Puhh, dazu kann ich nichts sagen das war lange vor meiner Zeit.
Der Teststand wurde allerdings erst im Oktober1985 eröffnet.
Puhh, dazu kann ich nichts sagen das war lange vor meiner Zeit.
Der Teststand wurde allerdings erst im Oktober1985 eröffnet.
Sind die denn damals nicht vom 'großen Bruder' mit der sagenhaften Olymp versorgt worden?
Aber nein. Die Olimp war ausschließlich den eigenen (Spitzen-) Kaderschützenschützen auf Welt- und Olympianiveau vorbehalten. Genauso wie bei der aktuellen chinesischen Topmunition höchster Klasse der beiden dortigen Hersteller.
Sowie dem (geringen) Export ins devisenbringende nichtsozialistische Ausland, u.a. damals an Holme in Bayern. Die guten Schützen in der Sowietunion erhielten je nach Zuteilung die Vostok Match oder Vostok Extra.
[Extra ordinem: Federal kopierte die Olimp mit dem charakterischen konkaven Boden (die "Delle"), stellte aber bald fest, dass die weitere Herstellung zu teuer und nicht gewinnbringend war, und gab die Spitzenmunitionsfertigung wieder auf, so wie Winchester und Remington zuvor schon ihre Matchmunition aufgeben hatten; stattdessen produzierte Federal einige Jahre lang u.a. auch Billigstmunition mangelhafter Qualität für die RWS-Geco-Linie]
Soweit es die DDR betraf, so kaufte diese via KoKo jedenfalls in den 1980ern und wohl auch schon 1970ern RWS-Munition und Eley-Munition der oberen Klassen, einerseits für den Anschuss von Matchwaffen (etwa der Ziegenhahn Mod. IV und Mod. 5005, oder der Bühag FP, natürlich auch für die KK-Gewehre), und andererseits auch für Spitzenkader.
Inoffiziell geduldet (und natürlich von den Organen der gesellschaftlichen Sicherheit genau beschnüffelt) wurde trotz der offiziellen Kontaktrestriktionen, deren Einhaltung die Stasi ja auch überwachte, dennoch ein inoffizielles Eintauschen in geringen Mengen bei internationalen Wettkämpfen. Grund dafür war einerseits die amtlich bekannte Munitionsknappheit bei politischer Notwendigkeit von Wetkampferfolgen, und andererseits der Wunsch, Kompromate (!) zu schaffen, die zu gegebener Zeit dann genutzt werden konnten).
Carcano
Nach Fürth, auf den Testschiessstand kommen nicht nur Deutsche Meister zum LG- Test, sondern auch ausländische Nationalmannschaften. Die werden da nicht ohne Grund anreisen. Ein alter Freund, der Heiner Jansohn, selbst früher in der Nationalmannschaft, war der Vorgänger vom Vorgänger vom Flo und der hat mir erzählt, dass zu DDR Zeiten, ostdeutsche Funktionäre mit den Gewehren Ihrer Nationalmannschaft zum Testen kamen. Das werden die wohl nicht zum Dumdiedeldei gemacht haben.
Der "Grund" war die Teilnahme an international besetzten Wettkämpfen oder Meisterschaften. Man schickte da keinen Funktionär im schlecht sitzenden grauen Anzug und Dederon-Schlips mit 20 Gewehren unterm Arm oder 20 Pistolen im Bollerwägelchen als Reisekader über die Grenze, sondern anlässlich ohnehin anstehender und erforderlicher Gruppenreisen wurde die Gelegenheit dann auch genutzt, den neu geplanten Munitionsnachschub zu ordern und zu diesem Zweck die vorhandenen - und dann natürlich ohnehin kurzfristig in der Westzone (BähErrDäh) befindlichen - Wettkampfwaffen mit den entsprechenden Losen zu prüfen und entsprechende Chargen zu ordern, entweder gegen Devisen oder unter Umständen mit KoKo-Tauschgeschäften.
Reisekader in diesem Bereich waren damals einige (wenige) wirtschaftliche Vertreter der Suhler Waffenhersteller und der Bühag (einzelne der halbselbständigen Büchsenmacher freilich nicht), einige Funktionäre des DSV, und natürlich die Trainer, Betreuer und SportlerInnen der Wettkampfmannschaften, samt dem oder den unvermeidlichen IM/s darunter.
[Obiter dictum: Schönebeck, deren Munition ja durchaus gerne in den Westen geliefert wurde und die zusammen mit Pobjeda / Pobeda hier mit die billigste war (allerdings zumeist nur die rote Variante mit der Kupferhülse, nicht die blaue für die KK-MPi 69, und wohl nur sehr wenig von der Pistolenvariante, diese auch in rot mit dem großen schwarzen P-Stempel) dürfte allenfalls 1 Reisekader gehabt haben.]
Carcano
Man schickte da keinen Funktionär im schlecht sitzenden grauen Anzug und Dederon-Schlips mit 20 Gewehren unterm Arm oder 20 Pistolen im Bollerwägelchen als Reisekader über die Grenze
Muhahaha, Bildlich stelle ich mir das gerade saulustig vor![]()
Versöhnungssex ist doch das Beste. ![]()
stattdessen produzierte Federal einige Jahre lang u.a. auch Billigstmunition mangelhafter Qualität für die RWS-Geco-Linie]
also ich habe für das FWB 2600 meiner Ex-Frau Anfang der 90er Jahre ein Geco Los gefunden das ein Schußbild von ~13mm hatte. Davon haben wir damals einig tausend gekauft und Sie hat damit im Standardschaft um 590 im Liegendkampf geschossen. Auch in meinem Anschütz 1813 ging die relativ gut und ich habe die letzten Reste davon bis vor etwa 2 Jahren im Stehend Training geschossen.
Also mangelhafte Qualität würde ich bei Geco nicht verallgemeinern. Aktuelle Serien kenne ich allerdings nicht.
Also mangelhafte Qualität würde ich bei Geco nicht verallgemeinern. Aktuelle Serien kenne ich allerdings nicht.
War so, das wusste auch RWS.
Ganz zu Anfang, als RWS noch selbst fertigte, war die Geco in ihren beiden Variante, grün für Pistole und rot für Gewehr, eine Preis-Leistungs-mäßig wirklich gute Option (hat auch die frühere RWS Standard verdrängt).
Dann wurde die Fertigung outgesourct, wie das ja auch andere tun (u.a. auch Eley, aber das nur am Rande), und die Qualität der leicht zu erkennenden Federal-Produktion war teilweise katastrophal, was damals auch allgemein bekannt war. Qualitätskontrolle null komma null. Rauchte wie Schwarzpulver oder zumindest wie Schultze-Pulver
, massenhaft Versager, Schlappschüsse und echte Laufstecker.
Kann sich heute wieder einmal geändert haben, zumal es die Geco Pistol als solche benannt auch nicht mehr gibt.
Carcano
ja, das war die rote Geco Rifle.
Ist ja auch schon ewig her, aber ich denke das was dann noch RWS "Original" Produktion.
1987 „Olymp“ war nicht immer besser. „Temp“ - eine Stufe tiefer. Wenn der Lauf von ausgezeichneter Qualität war und die Patronenserie ausgewählt wurde, schossen sie problemlos 593-597 (alte Ziele).
„Temp“, aber es gab ein ANSCHÜTZ-Gewehr, freihand, zeigte 599.
Auf dem Foto ist ein Test zu sehen, USSR-Gewehr, einfach in einen Schraubstock eingespannt.
den holboden im patronenboden gibts immer noch ![]()
bei den S&B 4mm Randzündern
Ziemlich off topic.
Hallo Hugo 165,
ich teste jedes Jahr anlässlich der DM in Dortmund bei MEC.
Sehr gute Mitarbeiter und Maik, der Innhaber ist zu dieser Zeit mit fachlichem Rat anwesend.
Die Waffe wird zum Test eingespannt und auf Wunsch kanntest Du den Test selber durchführen. Dazu gibt es dann eine kurze Einweisung.
Zur Auswahl stehen ca. 80 Lose der führenden Hersteller in unterschiedlichen Kopfgrößen zur Wahl. Für mich kaufe ich immer einen Jahresbedarf. Finde ich dann im nächsten Jahr ein bessere Los, so verbrauche ich den Rest im Training. Finde ich kein passendes Los, so kann ich mit dem vorhandenen noch einige Zeit überbrücken. Ist allerdings erst einmal vorgekommen.
Da bin ich zu RWS nach Nürnberg gefahren. Das war für mich etwas ernüchternd. Die Auswahl umfassten keine 20 Lose in unterschiedlicher Kopfgröße. Das Beste Los hielt 6 mm umschlossen.
Mit Schützengruß
Max319
ich teste jedes Jahr anlässlich der DM in Dortmund bei MEC. (...) Zur Auswahl stehen ca. 80 Lose der führenden Hersteller
(...)
bin ich zu RWS nach Nürnberg gefahren. Das war für mich etwas ernüchternd. Die Auswahl umfassten keine 20 Lose in unterschiedlicher Kopfgröße.
Hm. Also wirklich hm.
Es mag ja manche etwas überraschen (insbesondere einen ganz bestimmten Foristen hier), dass ich hier etwas zu Gunsten oder zur Verteidigung von RWS sage. Es sollte aber auch nicht verwundern.
Bei MCE hat man also Losnummern verschiedener Diabolos-Hersteller vorrätig. Da es um die Spitze geht, dürfte sich dabei um 4 Unternehmen handeln. 4x20 = 80.
RWS hatte dagegen 1x20 Lose vorrätig. Es ist auch nachvollziehbar, dass ein Hersteller nicht etwa andere Hersteller mit vorrätig hat. Ein hier jüngst im Forum unternommener Vergleich hat gezeigt, dass es dem interessierten Schützen sann durchaus möglich war, auch unter der RWS-Produktion ein Spitzenlos auszusortieren, was allerdings einige Anstrengung gekostet hatte.
Ich kann gut verstehen, dass es jemandem lieber ist, eine noch größere Auswahl zu haben, aber das spricht eben nicht gegen RWS und muss niemanden "ernüchtern". Wer auf den Testschießständen von SK oder von Eley Deutschland schießt, bekommt ja auch nicht die Konkurrenz-Randfeuermunition zum Vergleich gestellt.
Carcano
Hallo Carcano,
ich kann den Sinn deines Kommentars nicht ganz nachvollziehen.
Ich habe lediglich meine Erfahrung aus 50 Jahre intensivem Schießsport im Gewehrbereich , oder wenn Du möchtest, meine Meinung zu einem Munitionstest kund getan.
Deine Rechnung mit den 20 Losen ist nur zum Teil richtig.
Wie Dir bekannt sei sollte, unterteilen sich die angebotenen Lose des – oder der Hersteller in unterschiedliche Kopfdurchmesser von 4,48 – 4,51 mm.
In den Größen wird zusätzlich noch selektiert. In den Größen 4,48 und 4,51 werden meistens nur zwei bis drei Lose angeboten, da die Nachfrage bekanntlich geringer ist. Umpfangreicher ist die Auswahl in den Größen 4,49 und 4,50 mm. Hier sind etwa jeweils 7 Lose vorhanden. So war es auch bei RWS.
Wie Du richtig erwähnst, wird kein Hersteller die Ware des Mitbewerbers anbietet. Daher habe ich bei RWS schon einige Lose mehr erwartet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Lagerbestand so knapp bemessen ist. Bei MEC sind es in den zwei gängigen Größen aller Hersteller jeweils ca. 20 bis 25 Lose. Es sollte auch noch in Betracht gezogen werden, dass das Angebot in Punkto Menge der einzelnen Herstellern unterschiedlich sein kann. Hier stellt sich dann die Frage, was ist an meiner Erwartung so verwerflich?
Mit Schützengruß
Max319
Nunja, schlechte Lose werden zum Ladenhüter, somit wird die Auswahl beim Händler größer.
Nunja, schlechte Lose werden zum Ladenhüter, somit wird die Auswahl beim Händler größer.
Oder man verkauft diese über seinen online Shop.
Darüber würde ich mal nachdenken 🤔
Zu # 197
Das ist so nicht richtig. Munition und Lauf müssen zusammenpassen. Es ist erwiesen, dass ein Top-Los des einen nicht generell die gleiche präzise Klasse in einem anderen Gewehrlauf erreichen muss. Daher ist die Möglichkeit sehr groß, in einem anderen Gewehrlauf ein annehmbares Ergebnis zu erzielen. Ich vermute, dass Du noch nie bei MEC warst.
Des Weiteren wird kein Hersteller seinen guten Ruf riskieren, in dem er „schlechte“ Munition im Premiumbereich verkauft. Zudem kann der Händler die Ware reklamieren und zurücksenden.
Mit Schützengruß
Max319
Oder man verkauft diese über seinen online Shop.
Darüber würde ich mal nachdenken 🤔
So ist es. Auch ohne Nachdenken (Querdenkergelaber).
Zu # 197
...Ich vermute, dass Du noch nie bei MEC warst.
Des Weiteren wird kein Hersteller seinen guten Ruf riskieren, in dem er „schlechte“ Munition im Premiumbereich verkauft. Zudem kann der Händler die Ware reklamieren und zurücksenden.
Mit Schützengruß
Max319
Da muss ich nicht unbedingt hin.
Stimmt. Reklamierte und zurückgesendete Lose werden dann eingeschmolzen oder in preiswertere Sorten umgelabbelt. ![]()
Dann lass ich auch mal einen Schützengrüß hier.
Also sollte ich tatsächlich mal ein Los haben das nirgends funktioniert (hatte ich bisher nur ein mal) dann gebe ich das kostenlos in die Jugendförderung. Da ist es allemal gut aufgehoben.
Wir haben bei uns den Geschwindigkeitsunterschied zwischen YVS und R10 bei gleichem Druck ermittelt. Ergebnis - die Chinesen fliegen etwa 183 m/s und die R10 175 m/s. Und das sind exakt die Referenzwerte für beide Diabolos. Ich habe bisher keine Loch in Loch fliegende VS gefunden. Da ich die Gewichtsabweichungen bei R10 von 5,20 bis 5,56 gr kenne, selektiere ich Wettkampfmunition nach Gewicht. Für meine Steyr passt 4,59 mm Kopfmaß bei einem Gewicht von 0,53 gramm. Der Fuß sollte halbwegs gut ausschauen. Und nicht vergessen - die R10 ist graphitiert. So alle 5000 mal den Docht durchziehen.