In einem der letzten Beiträge von erzwo ist ein Anhang mit folgendem Inhalt enthalten:
"Liebe Mitglieder des Schützenkreises Wesermünde-Süd,
Wie ihr sicher alle wisst fand gestern der außerordentliche Delegiertentag des NWDSB in Selsingen statt.
Ich werde versuchen hier mitzuteilen was da lief und welche Beschlüsse, die ja auch
unmittelbare Wirkungen auf unsere Vereine haben, darzustellen. ...
Heftig wurde es bei TOP 7, Gründung/Aufnahme von Schießsportgemeinschaften. Dort gab es eine heftige Klatsche für den Bez. Verband Bremerhaven-Wesermünde. Zunächst berichtete zunächst NWDSB-Präsident Jonny Otten von der gerichtlich erlassenen einstweiligen Verfügung, die Wettkampfpässe für die SSGs auszustellen. Dabei kritisierte er es als seltsam, dass ein Gesamtpräsidiumsmitglied des Bez. Ver. Bremerhaven-WEM es in der NORDSEE-ZEITUNG öffentlich begrüßt hatte, dass SSGs gegründet werden und dann die übrigen Vereine aus dem Verband austreten. Otten sprach sich dafür aus, die SSGs nicht in den NWDSB aufzunehmen, sondern nach der Satzung zu verfahren und das abzulehnen. Er stellte den Antrag, dass die Delegierten dem Beschluss des Präsidiums, die SSGs nicht aufzunehmen und keine Wettkampfpässe auszustellen, zustimmen.
Bevor es dazu kam meldete sich Thomas Brunken, Präsident des Schützenverbandes Elbe-Weser, zu Wort. Er betonte, dass man sich an die geltende Satzung halten solle, wenn man die ändern wolle und SSGs aufnehmen zu können, müsse man darüber reden. Und dann kam es. Brunken griff unseren Bez. Verb. heftig an. „In unserem Bezirk wäre niemand auch nur auf die Idee gekommen, so etwas gerichtlich einzuklagen. Die Bremerhavener hätten sich mit dem NWDSB an einen Tisch setzen und reden sollen“ meinte er. „Was hingegen läuft, ist ein Theater, der Bez. Verb. Bremerhaven kann ja einen eigenen Landesverband gründen oder sich einem anderen anschließen, Anfragen hat er ja schon gestellt. Er sollte aber nicht vergessen, dass der NWDSB auch die Möglichkeit hat den Bez. Verb Bremerhaven-Wesermünde wegen schädlichen Verhaltens auszuschließen“, schimpfte er und verwies darauf, dass es ohne Landesverband kein Sportschießen, keine Waffenbesitzkarten und anderes geben könne. Dann forderte er Jürgen Wintjen direkt auf, endlich Ruhe zu geben oder den Landesverband zu verlassen. „Jürgen, wenn du einen Arsch in der Hose hast, gehe in einen anderen Landesverband. Dann sind wir euch endlich los. Es wird euch aber nicht gelingen, diesen Landesverband zu zerstören“, rief Brunken und erhielt donnernden Beifall. ...
Mit Schützengruß
Rolf Schmonsees
Präsident Schützenkreis Wesermünde-Süd"
Die Ausführungen von Rolf Schmonsees bedürfen m. E. noch einiger Anmerkungen:
Richtig ist, dass es den Bremerhavenern tatsächlich nicht gelingen wird, den NWDSB zu zerstören! Das schaffen momentan schon andere!
Der von Bezirkspräsident Thomas Brunken mitgeteilte Eindruck, er befände sich in einem Theaterstück, trifft ebenfalls zu, da er sich selbst für eine Hauptrolle werben ließ. Leider hatte das verwendete Drehbuch dieselben Fehler wie die Einleitungen des Landespräsidenten. Die NWDSB-Satzung sieht eben nicht vor, dass der LV die Schießsport treibenden Vereine aufnimmt. Für die Aufnahme der Schießsport treibenden Vereine sind allein die Bezirke verantwortlich.
Wenn der Versuch unternommen wird, negative Stimmung gegenüber einem Schützenbruder zu verbreiten, sollte doch so viel Anstand und Ehrlichkeit vom Schreiber verlangt werden, die Korrektur und Klarstellung von Jürgen Wintjen zur zitierten (falschen) Aussage aus der NORDSEE-ZEITUNG mitzuteilen.
Zur Sachlichkeit und dem vorgegebenen Anspruch, die Basis zu informieren, würde auch passen, wenn Schützenbruder Rolf Schmonsees seiner Leserschaft die möglichen Konsequenzen einer Nichtbeachtung der Gerichtsmitteilung mitteilen würde. Und wenn es ihm mit dem zu begrüßenden Anspruch einer Objektivierung noch in den Sinn gekommen wäre, den Grund für die gerichtliche Anordnung zu beschreiben, hätte er seinen „Versuch“ zu vermitteln und die Basis zu informieren, bestens gelöst.
Weil es um die Sportschützen, unsere Schützenschwestern und Schützenbrüder, geht, die von anderen Schützenbrüdern und –schwestern allein gelassen wurden, bzw. nicht die Mehrheiten bilden konnten um die Traditionsschützen aufzuhalten, den Bezirk, bzw. den NWDSB zu verlassen, würde ich bei einer Berichterstattung nicht abstrahieren und nur von SSGs sprechen. Es sind Menschen, die, wie wir alle in diesem Forum, ihrem Hobby, ihrem Sport nachgehen wollen – so, wie es vermutlich in jeder Satzung unter Vereinszweck beschrieben wird.
Wenn sich Jürgen Wintjen jetzt vor seine Sportschützen/innen stellt, dann macht er das ebenso engagiert wie in vielen anderen Fällen, wo nicht wenige Verbandsfunktionäre abtauchen – sh. Thema Waffenrecht. In diesem Fall sorgt er im Grunde sogar für eine Schadensbegrenzung. Das Zulassen von demokratischen Prozessen in Vereinen, die ihre Ansprüche vom DSB/NWDSB/Bezirk nicht mehr vertreten sehen, als verbandsschädigend zu bezeichnen, ist ungeheuerlich.
Lieber Rolf, ich habe großen Respekt, wie Du deine Aufgaben und die Verantwortung gegenüber „deinen Kreisvereinen“ wahrnimmst und mit dem Gang an die Öffentlichkeit die vorhandenen Schwierigkeiten und Interessenkonflikte durch unterschiedliche Verpflichtungen nachvollziehbar machst.
Bist Du Dir sicher, dass Du mit „Er (J. Otten) stellte den Antrag, dass die Delegierten dem Beschluss des Präsidiums, die SSGs nicht aufzunehmen und keine Wettkampfpässe auszustellen, zustimmen.“, die von Versammlungsleiter Heinz Otten zur Abstimmung gebrachte Frage richtig wiedergegeben hast?