Toleranz ist Unterschiede zu akzeptieren.
    Zwischen den Gruppen gibt es nun mal Unterschiede, damit muss man nun mal leben können.

    Zitat


    Hier ging es im Weiteren mehr um das zahlenmäßige Missverhältnis der Auflageschützen (sind für mich auch Sportschützen)

    Unbestritten, sonst wäre es ja nicht in der Sportordnung des DSB so geregelt.

    Zitat


    zu den Freihand-Sportschützen.
    Es sind wohl überwiegend jüngere Schützen, die sich mit Bedenken geäußert haben.

    Ich habe für Dich nachgeschaut und muss Dich enttäuschen, die Mehrzahl der Gegner (soweit dies die bisherigen Beiträge betrifft) dürfte beim DSB schon aufgelegt schießen, auch der Karl war schon in den 70ern Junior.

    Zitat


    Nun zum Kern dieses Themas:
    Immer mehr Auflageschützen in den Vereinen, Jugend geht den einfachen
    Weg, keine Lust sich zu Quälen Ausrüstung für Sportschützen zu teuer usw. So kann man es im Forum lesen.

    Hast Du bei dieser Aussage berücksichtigt dass Aufgelegt im Süden bei den Landesverbänden in dieser Altersklasse nicht ausgeschrieben wird und es dort kein Thema ist?

    Zitat


    Was wird in Euren Vereinen denn unternommen, um diese Struktur zu ändern?

    Es braucht nichts geändert zu werden, mancher meint dass uns die Entwicklung im Norden gezeigt hat dass wir richtig liegen. Die größeren Mitgliederverlusste sehe ich gerade bei den Protagonisten des Aufgelegt- und Lichtschießens im nördlichen Teil.

    Zitat


    Wer von Euch opfert denn einen Großteil seiner Zeit, die er auf der Schießanlage zubringt, für ein richtiges Training mit dem Nachwuchs.

    Eine angemessene Zeit habe ich als ich im Amt war aufgebracht, heute machen das Leute mit Lizenz die ich als Jugendliche betreut habe.

    Zitat


    Da ist doch der Ansatz um Änderungen herbeizuführen bevor ich mich entrüste, dass die Schar der Auflageschützen immer größer wird.

    Schießen die wirklich Auflage weil keine Anleitung da ist und blieben die wirklich weg wenn sie das Gewehr selbst halten müssten? Spätestens wenn was erreicht werden soll merken die ja auch dass es ohne Training nicht geht. Unsere Cracks aus der zweiten Reihe sind in den 70 er auch zum Biathlon übergelaufen weil man da "billig" Meister werden konnte und waren dann als die Schiläufer ein Gewehr bekamen wieder auf dem Boden der Tatsachen.

    In einem anderen Verein(keine Schützen) musste ich den Vorständen mal erklären warum ich mitmachen will, vielleicht würde es auch den Schützen nicht schaden nicht nur auf die Zahlen zu achten, bis uns der Alpenverein einen Rang abnimmt ist es noch ein langer Weg.

    Zitat


    Es sind sicher nur wenige, denn diese Zeit geht ja dem eigenen Training verloren.

    Mag sein, eine Frage der Einstellung die jeder für sich beantworten muss.

    Zitat


    In meiner Umgebung sind es nur wenige Vereine, die aktive Jugendarbeit betreiben und so wird es wohl in einigen Landesverbänden sein.

    Das scheint im Süden anders zu sein, ich habe gelegentlich "betteln" müssen um noch einen Platz bei einet Veranstaltung zu bekommen.

    Zitat


    Unsere Anfänger können es gar nicht abwarten, bis sie endlich ohne Hilfsmittel "Freihändig" schießen dürfen. Aber alles zu seiner Zeit!

    Was heißt hier zu seiner Zeit?

    Zitat


    Mit den Auflage-Schützen wird man Leben müssen und ein zitierter Absatz aus dem Beitrag von bpb zeigt es deutlich auf.

    Ich vermute mal dass Du einfach übersehen hast dass das Auflage Schießen für die "Älteren" nie zur Diskussion stand.
    Solltest Du dich auf einen anderen Beitrag beziehen bitte etwas konkreter zitieren.

    Karl

  • ich denke,die Diskussion wie Hoffähig ist das Auflage Schießen, ab wann soll es gemacht werden, sollen Meisterschaften geschossen werden und wie bewege ich die Jugend dazu Freihand zu schießen, dass ist doch eigentlich der Kern des Themas. Nach wie vor bin ich der Meinung ab Altersklasse kein Problem auch dann Meisterschaften zu schießen, nun gibt es ja auch in der Schützen Klasse Leute die aus gesundheitlichen Gründen den Sport nicht mehr ausüben können, die müssten ein Artest vorlegen. Jugendliche nachdem sie mit der Waffe vertraut sind, werden an das Freihandschießen heran geführt. Möchte der Jugendliche das nicht, hat er die Möglichkeit sich dem gesellschaftlichen Teil des Vereins an zu schließen (Tradition). Da muss ich Karl recht geben bei uns im Norden schwächeln wir und hinken den Süden ein Stück hinter her. Die Vereine und die Kreisjugendleitung haben da noch ein Stück Arbeit vor sich um aus dieser Schieflage heraus zu kommen. Da ist Erzwos Idee nicht schlecht, sich Vereinsmäßig zusammen zu tun.

    Gruß Kogge

  • Wer von Euch opfert denn einen Großteil seiner Zeit, die er auf der Schießanlage zubringt, für ein richtiges Training mit dem Nachwuchs.

    In meinem neuen Verein wird gerade versucht, für alle, egal, ob groß oder klein, ein gemeinsames Training zu organisieren, sodass der Zusammenhalt zwischen aktiven Schützen gestärkt wird, die jüngeren zu den älteren aufblicken und sich gegenseitig sowohl menschlich als auch sportlich unterstützen. Wenn das wirklich klappen sollte, kann man sich auf diese Weise die nächste Generation Sportschützen sichern.

    Ich finde es nicht so gut, wenn Jugentraining getrennt von dem Erwachsenentraining stattfindet, weil dort eben ein stückweit die Vereinsnähe und die eigentliche Vorbildsfunktion fehlt.
    Wer jetzt meint, dass man von Jungendlichen gern mal im Training gestört wird, dem kann ich nur entgegnen, dass man das Stören für sich selbst als gutes Training seiner eigenen Konzentration nutzen kann und dass man im Wettkampf auch nicht immer Totenstille bekommt, wenn man sie gerne hätte...

    DE-JO Evolution IV mit Anschütz 1907
    KK 100m, 3x10, 3x20, 3x40, Liegend

    Walther LG 400 Expert E

    Immer auf der Suche nach einem guten Training(-spartner) ;)

  • Hallo Karl,

    ganz unkommentiert möchte ich deinen Beitrag nicht lassen. Nur vier Absätze und deren Inhalt mit 12 Zitaten auseinanderreißen, da verliert man schon einmal den
    Überblick.

    Interessant nur erschließt sich mir hier kein Zusammenhang.

    Es braucht nichts geändert zu werden, mancher meint dass uns die Entwicklung im Norden gezeigt hat dass wir richtig liegen. Die größeren Mitgliederverlusste sehe ich gerade bei den Protagonisten des Aufgelegt- und Lichtschießens im nördlichen Teil.


    Antwort auf das 1. und 6. Zitat!
    Karl, der demografische Wandel beschreibt die Entwicklung der Bevölkerung und somit die Veränderungen unterschiedlichster Faktoren. Mit diesem Link wollte
    ich darauf hinweisen, wie sich die Mitglieder- und Altersstruktur für das Schützenwesen entwickelt. Da spielt es keine Rolle,
    ob nun im Norden oder im Süden der Republik der Mitgliederverlust entsteht.

    Ab 1998 wurde diese Entwicklung negativ mit -0,15%. Im Jahr 2012 waren es mit steigender Tendenz 1,55%.
    In diesen 15 Jahren war der Mitgliederverlust 14,57%. Mit der steigenden Überalterung der Bevölkerung kann sich wohl jeder ausmalen,
    wie sich das Verhältnis der Freihandschützen zu den Auflageschützen verändert.

    Hast Du bei dieser Aussage berücksichtigt dass Aufgelegt im Süden bei den Landesverbänden in dieser Altersklasse nicht ausgeschrieben wird und es dort kein Thema ist?


    Ich zähle den Verband Reihnhessischer Schützenbund und den Südbadischen Sportschützenverband schon zum Süden. In beiden Verbänden wird "Auflage ab der Altersklasse geschossen. Sollte der Süden für dich nur aus Bayern bestehen, gebe ich Dir selbstverständlich recht.

    Ich wünsche einen schönen Sonntag

    Claus-Dieter

  • Hallo Karl,

    ganz unkommentiert möchte ich deinen Beitrag nicht lassen. Nur vier Absätze und deren Inhalt mit 12 Zitaten auseinanderreißen, da verliert man schon einmal den
    Überblick.

    Claus Dieter,

    oder trotz ausführlichster Erklärung immer noch nicht alles verstanden.

    Zitat


    Antwort auf das 1. und 6. Zitat!
    Karl, der demografische Wandel beschreibt die Entwicklung der Bevölkerung und somit die Veränderungen unterschiedlichster Faktoren. Mit diesem Link wollte
    ich darauf hinweisen, wie sich die Mitglieder- und Altersstruktur für das Schützenwesen entwickelt. Da spielt es keine Rolle,
    ob nun im Norden oder im Süden der Republik der Mitgliederverlust entsteht.

    Das ist unbestritten, dann wird halt die Gruppe die Aufgelegt schießen kann, nämlich die Senioren meinetwegen auch schon Altersklasse größer.
    Aber die rund 30 Jahre Freihandschießen bleiben immer noch übrig für weniger Schützen, Fußballer, Turner, Tennisspieler usw., dann könnte allerdings der Alpenverein zahlenmäßig aufschließen.


    Hast Du bei dieser Aussage berücksichtigt dass Aufgelegt im Süden bei den Landesverbänden in dieser Altersklasse nicht ausgeschrieben wird und es dort kein Thema ist?


    Ich zähle den Verband Reihnhessischer Schützenbund und den Südbadischen Sportschützenverband schon zum Süden. In beiden Verbänden wird "Auflage ab der Altersklasse geschossen. Sollte der Süden für dich nur aus Bayern bestehen, gebe ich Dir selbstverständlich recht.
    [/quote]

    Da war ich was die Südbadener betrifft großzügiger als der DSB, sie bieten das Aufgelegt aber auch wie die Rheinländer erst nach der Schützenklasse an.
    Mit dem Süden habe ich schon die Sponsorenländer BY und BW gemeint aber nicht mehr Thüringen oder das Saarland oder RLP, wobei letztere auch kein Aufgelegt für die Schützenklasse anbieten.

    Einen Rheinhessischen Verband habe ich nicht gefunden (DSB und Google), für mich wären das die Pfälzer.

    Karl

  • Ich find's etwas seltsam, zwischen Sportschützen und Auflageschützen zu unterscheiden und damit zu suggerieren Auflageschützen wären überhaupt keine Sportschützen. Ob jemand lieber stehend, liegend, kniend oder halt aufgelegt schießt, sagt doch nichts, aber auch gar nichts, über seinen sportlichen Ehrgeiz aus. Es wird oft die Frage gestellt wie man Auflageschützen für andere Disziplinen gewinnen kann. Indem man diese Disziplinen anbietet und Begeisterung vermittelt.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Ich find's etwas seltsam, zwischen Sportschützen und Auflageschützen zu unterscheiden und............

    Gehen wir doch einfach mal davon aus dass das eine unglückliche Formulierung war. Es wäre ja verwunderlich wenn ausgerechnet die Protagonisten des Auflageschützen ihre Sportart derart abwerten wollten.

    Karl

  • Hallo Karl,

    ich befürchte, Du du bist im Augenblick auf dem verkehrten Dampfer.

    Der Titel Auflageschützen und Freihandschützen nebeneinander war von mir bewusst gewählt.
    Es sollte in Anlehnung der Entwicklung von dem Thema "Auflageschützen in Rundenwettkampf" geführt werden.

    Ich möchte Dir den Inhalt zu diesem Thema, allerdings ohne Zitate, kurz in Erinnerung rufen, obwohl Du ja auch mit Beiträgen daran teilgenommen hast.
    Es begann mit Kommentaren zu Auflageschützen in einem Rundenwettkampf mit Freihandschützen.
    Im weiteren Verlauf wurden die Berichte auf dahin gehend erweitert, dass es schwer ist, Einsteiger für die klassischen Anschläge zu begeistern.
    Weiter wurde geschrieben, die Auflagedisziplinen auch in jüngere Klassen zu tragen, gefolgt von Beiträgen über Kleidung, Ausrüstung und Kosten.
    Dann wechselte es zu Kindern, dass diese den Sport im Freihandschießen ausüben sollen.
    Im weiteren Verlauf hast Du den sachlichen Bericht von Kogge zu diesen Themen mit deinen Zitaten auseinander gepflückt.

    Mit dem neuen Thema wollte ich lediglich darauf hinweisen und zum Nachdenken anregen, dass beide Anschlagsarten ihre
    Daseinsberechtigung haben und wie deren Entwicklung in Zukunft verlaufen sollte oder verlaufen wird.

    @Geronimo

    Wieso suggerier ich mit meiner Formulierung, Auflageschützen wären keine Sportschützen.

    Der im Kern verschiedenen Meinungen aus vorangegangenen Berichten kann man doch entnehmen,
    durch das Auflageschießen verlieren die Freihandschützen an Nachwuchs. Ohne ein sachliches Hinterfragen, warum das so ist, bleibt es im weitesten Sinne eine negative
    Darstellung. Die überwiegende Zahl der Auflageschützen kommt doch aus dem Freihandbereich.
    Meine Stellungnahmen dient doch nur der Anregungen, Überlegungen anzustellen, ob, oder wie kann dieser Trend geändert / gestopt werden?

    Geronimo schrieb:



    Ich find's etwas seltsam, zwischen Sportschützen und Auflageschützen zu unterscheiden und............


    Gehen wir doch einfach mal davon aus dass das eine unglückliche Formulierung war. Es wäre ja verwunderlich wenn ausgerechnet die Protagonisten des Auflageschützen ihre Sportart derart abwerten wollten.

    Karl

    Karl , hier hast Du schon wieder ein Zitat eingefügt, das aus einem Satz gerissen wurde und so einen komplett anderen Sinn ergibt.
    Ein Schelm, wer jetzt an Schleim denkt.

    Korektur zu den südlichen Schützenverbänden: Gemeint war der Rheinische Schützenbund.

    Claus-Dieter

  • Immer langsam mit den gegenseitigen Vorwürfen. Dort oben steht ganz klar „Sportschützen und Auflageschützen nebeneinander“ und nicht wie behauptet „Freihandschützen und Auflageschützen nebeneinander“. Ob stehend, stehend aufgelegt, kniend, kniend aufgelegt oder liegend und liegend aufgelegt, das alles sind einzelne Disziplinen einer gemeinsamen Sportart. Wobei ich mich ja immer wieder frage, wie man auf den Begriff „Freihand“ kommt, denn man schießt alles andere als freihändig. ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Claus-Dieter,

    ein kleiner Schelm bist Du schon, rechnest meine niederländischen Freunde zu den Süddeutschen Schützen.

    Es mag ja sein dass beide Diszipline ihre Daseinsberechtigung haben, nur mögen sie einige hier im Forum und auch bei den Verbänden, besonders südlich der geographischen Mitte nicht bei der Schützenklasse und jüngeren Schützen aus den oben dargelegten Gründen nicht.

    Karl

  • ... den sachlichen Bericht von Kogge

    Den sachlichen Bericht von Kogge?

    Ist damit etwa der Beitrag gemeint, wo er sich, ohne auch nur ansatzweise die auf Grund seiner vorherigen Aussagen an ihn gestellten Fragen zu beantworten und wohl auch ohne die ganze Thematik auch nur halbwegs erfasst zu haben, nur künstlich und auf seine bekannt bigotte Art echauffiert?

    Mit Verlaub, aber ich glaube, ich bin hier gerade im völlig falschen Film!

    Ich bin ja hier nun wirklich nicht als der ganz große Busenfreund von Karl bekannt, muss aber doch sagen, seine wenn auch offensichtlich (aufgrund des Mangels an Verständnis) zu knapp geratenen Anmerkungen haben hier deutlich mehr Substanz als der Rest der Beiträge. Man sollte sich allerdings auch mal die Mühe machen, wirklich versuchen zu verstehen, was er denn damit überhaupt sagen möchte, statt gleich in dem Abwehrkampfmodus "Der will mir das Auflageschießen verbieten" und "Auflageschießen ist ja überhaupt kein Sport" zu gehen.


    Nur mal so zur Anregung:

    Es ist einfach eine Tatsache, dass der Auflageboom der letzten 15 Jahre, welcher ohne Zweifel sicher auch mit dazu beigetragen hat, dass die Mitgliederzaheln nicht noch stärker gesunken sind, dass viele ältere Schützen wieder mit großer Freude dabei sind, dass sogar neue Mitglieder in die Vereine gefunden haben, die Schießport- und Vereinsstrukturen zumindest diesseits des Weißwurstäquators massiv verändert hat. In vielen Vereinen findet heute neben den Auflagedisziplinen kaum bis gar nichts mehr statt und das Bild vom Seniorensport hat sich längst verfestigt.

    Wenn man also nicht möchte, dass der klassische Schießsport als Breitensport immer weiter an Bedeutung verliert und nur noch von einer kleinen Minderheit in wenigen speziellen Vereinen auf immer höherem Niveau betrieben wird, dann muss man wohl oder übel über diese Entwicklung reden.

    Ich befürchte allerdings, der Zug ist hier längst abgefahren. Man kann diese Entwicklung nicht mehr rückgängig machen. Dazu hätte man vor 15 Jahren das Auflageschießen wirklich konsequent auf die wirklichen Seniorenklassen, also ab Seniorenklasse II begrenzen müssen. Das hat man aber in den Landesverbänden nicht gemacht, obwohl es auch damals schon Mahner gab, welche die Entwicklung vorhergesehen haben. Auch der DSB hat sich ja (im Gegensatz zu Kogges Aussage) sogar recht lange gestreubt, die Auflagediziplinen überhaupt als Meisterschaften zuzulassen.

    Aber das ist jetzt alles Schnee von gestern, außer vielleicht in Bayern und Umgegend. Wie ich schon sagte, jetzt kann niemand mehr die Situation ändern und deshalb braucht sich hier auch niemand mehr künstlich aufzuregen.

    Vielleicht sollte man vor diesem Hintergrund sogar wirklich die Auflagediziplinen für alle Klassen freigeben, um wenigstens wieder etwas weg zu kommen vom reinen Seniorenbreitensport und auch den jüngeren Menschen, damit meine ich nicht nur Jugendliche, wieder mehr Anreize für einen Eintritt in unsere Vereine zu bieten. Und damit ich nicht auch noch falsch verstanden werde, Stehend ist weder unattraktiv noch Quälerei, aber wie wirkt es denn auf einen Einsteiger, wenn er in einen Verein kommt, wo nur noch eine Horde Senioren (mit großer Freude und auch oft auf einem sehr hohen Niveau) Auflage schießt, von ihm aber verlangt wird, Stehend zu schießen und ihm das dann noch nicht einmal jemand richtig beibringt bzw, noch nicht einmal richtig beibringen kann. Klar, es gibt natürlich auch noch die leistungsorientierten Vereine mit guten Betreuern und Trainern, aber da findet eine immer stärkere Konzentration auf immer weniger Vereine statt und sind wir mal ehrlich, welcher Dorfverein ist so souverain und rät einem Einsteiger schon, es doch mal in dem großen Verein 50km weiter zu versuchen. Und hinzu kommt ja auch noch, nicht jeder kann und möchte sich auch gleich so einem wirklich leistungsorinentierten Verein anschließen. Da fühlt er sich dann möglicherweise auch nicht wohl und dann bleibt eben oft nur noch der Seniorenauflageverein.

    Also gebt das Hanf frei, äääh ihr wisst schon.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank


  • Ich finde es nicht so gut, wenn Jugentraining getrennt von dem Erwachsenentraining stattfindet, weil dort eben ein stückweit die Vereinsnähe und die eigentliche Vorbildsfunktion fehlt.
    Wer jetzt meint, dass man von Jungendlichen gern mal im Training gestört wird, dem kann ich nur entgegnen, dass man das Stören für sich selbst als gutes Training seiner eigenen Konzentration nutzen kann und dass man im Wettkampf auch nicht immer Totenstille bekommt, wenn man sie gerne hätte...

    Wie man ein "gemeinsames" Training mit den Älteren organisieren soll, wenn die Anzahl der jugendlichen Schützen bereits die Anzahl der verfügbaren Stände (12x Luft bzw. 5x 25m und 5x 50m) überschritten hat, wirst du mir gern erklären.
    Training ist mehr als Scheiben ausgeben und wieder einsammeln.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • @Murmelchen,

    In der Erkenntnis, dass Du gerade im völlig falschen Film bist, kann ich dich nur bestätigen.

    In den im Vorweg diskutierten Berichten sind die von Dir gewählten Schlagworte "das Auflageschießen verbieten" und
    "Auflageschießen ist ja überhaupt kein Sport" nicht enthalten.

    In der Entwicklung dieser Berichte geht es lediglich um die Befürchtung, dass das Auflageschießen die Anschlagsart Stehend verdrängt.
    Der Ordnung halber sollten auch die Anschlagsarten Liegend und Kniend mit aufgeführt werden. Diese Anschlagsarten dürften aber für die
    Masse der Schützen, die das Auflage-Schießen betreiben, eher eine untergeordnete Rolle spielen.

    In deiner Anregung triffst Du allerdings den Kern der Sache. Die Entwicklung der Altersstrucktur und ihre Auswirkung. Wenngleich auch nicht von Dir beim Namen genannt.

    So lange war das Sträuben des DSB allerdings auch nicht. Nachdem ersichtlich war, dass die Teilnehmerzahlen bei den Meisterschaften rückläufig wurde,
    und somit ein Teil der Einnahmen an Startgelder weg brachen, wurden neue Wege beschritten und es wurde mehrere Jahre das Ältesten-Schießen
    durchgeführt. Dieses wurde allerdings von den betroffenen Schützen als zweitrangige Veranstaltung bei vollem Startgeld bewertet. Daraufhin wurde es in eine deutsche Meisterschaft umbenannt.

    Mittlerweile haben die Schützen der südlichen Landesverbände auch Geschmack an der Aufgelegt-Disziplin gefunden und stellen mittlerweile den Großteil der Starter bei diesen Meisterschaften. Das gibt doch auch zu denken.

    Mit Gruß

    Claus-Dieter

  • Ich finde diese Diskussionen immer wieder lustig.
    Besonders wenn sie mir von Schützen vorgetragen werden, die sich
    gerade in ihr 5 Kg Exoskelett zwingen und dann behaupten sie würden
    im frei stehenden Anschlag schießen.

    Ich bin der Meinung Waffen sollten auch im Sport noch halbwegs artgerecht
    geschossen werden.
    Also wenn schon freistehend, dann bitte auch in Kleidung mit der ich
    durch den Wald laufen oder auf Bäume klettern kann.

    Warum die Jugend dann weg bleibt, ist auch klar.
    Freistehend auf Wettkampfniveau nach DSB/ISSF schießen ist langweilig, uncool und teuer.

    Viele Jugendliche rodeln auch sicher gern, aber wer legt schon
    richtig Geld auf den Tisch um sich einen olympischen Rennschlitten nebst Zubehör zu leisten?
    Nur eine Minderheit eben.

    Genau das ist der Punk.
    Will ich Sport für Mindeheiten, um ein paar Menschen zu den olympischen Spielen
    schicken zu können oder will ich Sport für die Mehrheit der Menschen?

    Ersteres wollen und dann 'rummaulen daß die Mehrheit nicht
    mitmachen will ist einfach nur absurd und an der Realität vorbeigedacht.

    Wenn schon Forderungen, dann würde ich eher fordern Auflageschießen für alle
    Schützen zuzulassen und/oder Wettkämpfe einzuführen in denen wirklich
    frei stehend geschossen wird.

  • @Tom_123
    Bleibt Dir zu wünschen, dass Du für Dich eine coole Diszplin gefunden hast, bei der Deine Waffe artgerecht genutzt wirst und Du nach dem Training die Joggingtour durch den oder auf den nächsten Obstbaum nicht vergisst ...

  • Ich finde diese Diskussionen immer wieder lustig.

    ich finde dich lustig (oder auch einfach nur einen Witz)


    Besonders wenn sie mir von Schützen vorgetragen werden, die sich
    gerade in ihr 5 Kg Exoskelett zwingen und dann behaupten sie würden
    im frei stehenden Anschlag schießen.

    ja weil man es kann


    Ich bin der Meinung Waffen sollten auch im Sport noch halbwegs artgerecht
    geschossen werden.
    Also wenn schon freistehend, dann bitte auch in Kleidung mit der ich
    durch den Wald laufen oder auf Bäume klettern kann.

    Achso du willst mir hier den Sport verbieten? Wenn du durch den Wald laufen willst gerne nur hat dann das durch den Wald laufen nichts mit meinem Sport zu tun! Auf den Baum klettern kannst du auch gerne wir wissen ja von wem der Mensch abstammt. Nur mit schießen ist dann halt auch nichts. Gabs ursprünglich ja nicht. Kannst dann Stöcke oder Steine schmeißen - ist dann artgerecht...


    Warum die Jugend dann weg bleibt, ist auch klar.
    Freistehend auf Wettkampfniveau nach DSB/ISSF schießen ist langweilig, uncool und teuer.

    ist deine Meinung aber die ist auch kein Beleg für nichts...


    Viele Jugendliche rodeln auch sicher gern, aber wer legt schon
    richtig Geld auf den Tisch um sich einen olympischen Rennschlitten nebst Zubehör zu leisten?
    Nur eine Minderheit eben.

    Wieviele Eiskanäle gibt es denn? Schlechtes Beispiel!


    Genau das ist der Punk.
    Will ich Sport für Mindeheiten, um ein paar Menschen zu den olympischen Spielen
    schicken zu können oder will ich Sport für die Mehrheit der Menschen?

    genau beides! Das ist der Punkt!


    Wenn schon Forderungen, dann würde ich eher fordern Auflageschießen für alle
    Schützen zuzulassen und/oder Wettkämpfe einzuführen in denen wirklich
    frei stehend geschossen wird.

    warum forderst du hier was? ist ja nicht artgerecht!

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián