SpoPi Hämmerli SP20 doppelt

  • Servus ins Forum,

    einer meiner Vereinskollegen schießt eine SpoPi SP20 aus zweiter Hand. Die Pistole hat die Angewohnheit immer wieder mal (vielleicht alle 20-30 Schuss) Dubletten abzugeben. Interessanterweise macht sie das mit härter geladener Mun wie zB RWS PM eher nicht, sondern eher mit den softeren wie zB einer SK PM. Die Puffereinstellschraube war vom Vorbesitzer verhunzt und wurde aber ersetzt. Verschiedene Puffereinstellungen haben nichts geändert wobei ich mir nicht vorstellen kann dass das Fehlerbild durch den Puffer erzeugt wird. Ich tippe eher auf ein Problem im Abzug.

    Kennt jemand ein derartiges Verhalten und hat eine Erklärung oder Problemlösung parat? Danke vorab.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

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  • Alter!

    Diese Waffe darf auf keinen Fall so weiter benutzt werden.

    Ab damit zum Büchsenmacher.

    Unfassbar...

    trainieren, nicht heulen...
    FWB P85
    FWB P8x
    Tesro RS100
    CZ75 Sport II
    Walther GSP 500
    S&W 686-3
    Peters Stahl Multical .45

  • Alter!

    Diese Waffe darf auf keinen Fall so weiter benutzt werden.

    Ab damit zum Büchsenmacher.

    Unfassbar...

    Ja danke. Genau die Atwort war zu erwarten.

    DIE Problemlösung ist mir klar, beantwortet aber nicht die Frage ob jemand das Problem kennt.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Vor einer weiteren Benutzung der Pistole sollte die Grundeinstellung des Abzuges überarbeitet werden. In der Bedienugsanleitung ist auf Seite 5 dazu eine Anweisung enthalten. Das Doppeln tritt dann auf, wenn der Rastenübergriff zu klein ist. Es ist möglich, daß der Vorbesitzer das Druckpunktgewicht sehr gering und den Druckpunktweg sehr kurz eingestellt hat, so daß der Abzugsmechanismus nicht mehr zuverlässig - unabhängig von der verwendeten Munition - funktioniert.

    Die Grundeinstellung des Abzuges müßte der Sportschütze eigentlich selbst hinbekommen. Dabei sollte die sichere Funktion im Vordergrund stehen. Für gute sportliche Ergebnisse sind extreme Einstellungen des Abzuges (Vorzugsgewicht, Druckpunktgewicht, Vorzugsweg, Druckpunktweg) nicht unbedingt notwendig.

  • Merci Hans48 , damit kann ich was anfangen und hab ich ihm auch empfohlen. Stützt auch meine Vermutung. Ist bei Hämmerli eigentlich sehr gut beschrieben wie man auf die Grundeinstellung kommt um von da die individuellen Anpassungen vorzunehmen. Er ist hauptsächlich LP und LG Schütze und daher liegt sein Schwerpunkt wohl auch in der "Fürsorge" nicht so sehr auf der SpoPi ;). Da er mittlerweile Ersatz im RWK ist, ist das Verhalten seiner SP20 auch für uns nicht tragbar.

    Ich hatte mich auch deshalb gewundert, weil die Abzugseinheit ähnlich meiner 280 sein dürfte und ich ein derartiges Verhalten auch bei der wildesten Einstellung nie festgestellt hatte.

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    • Hilfreichste Antwort

    Wenn der Puffer hinten noch eine Einstellschraube hat, ist die Waffe schon etwas älter. Dieser "Puffer" in Verbindung mit der alten Verschlussgeometrie und dem Verschluss Werkstoff hat dazu geführt, dass regelmäßig Verschlüsse gebrochen sind. Walther hat nach der Übernahme von Hämmerli den Werkstoff, sowie die Geometrie unten am Verschluss geändert und einen anderen Puffer dafür entwickelt, welcher die Verschlussgeschwindigkeit wirklich reduziert.

    Bitte neben dem Abzug einmal prüfen, ob der Verschluss Beschädigungen aufweist oder die Tiefe des Stoßboden gestaucht ist. Es kommt bei älteren KK-Pistolen immer wieder vor, dass sich die Tiefe des Stoßbodens soweit reduziert hat, dass es bei Patronen mit dickem Rand zur Zündung beim schließen des Verschlusses kommen kann.

    Ist allerdings alles nur Mutmaßung genaues kann nur mit Lehren bzw messen überrpüft werden.

  • Die Pistole hat die Angewohnheit immer wieder mal (vielleicht alle 20-30 Schuss) Dubletten abzugeben.

    Das heißt für mich, der Schütze handelt unverantwortlich, diese Waffe immer wieder zu benutzen, ohne das zu reparieren.
    Nochmal, da er wohl die Einstellung nicht hinbekommt und nicht garantieren kann, dass das nicht mehr auftritt, --> Büchsenmacher.
    Das kann eine Einstellung sein, kann aber auch ein Defekt des Unterbrechers sein.
    Was kommt dann? 5 Schuss Dauerfeuer?

    Also...

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  • Ich hatte letztes Jahr ein ähnliches Problem mit einer Vereins SP20.

    Da das ganze kurz vor der DM geschah, zum glück NACH der LM SpoPi, leider vor der LM Standard, hab ich die SP mit nach München genommen.

    Diagnose, der Lauf ist nach hinten leicht Aufgegangen/Ausgepilst, so das der Schlagbolzen dann beim schließen des Verschlusses schon die Patrone gezündet hat.

    Vor Ort war da nix zu machen, nach der DM dann eingeschickt, lauf gewechselt, seitdem ist ruhe.

  • Danke hiermit auch an walthergsp und Erzwo. Ich nehme die Prüfpunkte mal mit und gehe die mit ihm durch :thumbup:

    Die typische SP-Krankheit mit dem gebrochenen Verschluss ist schon gefixt.

    Jader35 Wie gesagt ist er LP/LG Sch0tze und schießt zu selten damit als dass es für ihn bisher als unbedingt schnellst zu behebendes Problem gesehen wurde. Da liegt der Schwerpunkt nun mal auf den anderen Disziplinen. Das Thema ploppt jetzt vor allem deswegen auf, weil er im RWK aushelfen wird und wir ihn so auch auf keinem Wettkampf aufstellen werden. Bevor das Teil zum Büchser geht wollen wir auf jeden Fall erst mal die bisherigen Erfahrungen anderer Nutzer auswerten und abarbeiten. Da sind die Beiträge oben schon mal super.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Übrigens: Die Abzugskonstruktion der Hämmerli SP20 und die Abzugskonstruktion der Hämmerli SP280 sind gleich. Das läßt sich an den Schnittbildern der SP's feststellen. Wer also bereits den Abzug der SP280 neu eingestellt hat, kommt auch mit dem Abzug der SP20 zurecht.

  • Hallo zusammen,

    die Unterschiede zwischen den Abzügen sind: alter Abzug Stahlgehäuse, neuerer Abzug Alugehäuse, sowie der Hammer, Schlagstange und Feder.

    Grüße Billy

    KK500 und LG500 für Auflage

  • Kurzer Zwischenstand, da Zeit derzeit ein rares Gut ist.

    Die beiden Abzüge haben wir auch schon verglichen, nur noch nicht getauscht. Machen wir aber noch. Wir gehen die einzelnen Punkte Schritt für Schritt durch, da er durch Schichtarbeit, junge Familie und Hausbau auch sehr eingeschränkt ist.

    Der Abzug war auf jeden Fall schon mal komplett verstellt und der Übergriff, der von Hämmerli mit 0,02 bis max. 0,5mm angegeben ist war so gut wie nicht erfüllt. Da lag Hans48 schon mal ziemlich richtig.

    Schussprobe gemacht, 2,3,4 Serien ohne Doppler und ich war auch schon innerlich am feiern. Bis zum tatack :sobbing:.

    Wir werden das nächste mal den Verschluss zerlegen um zu sehen wie der Schlagbolzen und die Feder aussehen. Nicht dass der Bolzen manchmal hängt und direkt beim schließen des Verschlusses auf die Hülse schlägt. Das könnte mE auch ein Indiz sein, dass stärkere Munition durch den härteren Impuls diesen "Klemmer" direkt löst, wodurch es hier eher nicht zur Störung kommt.

    Wir sind dran. Ich werde weiter berichten.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Möglicherweise liegt eine starke Verschmutzung des Mechanismus vor. Ich öle den Schlagbolzen und die Ausszieherkralle der Pistolen leicht mit einem Nähmaschinenöl ein. Damit kann der Schmutz zwar nicht ferngehalten werden, es wird aber eine Krustenbildung verhindert. Auf die Rasten des Hammers, des Abzugsstollens und der Abzugsstange trage ich dünn Molkote oder das Gun Grease von Abbey auf, welches als Festschmierstoff ebenfalls Molybdändisulfid enthält. Damit soll die gleichmäßge Gleitung unterstützt werden.

    Daß das Abzugsgehäuse der letzten Version der Hämmerli SP 20 aus Aluminium besteht, halte ich für möglich, nicht dagegen der Hammer, die Schlagstange und die Feder.

  • Möglicherweise liegt eine starke Verschmutzung des Mechanismus vor. Ich öle den Schlagbolzen und die Ausszieherkralle der Pistolen leicht mit einem Nähmaschinenöl ein. Damit kann der Schmutz zwar nicht ferngehalten werden, es wird aber eine Krustenbildung verhindert. Auf die Rasten des Hammers, des Abzugsstollens und der Abzugsstange trage ich dünn Molkote oder das Gun Grease von Abbey auf, welches als Festschmierstoff ebenfalls Molybdändisulfid enthält. Damit soll die gleichmäßge Gleitung unterstützt werden.

    Daß das Abzugsgehäuse der letzten Version der Hämmerli SP 20 aus Aluminium besteht, halte ich für möglich, nicht dagegen der Hammer, die Schlagstange und die Feder.

    Wir hatten heute kurz die Gelegenheit den Schlagbolzen auszubauen. "Leider" nix gefunden. Alles sauber, der Bolzen läuft geschmeidig und ist auch an keiner Stelle rauh, was auf mangelnde Schmierung hindeuten würde.Feder auch iO. Abzug selber, sowie der Verschluss insgesamt ist weder trocken, noch sifft er vor Öl. Reinigjngszustand wärde ich als gut bewerten. Passt also auch.

    Ich traue aber irgendwie dem Puffer nicht und lasse ihn den auch mal ausbauen und durchsehen.

    Er hat aber schon durchklingen lassen, dass er sein Weihnachtsgeld bei der Gattin mal für ne Neuanschaffung reserviert hat ;)

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Natürlich ist der Hammer, die Schlagstange und die Feder nicht aus Aluminium. Dies dürfte ja jedem klar sein.

    Dies schrieb ich auch nicht. Nur das Gehäuse der letzten Variante ist aus Alu.

    Es ging da nur darum, daß es verschiedene Varianten gab. Einige Teile sind auch nicht einfach kompatibel zueinander. Beim Puffer, wenn noch die alte Variante mit der Schraube hinten verbaut ist, würde ich empfehlen, diesen wie Walther auch schreibt, in den Puffer aus Kunststoff zu wechseln. Dies hilft die Lebenszeit vom Verschluss zu verlängern.

    Grüße Billy

    KK500 und LG500 für Auflage

  • Hallo Billy, dann habe ich die Aussage mißverstanden. Gut, daß Du es geradegerückt hast. Federn sollten aus Federstahl bestehen. Alluminium geht hier gar nicht. Der Hammer únd die Schlagstange sollten aus bruchfestem Stahl sein.

    Den alten Puffer zu ersetzen, ist eine gute Idee. Ich vermute jedoch, daß er nicht die Ursache für das Doppeln ist. Der Puffer mindert lediglich den Aufschlag des Verschlusses auf das Gehäuse. Ein verschlissener Puffer hat eine geringere Dämpfung und sorgt damit für einen etwas schnelleren Verschlußrücklauf.

    Ich vermute die Ursache des Doppeln bei den üblichen Verdächtigen. Das wäre zunächst die Abzugsstange - auch Unterbrecher genannt. Sie wird nach dem Schuß normalerweise durch den Verschluß runtergedrückt. Damit wird die Verbindung zum Abzugsstollen unterbrochen. Dies Abzugsstange sollte dafür genügend Spiel haben. Wird die Verbindung zum Abzugsstollen nicht gekappt, gibt es u.U. einen Feuerstoß.

    Der zweite Verdächtigte ist der Abzugsstollen. Er muß den vom Verschluß nach dem Schuß niedergedrückten Hammer auffangen, damit er die erneute Reise zum Schlagbolzen nicht sofort wiederantritt. Ansonsten gibt es einen Doppler. Der Rastenübergriff stimmt ja mittlerweile. Die Feder des Abzugsstollens sollte aber genügend Spannung haben, daß der Abzugsstollen sein Aufgabe rasant schnell erfüllen kann.

    Die Abzüge der alten Pistolenmodelle hatten keine bzw. nur sehr beschränkte Möglichkeiten zur Regulierung des Abzuges. Damit waren sie sozusagen "idiotensicher". Die Abzüge der modernen Sportpistolen (GSP, Hämmerli, Pardini usw.) geben den Schützen etliche Möglichkeiten, den Abzug nach ihrem individuellen Geschmack einzustellen. Daduch ergeben sich automatisch Fehlerquellen. Ich würde den Abzug nach der Bedienungsanleitung auf die Grundeinstellung zurückführen. So wie ich die Bedienungsanleitung verstehe - soll dadurch ein sicheres Funktionieren des Abzugsmechanismus herbeigeführt werden. Davon ausgehend könnten anschließend kleine Änderungen vorgenommen werden.

  • Hallo Billy, dann habe ich die Aussage mißverstanden. Gut, daß Du es geradegerückt hast. Federn sollten aus Federstahl bestehen. Alluminium geht hier gar nicht. Der Hammer únd die Schlagstange sollten aus bruchfestem Stahl sein.

    Den alten Puffer zu ersetzen, ist eine gute Idee. Ich vermute jedoch, daß er nicht die Ursache für das Doppeln ist. Der Puffer mindert lediglich den Aufschlag des Verschlusses auf das Gehäuse. Ein verschlissener Puffer hat eine geringere Dämpfung und sorgt damit für einen etwas schnelleren Verschlußrücklauf.

    Ich vermute die Ursache des Doppeln bei den üblichen Verdächtigen. Das wäre zunächst die Abzugsstange - auch Unterbrecher genannt. Sie wird nach dem Schuß normalerweise durch den Verschluß runtergedrückt. Damit wird die Verbindung zum Abzugsstollen unterbrochen. Dies Abzugsstange sollte dafür genügend Spiel haben. Wird die Verbindung zum Abzugsstollen nicht gekappt, gibt es u.U. einen Feuerstoß.

    Der zweite Verdächtigte ist der Abzugsstollen. Er muß den vom Verschluß nach dem Schuß niedergedrückten Hammer auffangen, damit er die erneute Reise zum Schlagbolzen nicht sofort wiederantritt. Ansonsten gibt es einen Doppler. Der Rastenübergriff stimmt ja mittlerweile. Die Feder des Abzugsstollens sollte aber genügend Spannung haben, daß der Abzugsstollen sein Aufgabe rasant schnell erfüllen kann.

    Die Abzüge der alten Pistolenmodelle hatten keine bzw. nur sehr beschränkte Möglichkeiten zur Regulierung des Abzuges. Damit waren sie sozusagen "idiotensicher". Die Abzüge der modernen Sportpistolen (GSP, Hämmerli, Pardini usw.) geben den Schützen etliche Möglichkeiten, den Abzug nach ihrem individuellen Geschmack einzustellen. Daduch ergeben sich automatisch Fehlerquellen. Ich würde den Abzug nach der Bedienungsanleitung auf die Grundeinstellung zurückführen. So wie ich die Bedienungsanleitung verstehe - soll dadurch ein sicheres Funktionieren des Abzugsmechanismus herbeigeführt werden. Davon ausgehend könnten anschließend kleine Änderungen vorgenommen werden.

    Grundeinstellung ist ja erledigt und passt - so wie ich das aus meiner 280 sehr gut kenne. Wenn der alte, noch schraubbare Puffer von Walther schon durch eine andere Variante ersetzt wurde, wird das sicher gut Gründe haben. Insofern ist der Tausch sicherlich sinnvoll.

    Nächster Test wird es sein die Abzüge zu tauschen. Soll heißen, den der SP20 in meine 280 und andersrum wenn es grundlegend geht. Der der SP20 wird ja noch durch einen Stiften vorne gehalten, bei der 280 wird der nur von oben ins Gehäuse geschoben und durch die Griffschraube fixiert.

    Es bleibt (ungewollt) spannend =O

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Ganz anderer Ansatz: Wenn das Problem gerade bei schwacher Munition häufiger auftritt - kann es evtl sein, daß der Verschluß stärker verschmutzt ist und daher nicht weit genug zurückläuft? So daß der Hammer nicht immer in der Rast gefangen wird?

    Wenn er dann mit dem Verschluß wieder mit vor geht könnte hier der Schuss unbeabsichtigt ausgelöst werden.

    Gleiches Verhalten wäre bei stark verschmutztem Patronenlager denkbar, wenn der Ausziehwiderstand den Verschlussrücklauf bremst.

    Bekennender DSB-Schütze
    ------------------------------
    FWR, FvLW, pro-legal
    ------------------------------
    Ceterum censeo IANSAm esse delendam
    (Internet-Fundstück)

  • Ganz anderer Ansatz: Wenn das Problem gerade bei schwacher Munition häufiger auftritt - kann es evtl sein, daß der Verschluß stärker verschmutzt ist und daher nicht weit genug zurückläuft? So daß der Hammer nicht immer in der Rast gefangen wird?

    Wenn er dann mit dem Verschluß wieder mit vor geht könnte hier der Schuss unbeabsichtigt ausgelöst werden.

    Gleiches Verhalten wäre bei stark verschmutztem Patronenlager denkbar, wenn der Ausziehwiderstand den Verschlussrücklauf bremst.

    Wenn ich mir erlauben darf, zu widersprechen, oder es zumindest im Ansatz zu versuchen ;) :

    Bei einem nicht hinreichend weit zurücklaufenden Verschluss (und der Rasteneingriff sollte aus einsichtigem Vibrationsgrund erst ziemlich in der Endstellung des Rücklaufs erfolgt) wird entweder die abgeschossene Patronenhülse schon gar nicht ausgeworfen (sondern fährt erneut ins Patronenlager zurück, oder sie wird, wenn der in der Waffe verbaute Auswerfer noch gerade soeben schwach touchiert wurde, dann nur relativ schwach ausgeworfen, bleibt vielleicht im Verschlussfenster hängen oder kullert nur eben neben die Waffe. Kann jeder gern selbst gefahrlos mit verschiedenen .22 long "Z" ausprobieren, die verhalten sich nämlich auch ganz verschieden.

    Aber in all diesen Fällen wird in aller Regel, eben gerade weil der Verschluss nicht weit genug zurückgefahren ist, eine neue Patrone noch nicht wieder aus dem Magazin zugeführt. D. h., das Phänomen des Doppelns würde man dann eher nicht erwarten.

    Besten Gruß, Carcano

  • Bei der "Z" funktioniert das so nicht, das ist klar.

    Aber bei einer soften Standard-.22er ist das m.E.(!) durchaus denkbar.

    Im vorliegenden Fall tritt das Phänomen ja nur gelegentlich auf, d.h., der Verschluss läuft (FALLS das die Ursache sein sollte!) meist ausreichend zurück. Wenn nun gelegentlich der letzte Zehntelmillimeter fehlt reicht es durchaus zum Repetieren, aber der Hammer geht mit vor.

    Lässt sich ja durchaus mal testen. Auf dem Stand 1 Patrone ins Magazin, 1 Hülse ins Lager. Abschlagen. Verschluss manuell langsam zurückziehen bis die Hülse ausgeworfen und die neue Patrone gerade so zugeführt wurde. Dann schaun, ob der Hammer neu gespannt wurde.

    Selbst wenn das so auch möglich ist bedeutet das tatsächlich noch nicht, daß das den Schuss auslöst, denn der Hammer geht ja mit vor, wird also gebremst. Ob das zur Zündung reicht? Keine Ahnung, ist nur ein angedachter Lösungsansatz.

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