Iris Verstellbereich bis 1,8 oder 3,0?

  • Hallo liebe Schützenfreunde,


    ich möchte mir noch eine verstellbare Iris zulegen. Bei meinem bevorzugten Hersteller
    Centra, gibt es Generell welche bis 1,8 oder bis 3,0 Verstellbreich. Wo liegt der Unterschied? ;(
    Lieber nehme ich doch die, mit mehr verstellbereich, :S oder aus welchem Grund doch die bis 1,8?
    Über ein paar Tips würde ich mich freuen. :rolleyes:


    Gruß Anti108

  • oder aus welchem Grund doch die bis 1,8?

    Weil du mit 1.8 das Ringkorn dann dermassen gross hast, dass man es auch genausogut wegnehmen können. Die Faustregel ist 3:1. Somit bei Ringkorn 3.6 wäre die Iris 1.2


    Gruss
    Peter

  • Also von einer "3:1 Faustregel" hab ich noch nie etwas gehört.
    Ausserdem hat der Threadstarter ja noch nicht einmal nähere Angaben gemacht. Was wäre wenn man zB. Auflage mit Kornoptik schießt. ich weis daß dort teilweise Korngrößen von 6 - 7 mm eingesetzt werden. Soll dann die Iris über 2mm groß eingestellt werden ?
    Wie soll denn das Funktionieren ?


    Also:
    Iris und Ringkorn sind völlig unterschiedliche "Baustellen" die unabhängig voneinander zu bewerten sind.

  • @Anti 108


    Mit der Irisblende bis 1,8 bist Du richtig beraten. Wie der Name schon sagt, funktioniert es wie die Irispupille des Auges. Durch die Verstellung regelst Du die Tiefenschärfe deines Zielbildes. Die gebräuchliche Einstellung ist zwischen 0,9 bis 1,2 mm. In wenigen Fällen noch etwas größer, aber kaum kleiner. Es ist abhängig von der Beleuchtung der Scheibe.


    Die Faustregel kenne ich auch nicht.

  • Die 3:1 Regel klang für mich plausibel, vor allem da ich zufällig mit einem 3,6er Korn schieße.


    Königstiger
    ich denke, genau für diesen Fall, wenn man mit Kornoptik schießt, sind diese Irisblenden bis 3mm gedacht. Aber
    eben mit dem Nachteil, ungenauer bei der Einstellung zu sein wie die 1,8er im Bereich von z.B. 0,9 bis 1,2 mm.


    Und da ich ganz normal LG stehend 10m ohne Optik schieße, habe ich mich auch für die 1,8er entschieden! 8)


    MFG
    Anti108

  • @ pepsch


    Es gibt keine 3:1 Regel !


    Ringkorngröße ist weitgehend abhängig von deinem Haltevermögen, die Größe der Iris von deinem Sehvermögen.
    Das ist alles, nicht mehr und nicht weniger.

  • @ pepsch


    Es gibt keine 3:1 Regel !


    Ringkorngröße ist weitgehend abhängig von deinem Haltevermögen, die Größe der Iris von deinem Sehvermögen.
    Das ist alles, nicht mehr und nicht weniger.

    Ich glaube das hat pepsch schon verstanden.


    Er hat nur hinterfragt wenn es so eine Regel geben sollte wie dies mit dem Augenabstand zur Irisblende gehandhabt wird. Ist auch eine berechtigte Frage welche sich hier im Thread noch niemand gestellt hat.


    Kenne nur eine Drittel-Regel. Hat hier schon was mit der Öffnung der Iris zu tun. Diese wird hier aber genützt um den Abstand des Zielbildes, also 1/3 Iris Abstand bis Korntunnel, 1/3 Korntunnel, 1/3 Iris Abstand bis Korntunnel einzustellen. Ist aber ein subjektives Ding und dient(e) nur einer groben Grundeinstellung.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • 0,9-1,2 soll also eine gebräuchliche Einstellung sein? Ich schieße auf hellen elektronikständen mit 1,4. Muss aber dazusagen dass ich den ganzen Tag beruflich vor dem PC sitze und daher meine Augen übermüden. Daher brauche ich ein helleres zielbild.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Mehr als 1,2 hatte mir im Trainerseminar fast einen körperlichen Verweis eingebracht - "Willst Du da einen Elefanten durchtreiben?". Nun ja, recht dominanter Vortrag, aber ohne weitere Hintergrundinformation auf der Sachebene wenig überzeugend.


    Richtig ist, dass ein Öffnen der Blende zwar Helligkeit bringt, aber unweigerlich mit einem Verlust der Tiefenschärfe einhergeht. Diesen Preis sollte man kennen und bewusst zahlen wollen. Gerade bei ermüdeten Augen kann ein Verzicht auf Schärfe das Problem evtl. noch vergrößern. Allerdings - auch mir ist das Zielbild recht häufig zu dunkel und der Bereich zwischen Korntunnel und äußerem - durch die Blende begrenzten - Sehfeldrand zu diffus. Also lebe ich ständig im Kompromiss zwischen als ausreichend empfundener Helligkeit und optimaler Schärfe. Größere Öffnung als 1,2 versuche ich zu vermeiden.
    Wesentliche Ursache dürfte bei mir der brillenbedingte Abstand zwischen Auge und Diopter sein, welcher bei mir die Einhaltung der oben von Wegi erwähnten Drittel-Regelung nicht erlaubt (und das bei einem 18mm-Tunnel - daher käme ein 22er bei mir schon gar nicht in Frage).

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.