Bremen will Waffensteuer - € 300,- je Waffe

  • Bei heute in Deutschland auf ZDF kam heute ein Beitrag zur geplanten Waffensteuer.
    Hier ist der link zur mediathek.

    ZDF

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Ein neutraler Bericht, welchen man ob seiner (seltenen) Neutralität bei dem Thema schon fast als positiv bewerten kann.

    Die Debatte im Landtag, welche ich mir heute Nachmittag angetan habe, war hingegen stellenweise wirklich erschreckend. Erschreckend auch deshalb, weil ich mich gefragt habe, ob über andere politische Themen auch regelmäßig Menschen bar jeden Sachverstandes entscheiden. Menschen, die den Eindruck erwecken, sie sind erst mal dagegen und die dann dieses Dagegen sein mit ein paar paar scheinbar irgendwo aufgeschnappten Phrasen begründen wollen. Menschen, die sich offensichtlich noch nicht einmal ansatzweise mit der Thematik beschäftigt haben. (Schuss)waffen sind halt böse, die braucht kein "vernünftiger" Mensch und deshalb muss so eine Steuer ja zweifelsfrei gut sein. Und dann auch noch diese vielen schrecklichen Waffenscheine und Besitzkartenbesitzer oder so. 8| Vielleicht sollten wir es mal zur Abwechslung mit Affenscheinen versuchen. :rolleyes:


    Von der rechtlichen Seite hat die Debatte so allerdings reichlich Munition für eine juristische Auseinandersetzung geliefert. Stichwort Lenkungssteuer und Erdrosslungssteuer und die beim Waffenrecht alleinige Zuständigkeit des Bundes.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Bremer Waffensteuer:

    Fehlschuss unter vollen Segeln


    In der Bremer Bürgerschaft wird die Waffensteuer beraten. Sie soll
    den Bremer Haushalt stärken und gleichzeitig den Steuergegenstand, also
    den privaten, legalen Waffenbesitz, unmöglich machen.

    Der »Steuermann« der Bremer SPD-Fraktion, Björn Tschöpe, hat
    diesen Kurs festgelegt. Dabei geht es ihm wohl vorrangig um den
    steuerlichen Lenkungszweck, nämlich den Sportwaffenbesitz zu erschweren
    oder gar unmöglich zu machen. Die Bremer SPD will Flagge zeigen.
    Bei uns an der Küste sticht man erst in See, nachdem die Seekarten
    studiert wurden. Sonst besteht die Gefahr, auf Grund zu laufen. Diese
    Binsenweisheit wäre auch dem verantwortlichen Bremer »Steuermann«
    anzuraten.


    Ein Blick in das Bremer »Logbuch« hilft hier weiter:
    Waffenkriminalität durch Schützen und Jäger? – nicht relevant.
    Gesicherte Steuereinnahmen bei Abschaffung des Steuergegenstandes? –
    nicht relevant. Dafür stehen dort aber andere wichtige Aufgaben, die
    ein Hanseat angehen sollte. Es gibt also wichtigeres zu tun, als sich in
    Steuervorhaben zu stürzen, die definitiv niemandem nützen, nicht einmal
    dem Land Bremen. Im Gegenteil. Der Schießsport und die Jagd könnte nur
    von einem sehr wohlhabenden Teil der Bremer Gesellschaft ausgeübt
    werden, weil die es sich, zumindest theoretisch, leisten könnten. Ist
    das sozialdemokratisch? Wir glauben nein.

    In der »Seekarte« findet man jede Menge »Untiefen«, bestehend aus
    steuer- und verfassungsrechtlichen Bedenken sowie fundierten Gutachten.
    Die Bremer »Steuerkogge« läuft unter vollen Segeln darauf zu. Die
    Bremer SPD bläst weiterhin zum Angriff auf den Besitz von Sport- und
    Jagdwaffen. Wieder einmal erleben wir: Sind die Segel gesetzt, und die
    Flaggen gehisst, geht die Vernunft über Bord.

    Der Wind dreht sich. Im gesamten Bundesgebiet ziehen die Schützen,
    die Jäger und andere Mannschaften an einem Seil, in die gleiche
    Richtung. Nie zuvor wurden wir von so vielen Mitbürgern angesprochen,
    die eigentlich mit den Schützen und Jägern nichts zu tun haben, sich
    aber über den Kurs der Bremer »Steuerkogge« nur verständnislos den Kopf
    schüttelnd äußern können. Die häufigste Frage: Haben die denn keinen
    Kapitän an Bord? Eine gute Frage, sie sollte nachdenklich stimmen…


    Bei diesem Kurs schlagen die Wellen hoch. Für die Bremer SPD gibt
    es nur eines: Beidrehen und Segel reffen. Die Seekarten studieren,
    dass Logbuch lesen und den Kurs korrigieren. Sonst besteht die Gefahr,
    dass die Bremer »Hanse-Kogge« auf Grund läuft und der »Steuermann« von
    den Bürgern als Leichtmatrose wahrgenommen wird.


    Thomas Glawe


    Landesreferent Waffenrecht

    Schützenverband Hamburg und Umgegend e.V.

  • Im Norden geht mittlerweile ganz schön die Post ab. Gut so!

    Aus der NORDSEE-ZEITUNG:

    http://www.bremerhaven-wesermuende.de/Infothek/Waffe…euer_nz%201.pdf

    http://www.bremerhaven-wesermuende.de/Infothek/Waffe…euer_nz%202.pdf


    Ich habe es ja schon vor einiger Zeit gesagt, diese unsägliche Waffensteuer hat auch etwas Gutes an sich. Langsam aber sicher solidarisieren sich die Schützen und Legalwaffenbesitzer und auf breiter Front entsteht gerade ein bisher nicht gekannter Protest und Widerstand.


    Die ePetition hat nach gerade mal 2 Wochen Laufzeit schon fast 18 000 Mitzeichner. Auch hier weiter so.


    An die Adresse der Bundes-SPD sei noch gesagt, dass es auch unter den Schützen bisher viele traditionelle SPD-Wähler gibt. Solche wie die von dem Herrn Tschöpe angezettelte Aktionen sind sicher dazu angetan, auch diese Wähler 'nachhaltig' zu vergrätzen und lassen sicher auch bei vielen die Überlegung reifen, ihre Wahlstimme beim nächsten Mal, auch wenn es schwer fällt, einer anderen Partei zukommen zu lassen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank - auch Wechselwähler

  • I
    An die Adresse der Bundes-SPD sei noch gesagt, dass es auch unter den Schützen bisher viele traditionelle SPD-Wähler gibt. Solche wie die von dem Herrn Tschöpe angezettelte Aktionen sind sicher dazu angetan, auch diese Wähler 'nachhaltig' zu vergrätzen und lassen sicher auch bei vielen die Überlegung reifen, ihre Wahlstimme beim nächsten Mal, auch wenn es schwer fällt, einer anderen Partei zukommen zu lassen.

    Das hoffe ich doch sehr!
    Und schwer fallen sollte es nach diesen Informationen nicht mehr:

    Michael Kuhn - privates Waffen-Blog GunTalk.de » Blog Archive » Selig sind die Armen im Geiste - denn sie wissen nicht, was sie tun.

    Mit Schützengruß
    Michael


  • Lieber Wechselwähler Frank,

    ich glaube, Du täuscht Dich, wenn du annimmst, dass hier im Norden die Post abgeht.

    Es sind hier nur wenige, dafür hochmotivierte - wissend, welche reale Bedeutung die aktuellen Aktivitäten der Waffen- und Schießsportgegner für die Zukunft des Schießsport- und Schützenwesens haben - die sich unermüdlich um Informationen und Aufbau eines in der Öffentlichkeit wirksamen Netzwerkes bemühen.

    Dazu gehört m. E. auch nicht der NWDSB in seiner Funktion als direkt betroffener Landesverband. Erst am 13.02. hat er sich -erstmalig damit auf seiner HP befasst - eher passiv, da er sich inhaltlich auf die Informationen des DSB bezieht.

    Auf der jüngst in meinem Schützenkreis stattgefundenen Delegiertentagung hat es in meinem Vortrag auch nicht interessiert. Einwand: Der Vortrag sei zu lang, die Themen (u.a. Waffensteuer, Waffenrecht) gehören nicht hierher. Ein kleiner Erfolg waren allein "nur 22 Unterschriften für die "Aktion gegen den Gesetzentwurf der Bundestagsfraktion B90/Die Grünen: "Schutz vor Gefahren für Leib und Leben durch kriegswaffenähnliche halbautomatische Schusswaffen" (Drucksache 17/7732)"

    Es waren ca. 60 Teilnehmer ausschließlich aus den traditionellen Schützenvereinen anwesend. D. h. weniger als 40 Prozent sind bereit

  • Auf der jüngst in meinem Schützenkreis stattgefundenen Delegiertentagung hat es in meinem Vortrag auch nicht interessiert. Einwand: Der Vortrag sei zu lang, die Themen (u.a. Waffensteuer, Waffenrecht) gehören nicht hierher. Ein kleiner Erfolg waren allein "nur 22 Unterschriften für die "Aktion gegen den Gesetzentwurf der Bundestagsfraktion B90/Die Grünen: "Schutz vor Gefahren für Leib und Leben durch kriegswaffenähnliche halbautomatische Schusswaffen" (Drucksache 17/7732)"

    Hallo Wilhelm,

    das gleiche ist einem GK-Schützen passiert. Er hat trotzdem über 35 Unterschriften gesammelt - WEIL seine Nachbarn und Arbeitskollegen unterschrieben haben - alles keine Waffenbesitzer.

    Die neuen Forderungen gegen die Waffenbesitzer zeigen eines: Der Staat greift zu stark in die Bürgerrechte ein.

    Du brauchst Dich nicht zu wundern, dass Deine Schützenkameraden das noch nicht begriffen haben.

    Wenn sie normale Zeitungsleser sind und bisher keine Information vom DSB direkt erhalten haben, dann sind sie nicht aufgeklärt und wiegen sich immer noch in der trügerischen Sicherheit, dass der DSB sie vor dem Schlimmsten bewahrt.


    Der Waffenrechts-Newsletter des DSB ist der erste kleine Schritt.

    Jetzt muss er die LVs und BVs aufklären (von oben - so wie es Deine Kameraden gewöhnt sind).

    Dann muss der Schützentag im Oktober ein Erfolg werden - auch mit Kooperation der anderen LWBler!
    Und dazu braucht es viele Aktive, die bereit sind, sich die Ärmel aufzukrempeln und anzupacken.

    Herr Glawe und Frank haben es richtig beschrieben: Das Volk wacht langsam auf und wie es aussieht anscheinend schneller als einige Vereinsmitglieder, die es direkt betrifft.


    Also Kopf hoch - nicht verzagen.

  • Meines erachtens gingen 75% der Diskussion am Thema vorbei.


    Aus meiner Sicht nicht, denn je länger ich mich mit der Thematik und der Attacke aus Bremen beschäftige, so mehr scheint mir, geht es den Protagonisten nur vordergründig um eine Waffensteuer. Das langfristige Ziel dieser Herrschaften ist der ein Komplettverbot jeglichen privaten Schusswaffenbesitzes und die damit verbundene Abschaffung des Schießsports. Nur darum geht es letztlich und wir wären gut beraten, das auch so zu sehen.


    Hier noch ein paar Zitate aus der Radiosendung:

    Björn Tschöpe:

    "Der Schießsport ist eine legale Freizeitbeschäftigung. Noch!"


    Roman Grafe:

    "Der Prof. Heubrock trägt Mitverantwortung für den Amoklauf von Winnenden."

    "Kohlheim ist ein Propagandist des Todes."

    "Zur Schützentradition gehören auch Amokläufe"


    Mit welcher Legitimation und Berechtigung wird so ein Typ eigentlich in so eine Sendung geladen?


    Noch eine Anmerkung zu den angeblich hohen Verstößen gegen die Aufbewahrungsvorschriften. Wir hatten das Thema ja hier im Forum schon mehrfach behandelt und dabei festgestellt, dass diese Behauptungen so haltlos sind. Leider leisten hier die handelnden Behörden der Legendenbildung auch noch Vorschub, da sie die Zahlen regelmäßig unseriös darstellen und so den Eindruck hoher Verstöße suggerieren. Bisher hat mir jedenfalls noch niemand die genaue Art dieser angeblichen Verstöße genannt. Es gab auf der anderen Seite aber bisher so gut wie nie konkrete Zahlen, wonach diese Verstöße zum Verlust der Erlaubnisse geführt haben. Den Hinweis auf die oft schlechte bis fehlende Sachkenntnis mancher Kontrolleure verkneife ich mir jetzt hier aber.

    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • je länger ich mich mit der Thematik und der Attacke aus Bremen beschäftige, so mehr scheint mir, geht es den Protagonisten nur vordergründig um eine Waffensteuer. Das langfristige Ziel dieser Herrschaften ist der ein Komplettverbot jeglichen privaten Schusswaffenbesitzes und die damit verbundene Abschaffung des Schießsports. Nur darum geht es letztlich und wir wären gut beraten, das auch so zu sehen.

    Hm.
    Sieht so aus, als hättest Du meinen vorletzten Beitrag nicht gesehen?
    Michael Kuhn - privates Waffen-Blog GunTalk.de » Blog Archive » Selig sind die Armen im Geiste - denn sie wissen nicht, was sie tun.

    Gruß
    Michael

  • Aber sicher doch. Im Grunde ist zumindest uns das doch auch so schon länger klar.

    Aber deswegen warst Du in diesem Fall auch nicht mein direkter Adressat.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Eine eigentlich sehr interessante Diskussion. Mich ärgert's aber irgendwie, dass wieder einmal trotz hochkarätiger Besetzung, die Waffengegner so farblos rüberkamen, der ständig wiederholte Versuch den anderen irgendwelche Faxpas vorzuwerfen - „das müsste er eigentlich können als Jurist / Sportschütze / Gebrauchtwagenkäufer und überhaupt [...]“ - wirkte diesmal fast komisch. Wo bleiben die Argumente? Wer andere der Lüge bezichtigt, sollte eigentlich selbst stichhaltige Zahlen präsentieren, oder? Ich fand den Moderator allerdings sehr erfrischend, in einer längeren Diskussion hätte durchaus ein fruchtbarer Austausch daraus entstehen können, das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Der Grafe kann keine wirklichen Argumente bringen bzw. nur jene, die er selbst zusammengeschustert hat, ansonsten würde er sich argumentativ selbst beschneiden müssen. Ebenso wird ewig ein Rätsel bleiben, warum dieser Mensch in jeder Äußerung Amokläufe zelebriert. DIe Verleumdungen sind zwar eine Sache, aber diese Vehemenz ist schon einmalig, als auch ziemlich fragwürdig.


    grüße,
    zykez

    BERLIN ARMOURY

  • Nachdem das Thema ja anscheinend nicht mehr so aktuelle ist, für manche, greife ich es aber trotzdem wieder auf.
    Hier mal ein wirklich sachlich und fachlich guter Beitrag eines Aussenstehenden zum besagten Thema. Ich war positiv überrascht.
    "Eine Waffensteuer ist Gängelung" | WESER-KURIER
    Auch soll, laut Weser Kurier, die Waffensteuer ja nun doch vom Tisch sein. Der "Widerstand" war doch zu groß und man hatte anscheinend Angst, vor den Gerichten zu verlieren.

    Martin