Broschüre „Sportschießen im Deutschen Schützenbund“ neu aufgelegt

  • Der DSB hat eine aktualisierte Broschüre „SPORTSCHIESSEN im Deutschen Schützenbund" herausgebracht, mit der Programme, Wettbewerbe und Ausrüstung vorgestellt werden.


    Interessant ist, dass erstmalig unter der Überschrift Sommerbiathlon auf Seite 35 das Laser-Gewehr „als Wettkampfvariante, speziell bei Schnupper- oder City-Veranstaltungen zur Anwendung kommen kann.“


    Bereits die vorherige Auflage, war besonders gut geeignet, Nichtschützen über die Vielfalt und Inhalte des Sportschießens kompakt zu informieren. Sie sollten daher von allen Vereinen, die aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben, angefordert werden.


    Auch für aktive Schützen lohnt sich ein Blick in die m. E. sehr informative Broschüre, da sie auch Beiträge zum Waffenrecht, zur Jugendarbeit, zur Tradition und Brauchtumspflege bietet.


    Publikationen - Deutscher Schützenbund e.V.

  • Auch wenn ich auch für den DSB an Wettkämpfen teilnehme, werde ich mich hüten Flyer oder sonstige Werbung für diesen Verband zu verteilen.


    Ich werbe nur für den schießsport, nicht für den Verband!

  • Weil mir letztlich der Verband, für den ich schieße am allerwertesten vorbeigeht. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob DSB, BDMP, VdRBW, etc.


    Solange wir in Deutschland diese Verbandspflicht haben, die Verbände sich aber weiterhin intern immer neue Schwachsinigkeiten ausdenken, um die eigenen Mitglieder zu gängeln, kann und werde ich keine werbung für einen Verband machen.


    Ich schieße Wettkämpfe für den DSB, das ist richtig, aber nicht weil ich unbedingt willm sondern weil dieses bescheuerte Waffengesetz es so verlangt, wenn ich mein Grundkontingent überschreiten möchte. Deswegen und nur deswegen schieße ich bei Wettkämpfen mit.


    Und wenn es nach mir ginge, was es aber nicht tut, dann wäre mein Verein schon lange nicht mehr im HSV Mitglied, sondern im BDMP, dem BDS oder der DSU.
    Ich versuche lediglich meinen Verein am Leben zu erhalten, nicht den Verband.

  • "Lasergewehr: beide eingesetzten Waffenvarianten (LG &
    KK) können durch entsprechende Laser-Gewehr-Modelle
    (für 10 und 50 m Wettkämpfe) ersetzt werden" (Zitat aus der Broschüre aus dem Teil Sommerbiathlon)


    Also schön langsam reichts mit dem leidigen Licht-/Lasergewehr. Als Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung ok, aber so eine Aussage in einer offiziellen DSB-Mitteilung, da reichts mir schön langsam auch. Das ist gefundenes Fressen für unsere Gegner und sollte keinesfalls verteilt werden. Dein Kampf fürs Lichtschießen in allen Ehren, Wilhelm, aber so einen non-sens wie dieses Zitat, kannst du doch nicht auch noch gutheißen, oder?


    Mein Vorschlag wäre: Da die Laufrunde viel Platz in Anspruch nimmt, könnte man dafür doch mal Sackhüpfen ausprobieren. Da würden sich die Biathleten aber auch dumm anschauen.


    Also nichts für ungut, aber irgendwo kann man alles übertreiben!!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hallo Dingo,


    ich glaube, Du siehst das Lichtschießen und meinen Einsatz dafür (kein Kampf!!!) etwas eng. Ich wiederhole mich: Es ist ein probates Mittel für eine erfolgreiche, frühe Mitgliederwerbung! Ein Medium in erster Linie für Öffentlichkeitsarbeit, wie es im Übrigen auch von Vereinen im BSSB genutzt wird.


    In der Broschüre wird von einer "Wettkampfvariante, die speziell bei Schnupper- oder City-Veranstaltungen zur Anwendung kommen kann“ , gesprochen. Erläuternd - für mich eher verwirrend - wird weiter unten geschrieben:
    "Lasergewehr: beide eingesetzten Waffenvarianten (LG & KK) können durch entsprechnede Laser-Gewehr-Modelle (für 10 und 50 m Wettkämpfe) ersetzt werden."


    Auf 50 Meter Entfernung werden die Laser-/Infrarotstrahlen m. W. nicht funktionieren. Wer weiß, vielleicht gibt es bald Geräte, die auch auf längeren Distanzen einsetzbar sind. :S


    Dein Vorschlag, den Ausdauersport-Anteil beim Kinderbiathlon durch Sackhüpfen zu bereichern, wird dann als "Bayerisches Modell" in die Geschichte eingehen. ^^

  • Hallo Wilhelm,


    dem ersten Absatz deines Postings (Einsatzrahmen Lichtgewehr) kann ich dir nur zustimmen.


    Auch den Hinweis auf Lichtgewehr an sich finde ich nicht schlecht. Als Schnupperschießen ist das ja ok. Aber wieso muss eine Cityversion mit Lichtgewehren geschossen werden? Was dabei herauskommt, sah man doch dieses Jahr "Auf Schalke" beim Biathlon. Das war doch auch sehr lächerlich! Es gibt einen Sommerwettkampf der Biathleten (Showveranstaltung) in einer kleineren deutschen Stadt (weiß jetzt den Namen nicht mehr), da wird auch in der "City" ein normaler Stand aufgebaut. Und auch "Auf Schalke" schoss man schon mit richtig.


    Und richtig überflüssig ist der von mir zitierte Absatz mit dem als Ersatz für die anderen Disziplinen. Das ist einfach nonsens!!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • ... ja, die Formulierung ist wirklich unglücklich.


    Du meinst wahrscheinlich den Biathlon in Püttlingen: www.city-biathlon.de - Biathlon der Weltelite: Startseite


    Dort wird "scharf" geschossen. Der Aufwand für die Herrichtung der Wettkampfstätte ist nicht unerheblich. Die Veranstaltung in Püttlingen wird wohl eher unter kommerzielen Gesichtspunkten organisiert, so dass der Aufwand durch entsprechende Einnahmen gedeckt wird.

  • Danke Wilhelm, genau den meinte ich!!


    Habe ihn dieses Jahr im Urlaub angesehen. Komisches Gefühl, neben Strand und Meer Biathlon zu gucken ;-)

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Guten Morgen,


    ich persönlich finde die Werbung mit dem Lichtschießen bedenklich. Wenn wir den Schußwaffengegnern zu viele Möglichkeiten aufzeigen, mit denen man das "richtige" Schießen ersetzen könnte, dann werden uns irgendwann die Argumente hierfür ausgehen.
    Und sein wir mal ehrlich, es hat mit dem Verschießen von Projektilen, die aussenballistischen Einflüssen unterliegen nichts zu tun. Es als "Ersatz" zu bezeichen finde ich nicht OK. Das es eine "Alternative" für den Einstieg bei den Jugendlichen ist, steht außer Frage. Nachdem man es ja leider nicht schaffte, die überzogenen Altersreglementierungen zu verhindern. Mit den momentanen Bestimmungen wird man eh nurnoch Nachwuchs im Luftdrucksektor und gerade noch bei den KK-Schützen bekommen. Für die GK-Disziplinen ist da eh der Zug abgefahren.
    Meine Wenigkeit hat damals auch mit Luftdruck angefangen. Mein Vater hatte in seiner Werkstatt eine 10m Seilzuganlage und da hab ich in den Ferien geschossen. Auch in seinem Verein hab ich "reingeschnuppert". Für mich war das aber nix. Ich hab dann mit 13, 14 Jahren das GK-Schießen angefangen. Meine ersten Büchsenkaliber waren .308 oder ein UHR im Kaliber .44Magnum. Da hat sich keiner ins Hemd gemacht damals. Waren aber eben andere Zeiten. Heute darf man unter 18-jährige nicht mal mit der .223Rem schießen lassen, da die schon als GK zählt. Lächerlich.
    Und was das Schlimmste ist, es wird niemals mehr ein zurück geben. Und so sehe ich das bei den Lichtschießen auch. Wenn wir das zu sehr forcieren, werden irgendwann welche sagen, warum dann überhaupt noch Biathlon mit KK. Heute kann sich sowieso keiner mehr erinnern, dass diese Disziplin bei Olympia bis in die 70er mit GK-Büchsen auf 100, 200 und 300 Meter geschossen wurde. Alles Lüge........


    Quote

    Und wenn es nach mir ginge, was es aber nicht tut, dann wäre mein Verein
    schon lange nicht mehr im HSV Mitglied, sondern im BDMP, dem BDS oder
    der DSU.

    Ich kann dich beruhigen. Die anderen Verbände geben sich auch nix. Ich war immer ein Gegner der Verbandspflicht. Ich habe das Groh meiner Schußwaffen noch gekauft, als es sowas nicht gab und ich nur in einem Verein Mitgleid war und deren Bedürftnisse ausreichten. Mein erster Verband war dann der VDW, eine Vereinigung für Waffensammler und das Sportschießen. Die es aber leider bis heute nicht geschafft haben, eine Zulassung zu bekommen.Die >Entscheidung beim VDW beizutreten, war vorallem, das die jedes Monat einen Wettkampf für eine andere Disziplin abhielten. Ohen großes Tam Tam. Bin dann nach noch zum BDS, weil man ja einen anerkannten Verband brauchte, nach 2004 Was soll ich sagen. Die Hürden, für einen Erweb über das "normale" Kontingent hinaus sind auch bei diesen Verbänden sehr hoch. Meine letzten Erwerbungen habe ich komischerweise mit Einzelbedürftnissen vom VDW bekommen. Ohne Probleme. Selbst die 4. KW. Dafür hat man es bis dato noch nicht geschafft beim BDS, mit eine neue gelbe WBK zu bestätigen. Mittlerweile ist mir das auch egal, da ich eine neue "alte" Gelbe ausgestellt bekam. So werden es eben nur noch Einzellader werden.
    Ab nächsten Jahr bin ich beim Bund in Allach Mitgleid. Nicht, um Bedürftnisse abzugreifen, sondern um am Schießen dort teilzunehmen.
    Meiner Meinung nach, ist´s völlig egal, in welchem anerkannten Verband man ist. Selbst bei der "Grundausstattung" stellen sich einige an. Ich bin mit der Politik des DSB auch nicht immer einverstanden. Aber Verbände, mit Mitgliederzahlen zwieschen 15 und 45 tausend, haben meiner Meinung nach kein wirkliches Gewicht in der Politik.
    Mein "Wunsch" wäre es immer, wenn es nur einen Verband als "Dachverband" gäbe. Alles Sportschützen Deutschlands dort Mitglied wären und man nur eben mit einer Stimme sprechen könnte. Aber dazu müssten alle Parteien aufeinander zu gehen. Und vorallem der DSB müsste sich auch für andere Disziplinen öffnen.



    Martin

  • @ Martin,


    ich bin vom Urspung her im BDMP unterwegs, wenn auch seit einiger Zeit nicht wirklcih dort Aktiv.
    Aber Probleme oder gängeleien, wie beim HSV habe ich dort nie erlebt, genausowenig wie eine Kostenerhebung für die Bearbeitung von Bedürfnisanträgen (im HSV € 40,-je Antrag und nur ein Antrag je Waffe).
    Leider, wegen einigen Unstimmigkeiten mit meiner SLG, oder besser mit der Hälfte der SLG die hier bei mir ist, habe ich kaum bis gar keinen Kontakt mehr zu den Jungs und bin derzeit auf der Suche nach einer neuen SLG. Das ist aber ein anderes Thema.


    Ich wage nicht zu behaupten, dass andere verbände besser oder schlechter sind, als der DSB bzw. seine angeschlossenen Landesverbände, aber zumindest kann ich bei den anderen Verbänden bedeutend weniger konrinthenkackerei erkennen.

  • ...
    genausowenig wie eine Kostenerhebung für die Bearbeitung von Bedürfnisanträgen (im HSV € 40,-je Antrag und nur ein Antrag je Waffe).
    ...


    Dann schau mal, was der BSV (also Nordbaden) für die Bedürfnisbestätigung einer "Gelben" haben will: EUR 50,-!


    Für eine Bedürfnisbestätigung für einen Eintrag in eine "Grüne" dann "nur" EUR 20,-! :(


    Insgesamt kann ich mich über meinen Landesverband wirklich nicht beschweren!
    Die Liste B ist auch klasse (da kann ich Euch nur bedauern!).


    Aber die Gebühren für Bedürfnisbestätigungen sind HEFTIG!


    Gruß


    Sigges

    Bekennender DSB-Schütze
    ------------------------------
    FWR, FvLW, pro-legal
    ------------------------------
    Ceterum censeo IANSAm esse delendam
    (Internet-Fundstück)

  • EIne Liste B mit vielen vielen schönen Disziplinen vollzustopfen, die aber praktisch keiner schießt (und schon gar nicht wettkampfmäßig), dafür dann aber je Waffe im Gegenzug heftige Gebühren zu kassiere... also irgendwie hat's ein Gschmäckle.


    Carcano

  • Das mit der Liste B läuft langsam aber stetig an.


    In unserem Kreis werden 2012 zum ersten mal auch Liste-B-Disziplinen als Kreismeisterschaft angeboten werden.


    Als Vereinsmeisterschaften werden die bereits seit Erscheinen in vielen Vereinen geschossen.


    Ok, in unserem Verein allerdings nicht alle. Da müssten wir jede Woche mehrere VM austragen. ;)


    Aber doch ein "bunter Querschnitt".


    Das mit den Gebühren ist aber in der Tat ein gewisser Hemmschuh, das gebe ich zu.
    50,- für eine "Gelbe", um dann ein paar Ordonnanzgewehre zu kaufen, die kaum mehr als die Gebühren kosten ist unschön.


    Gruß


    Sigges

    Bekennender DSB-Schütze
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    (Internet-Fundstück)


  • @ Martin
    Wie Du zutreffend beschreibst, haben sich mit der Zeit Menschen, Gesetze und Sportregeln geändert. Auch die Tatsache, dass "es eine "Alternative" für den Einstieg bei den Jugendlichen ist, steht außer Frage."


    Die Einführung des Lichtschießens ist das Ergebnis dieser Entwicklungen und dient überwiegend der Mitgliederentwicklung im vorwaffenrechtlichen Alter - hat so gesehen, nichts mit dem eigentlichen Schießsport - so wie er auch bestehen bleiben soll - nichts zu tun.


    Die Argumente für den "richtigen Schießsport" sind m. E. immer noch die selben - allein das Selbstbewusstsein und die Handlungsweisen der Akteure hat sich geändert, u. a. auch durch eine unbegründete "Endzeitstimmung" hervorgerufen durch unseriöse Medien und einfältige Politiker auf Stimmenfangkurs.