Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund

  • Wilhelm,

    es geht hier nicht um fehlendes Selbstvertrauen, sondern um die öffentlich suggerierte Meinung zum Sportschießen.
    Es sind Menschen da draußen, die alles dran setzen wollen, den Schießsport in Gänze abzuschaffen. Egal welceh Disziplin, egal welches Kaliber egal welcher Sportwaffentyp.

    Ein erster Schritt dahin ist der Weg zu Pseudoschusswaffen, die aber kein sind, da sie kein Geschoss durch einen Lauf treiben!
    Nur sind hier ebenfalls die ersten Forderungen nach einem Verbot zu hören, aus politischen Kreisen.

    Wenn hier etwas von den Verbänden versäumt wurde, damit sind alle Verbände gemeint, dann ist es eine aggressive PR zu betreiben um öffentlich Werbung für den Sport zu machen und so eine gesellschaftlich anerkannte Sichtweise des Sports zu erzielen.
    Das wurde aber seit Jahrzehntenverpennt. Nichtmal zur DM wurde PR betrieben, ausser evtl. in den eigenen Kreisen.
    Der Schießsport leidet unter einem massiven Imageproblem, dass wir durch das schießen mit Taschenlampen in Gewehrform, Bogenschießen, Schnupperschießen oder Firmenpokale nicht geraderücken können.
    Hier sind die Verbände, nicht die Vereine oder Mitglieder, gefragt und aufgefordert ihren Hintern zu bewegen, Geld in die Hand zu nehmen und endlich Werbung zu betreiben.Und zwar nicht für Olympia, nicht für eine DM alleine, oder irgendein Leistungszentrum, sondern für den Sport in Gänze. Für den kleinen Dorfverein bis hin zur Kaderschmiede.
    Wenn dies aber nicht gemacht wird und damit die durch die Medien bislang negativ suggerrierte Meinung von uns nicht korregiert wird, dann können wir noch so viele Schnupperschießen, Sommerbiathlons, oder was weis ich veranstalten. Wir werden keine Chance haben weiter zu machen, weil alle unsere Gegner, ob links gerichtete Politiker, betroffene Angehörige von Opfern, International agierende Interessensvertreungen wie die IANSA, etc. alle einen vielfach besseren und profesionelleren Job in Sachen PR und Medienauftritte machen, als die Schützenverbände es in den letzten 100 Jahren zusammen getan haben.

    Ich weis, dass Du von dem Lichtschießen überzeugt bist und versuchst uns alle davon zu überzeugen. Was daran zu erkennen ist, dass Du die Einwände, egal von wem, einfach nicht zu beachten scheinst.
    Das sei dir auch unbenommen. Du hast in vielen Dingen auch recht, nur mit dem Lichtschießen oder Bogenschießen oder den anderen Ideen, werden wir den Sport nicht retten können.
    Da sind ganz andere Maßnahmen erforderlich, die aber bislang keiner der Verantwortlichen aufgegriffen hat.

  • Hallo Michael,

    wir stimmen in einigen Punkten überein, gehen nur unterschiedliche Wege. Das ist auch gut so.

    Zu der Angst vieler, bestimmte Gruppen/Parteien dieser Gesellschaft könnten unseren Sport einem Totalverbot erteilen, gilt das vorn geschriebene: Aufklären und informieren, nicht resignieren. Wir sind noch nicht so unfrei, dass wir uns nur als Konsum- und Spaßtrottel durch die Zeit ziehen lassen müssen (ich jedenfalls nicht!).

    Wenn Du etwas für die Zukunft und jetzt verändern willst, kannst du es nur über die jungen Menschen erreichen. Das ist zwar immer schwieriger geworden, aber es geht. Sich nur mit seiner Altersgruppe zu beschäftigen mag etwas einfacher sein, halte ich ehrlich gesagt für zu egoistisch.

    Verbandseinheitlich gesehen steht überall in der Satzung die Förderung der Jugend.

    Ich stimme Dir aber auch zu, was die Spannung zur Frage: Was macht der DSB mit der Zielgruppe 25 - 55 Jahre? betrifft.


  • Zu der Angst vieler, bestimmte Gruppen/Parteien dieser Gesellschaft könnten unseren Sport einem Totalverbot erteilen, gilt das vorn geschriebene: Aufklären und informieren, nicht resignieren.

    Was aber definitiv die Aufgabe der Verbände, allen voran des DSB und des FWR ist. Von dort ist absolut keine Aktivität, geschweige denn ein Erfolg, zu erkennen.

    Die Gegner nutzen aber gekonnt die Klaviatur der PR und dürfen ihre vergiftete Ideologie weiterhin unwidersprochen verbreiten.

    Zur Info:
    Michael Kuhn - privates Waffen-Blog GunTalk.de » Blog Archive » Botanische Exkursion

    Michael Kuhn - privates Waffen-Blog GunTalk.de » Blog Archive » Heil Claudia! Die besseren und töteren Toten grüßen Dich!

    Gruß
    Michael

  • Doch Dan More,
    ich beachte die Einwände und ich nehme sie auch wahr, auch über alle regionalen Unterschiedlichkeiten hinweg verstehe ich die Befürchtungen und Ängste. Ich nutze sie auch bei meiner Öffentlichkeitsarbeit hier vor Ort. Mit den Materialien und Informationen von Michael, Katja und diesem Forum erreiche ich die Menschen vor Ort oder bei der Arbeit.

    Die Wirkung, die ich damit erziele, ist allerdings nur regional begrenzt.

    Wichtiger erscheint mir hier, die Gedanken frei zu machen für einen toleranteren Umgang untereinander, damit mehr Geschlossenheit entsteht. Anstatt uns verbal als Ignoranten und Bedenkenträger zu betätigen, solten gemeinsam Chancen und Möglichkeiten gesucht werden, die vor Ort umgesetzt werden, immer mit dem Blick nach vorn.

    Unsere derzeitige Uneinigkeit und Planlosigkeit erleichtert es den Verfechtern des totalen Waffenverbotes ihr Ziel zu erreichen.


    Verbandseinheitlich wird in allen Satzungen die Förderung der Nachwuchsarbeit gefordert. Deshalb schon muss so früh wie möglich daran gearbeitet werden - zur Zeit im vorwaffenrechtlichen Alter nur mit dem Bogen, der Armbrust und den Lichtgewehren und -pistolen.

    Nach der Zurückhaltung in den vergangenen Jahren hat jetzt auch die Fa. Feinwerkbau sich dem Thema geöffnet und kündigt ein neues hochwertiges System, Simulationsgerät RedDot an, welches eine genaue Schusswertermittlung zulässt Feinwerkbau - Westinger & Altenburger GmbH | Simulationsgewehr RedDot


    Von den Verbänden, insbesondere vom DSB und dessen Untergliederungen, erwarte ich Unterstützung bei der ehrenmatlichen Arbeit vor Ort. Ich erwarte auch als ehrenamtlicher Mitarbeiter Geschlossenheit bei der Umsetzung der Maßnahmen vor Ort, schließlich ist auch die Existenz von Arbeitsplätzen von der Entwicklung der Mitgliederzahlen abhängig. Ich muss nicht erwähnen dass jeder über die Mitgliedsbeiträge bezahlte Mitarbeiter des DSB und dessen Untergliederungen einer arbeitsvertraglichen Pflicht nachkommen muss, sich für das Wohl des Verbandes einzusetzen hat.

    Für mich nicht nachvollziehbar ist die Beibehaltung der föderalen Organisationsstruktur, die es zulässt, dass der DSB Themen bearbeitet, die dann mehr schlecht als recht noch einmal in 20 unterschiedliche historisch gewachsenen Landesverbänden nachbehandelt werden. Deshalb sollten m. E. einige Aufgaben der Landesverbände an den DSB übertragen werden.

    Was spricht dagegen Themen der Ausbildung, den Sportpass oder einheitliche Formulare auf Bundesebene zu erstellen und zu verwalten? Die Landesverbände könnten sich dann mit weniger Personal und Kosten auf regionale Sport- und Traditionsthemen fokussieren. Wenn sie sich dann noch dazu durchringen können, ihre Zuständigkeiten nicht in historischen sondern aktuellen Landesgrenzen zu sehen, wäre viel Geld und mehrfacher Verwaltungsaufwand zu sparen. Die Basisarbeit muss und wird von ausgebildeten, motivierten Ehrenamtlichen in den Vereinen vor Ort geleistet.

    Anmerkung: Allein im Land Niedersachsen befinden sich mit dem Verband Nordheide und Elbmarsch (HH), dem Nordwestdeutschen Schützenbunfd (NWDSB) und dem NSSV drei traditionelle Verbände, die ihr "Unwesen" gegenüber dem Land Niedersachsen/Landessportbund Niedersachsen über den Schützenbund Niedersachsen (SBN) vertreten lassen müssen.

    [quoteDa sind ganz andere Maßnahmen erforderlich, die aber bislang keiner der Verantwortlichen aufgegriffen hat. ][/quote]

    Welche Maßnahmen siehst Du als erforderlich an?

    Warum siehst Du dich nicht als "Verantwortlicher"?

  • Doch Dan More,


    Welche Maßnahmen siehst Du als erforderlich an?

    Warum siehst Du dich nicht als "Verantwortlicher"?

    Die Maßnahmen, die erforderlich wäre, sind nicht von den Mitgliedern anzugehen.
    Hierbei geht es, wie bereits erwähnt, um medienwirksame Werbung. Und zwar nicht nur wenn irgendwelche Großveranstaltungen stattfinden, sondern das ganze Jahr über und Verbandsneutral.
    Den Menschen da draußen, außerhalb der SV`s muss due Angst vor uns Sportschützen/Waffenbesitzer genommen werden, die von den links gerichteten Medien gestreut wurde.
    Nur wenn wir die breite Öffentlichkeit auf unsere Seite bringen, dass sie hinter uns stehen, entziehen wir den Antis und Verbotsforderern die Grundlage für weitere Verschärfungen und Verbote.
    Aber das können nur die Verbände durch Gemeinsame PR-Aktionen bewerkstelligen. Nur tut sich bislang hier rein gar nichts, weil sie die werten Politiker, die uns das Wasser abdrehen wollen, nicht verärgern wollen.

    Wenn dies nicht endlich begriffen wird und hier etwas passiert, und das geht über die reine Mitglieder Gewinnung und Jugendarbeit hinaus, dann wird spätestens nach den nächsten BT Wahl der Ofen aus sein. denn dann sind die Grünen und die Roten dran und bringen ein Verbot nach dem anderen.

    Ich mache was ich kann, in meinem Verein, bei mir auf der Arbeit und in meinem Bekanntenkreis.

    Alles anderen ist Sache der Verbände die aus ihrem Dornröschsenschlaf aufwachen und auch mal richtig auf den Putz hauen.

  • ... also PR-Arbeit im großen Stil. Würde ich auch sofort unterstützen. Ich wäre bereit 100 Euro dafür auszugeben.

    Wieviel bist du denn bereit dafür auszugeben, sprich zu finanzieren. Ich stelle mir vor, dass wirklich gute PR-Arbeit richtig viel Geld kostet. Ich habe keine Vorstellung was eine nachhaltige PR-Arbeit über alle Kanäle kosten würde. 10 bis 15 Nio. Euro?

    Wenn das professionell aufgezogen werden soll, dann geht das m. E. auch nur über Profis mit Konzept und Information der Basis.

    Was nützt PR-Arbeit von oben, eine "Markenbildung" , wenn die Basis sie nicht versteht, womöglich durch praktisches Tun konterkariert?

    Wie soll die Angst der Bevölkerung vor den "bösen Sportschützen" denn aus Deiner Sicht genommen werden?

  • Ich wäre bereit 100 Euro dafür auszugeben.


    Finde ich gut Wilhelm. Ich denke, dass auch Dan 100 Euro dafür dem DSB spenden wird oder ich oder andere. Der DSB hat aufgrund seiner Mitgliederzahl und seiner Organisation die besten Voraussetzungen PR zu betreiben. Das muss er dann aber auch tun und nicht negativ PR a la Amberger betreiben. Wir, die einzelnen Mitglieder des DSB haben keine Handlungskompetenz. Der DSB als Verband hat die schon, legitimiert durch Hunderttausende Mitglieder.

    Der DSB möchte dies aber nicht (meine Meinung). Der DSB kuschelt sich jetzt möglichst behaglich zusammen und hofft wie die Katze hinterm Küchenherd (das war bei uns vor etwa 50 Jahren so) , dass die ungenehmen Dinge demnächst wieder vorübergehen. GK hat man sowieso noch nie gemocht, auf KK würde man vermutlich auch verzichten wenn dafür die Gelder für Luftdrucksportgeräte olympisch fließen würden. Funktionären geht es um repräsentieren, mit "Persönlichkeiten" zusammen sein und um ähnliches Großmanntum; ja gut, nicht für alle aber für die meisten und für Ambacher im Besonderen.

    Die Bedrohung durch Grün, Rot, IANSA, evangelische Landeskirchen und leider manchmal auch Schwarz und sogar Gelb ist real. Die Bedrohung, die von der Presse in die Köpfe der meisten unserer Mitbürger gepflanzt wurde zeigt gespenstige Wirkung. Kaum jemand denkt darüber nach, die meisten zelebrieren ihre Abscheu vor Waffen wie ein Glaubensbekenntnis und dürfen sich dann zur Belohnung im Wohlwollen ihrer gleichgesinnten Freunde/Bekannten suhlen.

    Man kann das ganze nur noch durch professionelle PR drehen, man braucht "spin doctors" wie man überm Teich sagen würde. Womit wir wieder beim größten Verband wären, Einzelne können dies nicht leisten. Dies ändert aber nichts daran, dass Einzelne durch ihr Engagement Positives für den Schießsport erreichen können, dafür auch mal Danke an Dich. Das Totalverbot abwenden, bei allem Respekt, wirst Du und andere Einzelpersonen, also wir alle, mit solchen Aktivitäten nicht.

    Und es geht nicht vorüber, das Sterben des Schießsports wird scheibchenweise herbeigeführt mit GK-Kurzwaffen wird es anfangen, mit Lichtgewehren wird es enden.

    Versteht das jetzt bitte nicht als DSB bashing. Wenn sich aber nicht bald die wenigen Leute, die das obengesagte auch schon begriffen haben, im DSB-Vorstand sowie auf Ebene der Landesverbände durchsetzen wird man sich an Schützenvereine bald kaum noch erinnern.

    Ceterum censeo IANSAm esse delendam

  • Von jedem Mitglied des DSB nur € 1,- im Monat. das sind im Monat 1,4 Millionen Euro.

    Damit sollte durchaus etwas zu reißen sein und das wäre etwas,wo jeder DSB`ler sich wohl identifizieren könnte.

    Es müssen keine Beträge sein, wie € 100,- die nur einmalig fließen. Es muss kontinuierlich etwas kommen und da sind von vielen kleine Beträge besser, die dauerhaft kommen, als wenige mit höheren Beiträgen.

    Und bevor Du fragst, ich habe genau diesen Vorschlag an Herrn Kohlheim geschickt, nur leider liest er scheinbar keine Mails mehr, da ich eine Abwesenheitsnotiz bis November 2011 als Antwort erhalten habe.

  • Was würde Friedrich Gepperth zu dem gleichen Vorschlag sagen. Da GK-Schützen auch eher an höhere Kosten für Munition und Standgebühren gewöhnt sind, könnte man auch 5€ /Monat dem BDS spenden. Da sollten dann wenigstens 100.000 €/Monat zusammenkommen, damit ließe sich auch was reißen. Allerdings ist die rein mitgliederzahlbezogene Legitimation des BDS sehr viel dürftiger als die des DSB. In der heutigen Situation halte ich diesen Umstand aber nicht mehr für relevant.

    Ach ja, bevor jemand fragt: mir liegt viel an meinem Hobby. Und wenn ich mir die Kosten für Waffen, Munition, Waffenschränke und Gebühren für WBK-Einträge, §27-Verlängerungen, Standgebühren, Mitgliedsbeiträge und Fahrkosten so ansehe, dann lassen sich 100€ für den Anschub, 1 €/Monat für den DSB und 5 €/Monat für den BDS ohne weiteres verschmerzen.

    Aber wer fragt jetzt den Herrn Gepperth? Er ist immerhin auch in ltd. Funktion im FWR.

    Ceterum censeo IANSAm esse delendam

  • Das hört sich alles sehr gut an.

    Herr Gepperth liest bestimmt als Besucher dieses und anderer Foren mit. Vielleicht schreibt er an Herrn Ambacher schon einen Brief, in dem er eine gemeinsame Vorgehensweise anbietet. Vielleicht enthält der Brief auch schon konkrete Ideen und Vorschläge.

    Wieso wird hier nur Herr Gepperth genannt. Gibt es nicht noch weitere

    Verantwortliche/Verbandsführer/Funktionäre/Juristen/Wissenschaftler/Unternehmer/Persönlichkeiten?

  • @ wilhelm,

    die Frage ist letztlich, ob dei Verbände überhaupt wollen, dass solch Werbung betrieben wird, da es ja ggf. die Politiker verärgern könnte.

    Wie gesagt, ich habe die Anfrage, bzw. den Vorschlag an Herrn Kohlheim geschickt, allerdings als Antwort nur eine Abwesenheitsnotitz erhalten.
    Ich kann das auch gerne Herrn Greafrath vom BDMP vorschlagen, aber ich glaube viel eher, dass so etwas gar nicht gewollt ist, da es die politische Situation vom FWR schwächen könnte und auch eine gewisse Daseinsberechtigung desd FWR in Frage stellen könnte. Zumal es aufzeigen würde, dass das FWR Jahrelang seinen Job nicht gemacht hat.

    Von meiner Seite her etwas Grundsätzliches zu meinem Vorschlag mit dem € 1,-:

    Wenn jeder LWB, egal welchem Verband er angehört, € 1,- im Monat spendet, zweckgebunden für PR und Werbung im Sinne des Waffenbesitzes, egal für welchen Bereich, dann steuert jeder Verband quasi Prozentual den selben Beitrag bei, gemessen an der Mitgliederstärke.
    Ich selber sehe hier eigentlich das FWR in der Pflicht und als Treuhänder der Spenden, da soweit alle Verbände beim FWR Mitglied sind und somit das FWR sozusagen der Dachverband ist (nicht wirklich, kann aber so gesehen werden).

    Es ist nicht erforderlich, dass einzelne nen Hunderter oder so spenden. Bei knapp 3.000.000 LWB in Deutschland, wenn wir alle mobilisieren können, wären das € 3.000.000 im Monat für Werbung und PR. Das wäre ein Budget, von dem manch eine Firma nur träumen könnte, würde aber ermöglichen, unabhängige, unvoreingenommene und Verbandsneutrale Werbung zu betreiben.
    Werbung für Verbandsspezifische Wettkämpfe oder Großveranstaltungen dürfen aus diesem Topf nicht finanziert werden. das ist Sache des austragenden Verbandes.

    Eine solche Regelung würde die Verbände ein wenig zusammenschweißen, Zusammenhalt zeigen und somit auch positiv von allen LWB aufgenommen werden.

    Nur die Verbände müssen dies auch wollen, einen Verwalter für die Gelder bestimmen und ein Reglement aufsetzen, wofür die Gelder zu verwenden sind, und wofür nicht.

    Aber, wie bereits zweimal gesagt, müssen die Verbände das auch wollen und da sehe ich das Hauptproblem.

  • Das hört sich alles sehr gut an.

    Herr Gepperth liest bestimmt als Besucher dieses und anderer Foren mit. Vielleicht schreibt er an Herrn Ambacher schon einen Brief, in dem er eine gemeinsame Vorgehensweise anbietet. Vielleicht enthält der Brief auch schon konkrete Ideen und Vorschläge.

    ROFL musstest du nicht selbst laut lachen als du dies geschrieben hast?

    Zitat von Wilhelm

    Wieso wird hier nur Herr Gepperth genannt. Gibt es nicht noch weitere
    Verantwortliche/Verbandsführer/Funktionäre/Juristen/Wissenschaftler/Unternehmer/Persönlichkeiten?

    Die Politik hat den Verbänden klar gemacht, dass eine aggressive Werbung/Marketing zu Verstimmungen führen würde (Nein, ich nenne meine Guelle nicht). Deshalb wurde nach der Großveranstaltung im Sinne des Geistes von Forst ProLegal gegründet, damit sich die Verbände nicht in dieses Spannungsfeld begeben müssen. Das nun der DSB und der DJV der Meinung waren sich deshalb öffentlich zu distanzieren zu müssen ist bedauerlich und dumm. Die anderen Verbände verhalten sich da eindeutig geschickter und können dennoch in Richtung Politik mit "Bedauern" die Schulter zucken.

    Deshalb braucht der Schießsport eine Lobbyvertretung welche losgelöst von den Verbänden operieren kann.

    BBF

  • Das ist richtig BBF, nur werden die anderen Vertreter wie FvLW und Pro Legal nicht in der Lage sein, von allen LWB eine solche Spende für PR und Werbung zu erhalten. Dafür hat die Distanzierung des DSB und FWR von PL und der FvLW bereits lagfristig gesorgt.

  • Hallo Dan More,

    Zitat

    Aber, wie bereits zweimal gesagt, müssen die Verbände das auch wollen und da sehe ich das Hauptproblem.

    Ich wiederhole mich auch: Die Idee und auch den Finanzierungsvorschlag von Volker finde ich gut. Diese Top-Down-PR-Aktion zum Thema Legalwaffenbesitz kann jedoch nur mit der Geschlossenheit aller Verbände in Angriff genommen werden.

    Eine Initiative und der Finanzeinsatz wird jedoch nur erfolgreich sein können, wenn wir selber, jeder LWB-Interessierte/Betroffene, die Inhalte und Themen (letztlich das genau beschriebene Ziel) im persönlichen Umfeld, im Verein, bei der Arbeit usw. kommunizieren können.

    Meinungsbildung geht für mich immer noch vom Volk aus und nicht von den viel zu oft ideologisch und ökonomisch bestimmten Verlagsinteressen. Ich halte es für einen großen Fehler, alles (Geld, Ideen, Handlungen) nur auf ein betriebswirtschaftliches Werkzeug zu setzen. Kein erfolgreiches Unternehmen bildet eine Marke zu einem Produkt, welches so erfolgreich ist, dass es die Konsumenten einfach so kaufen, ohne dass es dafür ein Bedürfnis gibt. Um ein Produkt tatsächlich zu verkaufen, werden Verkäufer/Vermittler auf unterschiedlichen Marktplätzen unerlässlich sein (Arbeit an der Basis).

  • @ Wilhelm,

    ich habe bewußt PR und Werbing geschrieben. Das eine muss nicht zwingend das andere darstellen.

    Und wie ich sagte, der Beitrag für jeden gleich. Egal welcher Verband, egal welcher Verein.
    Somit steuert jeder gemessen an den Mitgliederzahlen den selben Beitrag bei.

    Oder warum soll von den BDS, BDM oder DSU Mitgliedern ein höherer Beitrag entrichtet werden, als beim DSB?`Nur wegen der Größe.....?

  • @ Dan More

    Über die unterschiedliche Höhe kann man diskutieren.
    Teilaspekte für einen höheren Beteiligungsanteil pro GK-Mitglied an der Finanzierung des Gemeinschaftsprojektes für die GK-Verbände sind für mich:
    a) die existenzielle Bedeutung/Wichtigkeit für GK-Schützen,
    b) die bisherige Passivität der GK-Schützen bei der Entwicklung des Sportschießens/Schützenwesens insgesamt,
    c) die bisherige unentgeltliche Nutzung der Arbeit und Investitionen der DSB-Vereine in die Nachwuchsarbeit von Sportschützen, von denen nach eigenem bekunden viele GK-Mitglieder den Weg über die Jugendabteilung in DSB-Vereinen mit LG und KK gefunden haben,
    d) finanzielle Möglichkeiten der GK-Aktiven (von Volker übernommen).

  • Sorry Wilhelm, aber das ist der größte Dünnsinn, den ich bisher gelesen habe.

    Zitat

    a) die existenzielle Bedeutung/Wichtigkeit für GK-Schützen,


    Hier geht es nicht um existentielle Bedeutung einzelner Disziplinen, sondern um den Schießsport in der Gänze. Ob Luftdruckschütze oder GK Schütze ist egal. Wenn GK fällt, wird es nicht lange dauern, bis die anderen auch fallen werden. Da kannst Du dir sicher sein.

    Zitat

    b) die bisherige Passivität der GK-Schützen bei der Entwicklung des Sportschießens/Schützenwesens insgesamt,


    Das ist mit Verlaub Bullshit. Bisher sind es eher die Schützen der Olympischen Disziplinen, die durch ihre passivität und untätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit glänzen. Was soll also diese Abgrenzung?
    Sportschießen wurde doch nicht mit er LuPi oder dem Luftgewehr ins Leben gerufen, sondern wohl viel eher mit Vorderlapdern und Perkussionswaffen. Und die sind nunmal GK vom Kaliber her.


    Zitat

    c) die bisherige unentgeltliche Nutzung der Arbeit und Investitionen der DSB-Vereine in die Nachwuchsarbeit von Sportschützen, von denen nach eigenem bekunden viele GK-Mitglieder den Weg über die Jugendabteilung in DSB-Vereinen mit LG und KK gefunden haben,


    Das ist genau so ein Bullshit Wilhelm. Jeder Sportler profitiert von einer Jugendarbeit oder der Arbeit, die ein anderer Verein oder eine andere Disziplin macht. Würden Jugendliche dem Gesetz nach GK schießen dürfen, würde auch hier Jugendarbeit stattfinden. Der Gesetzgeber erlaubt es aber nicht. Das kannst Du aber nicht den GK schützen in dei Schuhe schieben.

    Zitat

    d) finanzielle Möglichkeiten der GK-Aktiven (von Volker übernommen).


    Nur weil einer GK schießt, heist das noch lange nicht, dass er auch mehr Kohle hat, als ein Luftdruckschütze. Oder willst Du sagen, dass ein Winfried Kretschmann am Hingertuch nagt, als LuPi Schütze?
    Die GK Schützen stehen meist genauso finanziell da, wie jeder andere Schütze auch. Ob einer nun 1500 Euro für eine Lupi oder eine GSP hinlegt oder für eine Les Bear oder STI spielt dabei keinerlei Rolle.
    Unter den GK schützen sind genauso Arbeitslose, Studenten, Akademiker, Bauarbeiter, etc. wie in den anderen Disziplinen auch.

    Und genau um eben keine Splittung und Differenzierung zu betreiben, sollte für alle solch ein Beitrag gleich hoch sein. Wenn einer mehr zahlen will, dann kann er das tun, aber der Grundbetrag sollte für alle gleich sein.

  • Hallo Dan,

    Der Gesetzgeber erlaubt es aber nicht. Das kannst Du aber nicht den GK schützen in dei Schuhe schieben.


    Bis vor zwei Jahren war es noch erlaubt. Es ist auch kein wirklicher Grund, mehr oder weniger komplett auf Jugendarbeit zu verzichten.

    Dem Rest deines Beitrags kann ich aber zustimmen, wenn ich dabei auch auf das Wörtchen "Bullshit" verzichten würde. ;)


    Noch eine Anmerkung: Ich halte deinen Vorschlag mit dem 1,-EUR pro Monat für sehr gut. Aber ich vermute fast, Du hast falsche Vorstellungen, was der DSB so pro Jahr und Mitglied von seinen Landesverbänden bekommt. Eine Summe von 12,-EUR pro Jahr würde den DSB-Beitrag schlagartig mehr als verdoppeln, wenn ich mich jetzt nicht vertue. Du ahnst ja nicht, welche Hürden es bei so einem Vorschlag zu überwinden gäbe. Es gab und gibt ja schon jedes Mal einen mächtigen Zwergenaufstand, wenn Ambacher auch nur um 50 Cent pro Jahr mehr bittet. Man müsste so einen Vorschlag schon verdammt gut verkaufen, damit er überhaupt auch nur eine klitzekleine Chance hätte. Ob aber das Problembewusstsein dafür bei den Schützen schon so groß ist, wage ich zu bezweifeln.


    Volker

    Du schreibst in meinen Augen recht gelungene Beiträge. Vielen Dank dafür.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • @ Frank,

    wenn ein Verein oder Verband von seinen Mitgliedern mehr Geld haben will, dann liegt das meist daran, dass sich entweder die Betriebskosten erhöht haben, oder irgendwelche anderen Dinge anstehen.

    Bei meinem Vorschlag aber handelt es sich um rein Zweckgebundenes Geld.
    Mit der richtigen Argumentation und Überzeugungskraft, sollte ein kein Problem sein einen Großteil der Mitglieder davon zu überzeugen.
    Natürlich wird es Anfangs auch Skeptiker geben, die aber mit der Zeit weniger werden, sobald sie erkennen, dass sich etwas rührt.

    Selbst wenn man nur 2 Euro im Jahr pro Mitglied nehmen würde. Dann wären das, gemessen an der Anzahl Mitglieder, immer noch ca. 2,8 Millionen Euro im Jahr. Ein sehr stattliches Sümmchen, mit dem sich in jedem Fall etwas machen ließe.
    Klar ist, dass im Fall von TV Werbung, richtig Geld verbrannt wird, weshalb gilt, je mehr da ist, umso besser. Aber man kann da auch klein anfangen.

    Aufkleber, Flyer, Poster für die Vereine und Händler, Zeitungsbeilagen und vernünftige Werbung in den Fachzeitschriften, Werbespots für das Kino und youtube.
    Das soetwas klappen kann, sieht man an dem DSU Imagetrailer.

    Das allerwichtigste hierbei ist aber nach wievor, die Einigkeit zwischen den Verbänden und dem FWR. Das sollte ein langfristiges Gemeinschaftsprojekt sein und kein Alleinprojekt der einzelnen Verbände.

    Was das Problembewusstsein betrifft, so liegt es in der Hand der Verbände, ihre Mitglieder entsprechend aufzuklären.
    Bislang wurden die Mitglieder eher dumm gehalten, nach dem Motto: was der nicht weis, macht ihn nicht heiß!
    Weil sie eben keine Einmischung der Mitglieder wollen. Das FWR will keine Einmischung, was auch der Grund für die Distanzierung des DSB und des FWR von PL und der FvLW ist.

  • Sorry Wilhelm, aber das ist der größte Dünnsinn, den ich bisher gelesen habe.

    Lass dich doch von Wilhelm nicht so auf den Topf setzen. Wir schreiben hier von Luftschlössern. Da würde ich sogar für den DSB, BDMP und BDS je 5€/Monat geben. Aber noch einmal: Die Politik hat den Verbänden mitgeteilt, dass dieses zu Verstimmungen führen würde. Du weißt was dies in der Diplomatensprache bedeutet?

    Also phantasiert ruhig weiter, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man herzhaft darüber lachen.

    Viel realistischer wäre, dass die Verbände positiv/neutral gegenüber ProLegal auftreten und die Mitglieder dazu ermutigen sich dort zu organisieren.

    BBF