• Um richtiger Schütze zu sein braucht es aber auch nicht in jedem Kaff einen Schützenverein. Kannst mir gerne per PM antworten.


    Sicher nicht, es macht aber die Jugendarbeit und darumgeht es hier einfacher. Ich glaube kaum dass das Leistungszentrum in Zell am See für den 8-jähringen der im sitzen aufgelegt beginnt der richtige Stand ist.

    Um in das Leistungszentrum zu kommen müssen die Schützen erstmal in den Käffern gefunden werden.

    PS: Nach Zell am See war bin ich kaum unter einer Stunde gefahren und da hatte ich dem Salzburger gegenüber den Vorteil in Reichenhall zu starten.

    Karl

  • Es ist der Stand der SG Zell am See. Dort findet auch ein Vereinsleben statt und ist nicht nur eine Talentschmiede. Der Stand allein nützt nichts wenn dort keine "Trainer" sind. Verstehe aber auch nicht ganz warum wir jetzt trotz dem "Waffenparadies Österreich" überall einen Schießstand eröffnen sollen. Ich finde wir können in Österreich doch eine gute Grundversorgung zu Verfügung stellen. Wenn bei uns wer im Kader Schi fährt braucht er länger zu seiner Trainingsstätte als ein Schütze.

    Schulsportservice Tirol nur mal so ein kleiner Einwurf was alles möglich sein kann...

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Wenn bei uns wer im Kader Schi fährt braucht er länger zu seiner Trainingsstätte als ein Schütze.


    So ists richtig immer schön Äpfel mit Birnen vergleichen. Nur müssen die Tiroler keinen für den Schikader werben, sondern die können aus dem vollen schöpfen (Aussage eines ÖSV-Trainers) weil es eben in jedem Kaff einen Schi Verein gibt. :D Natürlich ist Schifahren attraktiver, gelegentlich ist da sogar was zu verdienen.

    Karl

  • Nö ich vergleiche Sport mit Sport und der Vergleich stimmt halt bei uns. Es gibt sicher mehr Schiclubs als Schützenvereine nur sind da halt auch einige einfach nur als Sektion bei anderen Sportvereinen angesiedelt. Die meisten der Schiclubs haben aber vielleicht irgendwo ein kleines Clublokal und das war es auch dann. Zum Trainieren (falls es immer ein professionelles Training gibt) muss man in ein Schigebiet fahren. Das liegt nicht immer vor der Hautüre. Und jetzt überlegst dann mal was der Schiclub so im Sommer macht...

    Es stimmt sie müssen nicht werben... der finanzielle und zeitige Aufwand selektiert dann aber eh auch schon ungemein...

    Der österreichische Schiverband hat aber auch das gleiche Problem mit der Jugend. Die jammern mal gleich. Es jammern eigentlich alle Sportverbände....

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • In diesem Thread sind von allen (!) Seiten gute Einwürfe und Anmerkungen gekommen (von einigen freilich mehr), er hat sich also schon sehr gelohnt.
    Auch psychopathologisch ist er von Interesse: wie hier teilweise einfach die Realität ignoriert und mit beeindruckender Dreistigkeit bestritten wird. Und die Außenwelt (jenseits des eigenen Kopfes oder des eigenen Vereins) existiert nicht.

    Wie es ASE gestern in Waffen-Online sehr treffend charakterisierte:
    "Darauf angesprochen antworten wir, dass der Rosa Elefant in unserem Schrank sagt, die Realität lüge."

    (*Seufz*) :pinch:

    Carcano

    6 Mal editiert, zuletzt von Carcano (20. Mai 2012 um 02:07)

  • Ich finde das Thema ebenfalls sehr interessant, und auch wenn die Anmerkung „[...] wie hier teilweise einfach die Realität ignoriert und mit beeindruckender Dreistigkeit bestritten wird.“ nicht unbedingt eine positive Diskussionsgrundlage darstellt, finde ich's trotzdem sehr auffallend, dass sowohl die emotionalen Prophezeiungen eines Verschwindens unserer Sportart als auch die ziemlich hartnäckigen Forderungen professioneller Fernsehwerbung, bisher - 2008 bis heute - vor allem von Schützenvereinen kommen die selbst sehr großes Verbesserungspotential besitzen und aktuell nicht nutzen.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Außerdem reden wir hier auch nicht über emotionale Prophezeiungen, sondern über nackte Tatsachen.

    Der Rückgang der aktiven Schützen und hier insbesondere der Bereich der 20 bis 40-jährigen ist real, belegt und stellt mittlerweile für viele Vereine eine existenzielle Bedrohung dar. Dieser Rückgang ist natürlich regional höchst unterschiedlich ausgeprägt und betrifft auch eher den breitensportlichen Bereich und ist daher auch nicht überall so offensichtlich. Das ändert aber nichts an der Tatsache.

    Die Ursachen und Gründe dafür sind sicher vielfältig, aber etliche Ursachen liegen auch bei den Vereinen und deren Stukturen selbst. frank17 spricht die leider immer noch oft herrschende Mentalität, oder sagen wir besser Borniertheit, an und ja, mangelndes Verständnis dafür, warum ein Nur LG-Verein auch ein Problem sein könnte, geht leider auch in die gleiche Richtung.

    Deshalb macht ein Dialog hier schon Sinn. Nur muss man sich auch darauf einlassen, versuchen zu verstehen, was der andere meint, aufrichtig sein und sich im Zweifel auch selbst mal kritisch hinterfragen, ob nicht auch ein Teil der bisherigen Ansichten und Sichtweisen in Wirklichkeit doch nur auf Vorurteilen beruhen.


    Mit bestem Schützengruß und einen schönen Sonntag

    Frank - jedes 'ihr' und jeder 'Ballermann' gibt zukünftig 5 EUR in die Lagerkasse, ä Gemeinschaftskasse


  • Nur als Hinweis, hier ist noch der direkte Link zum Nachfolgebericht 2011, wo sich der vielfache Rückgangstrend verschärft fortsetzt:
    Bestandserhebung_2011.pdf
    Und die vorangehenden Statistiken der letzten Jahre sind hier zu finden: Der Deutsche Olympische Sportbund : Statistiken

    Zwei allgemeinere Erkenntnisse hieraus sind wichtig:

    1. "Jugendarbeit" im Sport ist in Deutschland allgemein im D[O]SB eine ziemlich junge Sache, und beginnt erst so in den 1970ern. Für den Schießsport gilt dies in besonderem Maße, was auch zusätzliche historische und soziale Gründe hat.

    2. Für Kinder zwischen 7-14 Jahren ist die temporäre Mitgliedschaft in einem Sportverein (in jeder beliebigen Art Sportverein!) ein typisches und elternveranlasstes Durchgangsstadium. Das geht ab 15 deutlich zurück. Überall, sportartübergreifend. Bei uns im Schießsport bildet sich diese Erscheinung leicht zeitversetzt im JuniorInnenbereich besonders krass ab.

    * * *
    Und ich ergänze noch aus einem anderen Thread ( Allgemein Änderung der Alterseinteilung Juniorenklasse - Wettkämpfe - Meisterschützen ), weil es gerade hier so gut hineinpasst:


    Man/frau hat es damals sicher gut gemeint.
    In der Praxis sieht es aber inzwischen - ich weiß nicht, wie es früher war - wohl eher so aus, dass man die ganz ganz wenigen noch verbleibenden Junioren (den Sprung von der Jugend- in die Juniorenklasse machen ja die wenigsten) mit mehr verfügbaren Meistertiteln bei der Stange halten möchte. ;)

    Carcano

  • Ich bleibe bei meiner These, dass es auch, nicht nur, aber auch an vernünftiger PR mangelt.

    PR und Werbung kann vielseitig aussehen. Es kann eine TV- oder Kino-Werbung sein, genauso wie eine Plakatwerbung oder die Übertragung von Wettkämpfen im Fernsehen.

    Aber natürlich auch, was die allermeisten Schützenvereine bereits seit Jahren schon machen, Tage der Offenen Tür, Ferienspiele, Schützenfeste, etc.

    Ich möchte nicht sagen, dass eines diese Maßnahmen, es gibt noch zig weitere, das Maß aller Dinge ist, aber es ist die richtige Dosierung aus allem. Nur fehlt es derzeeit und seit Jahren schon an Teilen davon.

    Wenn ich mir ansehe, wie über Stunden hinweg im Eurosport Snooker übertragen wird, oder Dart, dann frage ich mich schon, ob die Schützenverbände nicht auch mal die Übertragung einer DM oder WM im LP/LG, KK, GK oder Perkussion auf die Reihe bekommen können.
    Oder wollen sie es schlichtweg nicht?

    Es nicht zu machen, ist aus meiner Sicht ein Fehler, denn es ist eine sehr gute Möglichkeit die vielseitigkeit und vorallem auch die friedlichkeit unseres Sports zu zeigen.
    Beim Dart haben die einen lustigen Kommentator, beim Snooker, naja ,da schlafe ich eher ein, genauso wie beim Golf.
    Was ist denn so aufregend, Golf im Fernsehen zu verfolgen?
    Ich spiele selber hini und wieder mal Golf und weis das es Spaß macht zu spielen, wie das Schießen auch, aber im Ferhnsehen zuzuschauen, wie ein paar Spieler einen Ball mit einem Schläger einen Fairway hinterprügeln und dann erstmal spazieren gehen, naja, aufregend ist für mich im Fernsehen etwas anderes. Aber es wird übertragen und es wird auch angeschaut. Genauso wie schießsportliche Wettkämpfe angeschaut werden würden, wenn sie nicht nur regional, sondern Bundesweit ausgestrahlt werden würden.

    Tage der offenenTür sind auch eine sinnvolle und gute Möglichkeit, regional PR zu betreiben, genauso wie Ferienspiele. Aber dazu muss der Verein aber auch die erforderlichen Mitglieder haben, die a) vorzeigbar sind aber auch mit fremden umgehen können. Und mal ehrlich, wenn ich so in manch einen Verein reinschaue, auch in meinen eigenen, dann finde ich da Mitglieder, denen ich nicht mal meine Kinder anvertrauen würde, wenn ich sie nicht kennen würde.

    Die Geselligkeit in den Vereinen ist auch ein gewisses Aushängeschild, das positiv, aber auch negativ gewertet werden kann. Leider habe ich oftmals den Eindruck, dass die negative Wertung eher häufiger zu finden ist. Mit negativ meine ich den Alkoholkonsum im Vereinsheim.
    Wenn Schützen aus dem Auto steigen und noch ne Dose Jacky/Cola in den Händen halten, oder noch vor einem Wettkampf erstmal nen Bier und Schnapps einwerfen, dann sehen das ggf. auch die Eltern, die ihre Kinder vom Training abholen oder mal zum Schnuppern vorbeikommen und das stößt negativ auf und kann zur Veranlassung führen, dass sie nie wieder kommen und das gesehene auch an andere weitergeben.
    Hier ist also die Außenwirkkung gefragt, will aber auch keinesfall behaupten, dass es überall so ist. Ich kenne aber leider einige solcher Vereine und Schützen, auf die das erwähnte zutrifft.
    Aber auch das kann und ist eine regionale Thematik!

  • ... der finanzielle und zeitige Aufwand selektiert dann aber eh auch schon ungemein...

    Der österreichische Schiverband hat aber auch das gleiche Problem mit der Jugend. Die jammern mal gleich. Es jammern eigentlich alle Sportverbände....


    Hier hast Du natürlich recht, es würde hier auch der Diskussion einiges an Schärfe nehmen wenn wir die allgemeine Entwicklung als solche und nicht als persönlichen Angriff auf uns Waffenbesitzer sehen würden.

    Auch bei den Schifahren fehlt heute teilweise der Wille sich für den Erfolg entsprechend zu quälen, wobei ich zugebe dass ich meinen Kindern auch nicht unbedingt das Programm dass bei den Schifahrern für den Kader gefordert wird zumuten möchte, denn selbst da hat nicht jeder Weltmeister für den Rest seines Lebens ausgesorgt.

    Karl

    Zitat

    Mit negativ meine ich den Alkoholkonsum im Vereinsheim.
    Wenn Schützen aus dem Auto steigen und noch ne Dose Jacky/Cola in den Händen halten,.......

    oder mit roter Birne Werbefilmchen drehen,

    Sorry bei der Vorlage musste das sein.

  • Ja, an dem Tag war ich nicht fit........das ist richtig.....bin aber auch nicht zu einem Wettkampf gegangen und habe auch nicht mit einer Waffe hantiert.... ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Dan More (20. Mai 2012 um 10:34)

  • Ich bleibe bei meiner These, dass es auch, nicht nur, aber auch an vernünftiger PR mangelt.

    Wenn ich mir ansehe, wie über Stunden hinweg im Eurosport Snooker übertragen wird, oder Dart, dann frage ich mich schon, ob die Schützenverbände nicht auch mal die Übertragung einer DM oder WM im LP/LG, KK, GK oder Perkussion auf die Reihe bekommen können.
    Oder wollen sie es schlichtweg nicht?
    ...
    Die Geselligkeit in den Vereinen ist auch ein gewisses Aushängeschild, das positiv, aber auch negativ gewertet werden kann. Leider habe ich oftmals den Eindruck, dass die negative Wertung eher häufiger zu finden ist. Mit negativ meine ich den Alkoholkonsum im Vereinsheim.
    Wenn Schützen aus dem Auto steigen und noch ne Dose Jacky/Cola in den Händen halten, oder noch vor einem Wettkampf erstmal nen Bier und Schnapps einwerfen, dann sehen das ggf. auch die Eltern, die ihre Kinder vom Training abholen oder mal zum Schnuppern vorbeikommen und das stößt negativ auf und kann zur Veranlassung führen, dass sie nie wieder kommen und das gesehene auch an andere weitergeben.

    Hallo,
    ich nehme mir mal zwei Themen raus, die ich klasse finde,
    a) die (nicht groß vorhandene) Berichterstattung in den Sportkanälen:
    Sehe ich genauso, ich war kürzlich auf regionalem Finalschießen in unserem Gau mit zwei Kids, ich muss sagen, wir sind an allen 4 Einzelfinals an unseren Stühlen "geklebt" - auch die Kinder (7 und 10 Jahre) und es war sehr interessant zum Zuschauen. Das wäre sicherlich auch ein tolles TV-Ereignis und könnte "ausgeschlachtet" werden. Die Frage ist jetzt halt nur, wie man an öffentliche Publicity ran kommen kann, sprich, wie schaffe ich es, einen Sendeplatz zu bekommen. Bei Dart&Snooker fällt es mir halt auf, dass es immer dann kommt, wenn z.B. der Fussball gerade ruht. Zusätzlich sind die ganzen Sponsoren von der "Sportwetten und Online-Poker-Mafia". Ich bin da kein Spezialist, aber ich denke, nur so geht es. Allerdings ist auch die Situation etwas unterschiedlich, da versuchen absolute Randsportarten, sich auszubreiten, was wohl nicht schlecht klappt, bei uns Schützen ist es das Bestreben, dem "Schrumpf-Trend" entgegenzuwirken.

    b) das Thema Geselligkeit ~ Alkohol:
    da muss ich sagen, wer sich in den niederen und mittleren Fussballligen und -Vereinen etwas auskennt, der muss auch sagen, die Jungs sollten/können nach einem Spiel mit anschließendem Nachbesprechen im Sportheim oder Wirtschaft nach Wahl auch kaum noch ins Auto steigen und der Alkoholkonsum ist da auch eher schlimm. Ich sehe es oft, dass z.B. Leute in den Reserve-Teams mittags um ca. 13:00 Uhr gerade so geradeaus laufen können und spielen/rennen - immer vor Publikum - sich den Alkohol aus dem Leib...(dank Restalkohol einer durchzechten Nacht bis 4 Uhr früh). Also ich kenne da wenig Sportvereine - ob Squash/Tennis oder auch - mal was ganz anderes, die Sänger aus dem Kirchenchor -- die nicht nach jeder Übungseinheit nicht auch noch zusammensitzen und ein Glas Wein trinken ect. . Ausnahme bei uns sind da z.B. die Kampfsportler.
    Nur, und das ist echt das Problem - die Schützen oder auch Nichtschützen (die nur zum Trinken kommen) - bewerben das Thema Geselligkeit zu sehr und da bei uns fast jeder mit Fahrzeug unterwegs ist (dank Ausrüstung mit Koffer und Tasche) kann Alkoholkonsum eigentlicht nicht so schlimm werden. Ich würde daher als Schützenorganisation den Begriff Geselligkeit nicht mehr mit dem Schiesssport zusammen als gegeben nennen, ich würde v.a. eher Kameradschaft oder Tradition zur Werbung verwenden.

  • Die Ursachen und Gründe dafür sind sicher vielfältig, aber etliche Ursachen liegen auch bei den Vereinen und deren Stukturen selbst. frank17 spricht die leider immer noch oft herrschende Mentalität, oder sagen wir besser Borniertheit, an und ja, mangelndes Verständnis dafür, warum ein Nur LG-Verein auch ein Problem sein könnte, geht leider auch in die gleiche Richtung.

    Danke, genau dieses kleine „auch“ ist nämlich der springende Punkt, eine Spezialisierung schafft möglicherweise einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Bei unserer recht großen Vereinsdichte (Gauvereine, etwas weiter unten) wär's sicherlich ein interessanter Ansatz zu sagen, wir sind der Luftpistolenverein (der perfekte schlechthin!), mit modernster Ausrüstung, mit speziellen Trainern, etc. und nicht ein Verein von vielen der Luftpistole so nebenbei auch anbietet. Eine solche Spezialisierung betreiben auch bereits die reinen Schießsportvereine die gerade durch bewussten Verzicht auf Brauchtums- und Traditionspflege (die immerhin bei anderen Schützenvereinen zwischen 20 und 100 Prozent des Vereinslebens ausmacht) bei einigen Schützen punkten, oder?

    Ich bleibe bei meiner These, dass es auch, nicht nur, aber auch an vernünftiger PR mangelt. PR und Werbung kann vielseitig aussehen. Es kann eine TV- oder Kino-Werbung sein, genauso wie eine Plakatwerbung oder die Übertragung von Wettkämpfen im Fernsehen. Aber natürlich auch, was die allermeisten Schützenvereine bereits seit Jahren schon machen, Tage der Offenen Tür, Ferienspiele, Schützenfeste, etc. Ich möchte nicht sagen, dass eines diese Maßnahmen, es gibt noch zig weitere, das Maß aller Dinge ist, aber es ist die richtige Dosierung aus allem. Nur fehlt es derzeeit und seit Jahren schon an Teilen davon.

    Das klingt vernünftig. Die lokalen Maßnahmen sind abhängig vom eigenen Engagment des lokalen Schützenvereins, wobei beispielsweise das angekündigte „Wochenende der Schützenvereine“ etwas Hilfestellung bietet, man erhält auch zahlreiche Anregungen in Foren, Lehrgängen, Fachzeitschriften und kann sich auch vieles bei anderen Sportvereinen abschauen. Ein großes Manko ist aktuell die Präsentation bzw. Nichtpräsentation großer Schießsportveranstaltungen, da werden sogar Weltmeisterschaften im eigenen Land von vielen Schützen nicht wahrgenommen, da kann man Bundesligawettkämpfe mit Glück und Spürsinn per Liveticker verfolgen und jeder der Veranstalter kocht irgendwie sein eigenes Süppchen, ...

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Ich stimme Dir da zu. Auch oder gerade bei dem Leistungssportarten ist der Alkoholkonsum sehr hoch, in den unteren Ligen. Also alte Herren Mannschaften, Senioen Mannschaften, Schoppekicker, etc. und gut heißen will ich das auch nicht.
    Allerdings ist es bei den Sportarten so, dass sie von der Bevölkerung anerkannt und akzeptiert sind.
    Die Zuschauer kommen ja selbst zum zuschauen und zwitschern diverse tassen Bier.
    Beim Fußball wird aber auch nicht mit Waffen hantiert oder Waffen transportiert.

    Ich bin der letzte, der der nach einem Training oder Wettkampf jemandem sein Bier nicht gönnt, aber es wird Vielerorts damit auch übertrieben und damit wird es zum Problem.

    @ Gero,

    ich habe zunehmend das Gefühl, dass die Verbände die ganze PR den Vereinen überlassen, anstelle sich Gedanken darüber zu machen, wie sie überregional die PR auf die Reihe bekommen.
    Sie können nicht alles auf die Vereine , Gauen oder Schützenkreise abwälzen, ohen selber Aktiv zu werden.
    Die Bundesverbände wären hier gefragt die überregionale Werbung in die eigene Hand zu nehmen und für den Sport an sich zu werben. Der Verein kann nur in seinem Wirkungskreis des Ortes oder des Kreises werben, nicht aber für eine LM oder DM.

    Ein Interessantes Projekt wäre es doch mal, eine (nur ein Beispiel) LM, DM oder WM per Videostream ins Internet zu übertragen und als Livestream in Form eines Public Viewings in den Schützenhäusern zur Verfügung zu stellen.
    Dank moderner Technologie, wie Internetsticks mit Flatrate, wäre das auch in abgelegeneren Bereichen, ohne Internetanbindung machbar.
    Ich denke mal, die Kosten dafür wäre durchaus überschaubar und könnten teils auch von den Sponsoren mit übernommen werden, wie die Waffenhersteller, Munitionshersteller, etc.
    Das wäre z.B. ein vernünftiger Versuchsballon, um die allgemeine Akzeptanz zu testen.
    Die vor Ort Werbung für das Public Viewing können die Gaue, Schützenkreise und Vereine dann mit übernehmen. Also Plakate im Ort aufhängen, etc.
    Und selbst wenn Anfangs überwiegend nur Schützen erscheinen, so würde sich das auch durchaus rumsprechen, Denke ich.

    Einmal editiert, zuletzt von Dan More (20. Mai 2012 um 12:05)

  • Mal eine drastische Frage, die mir hoffentlich niemand übel nimmt.

    Ist Schießsport in der beim DSB üblichen Form wirklich eine geeignete Sportart
    für Kinder und Jugendliche?

    Der Sport ist statisch und bewegungsarm, in einer Zeit in der sich der Nachwuchs
    eh kaum noch ausreichend bewegt.

    Der Sport ist kommunikationsarm, für mich ist das ein Segen, aber ist es das auch
    für Kinder/Jugendliche, die das Miteinander noch lernen/trainieren müssen?

    Nur weil andere Verbände meinen Kinder 'abgreifen' und den talentiertesten
    dann Kindheit und Jugend versauen zu müssen, sollten wir als Schützen diesem Vorbild
    m.M.n. nicht unbedingt folgen.

    Was ist so schlimm daran einzugestehen, das unser Sport eher für
    die reiferen Semester - sagen wir mal so ab 30- geeignet ist?
    (dann aber bis ins hohe Alter sehr viel Spaß macht)

    Wenns denn aber sein muß halte ich Dan's Vorschläge im Beitrag 135 für
    sehr gut und mehr als eine Überlegung wert.
    Hier sollte der Verband wirklich einmal über kinder- und jugendgerechte Diziplinen
    (viel Abwechslung, Kommunikation und Bewegung) nachdenken.

    Und wenn ich schon dabei bin noch einige Anmerkungen.

    Lichtgewehre:
    Ich entschuldige mich schon mal, aber auch meine Toleranz hat Grenzen.
    Ich halte diese Dinger für eine Perversion des Schießsports.
    Worum geht es denn bei unserem Sport?
    Mit einem Abschußgerät ein Projektil/Pfeil/Bolzen möglichst präzise ins Ziel zu lenken.
    Und auch wenn Herr Schumann anderer Meinung ist, die Beherschung des Sportgerätes
    ist für mich Hauptbestandteil dieses Sports.
    Herumleuchten mit Lasern ist bestenfalls(!) eine Simulation unseres Sport
    und wenn unser Verband nur simulieren will statt Sport zu treiben,
    hätte ich einen besseren Vorschlag.
    Kauft jeden Jugendlichen das neuste Computer-Ballerspiel, dann kann
    er simulieren und braucht nicht einmal den mühsamen Weg zum Schießstand
    in Kauf zu nehmen.
    Pro Jugendlichen spart das dann auch Anschaffungskosten im vierstelligen Bereich.

    Außerdem, wie soll man Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Sportgerät
    beibringen, wenn die den Sport nur mit Attrappen simulieren?

    Und wenn wir schon von Tradition reden, überlegt mal wie viel Mühe und Einsatz
    es unsere Vorgängern gekostet hat um den Schießsport nach dem Krieg
    in Deutschland wieder zu ermöglichen und gesellschaftsfähig zu machen.
    Und da stellt sich unser Verband nebst Vorzeigeschützen jetzt hin,
    hebt beim kleinsten Gegenwind die Hände und gelobt Schießsport nur noch zu simulieren?

    Werbung:
    Dan, Deine Vorschläge in allen Ehren, aber ich denke hier sind erst einmal
    die Vereine in der Pflicht.
    Ich habe z.B. Anfang des Jahres einen neuen Verein gesucht und da
    ergab sich werbetechnisch ein Bild des Grauens.
    80% (meinetwegen gefühlte) haben keine oder wenig informative Webseiten.
    Fürs Finden der Vereine -nachdem man Stunden nach Adresse und Trainingszeiten gesucht hat-
    braucht man ausgeprägte Talente als Pfadfinder.
    Wenn man Glück hat verweist ein Zettel oder ein kleines Schild auf die Schießstätte.
    Bei noch mehr Glück ist dann auch ein Ansprechpartner da.

    Ich denke mal, bevor man an Fernsehwerbung denkt, wäre ein gut sichtbares(!) Plakat vor jedem Vereinsheim,
    mit Trainingszeiten und dem Satz " Gäste jederzeit willkommen" plus eine vernünftige Webseite
    die effektivere Werbung.

    Außerdem muß großangelegte Werbung nachhaltig sein. (um dieses Schlagwort auch mal zu benutzen)
    Ein paar TV Spots machen keinen Sinn.
    Und bei dauerhafter Werbung im TV wird man auch mit 1,5 Mios nicht weit kommen.

    Außerdem II: Und was dann? Wenn der Interessent auf die oben genannten Hürden trifft?
    Stell Dir vor Automarke xy macht Fernsehwerbung und Du mußt dann eine Woche eine Laden
    suchen der die Dinger auch verkauft.

    Ich denke mal, Schritt 1 sollte sein, daß sich die Vereine mehr öffnen und
    ihren Sport vernünftig präsentieren.
    Schritt 2 ist dann die Ausübung des Sports auch sicherzustellen und zu erleichtern.

    Erst wenn das bei 90% der Vereine funktioniert und immer noch Mitglieder fehlen (was ich bezweifle)
    sollte man über weitere Maßnahmen nachdenken.

  • In Wiesbaden gibt es einen Verein, der einen Kurs bei der VHS anbietet. Schießen, eine laute Form der Meditation.
    Der Kurs platzt aus allen Nähten und der Verein hat dadurch einen regen Zuwachs an Mitgliedern erhalten. Das ist sehr positive PR für den Sport und den Verein.

    Klappt aber nicht überall. Im ländlichen fehlt es dafür an Interessenten.
    In unserem Verein haben wir lediglich ein enziges Mitglied aus dem eigentlichen Ort. Alle anderen kommen aus anderen Orten. Warum konnte mir bislang keiner sagen.

    Letztes Jahr auf der Mannschaftsführersitzung hatte ich die Bitte geäußert, dass die Postanschriften der Schützenhäuser auf die Mannschaftsführerlisten eingetragen werden, damit auch neue Schützen, die Vereine zum Wettkampf finden können.
    Alleine für die Frage wurde ich fast gelyncht!

    Das Ergebnis waren Kommentare wie:
    "Ruf an und wir erklären Dir den Weg!"
    "Das wollen wir nicht, da sonst auch Einbrecher wissen wo die Vereine sind!"
    "Viele Vereine haben keine Postanschrift!"

    Ich stimme Dir zu, Tom_123, dass die Werbung im eigenen Verein beginnt. Aber genau da scheitert sie auch schon, an den alten Strukturen und die Weigerung sich mit den modernen Technologien auseinander zu setzen.
    Den Webauftritt meines Vereins bezahle ich aus privater Tasche. Da kommt nichts vom Verein!

    Ich stimme zwar weitgehend zu, dass die Öffnungszeiten öffentlich bekannt sein müssten, aber das bringt die Gefahr, dass kriminelle Subjekte sehen können, wann die Hütte leer ist. Ist also somit nicht ganz ungefährlich.

    Wie ich ja sagte, einmalig € 12,- von jedem Mitglied des DSB sind schon ca. € 18.000.000,- als Grundstock. Danach ca. € 1.500.000,- im Jahr.
    Damit lässt sich durchaus etwas machen. Z.B. eine eigene Kameraausstattung anschaffen und Videostreamingserver betreiben, um die Wettkämpfe ins Internet zu streamen.
    Bei uns im Betrieb machen wir das für die Betreibsversammlungen, mit weitaus höherem Aufwand, als es bei einem Wettkampf in Deutschland erforderlich wäre.
    Wir übertragen die Reden des Vorstandes, mit Frage/Antwort Spielen und Sprachwechsel zwischen Deutsch und Englisch in alle Standorte/Büros, die wir über die welt verteilt haben.
    Kosten liegen bei ca. 55.000 Euro incl. Technik, Aufbau, etc.
    Wenn man nun hochrechnet, dass man einen Wettkampf über eine Woche übertragen kann, wären das ca. € 275.000,- (nur geschätzt).
    Damit blieben von den ca. € 1.500.000 immer noch 1.225.000 übrig! Und da ist noch kein Sponsoring dabei. Wie gesagt, einen versuch ist es allemal wert.

  • Mal eine drastische Frage, die mir hoffentlich niemand übel nimmt. Ist Schießsport in der beim DSB üblichen Form wirklich eine geeignete Sportart für Kinder und Jugendliche? Der Sport ist statisch und bewegungsarm, in einer Zeit in der sich der Nachwuchs
    eh kaum noch ausreichend bewegt. Der Sport ist kommunikationsarm, für mich ist das ein Segen, aber ist es das auch
    für Kinder/Jugendliche, die das Miteinander noch lernen/trainieren müssen?

    Definitiv. Wir trainieren vor allem ein perfektes Körpergefühl. Ausgleichssport ist trotzdem immer empfehlenswert. Ein guter Trainer sieht deshalb auch andere Sporten nicht vor allem als Bedrohung, sondern als wertvolle Ergänzung, und wird gerade im Kinder- und Jugendtraining einseitige Belastungen vermeiden.

    Lichtgewehre: Ich entschuldige mich schon mal, aber auch meine Toleranz hat Grenzen. Ich halte diese Dinger für eine Perversion des Schießsports. Worum geht es denn bei unserem Sport? Mit einem Abschußgerät ein Projektil/Pfeil/Bolzen möglichst präzise ins Ziel zu lenken. Und auch wenn Herr Schumann anderer Meinung ist, die Beherschung des Sportgerätes ist für mich Hauptbestandteil dieses Sports. Herumleuchten mit Lasern ist bestenfalls(!) eine Simulation unseres Sport [...]

    Die körperlichen und geistigen Anforderungen sind eigentlich fast identisch. Wir können damit unsere Sportart allerdings auch problemlos Kindern unter 10 Jahren ermöglichen und beispielsweise auch genehmigungsfrei Sommerbiathlons veranstalten. Gut genutzt eine wertvolle Ergänzung.

    Außerdem, wie soll man Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Sportgerät beibringen, wenn die den Sport nur mit Attrappen simulieren?

    Wie machen wir's bisher? Die bekannten Sicherheitsregeln werden natürlich immer vermittelt! Geladen oder nicht, gefährlich oder nicht, man zielt niemals auf Menschen. Punkt. Da gibt's keinen Spielraum.

    Ich denke mal, Schritt 1 sollte sein, daß sich die Vereine mehr öffnen und ihren Sport vernünftig präsentieren. Schritt 2 ist dann die Ausübung des Sports auch sicherzustellen und zu erleichtern. Erst wenn das bei 90% der Vereine funktioniert und immer noch Mitglieder fehlen (was ich bezweifle) sollte man über weitere Maßnahmen nachdenken.

    Da stimme ich dir völlig zu.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Mal eine drastische Frage, die mir hoffentlich niemand übel nimmt.

    Ist Schießsport in der beim DSB üblichen Form wirklich eine geeignete Sportart
    für Kinder und Jugendliche?

    Der Sport ist statisch und bewegungsarm, in einer Zeit in der sich der Nachwuchs
    eh kaum noch ausreichend bewegt.

    Der Sport ist kommunikationsarm, für mich ist das ein Segen, aber ist es das auch
    für Kinder/Jugendliche, die das Miteinander noch lernen/trainieren müssen?


    Das DSB schießen an sich ist nicht direkt für kinder und jugendliche geeignet, dafür bewegen sie sich einfach zu gerne.

    Dafür bekommt man in der Ausbildung zum Trainer entsprechende Informationen usw mitgegeben. Was in der Ausbildung zur Jugendbasislizennz gelehrt wird kann ich in dem fall nicht sagen, da ich von der anfänglichen Übergangsregelung "profitirt" habe.

    Man muß das training entsprechend organisieren für die kids, das diese zwischendurch auch genug zeit für bewegung haben. Ein Ausgleichssport wie Fußball, Handball, Volleyball, Schwimmen, usw ist da auch von vorteil, die Kids bekommen dort eine allgemeine Fittness mit an die Hand und bei uns Schützen kommt dann die Konzentration und die Feinmotorik dazu.

    Auch wenn ich verteufelt werde für diesen kommenden Satz:
    ich habe nix dagegen wenn meine Jugendlichen PC spiele spielen.

    Seien es die Ego Shooter wie Counterstrike, seien es Echtzeitstrategiespiele oder mein Favorit für die Kids Tetris. Grade letzteres ist durch die tragbaren Konsolen ein gutes Mittel vor dem Schießen, wenn man eine längere Autofahrt hinter sich hatte, nochmal schnell die Hand-Augen-Koordination in schwung zu bringen.

  • ... finde ich's trotzdem sehr auffallend, dass sowohl die emotionalen Prophezeiungen eines Verschwindens unserer Sportart ... vor allem von Schützenvereinen kommen die selbst sehr großes Verbesserungspotential besitzen und aktuell nicht nutzen.


    Ich würde hier differenzieren zwischen denjenigen, die versuchen zu sensibilisieren und ihren jeweiligen Vereinen. Zwischen den Einschätzungen der Einzelpersonen und derjenigen der Vereinen (resp. den dortigen Verantwortlichen) liegen manchmal Welten. Dies mag erklären, warum zwischen artikulierten Bedürfnissen und Handlungen scheinbar und manchmal auch real Welten liegen.
    Aus meiner Sicht geht es in keinster Weise darum, Dinge zu beklagen, ohne selbst etwas zu unternehmen. Die implizit gestellte Frage lautet doch "Wie bringe ich meinem Verein zu einem bestimmten Handeln?". Davor steht die Frage "Wie bringe ich meinem Verein bei, welche Konsequenzen ein Nichthandeln hat?".

    Zitat von Murmelchen

    Der Rückgang der aktiven Schützen und hier insbesondere der Bereich der 20 bis 40-jährigen ist real, belegt und stellt mittlerweile für viele Vereine eine existenzielle Bedrohung dar.


    Beiliegende Grafik habe ich seinerzeit im Rahmen einer Mitgliederversammlung vorgestellt. Die blauen Zahlen und Balken repräsentierten die seinerzeit vorhandenen Mitglieder, die roten Zahlen die tatsächlich sportlich aktiven Schützen. Ich weiß, dass eine solche Altersverteilung zumindest qualitativ repräsentativ für viele Vereine ist. Für mich stellte und stellt sich die Frage, wer solche Vereine in 10 Jahren trägt. Die heutigen Jugendlichen werden es in den seltensten Fällen sein, weil diese - rein statistisch - mehrheitlich genau dann ausbildungs- und berufsbedingt in einer Auszeit sind oder sich endgültig aus dem Sport verabschiedet haben. Leider habe ich es bislang nicht geschafft, ein Problembewusstsein zu schaffen.
    Wir brauchen heute(!) die derzeit fehlende Altersgruppe, um aus dieser in ein paar Jahren die Träger des Feuers zu rekrutieren. Die Bewahrer der Asche werden dann auf dem Altenteil oder selbst zu Asche geworden sein.

    Zitat von Karl

    ... wenn wir die allgemeine Entwicklung als solche und nicht als persönlichen Angriff auf uns Waffenbesitzer sehen würden.


    d'accord. Allerdings sollten wir uns nicht darauf ausruhen, sondern Lösungen entwickeln, um den daraus resultierenden Problemen zu begegnen.

    Zitat von Geronimo

    Die lokalen Maßnahmen sind abhängig vom eigenen Engagment des lokalen Schützenvereins, ...


    In der Tat. Lasst uns überlegen, wie wir sensibilisieren können, welche Handlungen wohl erfolgreich sein können und wie wir sie am Besten in die Tat umsetzen. Es ist hoffentlich noch nicht hoffnungslos.

    In Wiesbaden gibt es einen Verein, der einen Kurs bei der VHS anbietet. Schießen, eine laute Form der Meditation.
    Der Kurs platzt aus allen Nähten und der Verein hat dadurch einen regen Zuwachs an Mitgliedern erhalten. Das ist sehr positive PR für den Sport und den Verein.


    Eine der besten PR-Ideen, die mir bislang untergekommen ist. Durch die Kooperation mit der VHS wird über einen langen Zeitraum eine Zielgruppe angesprochen, die über die hergebrachte Vereinsarbeit niemals zu erreichen wäre. O-Ton von Teilnehmern: "Wäre das nicht über die VHS angeboten worden, wäre ich niemals zu einem Schützenverein gegangen.". Auch inhaltlich unterscheidet sich diese Maßnahme sehr nachhaltig von den typischen Einführungen neuer Interessenten in den Schützenvereinen. Es gibt einen Seminarplan für die 10 Abende, der zunächst von Theorie, Handling und Sicherheit geprägt ist. Erst wenn diese Aspekte hinreichend behandelt sind, fängt das praktische Schießen an - ausgehend von LP über KK bis GK. Gänzlich anders, als das in manchen Vereinen gehandhabt wird - dort heißt es teilweise "die Leute wollen doch schießen, lass sie doch" (und faktisch bedeutet dies tw. "gib ihnen ein/e ... und lass sie damit alleine").
    Interessanterweise haben nach meinen Beobachtungen alle Teilnehmer des VHS-Kurses sehr gut verdaut, nicht gleich an den ersten Abenden schießen zu dürfen. Es war ihnen gut zu vermitteln, dass zunächst der theoretische Hintergrund geschaffen werden muss. Alle sind nach meinen Beobachtungen mit Interesse und Spaß dabei. In meinem beschränkten Weltbild liegt das daran, dass sich jemand um die Interessenten kümmert - persönlich, umfänglich und verlässlich.
    Danke für die herausragende Idee, die sich evtl. auch andernorts umsetzen lässt. Danke für die gute Umsetzung. Danke, dass ich dabei sein kann.