Evaluierung Waffenrecht

  • Ich habe das Positionspapier des VDB gelesen - falls es das richtige war. Da passiert ja lange nix als statistische Daten mit ihrer Erhebung, Relevanz, furchtbarem Formelwerk und was ich sonst noch alles nicht verstehe. Da muss der zur Stellungnahme aufrufende erst mal wieder drei Professoren hinsetzen die das auseinandersortieren.

    Natürlich sind dann die wesentlichen Punkte irgendwo zusammengefasst, aber wer liest denn so weit nachdem er schon nach den ersten Seiten so schwindlig ist, dass er vergessen hat wie er heißt und wo er wohnt? Für mich als interessierte sehr schwere Kost und alles andere als leicht verständlich geschrieben ;(. Auch wenn mir klar ist, dass ich nicht die Zielgruppe bin, aber vielleicht sehen will wie sehr meine Meinungen vertreten sind, oder nicht.

    Ja, das gehört mehr zur schweren Kost. Ich hab die statistischen Erklärungen auch mehr überflogen.

    Leider ist es das einzige Papier mit Tiefgang, die anderen beschränken sich ja mehr auf Schweigsamkeit. Genau das führt bei mir zur Befürchtung, dass wenig Bestrebungen vorhanden sind gemeinsam zu argumentieren. Jeder Verband darf sich nur jeweils fünf Punkte heraussuchen. Das ist wenig. Vor allem wenn man seine Mitglieder nicht mit einbezieht. Hier ist eine konzertierte Aktion notwendig. Ob das die verschiedenen Verbandsfürsten hinkriegen, dass wage ich zu bezweifeln.

    Es besteht einfach die Gefahr, dass vieles nicht oder doppelt angesprochen wird. Aber die Stellungnahmen der Verbände sollen ja veröffentlicht werden. Dann sieht man ja wer sich wie für seine Mitglieder einsetzt und wer eher nicht.

    Mich wundert es, dass hier das Thema was tun und wie verhalten sich unsere Verbände kein größeres Thema ist. Ist es so unwichtig, oder ist man mit dem was aktuell passiert zufrieden?

    Vom DSB habe ich eine Antwort bekommen. Es wird eine Präsidiumssitzung mit dem DJV geben. Zu Gesprächen mit den anderen Verbänden gab es keine Information. Es wurde auch auf folgende Forderungsliste verwiesen. https://www.dsb.de/recht/news/art…estagswahl-2025

    Als Beispiele für wichtige Punkte wurden genannt, Schießnachweise pro Waffengattung, Schießnachweise für Überkontingent. Breiten Raum nimmt das Problem der Glaubhaftmachung § 58 Absatz 21 Waffengesetz ein. Der nur noch bis zum 31.12.2025 ermöglicht, dass die Glaubhaftmachung des Bestehens der Voraussetzungen zum Besitz von Waffen durch den dem Schießsportverband angegliederten Verein erstellt wird. In Bayern werden die Bedürfnisse schon lange vom BSSB ausgestellt, also sollte das nicht das ganz große Problem sein.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Und mal ehrlich; wenn jemand mit einem grauen SL 8 durch die Gassen läuft, das aussieht wie ein übergwichtiges Luftgewehr, ruft niemand den Notruf. Bei einem AR15 ganz sicher.

    Das nur ergänzend, da wir uns in der Sache wohl ausnahmsweise mal einig sind ;)

    Wenn du mir jetzt noch erklären kannst warum ein SL 8 „ungefährlicher“ sein soll und wieso, der gerade für Laien, kleine optische Unterschied zum AR 15 einen Unterschied machen soll, dann klatsche ich Beifall.

    Ich würde schon die Polizei rufen wenn einer mit ´nem Einzellader a la Anschütz 54, mit Holzschaft durch die Gegend strolcht.

    Für mich ist es befremdlich, dass es immer noch Befürworter des Verbotes nach Aussehen gibt. Schaut man sich, speziell Mehrlader an, da gibt es die Waffen, mit minimalen Unterschieden, einmal sportlich zugelassen und einmal nicht. Da ist teilweise nur ein anderer Vorderschaft dran. Beim Mehrlader stört man sich an Belüftungsöffnungen im Vorderschaft, bei den Einzelladern ist dies egal. Warum ist eine Waffe mit Hülsenlänge 39 mm vom sportlichen Schießen ausgenommen? Mit 40 mm wäre diese zulässig.

    Anscheinend schwingt da immer noch die alte Aussage des DSB mit, nur Einzellader sind für das sportliche Schießen geeignet.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Falsch; natürlich falsch, ist bei zwei Teilnehmern hier ja eigentlich regelmäßig erwartbar.

    Tatsächlich wurde der Anscheinsparagraph umgehend durch die Hintertür wieder eingeführt, und zwar wegen massiver Beitlerei (selber schuld, sagten wir damals und schimpften zu Recht auf "Caliber"). Nur führte er halt jetzt nicht mehr zu einem strafbewehrten Totalverbot, sondern zum Ausschluss vom Schießsport und mithin zur Nicht-Erwerbbarkeit mangels Bedürfnisses.

    Jäger können sie erwerben, tun das auch mal ganz gerne, und stellen sie dann in den Waffenscharnk, um sie zu streicheln. Jagen tun sie damit nicht. Eine Ausnahme mit gewisser zahlenmäßiger Bedeutung wäre die auch jagdlich - zu Recht - sehr beliebte MR-Reihe von HK.
    Um deren Verfügbarkeit ich mich verdient gemacht habe.

    Carcano

    Meine Güte, was hast Du für ein Problem.

    Um in Deiner Welt zu bleiben war es mehr als erwartbar dass Du Dich mit der gewohnten Aggressivität auf die Forumsnutzer stürzt die Dir nicht passen. Was ist an meiner Aussage falsch? Höchstens dass es der Gesetzgeber "verstanden" hat. Aber warum soll ich nicht mal von einem positiven Ansatz ausgehen?

    Und es ist de facto absolut richtig, dass eine Waffe nicht aufgrund ihres Aussehens gefährlicher ist als eine andere. Dem verbauten System ist es egal ob es in einem gelben Lochschaft, oder einem bös-schwarzen Aluminiumschaft steckt. Dem Geschoss das aus dem Lauf kommt ebenfalls.

    Die "beliebte MR-Reihe" haben wir Dir zu verdanken? Danke Herr Heckler, oder Herr Koch :clapping:, aber zahlenmäßig fällt sie nicht mehr oder weniger ins Gewicht als alle anderen direkten, oder indirekten Gasdrucklader im AR15-Kleid.

    Und Sportschützen können sie sehr wohl ohne Probleme erwerben, nicht nur Jäger. Da liegst Du komplett falsch.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Wenn du mir jetzt noch erklären kannst warum ein SL 8 „ungefährlicher“ sein soll und wieso, der gerade für Laien, kleine optische Unterschied zum AR 15 einen Unterschied machen soll, dann klatsche ich Beifall......

    Für mich ist es befremdlich, dass es immer noch Befürworter des Verbotes nach Aussehen gibt......

    Du hast mich nicht verstanden. Eben genau das wollte ich damit ausdrücken: Es macht für die Gefährlichkeit keinen Unterschied und ich befürworte eine Unterscheidung nach Aussehen ausdrücklich NICHT! Hab ich evtl etwas unglücklich mit dem Vergleich formuliert, sorry.

    Für den Laien macht es aber sehr wohl in der Betrachtung und Bewertung einen Unterschied, ob das Teil nach Sportgewehr oder Kriegsgerät aussieht.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • uodalrich

    Das hab ich tatsächlich anders verstanden.

    Das die Gefährlichkeit am Aussehen aufgehangen wird, dass hat vermutlich auch damit zu tun, dass hier eine unheilige Allianz aus ideologischen Vorurteilen, berechtigtem Interesse an Regulierung und Angstmacherei besteht.

    Wobei, stellen wir uns ein KK Gewehr in Schwarz vor. Da beginnt der Unterschied, für den Laien, schon zu schwinden.

    Da sind Haltungen ins Waffengesetz eingeflossen, die teilweise von den Verbänden stammen. Schon Anfang der 70er Jahre war man sich nicht grün. Der DSB vertrat die Meinung, nur Einzellader taugen zum Sportschießen. Der DJV forderte, dass Feuerwaffen generell der Jägerschaft vorbehalten sein sollen.

    Aber genau da beginnt doch die Aufgabe unserer Verbände, Übertreibungen möglichst verhindern. Ein Teil des Waffenbesitzes fällt durchaus in den Bereich Traditionspflege. Es gibt ja auch Schützen, die durchaus uralte Schätzchen im Waffenschrank haben. Scheibenstutzen, Zimmerstutzen die zum Teil über 100 Jahre alt sind. Da wird nicht mehr so oft geschossen, die werden eher gehegt und gepflegt. Zum Schießen hat man die modernen Nachfolger.

    Man kann mit überbordenden Regulierungen auch alles abwürgen. Regulierung so wenig wie möglich und soviel wie nötig. Im Wettbewerb werden sich immer die am besten geeigneten Waffen durchsetzen. Warum man sich den §6 AWaffV zu eigen gemacht und diesen in die Sportordnung geschrieben hat, ist nicht nachvollziehbar.

    Aber auch das Aussehen von Sportwaffen unterliegt der Weiterentwicklung, der Mode. Jahrzehntelang war der Holzschaft das Maß der Dinge. Heute mehr die Ausnahme als die Regel. Beim Bund hatte ich ein G3 mit Holzschaft, optisch nicht vergleichbar was heute Stand der Technik ist. Im Endeffekt gab es bei Repetierern und Mehrladern eine ähnliche Entwicklung wie bei den Einzelladern. Auch hier ging es hin zu immer besserer Anpassbarkeit an den Schützen. Bevor mich jemand falsch versteht, nein ich will kein Sturmgewehr im Waffenschrank und auch keine Achtacht im Geräteschuppen haben.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • jomei Da sind wir uns in jedem Punkt einig. Wobei Du für eine Acht-Acht ja auch einen echten großen Schuppen bräuchtest :D.

    Ja die Einzelladergeschichte. Da mussten ordentliche Ordonanzgewehre für viel Geld extra umgebaut (verhunzt) werden, und jetzt? Jetzt kann man überlegen ob man sie für noch mehr Geld zurückbaut, oder sich noch eine auf die neue Gelbe holt um manche Disziplinen überhaupt schießen zu dürfen, da sie teilweise Magazinkapazitäten von min 5 Schuss vorgegeben sind. Meine Schätzchen mit weit über 100 Jahren, werden sowohl gestreichelt (gepflegt) als auch durchaus intensiv geschossen :peaceful:

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Ja die Einzelladergeschichte. Da mussten ordentliche Ordonanzgewehre für viel Geld extra umgebaut (verhunzt) werden, und jetzt?

    Müssten sie nicht niemand hat die Opfer gezwungen in den neuen Disziplinen zu starten.

    Jetzt kann man überlegen ob man sie für noch mehr Geld zurückbaut, oder sich noch eine auf die neue Gelbe holt um manche Disziplinen überhaupt schießen zu dürfen, da sie teilweise Magazinkapazitäten von min 5 Schuss vorgegeben sind.

    Alles nur um die Schützen finanziell auszubluten.

    Andere hätten das als Erleichterung im WaffG gesehen.

  • Ach wie ist das schön und unerfrischend, aber dafür absolut nicht unerwartet, dass der Beitrag sofort zerpfückt wird.

    Gezwungen wird niemand zu nix - und trotzdem darf ich es schade finden dass ich meinen Repetierer 1994 - unabhängig der zu schießen wollenden Disziplin - nur zum Einzellader umgebaut auf die gelbe WBK erwerben durfte.

    Und zum zweiten Punkt erübrigt sich die Antwort, da das herausinterpretierte keinen Bezug zum geschriebenen aufweist.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Gezwungen wird niemand zu nix - und trotzdem darf ich es schade finden dass ich meinen Repetierer 1994 - unabhängig der zu schießen wollenden Disziplin - nur zum Einzellader umgebaut auf die gelbe WBK erwerben durfte.

    Diese Regelung haben wir aber auch dem DSB verdanken. Mangels entsprechender Disziplinen war der Erwerb von Repetierern schwierig bis unmöglich. Falls ich mich irre, möge man mich berichtigen. Die neue Gelbe WBK wurde dann ja als großer Fortschritt beworben.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Diese Regelung haben wir aber auch dem DSB verdanken.

    Richtig, das wurde damals sogar positiv gesehen, ersparte es doch den Antrag für jede einzelne Waffe und es waren Waffen möglich für die es über den Verein/Verband nie eine WBK gegeben hätte.

    Mangels entsprechender Disziplinen war der Erwerb von Repetierern schwierig bis unmöglich.

    Das mag an der Nachfrage gelegen haben.

  • Hinsichtlich der Aufhebung der Einzelladervorgabe war es das auch :)

    Ja, aber dafür gab es doch einige Kröten zum schlucken. Die unter dem Strich eine deutliche Verschlechterung ergaben.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Ja, aber dafür gab es doch einige Kröten zum schlucken. Die unter dem Strich eine deutliche Verschlechterung ergaben.

    Eine "in Summe" Verschlechterung bedeutet? Dass man zwischen brauchen und haben wollen unterscheiden muss ;)?

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Eine "in Summe" Verschlechterung bedeutet? Dass man zwischen brauchen und haben wollen unterscheiden muss ;)?

    Egal was, im Prinzip braucht man eigentlich nichts davon. Wir könnten auch Schwarzer Peter spielen. Es ist Hobby. Unter Verschlechterung fällt alles was Einschränkungen mit sich bringt, Regelungen die keinen Sicherheitsgewinn haben, bestenfalls einen theoretischen usw.

    So als Beispiele fallen mir, auf die Schnelle ein, Erwerbsstreckung, Beschränkung auf 10 Waffen auf gelbe WBK, Magazinkapazität max. 10/20 Schuss, incl. Problematik bei Dual Use Magazinen. A/B Schränke nicht mehr zulässig, deutlich höhere Kosten, Altersgrenzen, bürokratischer Aufwand für Bedürfnisse, Ungleichbehandlung der verschiedenen Waffenbesitzer Jäger vs. Sportschützen.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Egal was, im Prinzip braucht man eigentlich nichts davon. Wir könnten auch Schwarzer Peter spielen. Es ist Hobby. Unter Verschlechterung fällt alles was Einschränkungen mit sich bringt, Regelungen die keinen Sicherheitsgewinn haben, bestenfalls einen theoretischen usw.

    So als Beispiele fallen mir, auf die Schnelle ein, Erwerbsstreckung, Beschränkung auf 10 Waffen auf gelbe WBK, Magazinkapazität max. 10/20 Schuss, incl. Problematik bei Dual Use Magazinen. A/B Schränke nicht mehr zulässig, deutlich höhere Kosten, Altersgrenzen, bürokratischer Aufwand für Bedürfnisse, Ungleichbehandlung der verschiedenen Waffenbesitzer Jäger vs. Sportschützen.

    Naja, doch. Auch wenn es "nur" ein Hobby ist, brauche ich bestimmte Sportgeräte um den Sport auszuüben.
    Natürlich brauche ich meine Trapflinte für´s Wurfscheibenschießen - aber halt eben keine 3-5 davon. Das wäre dann halt haben wollen (wenn das leisten können dazu passen würde) ;).

    Wenn ich pro WBK 10 Plätze haben sollte - dann wären es ja 20 :successful: Einmal gelb alt und einmal neu.

    Vom Trap bis zu Ordonanzgewehren verschiedener Kaliber und KK schieße ich eigentlich quer Beet und komme mit 10 Langwaffen locker aus. Mit manchen schieße ich recht intensiv, andere kommen eher selten zum Einsatz (die habe ich weil ich will, nicht weil ich sie wirklich brauchen würde).
    Kann sein dass es durchaus Schützen gibt die so viele Disziplinen beackern, dass sie mit 10 Plätzen nicht auskommen. Aber das dürfte ein recht kleiner Teil sein. Da mag ich mich aber vielleicht auch täuschen - ich kenne zumindest niemanden dem das zu wenige sind.

    Der Rest hat ja jetzt mit der gelben WBK wenig zu tun und wurde ja bereits ausgiebig diskutiert. Manches sehe ich genauso, manches halt auch nicht. Aber das liegt in der Natur der Sache und ist ja auch ok.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Mir ging es um das „Brauchen“ an sich.

    Es geht nicht um individuelle Bedürfnisse, ob jemand eine oder X Waffen auf der Karte hat, darf eigentlich keine Rolle spielen. Vor allem da es Mengenbegrenzungen mal wieder nur exklusiv für Sportschützen gibt.

    Was mich hier wundert, anscheinend sind viele dem Stand der Dinge zufrieden. Wenn man sich über das Waffengesetz unterhält, dann wird laut gemeckert. Gut, LG/LP-Fraktion betrachtet es meist als für sie nicht relevant.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Mir ging es um das „Brauchen“ an sich.

    Es geht nicht um individuelle Bedürfnisse, ob jemand eine oder X Waffen auf der Karte hat, darf eigentlich keine Rolle spielen. Vor allem da es Mengenbegrenzungen mal wieder nur exklusiv für Sportschützen gibt.

    Was mich hier wundert, anscheinend sind viele dem Stand der Dinge zufrieden. Wenn man sich über das Waffengesetz unterhält, dann wird laut gemeckert. Gut, LG/LP-Fraktion betrachtet es meist als für sie nicht relevant.

    Aber Du dichtest mir jetzt kein schlechtes Gewissen an, weil ich mit den gültigen Regelungen (relativ) zufrieden bin ;). Aber ich gehe durchaus mit, dass es komisch wäre, wenn es bei Jägern diese Begrenzung nicht gäbe (Konjunktiv weil ich bei Jägern komplett offen bin).

    Und ich bin zu 0% LP/LG Schütze.

    Wenn früher alles besser war, dürfte morgen heute also gut gewesen sein.

  • Das geltende Waffenrecht ist schlecht, keine Frage. In vielerlei Hinsicht schlecht, formal und handhabungsmäßig sowieso, inhaltlich auch. Es ist dennoch erheblich besser als die Vorgänger, das WaffG 1972 (das WaffG 1968 betraf nur den gewerblichen Bereich, nicht den privaten Waffenbesitz) und das WaffG 1976.

    Einige bereits vom damaligenFWR ausgehandelte, politisch konsentierte und fest zugesagte Verbesserungen waren wegen politischer Ereignisse ab 2002 in allerletzter Minute gekippt worden. Das betraf z.B. den (ursprünglich noch einmal weiter gewesenen !) Erfassungsbereich des Erwerbsumfangs der gelben Sportschützen-WBK, ebenso auch das Mindestalter für den Einstieg in den Schießsport, und zuletzt - daran war vorrangig Marc Henrichmann (CDU) schuld - die zahlenmäßige Limitierung der gelben WBK, dies freilich anschließend an vorangegangene Gerichtsentscheidungen.

    Carcano


  • Was mich hier wundert, anscheinend sind viele dem Stand der Dinge zufrieden. Wenn man sich über das Waffengesetz unterhält, dann wird laut gemeckert. Gut, LG/LP-Fraktion betrachtet es meist als für sie nicht relevant.

    Da muss man halt berücksichtigen dass sich die Mehrzahl hier doch noch irgendwie als Sportler sieht.

    Aber ich gehe durchaus mit, dass es komisch wäre, wenn es bei Jägern diese Begrenzung nicht gäbe (Konjunktiv weil ich bei Jägern komplett offen bin).

    Was verbessert das an deiner Situation.

    Auf die Sportschützen kann die Gesellschaft verzichten, auf Jäger auch?

    Wer bringt mehr Stimmen, der WBK Inhaber unter den Schützen oder die Jäger?