Schützenwesen im NWDSB

  • Hallo Erzwo,

    es ist schon erstaunlich was Du alles hervorzauberst, um vom eigentlichen Thema abzulenken. Einmal war es die Jugendarbeit, dann Dein Bezirkspräsident und jetzt die Damenleiterin. Was kommt als nächstes? Ohne die jeweiligen Hintergründe zu kennen, sollte man sich kein vorschnelles Urteil erlauben und diesen dann mit dem Sachverhalt um das Präsidiums des NWDSB vergleichen. Grundsätzlich gehört dies auch nicht zum Thema LLZ.

    Aber mal eine andere Frage:

    Du forderst hier doch von den Kritikern des Präsidiums eine Übernahme von Verantwortung und evtl. Mitarbeit in dem Selben. Wie sieht Deine Mitarbeit in deinem Bezirkspräsidium aus? Solltest Du noch nicht mitarbeiten, wirst Du Dich doch sicherlich auf dem nächsten Delegiertentag um einen Posten bewerben oder doch nicht?

    Wenn Du diesen Schritt nicht gehen willst, würde ich ihn auch nicht von anderen einfordern.

    Und Schnecke

    offensichtlich hast Du genauere Infos und die würde ich schon gerne mal an anderer Stelle hören.


  • Aber mal eine andere Frage:

    Du forderst hier doch von den Kritikern des Präsidiums eine Übernahme von Verantwortung und evtl. Mitarbeit in dem Selben. Wie sieht Deine Mitarbeit in deinem Bezirkspräsidium aus? Solltest Du noch nicht mitarbeiten, wirst Du Dich doch sicherlich auf dem nächsten Delegiertentag um einen Posten bewerben oder doch nicht?

    Wenn Du diesen Schritt nicht gehen willst, würde ich ihn auch nicht von anderen einfordern.

    Ich habe hier ein Schriftstück liegen welches besagt man meine Mitarbeit im Bezirk im moment nicht benötigt, zumindest nicht in der Form wie ich sie mir vorstelle um den Sportlichen bereich bei uns im Bezirk wieder vorran zu bringen.

  • IZitat Erzwo :"Ich habe hier ein Schriftstück liegen welches besagt man meine Mitarbeit im Bezirk im moment nicht benötigt, zumindest nicht in der Form wie ich sie mir vorstelle um den Sportlichen bereich bei uns im Bezirk wieder vorran zu bringen".

    Hallo Erzwo, nach den mir vorliegenden Informationen hattest Du Dich bei Deinem Bezirk offiziell als Trainer beworben, und Deine Vorstellungen waren ein Jahresgehalt von € 15.000,--. Würde man diese Summe ins Verhältnis setzen zu den Stunden, die jetzt für den Jugendkader benötigt werden, wäre ergäbe sich ein Stundenlohn von € 500,--.
    Davon einmal abgesehen der Bezirk hat ca. 10.000 Mitglieder, und die Vereine zahlen pro Mitlgied € 1.05 Jahresbeitrag, dass bedeutet Dein Gehaltswunsch allein würde die Gesamteinnahmen des Bezirkes übersteigen. Es ist wohl für jeden nachvollziehbar, dass die Antwort auf Deine Bewerbung nur negativ ausfallen konnte. Aber wie sieht es mit Deinem ehrenamtlichen Einsatz aus? Wie Dir bekannt ist sucht der Bezirk seit längerem einen zweiten stellv. Jugendleiter.

  • Wenn man das ganze nur auf die Kaderzeit beschränkt ist das ganze natürlich ein sehr hoher Stundenlohn.
    Aber man hat es ja nichtmal zu einem Gespräch kommen lassen. Da wäre dann herausgekommen das ich abends zwischen 17 und 22 Uhr drei abende die Woche zu den Vereinen fahren würde und Montags und Mittwochs feste Trainingszeiten auf der Bezirkssportanlage in Bremerhaven anböte. Dazu kommt dann noch 1x im Monat das Kadertraining von 9 bis 15 Uhr.
    Da komme ich anstatt auf €500 Stundenlohn auf ca €12 Euro, also eben über 100 Stunden im Monat anstelle von 6. Da sind die Vor- und Nachbereitungen der Trainingseinheiten, das erstellen von Trainingsplänen usw nicht mit eingerechnet, das würde nochmal ca 50 Stunden im Monat ausmachen. Da sind die €15000 Jährlich meiner ansicht nach noch zu wenig, aber ich denke da hat jeder seine eigenen ansichten.

  • Ich möchte mal wissen, welcher Bezirk sich so einen Trainer heutzutage leisten kann. 15.000€, egal wieviele Stunden dem ganzen zu Grunde liegen, empfinde ich als maßlos. Woher soll das Geld denn kommen? Sollen die Vereine noch mehr Geld bezahlen? Überall muss gespart werden und solch einen Betrag kann kein Bezirkspräsident seinen Vereinen gegenüber vertreten.
    Wie wäre es denn mal mit ehrenamtlicher Arbeit und eine angemessene Aufwandsentschädigung, wenn Dir die Jugend (-arbeit) so am Herzen liegt.

    Offensichtlich predigst Du Wasser und trinkst Wein.

  • Warum meint ihr eigentlich, dass man professionelles Training ohne Kosten bekommen könnte? Tennistrainer nehmen 15€/Stunden. Also so gesehen ist Erzwos Ansatz gar nicht so verkehrt.

    Axel

  • Hallo Adlerauge 05,

    Es klingt vielleicht paradox, aber Deine Frage, "Sollen die Vereine noch mehr Geld bezahlen?" würde ich eindeutig mit "Ja" beantworten. Allerdings würde ich die höhere finanzielle Belastung auch stringent mit Konzepten belegen, die transparent sind, als Investitionsbeiträge für die Zukunftsgestaltung dienen. Sparen als Konzept für eine Verbandsführung bedeutet m. E. unweigerlich den Niedergang eines Verbandes.

  • Die €15.000 sind meines erachtens nicht maßlos, das sind nichtmal netto €200 Euro mehr im Monat wie ich aktuell habe.

    Wenn die Vereine endlich mal im Jahr 2010 ankommen mit ihrer Beitragsstruktur und nicht im Jahr 1890 stehen bleiben, dann würden die Vereinsheime nicht marode werden, die Vereinsausrüstung mehr oder weniger dem neuesten Stand entsprechen und man wäre nicht auf gedei und verderb auf den Erfolg des Schützenfestes angewiesen um die jährlichen laufenden Kosten zu decken. Dann könnten die Vereine zusammenlegen für einen Hauptamtlichen Trainer.
    Unser Bezirkspräsident hat, zumindest was die Beiträge angeht, hat in die Gleiche richtung gedacht und ein Rechenbeispiel veröffentlich vor einigen Jahren schon.

    ich habe im ehemaligen Bezirksforum eine ähnliche Rechnung aufgestellt:

    Zitat

    Bitte ehrlich, wieviele Vereine können es sich denn wirklich noch Leisten einen Jahresbeitrag von €50 für Erwachsene zu erheben?
    Sagen wir der Verein hat 250 Mitglieder, das wären, nach abzug der evtl vorhandenen Jugendlichen und der Ehrenmitglieder die keinen Beitrag mehr zahlen müssen weil sie es eine längere Zeit, zwischen 30 und 50 Jahre, im Verein ausgehalten haben, bleiben dann ca 180 Mitglieder die den vollen Beitrag zahlen, also €9000. Die Verbands- und Versicherungsbeiträge habe ich grad nicht im Kopf, aber rechnen wir das mal auf €15 hoch, sprich €3750 bei 250 Mitgliedern, bleiben €5250. Unterhaltskosten für den Schießstand, sprich Strom, Gas/Heizöl, Wasser/Abwasser, untere grenze sagen wir mal €400 im Monat, würden insgesamt €450 von den gezahlten Jahrsbeiträgen übrig bleiben.
    Da bleibt nicht viel Luft für Scheiben/Munitionskauf, neue Ausrüstung, Standpflege, JUGENDARBEIT (wird hier im Bezirk ja groß geschrieben), Startgelder, Nachzahlungen Strom/Wasser/Gas, nachkauf Heizöl (wenn keine Gasheizung), und was mir grad sonst so nicht einfällt. Da ist nichtmal Luft für unerwartetes wie eine defekte Heizung, Überschwemmung im WC Bereich, ...

    Wie weit liege ich falsch mit den zahlen????

    Und einen dank an Wilhelm und AxelA für die Zustimmung das meine Forderung nicht wirklich Weltfremd sind.

    Und Adlerauge, Ich helfe jeden gerne, egal ob Jugend oder Erwachsener, der zu mir kommt und mich Fragt, eine Lösung von Problemen hat sich da noch immer gefunden.

  • Warum meint ihr eigentlich, dass man professionelles Training ohne Kosten bekommen könnte? Tennistrainer nehmen 15€/Stunden. Also so gesehen ist Erzwos Ansatz gar nicht so verkehrt.

    Axel

    Das sehe ich auch so. Die Zeiten, wo man ausschließlich auf ehrenamtliche Arbeit gesetzt hat, sind schon lange vorbei. Verbände und Vereine müssen wie Unternehmen unter betriebswirtschaftlichen Ansätzen geführt werden. Erfolgreiche Verbände und Vereine tun dies bereits.

  • Warum meint ihr eigentlich, dass man professionelles Training ohne Kosten bekommen könnte? Tennistrainer nehmen 15€/Stunden. Also so gesehen ist Erzwos Ansatz gar nicht so verkehrt.

    Der Stundensatz mag ja angemessen sein, die Stundenzahl für einen Jugend/Juniorentrainer bei dieser Mitgliederzahl scheint mir aber dann doch maßlos übertrieben.

    Karl

  • Der Stundensatz mag ja angemessen sein, die Stundenzahl für einen Jugend/Juniorentrainer bei dieser Mitgliederzahl scheint mir aber dann doch maßlos übertrieben.

    Du meinst für eine Region in der die wenigsten in der Lage sind freistehend zu schießen?

    BBF

  • Du irrst dich, ich bin nicht dieser Matthias/BBF. Und zu deiner Frage, glaubst du wirklich, dass dies der letzte Fehlbetrag ist der durch das LLZ entsteht?

    Axel

    Du meinst für eine Region in der die wenigsten in der Lage sind freistehend zu schießen?

    BBF

    DAS soll mir jetzt mal einer erklären.

    Der Post darf gelöscht werden, wenn die Sache geklärt ist. ;)

  • Ich spreche mich nicht gegen eine entsprechende Aufwandsentschädigung oder Abrechnung auf Stundenbasis aus. Wichtiger ist meiner Meinung nach erst mal den tatsächlichen Bedarf und dann den notwendigen Aufwand festzustellen. Dann kann man erst über die Vergütung sprechen. Die Vorstellungen von Erzwo sind die eine Sache, die Realität die andere.

    Und die Beitragsschraube lässt sich in den Vereinen nicht unendlich anziehen. Ich habe leider selbst erlebt, welche Folgen eine Beitragserhöhung für einen Dorfverein hatte. Viele Mitglieder, die (leider) nur ab und zu zu den Veranstaltungen gekommen sind, sind ausgetreten, weil für viele die tragbare Grenze überschritten wurde.
    Was war die Folge für den Verein, es fehlte noch mehr Geld in der Kasse. In der "guten alten" Zeit war es "auf dem Dorf" üblich in folgenden Vereinen Mitglied zu sein - Feuerwehr, Sportverein und Schützenverein- Diese Tradition gibt es leider nicht mehr und dies spüren viele Vereine jeden Tag aufs Neue. Deshalb empfinde ich eine feste Gehaltsforderung von 15.000 € als überzogen und es kommen ja noch die Sozialabgaben durch den Arbeitgeber ( Bezirk) hinzu.

  • Ich kenne den Bezirk nicht, gehe aber davon aus dass bei einer Mittgliederzahl von ~ 10 000 Mitgliedern die Anzahl der Jungschützen die auf höherer Ebene betreut werden müsste diesen von Erzwo vorgeschlagenen Zeitaufwand nicht rechtfertigt.

    Karl

  • Hallo Adlerauge 05, hallo Karl,
    das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung muss natürlich wirtschaftlich stimmen. Darüber muss gesprochen werden, Queel, darüber sollte man auch Informationen offen austauschen können.

    Liegen ausreichend Informationen vor, kann entschieden werden, nicht von wenigen, sondern von möglichst vielen Mitgliedern.

    Ohne ein breites, bewusstes Mandat der Basis geht m. E. gar nichts - im Kleinen, wie im Großen.

    Die Krise des Nwdsb hat m. E. auch damit zu tun, dass die Basis nicht ausreichend mit einbezogen wurde, sich jetzt wieder der Dauerstreit zwischen Tradition und Sport unter einem Dach offenbart. Wenn dazu noch handwerkliche Fehler in der Führung kommen, scheint die Situation ausweglos zu sein.

    20238

  • Dies sehe ich auch so. Setzt allerdings voraus, dass die Basis dann von ihren übergeordneten Verbänden auch korrekt informiert werden. Ob dies, was das LLZ betrifft, überall geschehen ist.

    Was die Mitarbeit in einem Präsidium des NWDSB betrifft, egal ob im jetzigen oder einem neugewählten, würde ich mir, wenn ich Präsidiumsmitglied wäre, schon überlegen, ob die Mitarbeit eines ewig nörgelnden und besserwisserischen Mitglieds Sinn macht.

  • Hallo NSV,

    Dies sehe ich auch so. Setzt allerdings voraus, dass die Basis dann von ihren übergeordneten Verbänden auch korrekt informiert werden. Ob dies, was das LLZ betrifft, überall geschehen ist.Was die Mitarbeit in einem Präsidium des NWDSB betrifft, egal ob im jetzigen oder einem neugewählten, würde ich mir, wenn ich Präsidiumsmitglied wäre, schon überlegen, ob die Mitarbeit eines ewig nörgelnden und besserwisserischen Mitglieds Sinn macht.

    auch das ist Ansichtssache und eine Frage der Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

    Ich sehe in Kritik immer einen Ansatz über das eigene Tun nachzudenken, Informationen in der Sache aufzunehmen um die besten Entscheidungen zu treffen. Kritik in der Sache sehe ich ausschließlich positiv.

    Wenn ich jedoch so oft zutreffend kritisiert werde, nachweislich Fehler gemacht habe, sollte ich erkennen, dass ich der Sache nicht mehr gewachsen bin und meine Aufgaben an andere weitergeben. Eigene Interessen - sofern sie auch nicht von existenzieller Bedeutung sind - sollten dem Gemeininteresse hinten angestellt werden.

    Meine Erfahrung ist, dass die besten Ergebnisse immer dann erzielt werden, wenn echtes Teamwork vorhanden ist und dabei unterschiedliche Meinungen, Informationen zu einem gemeinsamen Ziel führen. Das hat natürlich nichts mit "Management by Nadelöhr" zu tun.

    20410