Betroffenheit - Mein Beitrag zur Lobbyarbeit zum Erhalt des Schießsports in seiner bisherigen Vielfalt

  • Betroffenheit - Mein Beitrag zur Lobbyarbeit zum Erhalt des Schießsports in seiner bisherigen Vielfalt 16

    1. A 1 Ich glaube nicht, dass sich die Forderungen der Grünen durchsetzen werden. (6) 38%
    2. A 2 Ich werde mich zukünftig aktiv in die Lobbyarbeit für den Legalwaffenbesitz einbringen (2) 13%
    3. A 3 Ich zähle mich bereits zu denen, die die Lobbyarbeit für den Legalwaffenbesitz aktiv durch Geld unterstützen. (1) 6%
    4. A 4 Ich zähle mich bereits zu denen, die die Lobbyarbeit für den Legalwaffenbesitz aktiv durch Mitarbeit unterstützen. (7) 44%
    5. B 1 Mir ist die Vertretung meiner Interessen als Legalwaffenbesitzer so wichtig, dass ich bei der Bundestagswahl am 22.09.2013 der FDP meine Stimme gebe, obwohl ich sie aus anderen Gründen eher nicht wählen würde. (10) 63%
    6. B 2 Es reicht mir und der Sache, wenn ich die Lobbyarbeit dadurch unterstütze, indem ich die Arbeit von Forum Waffenrecht, Pro Legal u.a. finanziell unterstütze (2) 13%
    7. B3 Eine weitere Unterstützung der Lobbyarbeit durch mich ist nicht erforderlich (3) 19%

    Das Thema „Niedergang des Schießsports“ wird von uns allen mal wieder besonders eindrucksvoll der Öffentlichkeit dokumentiert. Es ist nicht das Lichtschießen, nicht das GK-Schießen, es sind wir, die in diesem und anderen Foren mit Uneinigkeit durch mangelnde Toleranz gegenüber Andersdenkenden, Oberflächlichkeit in der Themenbehandlung, die Art und Weise der persönlichen Ansprache und der Außendarstellung unseres Sports einen jämmerlichen Eindruck in der Öffentlichkeit hinterlassen, zersplittert und uneinig. Wie Einigkeit und Geschlossenheit aussieht demonstriert gerade wieder die NRA in den USA.


    Zur Uneinigkeit zwischen den Akteuren und Verbänden kommt m. E. hier noch eine Passivität der angeblich 1,5 Mio Mitglieder in den deutschen Verbänden hinzu. Für einige dieser passiven Lobbyisten reicht es aus, sich in Foren als Kritiker und Besserwisser zu outen. Belege für Lobbyarbeit an der Basis, im persönlichen Umfeld kann ich immer weniger erkennen. Betroffenheit setzt erst ein, wenn zum Spaß am Schießsport die Beiträge für die Mitgliedschaft erhöht werden müssen oder/und der Wertverlust der Sportgeräte bzw. gar die zwangsweise Enteignung der legal erworbenen Waffen bewusster wird.


    Unserer Uneinigkeit (= schwachen Waffenlobby) steht eine politisch von den Grünen seit Beginn des letzten Jahrzehnts praktizierte geschlossene Anti-Waffen-Lobby entgegen, mit Rückendeckung der Waffenkontrollbefürworter der IANSA (International Action Network on Small Arms), einer Organisation die 500 Millionen Mitglieder aus 800 Organisationen in 120 Länder vertritt.


    Ihre größte Unterstützung erfahren die Anti-Waffen-Lobbyisten dabei weltweit durch die Medien, die nachweislich einseitig erfolgt. Während jede nationale und internationale Tragödie genutzt wird, diese mit den (angeblich verwendeten) Legalwaffen und deren Besitzern in Verbindung zu bringen, werden Gewalttaten mit illegalen Waffen heruntergespielt bzw. als Information ohne besondere Wertung abgespult.


    Ist es nicht bezeichnend, dass nur wenige Tage nach der Landtagswahl in Niedersachsen (20.01.2013) und dem Regierungswechsel zu Rot/Grün seitens der Bundestagsfraktion der GRÜNEN/Bündnis 90 diese am 24.01.2013 aufs Gaspedal zur Verschärfung des Waffenrechts drücken?


    Newtown darf nicht Neustadt werden - Themen - Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen


    Unmissverständlich:
    • Großkaliber-Kurzwaffen für den privaten Besitz und die private Nutzung zu verbieten,
    • halbautomatische Feuerwaffen vom Schießsport auszuschließen,
    • den privaten Waffenbesitz per Gesetz generell weiter zu begrenzen,
    • eine Neuauflage der Amnestieregelung von 2009 zu prüfen und
    • den Vollzug der waffenrechtlichen Vorschriften auf Landes- und kommunaler Ebene zu verbessern.


    Als ich den Forderungskatalog in einer Sportausschusssitzung vorgestellt habe, habe ich so etwas wie einsetzende Betroffenheit bemerkt. Ja, der eine oder andere hatte von der Bedrohung Verlust von Eigentum und der freien Sport- und Freizeitgestaltung eigentlich noch nichts mitbekommen.


    So kurz nach der Wahl mag sich der eine oder andere gefragt haben, warum habe ich das vorher nicht gewusst? Möglich, dass ich dann doch die FDP mit dem klaren Bekenntnis gegen eine Verschärfung des Waffenrechts gewählt hätte.



    Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl am 22.09.2013 wage ich mal wieder eine Umfrage.


    Machen mich die klaren Forderungen der GRÜNEN zum Verbot großkalibriger Kurzwaffen, Ausschluss halbautomatischer Feuerwaffen vom Schießsport, Neuauflage einer Amnestieregelung sowie der Vollzug waffenrechtlicher Vorschriften (Waffenkontrollgebühr), soweit betroffen, dass ich mich aktiver für den Erhalt des Schießsports in seiner bisherigen Vielfalt einsetze?



    A 1 Ich glaube nicht, dass sich die Forderungen der Grünen durchsetzen werden.
    A 2 Ich werde mich zukünftig aktiv in die Lobbyarbeit für den Legalwaffenbesitz einbringen
    A 3 Ich zähle mich bereits zu denen, die die Lobbyarbeit für den Legalwaffenbesitz aktiv durch Geld unterstützen.
    A 4 Ich zähle mich bereits zu denen, die die Lobbyarbeit für den Legalwaffenbesitz aktiv durch Mitarbeit unterstützen.



    B 1 Mir ist die Vertretung meiner Interessen als Legalwaffenbesitzer so wichtig, dass ich bei der bevorstehenden Bundestagswahl der FDP meine Stimme gebe, obwohl ich sie aus anderen Gründen eher nicht wählen würde.
    B 2 Es reicht mir und der Sache, wenn ich die Lobbyarbeit dadurch unterstütze, indem ich die Arbeit von Forum Waffenrecht, Pro Legal u.a. finanziell unterstütze
    B3 Eine weitere Unterstützung der Lobbyarbeit durch mich ist nicht erforderlich

  • Wow, Wilhelm, ich muss sagen ich bin überfordert, nein, ich sehe die Lösung nicht in Prolegal und wie sie alle heißen, sondern in positiver Öffentlichkeitsarbeit und zwar vor Ort, klar, das entfaltet nur regionale Wirkung, aber regional das ist auch überall und jeder Politiker hat eine Heimatgemeinde.

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Um Geschlossenheit zu demontrieren, ist zum Erhalt des Schießsports in seiner Vielfalt jeder von uns gefragt. Es fehlt m. E. an Betroffenheit noch vieler Schützen und die Erkenntnis, dass aus ideologischen Gründen unser Sport öffentlich verurteilt wird, unbegründet ist, wenn z. B. das Thema Deliktrelevanz vorgeschoben wird.


    Öffentlichkeitsarbeit beschränkt sich leider auch bei meiner bisherigen Arbeit auf eine positive Darstellung der sportlichen Wettkämpfe und der gesellschaftlichen Bedeutung der Vereine und deren freiwilligen und vielfältigen Arbeit im kulturellen und sozialen Zusammenhang. Das reicht m. E. nicht mehr.

  • Ich verlasse mich nicht mal auf meinen eigenen Verein, sondern nutze ihn für meine persönliche Lobbyarbeit. Vereine lähmen, auch wenn sie so kleine Hierarchie-Strukturen wie prolegal haben, da es immer Abstimmungs-Prozesse gibt. Aber wir brauchen Vereine wie prolegal, die Stimmen bündeln können, weil sie ihren Mitgliedern zur Öffentlichkeitsarbeit verpflichtet sind.


    Der Flyer des unorganisierten gunforums wurde nicht beachtet, der von einem 5000-Mann/Frau-starken Verein schon.


    Prolegal kann - wie Geronimo es richtig sagt - nicht die Eigenverantwortung abnehmen, es kann aber bündlen und gewichten. Und zwar da, wo die Verbände nicht können/nicht dürfen, da sie unpolitisch lt. Satzung erscheinen müssen.


    Ich habe dazu heute einen (stark beachteten) Artikel geschrieben. Wer will, kann ihm mal folgen.
    Gibt es eine deutsche Waffenlobby wie die NRA?

  • Vielen Dank für den Flyer, der hier in Niedersachsen schon seine Wirkung hinterlassen hat. Vielleicht kam er ein wenig zu spät - keine Kritik.


    Die Verbände sind m. E. nicht aus der "Selbtverantwortung".


    Sie sollten sich endlich besser abstimmen - auch nach außen hin, zu ihren jeweiligen Mitgliedern.


    Zur besseren Abstimmung und Wirkung von Öffentlichkeitsarbeit gehört für mich auch die Verlegung des in diesem Jahr wieder geplanten "Tag der Schützenvereine" vor den Wahltermin. Motto "Überleben im Visier"!


    Unser Überleben hängt von der Meinung der Wähler ab - die darf nicht nur von einseitiger und negativer Berichterstattung in den großen Blättern abhängig gemacht werden.

  • Hallo Schützenfreunde,


    gerade eben wurde in diesem Forum wieder recht willkürlich ein wichtiger Beitragsstrang geschlossen. Ein Beitragsstrang, in dem kritische Fragen zu einem wohl grundsätzlichen Problem, welches wir Schützen ganz offensichtlich haben, gestellt wurden. Wer sich auch nur ein bisschen Objektivität bewahrt hat, sollte eigentlich unzweifelhaft erkennen können, wer in diesem Beitragsstrang aus ehrlicher Betroffenheit und Besorgnis argumentiert hat und wer sich durch hohle Polemik, Rhetorik und sogar mit persönlichen Angriffen eingebracht hat. Wäre das erst einmal so passiert, könnte man es ja noch als Ausrutscher abtun, aber so geht das hier schon eine längere Zeit bei fast allen Themen, die sich kritisch mit dem Verhalten einiger Schützen, ich betone, einiger weniger Schützen, welche fast schon reflexhaft diese ganzen Angriffe auf den Schießsport und den damit unweigerlich verbunden legalen Waffenbesitz immer wieder irgendwie relativieren, teilweise sogar als berechtigt ansehen, dabei die Schützen in gute und böse Schützen einteilen, GK oder sogar alle Feuerwaffen selbst als das Problem ansehen und besorgte Schützen welches es wagen, so tolle Ideen wie das aggressive Bewerben von Lichtpunkt als zur Zeit den Flächenbrand weiter beschleunigend anzusehen, auch noch noch abwertend als frustrierte Waffenbesitzer aus dem Dunstkreis von Selbstverteidigung, Bürgerrechten und Eigentum zu titulieren. Für diejenigen, welche das schon vergessen haben sollten, dieser Spruch kam übrigens auch von unserem Forumsbetreiber, der dabei immer so schön in der Wir-Form spricht.


    Manchmal ist es schon ganz hilfreich, auch mal in in paar ältere Beiträge hier zu schauen. Es erklärt nicht alles, aber doch so einiges.


    Die oben von Wilhelm angeführte Position und die Forderungen der Grünen sind nicht neu. Hier der Antrag dieser Verbotspartei von 2009:


    Antrag_Gruene_2009.pdf


    Und jetzt schauen wir mal, was unserem Forumsbetreiber hier dazu so als erstes einfällt:


    Quote

    Was haltet ihr davon? Hätten die vorgeschlagenen Änderungen schwere Auswirkungen auf unsere Sportart? Oder bietet sie uns Sportschützen vielleicht sogar eine Möglichkeit uns von Waffennarren und Waffensammlern abzugrenzen?


    Und auch unser Nutzer Kogge will sofort Nägel mit Köpfen machen:


    Quote

    daß wäre der richtige Moment wo der DSB die Großkaliberschützen ausgliedert ...



    Ist schon sehr aufschlussreich, oder? Ich glaube, da braucht man sich wirklich nicht mehr die Frage stellen, wo unser wirkliches Problem liegt.



    Schauen wir mal, wie lange dieser Beitragsstrang jetzt offen bleibt und ob nicht auch dieser Beitrag hier ganz leise verschwindet.



    Wie immer mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Bei Deiner Umfrage war nicht so wirklich etwas dabei was ich aus
    voller Überzeugung hätte ankreuzen können.


    Deshalb hier die kommentierte Version:


    "A 2 Ich werde mich zukünftig aktiv in die Lobbyarbeit für den Legalwaffenbesitz einbringen."


    Will ich im Prinzip, aber wie?
    Jeder Mensch hat andere Vorzüge und Menschen überzeugen, Reden halten und neue Freunde gewinnen
    gehört nun mal nicht unbedingt zu meinen Stärken.
    Oder anders ausgedrückt, ich bin für Lobbyarbeit und Politik der absolut ungeeignete Kandidat.


    Daß ich im privaten Umfeld den üblichen Vorurteilen entgegentrete
    und jeden Interessierten gerne einlade sich persönlich von meinem Sport ein Bild zu machen,
    versteht sich eigentlich von selbst aber ich würde das nicht als Lobbyarbeit bezeichnen.


    "B 2 Es reicht mir und der Sache, wenn ich die Lobbyarbeit dadurch unterstütze, indem ich die Arbeit von Forum Waffenrecht, Pro Legal u.a. finanziell unterstütze (1)"


    So wie ich es sehe, muß das erstmal für mich reichen. (siehe oben)
    Und damit das nicht nur Bekenntnisse im virtuellen Raum bleiben,
    habe ich gerade meinen Mitgliedsantrag bei ProLegal abgeschickt.


    Die Situation in unserem Landesverband und auch die letzte Diskussion hier im Forum
    zeigen mir wieder einmal deutlich, daß es nicht die Lösung sein kann meine Interessen
    als Sportschütze durch den DSB vertreten zu lassen.
    Ich denke an einer unabhängigen und starken Lobby, die die Interessen aller legalen Waffenbesitzer
    vertritt führt kein Weg vorbei, wenn wir den Schießsport -wie ich ihn verstehe-
    langfristig erhalten wollen.

  • Zur besseren Abstimmung und Wirkung von Öffentlichkeitsarbeit gehört für mich auch die Verlegung des in diesem Jahr wieder geplanten "Tag der Schützenvereine" vor den Wahltermin. Motto "Überleben im Visier"!


    Unser Überleben hängt von der Meinung der Wähler ab - die darf nicht nur von einseitiger und negativer Berichterstattung in den großen Blättern abhängig gemacht werden.


    GENIALE IDEE !! (Habe ich gerade mal - ohne Namensnennung - in einem anderen Forum gepostet).


    Schade, dass der DSB keinen einzigen erfahrenen Lobbyisten beschäftigt. Dabei wäre der doch zu bezahlen, wenn man alle Mitgliedsbeiträge um 1 Cent erhöht.

  • Und genau das ist das Problem, das die LWB in Deutschland haben. Es geht eben genau darum:
    LP/LG ist gut und die wahren Sportschütze, KK kann man leben lassen und den Rest kann man entsorgen.


    Da ist es wirklich kein Wunder, dass eine Einigkeit innerhalb der Schützenwelt nicht zu erzielen ist.


    Diejenigen, die solche Kommentare von sich geben, sollten am besten selber mit dem Sport aufhören, denn die sind es, die dem Sport schaden.

  • Hallo Resi,


    mit deinem letzten Beitrag antwortest Du leider nicht auf die Eingangsfrage. Versuche doch bitte daraus ein eigenes Thema zu formulieren.

    Sorry Wilhelm,


    ich sehe es schon als Antwort auf die Eingangsfrage an, da es genau aufzeigt, wo wir unsere Hauptprobleme haben.
    Es sind nicht die Waffen- oder Kalibertypen, es sind nicht die Lichtimpulsgewehre, die Druckluft oder KK Waffen. Es ist die Denkweise vieler Schützen und vieler Vereinsfunktionäre, die der Aufassung sind, dass man andere über die Klinge springen lassen kann, um seine eigene kleine Welt in Sicherheit zu wiegen.
    Es zeigt genau auf, wo die Unstimmigkeiten, selbst in der Denkweise hier im Forum schon, wie Murmelchen aufgezeigt hat.


    Und wenn diese Denkweise sich nicht schlagartig ändert, werden wir machen können, was wir wollen, wir werden immer wieder Friendly Fire erleben, in Foren, im TV und in den Zeitungen.


    Haben die Grünen eine Chance ihre Forderungen durchzusetzen? Stand jetzt, wenn sie an die Macht kommen, ja, haben sie und sie werden alles daran setzen dies auch zu tun.
    Haben sie eine Chance, wenn die Schützen aller Couleur endlich zusammen und mit einheitlicher Stimme sprechen, dann sieht es anders aus, weil man den Grünen die Basis für ihre Forderungen nimmt.
    Ergebnismeldungen sind gut und wichtig in den Medien, positive Berichte aus dem Schützenwesen sind aber wichtiger, um der Bevölkerung die suggerierte Angst zu nehmen.


    Ist die Lösung der Probleme Pro Legal? Nein ist es nicht. PL ist ein Lösungsweg, ein Puzzelteil der helfen kann, wenn die internen Wege verkürzt werden und sie schneller Handeln könnten.
    Gleiches trifft auf die anderen Gruppierungen zu.


    Wichtig ist einzig und alleine, dass diese internen Quereleien aufhören und auch die hintersten und verbohrtesten Vereinsfunktionäre kapieren, dass es nur gemeinsam geht und Forderungen nach oder Beführwortungen zur Abschaffung bestimmter Diszipline nicht Förderlich sind.
    Ganz im Gegenteil, sie schwächen die Verhandlungsposition ungemein, da durch eine Abschaffung einzelner Diszipline auch zeitgleich eine Reduzierung des Mitgliederbestandes zur Folge hat.
    Oder glaubt einer wirklich, dass die GK Schützen im DSB bereit sind auf Druckluft zu reduzieren, wenn aus dem eigenen Verband heraus Verbotsforderungen laut werden? Wohl kaum.
    Und selbst wenn es nur 150.000 Mitglieder sind, die kündigen würden, hat das eine negative Auswirkung auf die Position des DSB.


    Jede Reduzierung der LWB, bedeutet auch, dass es für Regierungen leichter wird, Waffen gänzlich zu verbieten.
    Denkt daran, in GB waren es auch nur um die 60.000 LWB, die ihre Kurzwaffen abgeben mussten. Also nicht der Rede wert.

  • Wichtig ist einzig und alleine, dass diese internen Quereleien aufhören und auch die hintersten und verbohrtesten Vereinsfunktionäre kapieren, dass es nur gemeinsam geht und Forderungen nach oder Beführwortungen zur Abschaffung bestimmter Diszipline nicht Förderlich sind.


    Immer daran denken, es gibt Funktionäre (hauptsächlich beim DSB) die machen das mit Vorsatz, weil sie glauben so sich und "ihre" (olympischen) Disziplinen retten zu können.


    BBF

  • Und genau das ist das Problem, das die LWB in Deutschland haben. Es geht eben genau darum: LP/LG ist gut und die wahren Sportschütze, KK kann man leben lassen und den Rest kann man entsorgen. Da ist es wirklich kein Wunder, dass eine Einigkeit innerhalb der Schützenwelt nicht zu erzielen ist. Diejenigen, die solche Kommentare von sich geben, sollten am besten selber mit dem Sport aufhören, denn die sind es, die dem Sport schaden.

    Nein, ein Problem sehe ich eher darin, dass manche diese uralte Mär immer und immer wiederholen und überhaupt keine Meinungsänderung zulassen bzw. überhaupt nicht bereit sind einem eine solche abzunehmen. Man möchte keine positive Wirkung erzielen. Man möchte seine Vorurteile bestätigen. Koste es was es wolle.


    Es sind nicht die Waffen- oder Kalibertypen, es sind nicht die Lichtimpulsgewehre, die Druckluft oder KK Waffen. Es ist die Denkweise vieler Schützen und vieler Vereinsfunktionäre, die der Aufassung sind, dass man andere über die Klinge springen lassen kann, um seine eigene kleine Welt in Sicherheit zu wiegen. Es zeigt genau auf, wo die Unstimmigkeiten, selbst in der Denkweise hier im Forum schon, wie Murmelchen aufgezeigt hat. Und wenn diese Denkweise sich nicht schlagartig ändert, werden wir machen können, was wir wollen, wir werden immer wieder Friendly Fire erleben, in Foren, im TV und in den Zeitungen.

    Die zitierten Beiträge, bei meinen Beitragen handelte es sich um moderative Fragestellungen, stammen - korrigiert mich wenn ich falsch liege - von 2009, also aus einer Zeit wo sich einige „Großkaliberschützen“ (das setze ich bewusst in Anführungszeichen, denn viele meinten damals und meinen noch heute es hätte sich um Schießsportgegner gehandelt die versuchten Schützen verschiedener Disziplinen gegeneinander aufzubringen bzw. gegeneinander auszuspielen) wie die letzten Deppen (nein, keine Blödheit, mieses Benehmen) aufgeführt haben und wir leider die Reißleine ziehen mussten um zu verhindern, dass unsere Idee eines konstruktiven Austauschs über Disziplin-, Verbands- und Landesgrenzen hinweg scheitert bevor sie überhaupt eine Chance hatte sich zu entwickeln. Ja, es ist mal wieder soweit und nein, wir werden nicht zulassen, dass einige ein Thema nach dem anderen dazu missbrauchen ihre Vorurteile runterzubeten.

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Es spielt keine Rolle, wann diese Zitate ursprünglich geschrieben wurden.
    Sie wurden geschrieben und damit sind sie vorhanden und können gelesen werden.


    Genauso verhält es sich mit den Zeitungsberichten oder TV Beiträgen.
    Sie wurden gebracht und viele Menschen haben sie gelesen oder gesehen.
    Selbst wenn es eine Richtigstellung gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau die Menschen, die den ersten, ursprünglichen Wurf gesehen haben, auf die Richtigstellung sehen, sehr gering und genau das ist, was viele nicht verstehen.


    Wie man den Zitaten entnehmen kann, wurden also hier im Forum auch solche Aussagen getätigt, die nie revidiert oder entfernt wurden. Somit sind sie vorhanden und sind eine Angriffsfläche.


    Das hat nichts mit zulassen einer Meinungsänderung zu tun.


    Und was die Vorurteilsbestätigung bestrifft, nun das wird von den GK Ablehnern innerhalb der LWB genauso gehandhabt.

  • Ok, nur damit ich das verstehe, wenn jetzt jemand also seine Meinung ändert, dann wird das zwar irgenwie zur Kenntnis genommen, aber er wird trotzdem weiter persönlich angegangen, denn es ist ja schlimm genug, dass er diese Meinung mal hatte oder überhaupt eine entsprechende Frage zugelassen bzw. diskutiert hat, ja, das deckt sich durchaus mit meinen Erfahrungen, aber dazu kann ich dir eines sagen: Wir tolerieren das keinesfalls!

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Hallo Gerhard,


    ich erlaube mir, Dich zu korrigieren, wie ja von Dir auch ausdrücklich erwünscht.


    Ja, Du liegst falsch, zwar nicht mit dem Jahr, aber ganz klar mit diesen ominösen GK-Schützen, welche wiedermal angeblich schuld sein sollen. Diejenigen, die Du hier ja so gerne als Unruhestifter und Aufwiegler usw. tituliert, waren zu dieser Zeit noch gar nicht im Forum aktiv. Ich übrigens auch nicht. Und man kann das hier auch alles noch im Forum nachlesen. Es gab da auch nichts zu moderieren und was die Grünen schon damals forderten, stand bzw. steht auch ganz eindeutig in dem Papier. Da ging es nicht um vermeintliche Waffennarren und Sammler.


    Und ja, auf Grund deiner ewig gleich lautenden Argumentation, immer schön schwammig und rhetorisch, aber gleichzeitig und subtil auch immer nur in eine bestimmte Richtung hin austeilend, Richtung der angeblich bösen GK-Unruhestifter, die es so in dieser Form hier gar nicht gibt, ebenso wenig wie es diese ständig und fast ausschließlich von Dir vorgenommene Unterteilung in GK auf der einen Seite und den Rest auf der anderen Seite in dieser Form wirklich gibt, glaube ich insbesondere auch bei Dir nicht an eine Meinungsänderung und auch nicht an eine auch nur ansatzweise vorhandene Lernbereitschaft, obwohl ich gerade bei Dir die Lernfähigkeit als gegeben ansehe.


    Und unter diesen Voraussetzungen, oder sagen wir besser, nicht vorhandenen Voraussetzungen, halte ich auch einen weiteren Austausch per PM, wie angeboten, für eher müßig. Sorry. Wie oft habe ich hier schon erklärt, dass ich überhaupt kein GK schieße, keine Kurzwaffen besitze, immer noch aktiv schwerpunktmäßig die olympischen Disziplinen schieße und seit Jahrzehnten auch als Funktionär tätig bin. Ich passe also gar nicht in dein Vorurteilsschema. Trotzdem kommt von Dir bei fast jeder kritischen Anmerkung (nicht nur von mir) immer nur diese pauschale Mär von den doch ach so bösen GK-Schützen, die ja eh alle nur frustrierte Legalwaffenbesitzer aus dem Dunstkreis von Selbstverteidigung, Bürgerrechten und Eigentum sind. Und dann auch immer noch in dieser ominösen Wir-Form.


    Merke, wer bei jeder Gelegenheit so einseitig argumentiert, trotz aller Fakten und bar jeder Realität dort draußen in unsren Vereinen, wer üble Entgleisungen, wie sie in hier in letzter Zeit von Nutzern wie Kogge und sogar auch vom Moderator dingo kamen, einfach so durchgehen lässt, hingegen sachliche und begründete, wenn auch pointiert vorgebrachte Kritiken bezüglich dieser schon lange nicht mehr zu leugnenden weiteren Gefahr durch die ständige Promotion dieser Lichtpunktdinger als ekelig bezeichnet und die Kritiker einfach so als intolerante Spinner aus der weiter oben schon genannten vermeintlichen Ecke abtut, dem glaube ich diese angebliche Toleranz nicht und bewerte deshalb diese auch immer wieder so schön in der Wir-Form vorgetragenen Verweise zu allen Disziplinen auch nur als Lippenbekenntnisse.



    So, ich habe jetzt fertig. Ich hätte mir das jetzt auch verkniffen, aber Du sahst Dich ja wieder mal genötigt, noch ein paar Kohlen nachzuschieben. Und noch etwas und ich habe es auch schon mal gesagt, wenn Du diesen Austausch und diese Auseinandersetzung hier in diesem Forum nicht möchtest, dann musst Du es nur klar sagen. Aber sage es dann auch bitte mit offenen Visier.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Ok, nur damit ich das verstehe, wenn jetzt jemand also seine Meinung ändert, dann wird das zwar irgenwie zur Kenntnis genommen, aber er wird trotzdem weiter persönlich angegangen, denn es ist ja schlimm genug, dass er diese Meinung mal hatte oder überhaupt eine entsprechende Frage zugelassen bzw. diskutiert hat, ja, das deckt sich durchaus mit meinen Erfahrungen, aber dazu kann ich dir eines sagen: Wir tolerieren das keinesfalls!

    Also, Du verstehst mich da falsch, oder liest meinen Beitrag nicht richtig.


    Quote

    Es spielt keine Rolle, wann diese Zitate ursprünglich geschrieben wurden. Sie wurden geschrieben und damit sind sie vorhanden und können gelesen werden.


    Hier verweise ich darauf, dass mal etwas gesagt wurde und von jedem so gelesen werden kann.
    Genauso wie ein Zeitungsbericht.


    Quote

    Genauso verhält es sich mit den Zeitungsberichten oder TV Beiträgen.
    Sie wurden gebracht und viele Menschen haben sie gelesen oder gesehen.
    Selbst wenn es eine Richtigstellung gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau die Menschen, die den ersten, ursprünglichen Wurf gesehen haben, auf die Richtigstellung sehen, sehr gering und genau das ist, was viele nicht verstehen.


    Hier ist des Pudels Kern. Ein Zeitungsbericht, wie der hier diskutierte, der eine bestimmte Aussage beinhaltet. Ob nun eine Richtigstellung kommt, oder nicht, spielt vordergründig keine Rolle. Das geschriebene ist da und in den Köpfen der Ursprungsleser vorhanden. Diese Ursprungsleser werden die Richtigstellung kaum lesen oder gar wahrnehmen. Bedeutet, der Bericht hat aus Sicht des Journalisten seinen Zweck erfüllt, nämlich eine bestimmte Aussage transportiert und fertig.
    Genauso ist es mit Einträgen, wie die zitierten, in Foren.


    Quote

    Wie man den Zitaten entnehmen kann, wurden also hier im Forum auch solche Aussagen getätigt, die nie revidiert oder entfernt wurden. Somit sind sie vorhanden und sind eine Angriffsfläche.


    Das hat nichts mit zulassen einer Meinungsänderung zu tun.


    Und was die Vorurteilsbestätigung bestrifft, nun das wird von den GK Ablehnern innerhalb der LWB genauso gehandhabt.


    Du siehst also, ich spreche Dir nicht ab, Deine Meinung ändern zu können.

  • @BBF Nur mal so aus neugierde, hast du da auch einen Beleg für?
    Bekomme nicht alles mit was so außerhalb des Forums geschrieben wird.


    Frage doch einmal Herrn Potthast nach seiner Meinung zur Sinnhaftigkeit der Ordonanzgewehrwettbewerbe im Rahmen des Sportschießens im DSB. Das er diese nicht sieht, steht sogar in einem Protokoll der Technischen Kommission des DSB.


    BBF