KK Liegend, für Jugend ist das Gewehr zu lang

  • Hallo an alle


    ich habe folgendes Problem. Ich möchte meine Tochter (17Jahre) in das KK liegend Schießen einführen. Nun haben wir bei uns im Verein verschiedene KK Waffen ausprobier--- Anschütz 1813 mit Lochschaft, Walther 100 mit Holzschaft, Walther UIT mit Holzschaft. Bei all diesen Gewehren kommt sie nur sehr schwer an den Abzug ran, auch wenn man an den Waffen verstellt, was zu verstellen geht. Nun ist meine Tochter auch nur 1,60 cm groß und hat dementsprechend auch nur recht kurze Arme ;-)


    Ich wollte hier mal wissen ob es da spezielle Waffen gibt mit kürzeren Schaft und dem entsprechenden kurzen Weg vom Griff zum Abzug. Denn bei den alten Waffen den Schaft ab sägen wollte ich nicht und am Griff ändert sich dadurch auch nichts.


    Oder wer so eine Waffe günstig anzubieten hat.


    Mit einem Aluschaft ist man bestimmt auch sehr flexibel, aber die Preise sind auch sehr hoch.

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Der Walther Anatomic Schaft baut sehr kurz im hinteren Bereich, ist aber auch sehr hochpreisig.


    Als "günstige Alternative" gab es mal einen 1907 Schaft von Anschütz der einen kürzeren Hinterschaft hatte. Vieleicht ist ja noch was lieferbar.
    Oder einen gebrauchten Schaft kaufen und kürzen.

  • hm, hier gibt es scheinbar nur Schützen mit "Gardemaß" :D Ich werde mal schauen, ob ich von irgendwo einen alten Lochschaft bekomme (möglichst von Anschütz) und den dann am hinteren Teil etwas kürze. Genauso wie an der Schaftkappe, da kann man auch noch was verkürzen. Bei einer MEC SchaftKappe z.B. brauch man nur das zwischen Stück (mit welchen man die SK seitlich etwas neigen kann) weglassen und schon hat man 1cm gekürzt.


    Wer hat den einen alten (vornämlich) Anschütz LOCHSCHAFT mit höhen verstellbarer Schaftbacke???????????????????

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  • Hallo



    aber Achtung: der Schaft im hinteren Bereich ist meistens NICHT das Problem; Die Krux ist meistens die zu kurze Schiene um den Anschlag sauber zu gestalten. Selbst mit dem 2700 von FWB hat man dieses Problem zum Teil weil zwar die Schiene ok ist, aber die Stützhand dann am Abzugsbügel verkantet. Kürzt man hinten am Schaft läßt zum einen der "Schulterdruck" nach und zum zweiten wird der Anschag -zumindest meistens- sehr steil und unbequem. Dann Entstehen Schmerzen im Rückbereich (Bandscheibenübergang) und auch die Kontinuität des Anschlages lässt zu wünschen übrig.


    In den über 25 Jahren als Kadertrainer mit Jugendlichen würde ich vorschlagen (nicht lachen) ein Stück Brett ca. 1 Meter Lang und 24 cm breit zu nehmen und einfach mal mit diesem Brett einen Anschlag aufbauen lassen. Mit Edding Markieren wo würde der Kopf, die Abzugshand und die Stützhand liegen. Dieses markierte Brett neben die Waffe legen und ruckzuck läßt sich erkennen wo verstellt, gehobelt oder noch gewerkelt werden muß. Nimmt ein Schütze das Gewehr in die Hand passt er sich immer etwas an und Jungschützen oder weniger erfahrene Schützen erkennen leider nicht immer wo es weh tut. Und das Argument -ist nur am Anfang so- muss nicht sein.


    Ach ja, zum in den Anschlag zu gehen mache ich am Anfang den Riemen weg und schiebe den Handstop ganz nach vorne. So muss der SChütze sich nicht in den Anschlag "zwängen"


    Probierts mal aus... das funktioniert (Sorry ich arbeite selten nach Büchern, habe aber schon vielen helfen können)


    Dieter

  • so, habe einen Anschütz Lochschaft 1810 ausprobiert (danke an Chakotay). Hier brauchte ich nur an der Schaftkappe die Längenverstell-Platte, an denen die Säulen befestigt sind, entfernen und habe schon 3 cm an länge eingespart. Bilder folgen. Etwas Trockentraining zu Hause, die Einstellug der Komponenten auf Sie abgestimmt und siehe da bei ersten Wettkampf (auf offenen Stand) gleich 548 Ring :thumbsup:

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  • und hier die Bilder..............



    ein bisschen musste doch noch absägen :love:


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